
AKTUELLE KONJUNKTURPROGNOSE
Konjunkturflaute wird 2009 überwunden
Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland für die Jahre 2008 und 2009 aktualisiert. Dem starken, durch Sondereinflüsse überzeichneten Wachstum zu Jahresanfang folgte im 2. Quartal nicht unerwartet ein Rückgang. Dieser war sicher teils Reaktion auf das starke 1. Quartal, aber auch andere wichtige Konjunkturindikatoren zeigen, dass seit dem Frühjahr eine deutliche Konjunkturabkühlung im Gange ist. Auch wenn bei einigen der bislang dämpfenden Faktoren, wie bei den Öl- und anderen Rohstoffpreisen oder beim Euro-Dollar-Kurs, eine Wende eingetreten ist, so werden deren vorangegangene kräftige Anstiege noch eine Zeit lang nachwirken. Die Konjunktur dürfte daher in der zweiten Hälfte dieses Jahres recht schwach bleiben.
Die Aussichten für 2009 haben sich dadurch aber aufgehellt. Zudem scheint die Konjunkturdämpfung in den USA weniger ausgeprägt als zunächst befürchtet, auch weil der Staat zur Bewältigung der Finanzkrise stützend eingreift. Unter diesen Bedingungen dürfte die deutsche Konjunktur im Laufe von 2009 wieder an Dynamik gewinnen. Wegen der unterschiedlichen Ausgangsniveaus wird das reale Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr mit 1 Prozent aber nur halb so stark zunehmen wie in diesem (1,9 Prozent). Der Anstieg der Beschäftigung wird vorübergehend zum Erliegen kommen. Die Inflationsrate wird trotz der Beruhigung der Ölpreise in diesem Jahr annähernd 3 Prozent und auch 2009 im Durchschnitt etwas über 2 Prozent betragen.
- HWWI Pressemitteilung (PDF)
- HWWI Präsentation (PDF)
- Vollständige Darstellung aller makroökonomischen Aggregate (PDF)
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