FAMILIENÖKONOMIE UND -POLITIK

Die Arbeitsgruppe Familienökonomie befasst sich mit im Haushalts- und Familienzusammenhang getroffenen Entscheidungen. Hierzu gehören das Familiengründungsverhalten von Paaren – und hierbei insbesondere der Input der Väter – ebenso wie  familiäres Konsumverhalten, Migrationsentscheidungen sowie Entscheidungen der Partner zur Zeitverwendung auf Hausarbeit, Erwerbsarbeit und Freizeit.

In Westdeutschland bekommen gerade hoch qualifizierte Frauen ihre Kinder immer später oder bleiben gar kinderlos. Die Arbeitsgruppe analysiert die Opportunitätskosten von Kindern und berechnet mit modernen ökonometrischen Methoden  die Einkommensausfälle von Frauen, die diese durch geburtsbedingte Erwerbsunterbrechungen erleiden.

Langwierige Erwerbsunterbrechungen bzw. definitive Erwerbsabbrüche  verursachen nicht nur private Kosten bei den betroffenen Frauen bzw. Familien, sondern auch hohe gesamtwirtschaftliche Kosten: Betrieben entgeht die Rendite getätigter Humankapitalinvestitionen, die  Gesellschaft  vergeudet wertvolle Potenziale, Mütter- und Kinderarmut greifen vermehrt um sich, während gleichzeitig rückläufige Geburtenraten die Bevölkerungsalterung forcieren.

Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass sich hohe Geburtenraten und hohe Mütter-Erwerbsbeteiligung nicht widersprechen müssen, wenn Beruf und Familie miteinander vereinbar sind. Die Arbeitsgruppe  richtet ihr Augenmerk daher insbesondere auf die Rahmenbedingungen im In- und Ausland, die Unternehmen und Politik für familienbedingte Entscheidungen setzen:  Welchen Einfluss haben betriebliche Modelle zur Arbeitszeitflexibilisierung, welche Effekte haben Elterngeld, Elternzeit oder das  Angebot an institutioneller Kinderbetreuung auf das Familiengründungs- und Erwerbsverhalten? Die Arbeitsgruppe ergänzt hier wirtschaftstheoretische Erkenntnisse durch empirische Belege und gibt Handlungsempfehlungen für verantwortliche Akteure in Politik und Wirtschaft.

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Der Nordstaat: ein Dauerbrenner erhält neuen Zündstoff


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