PRESSEMITTEILUNG | 2. JULI 2009

Erneuter Anstieg des HWWI-Rohstoffpreisindex

Im Juni hat sich der Anstieg des HWWI-Rohstoffpreisindex noch einmal beschleunigt. Der Monatswert in Euro erhöhte sich um 11,2 Prozent, nach 8,4 Prozent im Mai. Vom Tiefpunkt im vergangenen Dezember stieg der Monatswert bis zum Juni um insgesamt 35,0 Prozent. Die Erhöhung im Juni ist vor allem auf eine weitere Verteuerung von Erdöl zurückzuführen (+15,9 Prozent). Der Index ohne Energierohstoffe erhöhte sich dagegen nur wenig (+1,6 Prozent). Gegenüber dem Stand vor einem Jahr waren die Rohstoffpreise im Juni durchschnittlich noch um 38,3 Prozent niedriger. Das gegenwärtige Preisniveau entspricht in etwa dem vor zwei Jahren.

Die Tageswerte des HWWI-Index setzten ihren Anstieg nur in der ersten Junihälfte fort. Danach gingen sie zurück. Von Anfang Januar bis Ende Juni ist der Preis für Brentöl um insgesamt 67 Prozent (in Euro) gestiegen. Im Vergleich dazu fiel die Verteuerung von Industrierohstoffen und Nahrungsmitteln in diesem Jahr mit durchschnittlich 12 Prozent bescheiden aus. Deutlich stärker zogen die Notierungen bei einigen Metallen an – vor allem bei Kupfer und Blei – sowie bei Ölsaaten und bei Zucker. Dagegen sind die Preise für Getreide (Weizen und Mais) und für Zellstoff – ebenso wie die Preise für Kraftwerkskohle – gegenwärtig niedriger als zu Jahresbeginn. Mit der Aufwärtstendenz der Rohstoffpreise in der ersten Jahreshälfte wurde zum Teil die vorangegangene starke Abwärtsbewegung korrigiert. Der Anstieg war aber auch Folge zunehmender Rohstoffimporte Chinas, vor allem für Lageraufstockungen zu günstigen Preisen.



Eisenerz
Vale, der brasilianische Eisenerzproduzent, hat kürzlich die Eisenerzpreise für das Jahr 2009 bekanntgegeben. Die zwischen den großen Produzenten und der Stahlindustrie ausgehandelten Vertragspreise gelten üblicherweise für ein Jahr. Der Preis für Feinerz liegt in diesem Jahr um 28,2 Prozent unter dem des Jahres 2008. Der HWWI-Index, in den dieser Preis eingeht, wurde rückwirkend ab Januar entsprechend revidiert.

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