Pressemitteilung

04. May 2010

HWWI-Rohstoffpreisindex weiter gestiegen

HWWI-Rohstoffpreisindex weiter gestiegen

Der Aufwärtstrend der Weltmarktpreise für Rohstoffe hält an. Der Monatswert des HWWI-Rohstoffpreisindex erhöhte sich im April in Euro um 7,0 %, auf US-Dollar-Basis waren es 5,7 %. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen gab es bei Rohöl und einigen Metallen, am stärksten verteuerte sich Nickel (+17 %).

Im Vorjahrsvergleich ist der HWWI-Rohstoffpreisindex in Euro um 54 % gestiegen. Stärker war der Preisauftrieb bei NE-Metallen (+72 %) und bei Rohöl (+66 %). Die Preise für Nahrungs- und Genussmittel dagegen erhöhten sich in den letzten zwölf Monaten insgesamt kaum (+1 %.) Während Genussmittel (Kaffee, Kakao, Tee und Zucker) teurer wurden (insgesamt +17 %), verbilligten sich Getreide (–12 %) sowie Ölsaaten und Pflanzenöle (–5 %).

Die Tageswerte des HWWI-Rohstoffpreisindex setzten ihren bereits im Februar begonnenen Anstieg im April fort, wenn auch mit vermindertem Tempo. Bei den Rohstoffen ohne Energie lag die Zunahme in Euro von Anfang bis Ende April bei 0,7 %. In der gleichen Zeit zog die Spotnotierung für Brentöl um knapp 4,8 % an. Während die Rohölpreise noch weit unter den Extremwerten vom Juli 2008 liegen, erreichte der HWWI-Index ohne Energierohstoffe zuletzt bereits wieder das Niveau von September 2008. Gemessen am Rekordstand von Mitte 2008 war er Ende April nur 6 % niedriger. Der geschrumpfte Abstand ist zum Teil auf den schwächeren Euro zurückzuführen. Die Dollarpreise der Nicht-Energie-Rohstoffe sind gegenwärtig noch 20 % niedriger als Mitte 2008, und anders als die Preise in Euro sind sie insgesamt nicht höher als zu Beginn dieses Jahres.