Pressemitteilung

06. March 2013

HWWI-Rohstoffpreisindex erhöhte sich weiter

Im Monatsdurchschnitt lag der HWWI-Rohstoffpreisindex im Februar höher als im Januar. Gegen Mitte des Monats gingen jedoch die Rohstoffpreise überwiegend zurück. Auf US-Dollar-Basis notierte der Index im Februar um 2 % höher als im Vormonat. In Euro berechnet war der Anstieg mit 1,5 % etwas geringer. Im Index erhöhten sich am stärksten der Unterindex „Eisenerz, Stahlschrott“ mit 4,6 % (in Euro: +4 %) und Rohöl mit 2,3 % (in Euro: +1,7 %). Dagegen waren die Rückgänge beim Teilindex für Genussmittel mit 2,9 % (in Euro: -3,4 %) am größten.

Zu Beginn des Februars lag der Index für Rohöl so hoch wie zuletzt im August 2012. Brentöl näherte sich wieder einem Preis von 120 US-Dollar pro Barrel. Nach starken Preisrückgängen beim Rohöl in der zweiten Monatshälfte reduzierte sich der Öl-Index jedoch auf seinen niedrigsten Stand im Jahr 2013. Während sich Dubai-Öl um fast 6 % (in Euro: -3,4 %) verbilligte, lagen die Preisrückgänge bei Brentöl und WTI-Öl bei gut 5 % (in Euro: rund -2,7 %). Die Rohölpreise gaben vor dem Hintergrund nach, dass aufgrund einer schwächer wachsenden Weltkonjunktur der Anstieg bei der Ölnachfrage 2013 nachlassen könnte. Mitte Februar korrigierte daher die Internationale Energieagentur ihre Prognose für die Ölnachfrage nach unten. In Europa stand besonders Italien im Fokus, da nach den ungeklärten politischen Machtverhältnissen nach den Wahlen einige Anleger die im Land angeschlagene Haushaltsdisziplin in Gefahr sahen. In China waren die letzten Zahlen zum verarbeitenden Gewerbe schwächer als erwartet und in den USA bestanden ebenfalls Risiken für die Konjunktur, da noch keine endgültige Lösung zur Umgehung der „Fiskalklippe“ gefunden wurde.

Die schlechteren weltweiten Wirtschaftszahlen drückten nicht nur den Ölpreis nach unten, sondern führten zum Teil auch zu starken Rückgängen bei Metallen. Im Monatsdurchschnitt Februar veränderte sich der Index für NE-Metalle zwar mit 0,8 % (in Euro: +0,2 %) nur wenig, aber in der zweiten Monatshälfte setzten starke Preisrückgänge ein. In diesem Zeitraum verlor der Nickelpreis 8,8 % (in Euro: -6,4 %), der Aluminiumpreis 6,1 % (in Euro: -3,6 %) und der Kupferpreis 4,8 % (in Euro: -2,3 %), der damit auf ein 3-Monatstief sank. Der Eisenerzpreis hat sich seit seinem Tiefstand aus dem Jahre 2012, als er bei circa knapp 90 US-Dollar pro Tonne lag, mehr als um zwei Drittel wieder erhöht. Gegen Ende Februar lag der Preis bei circa 152 US-Dollar und im Monatsdurchschnitt hat sich der Eisenerzpreis gegenüber Januar um 3 % (in Euro: +2,4 %) erhöht. Die Preisrückgänge in der zweiten Monatshälfte Februar waren beim Eisenerz mit 2 % (in Euro: +0,5 %) vergleichsweise gering. Preissteigernd auf den Weltmarkt für Eisenerz wirken niedrige Eisenerzlagerbestände in China, die das Land dazu veranlassen könnte, vermehrt Eisenerz aus Brasilien, Indien und Australien nachzufragen.

Im Vergleich zum Vormonat ging der Index für Getreide um 2,4 % (in Euro: -2,9 %) zurück, der für Genussmittel sogar um 2,9 % (in Euro: -3,4 %). Bessere Ernteaussichten in wichtigen Anbauregionen führten dazu, dass Weizen sich innerhalb des Februars um gut 9 % (in Euro: -5,5 %) verbilligte und damit so niedrig notierte wie zuletzt im Sommer 2012. Der Zuckerpreis gab im Monatsdurchschnitt um 2,6 % (in Euro: -3,1 %) nach und liegt damit fast um 27 % (in Euro: -27,5 %) unter seinem Stand vom Februar 2012. Auch der Kakaopreis reduzierte sich und war um 3,4 % (in Euro: -3,9 %) niedriger als noch im Vormonatsdurchschnitt. Ein gestiegenes Kakaoangebot und eine über den Erwartungen liegende Qualität der Bohnen führten zu diesen Preissenkungen. So niedrig lag der Kakaopreis das letzte Mal vor 9 Monaten.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

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