HWWI Standpunkt
HWWI Standpunkt publications present the views of HWWI's researchers on current economic and public policy topics and controversial issues. These short statements are aimed primarily at representatives of the media, in order to stimulate an informative exchange of ideas with HWWI's researchers. They are also available to the public on request.
HWWI Standpunkt opinions are only available online in PDF format in both German and English, and are published on an irregular basis.
Current Issues
Piraten: Beim Grundeinkommen auf richtigem Kurs!
Von Thomas Straubhaar
Die Piraten haben auf ihrem Parteitag ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle gefordert. Piratenchef Bernd Schlömer wünscht sich die „schrittweise Einführung von 100 bis 200 Euro Sockeleinkommen“, das man „dann vielleicht hochfährt bis 400 Euro“. Das Grundeinkommen müsse an Bedürftigkeitsprüfungen gekoppelt werden und solle um ein Wohngeld aufgestockt werden.
Deutschland hat die Wahl
Von Thomas Straubhaar
Deutschland steht vor der Wahl. Am 22. September wird der Bundestag neu bestellt. Zwei Themen werden die Entscheidung bestimmen: Soll Deutschland am Euro festhalten und sollen die Steuern erhöht werden? Nimmt man die Wahlprogramme der Opposition, müsste es um Deutschland ganz schlecht stehen. Nur ein abrupter Kurswechsel könne noch das Schlimmste verhindern. Nüchtern betrachtet, ist das Gegenteil richtig. Deutschland geht es besser als jemals zuvor seit der Wiedervereinigung. Für eine fundamentale Änderung weder in die eine Richtung - weg mit dem Euro, noch in die andere - hin zu höheren Steuern, gibt es überzeugende Argumente.
„Spanische Verhältnisse“ in der Bundesliga – braucht der Fußball „Financial Fairplay“?
Von Henning Vöpel
Mit Bayern München und Borussia Dortmund stehen in diesem Jahr erstmals zwei deutsche Vereine im Finale der Champions League - ein großer Erfolg für den deutschen Fußball und die Bundesliga. Doch nicht zufällig wird gleichzeitig eine Diskussion über „spanische Verhältnisse“ in der Bundesliga geführt: Werden Bayern und Dortmund – ähnlich wie Barcelona und Madrid in Spanien – auf Jahre hinaus die Meisterschaft unter sich ausmachen – und die Bundesliga dadurch langweilig? Schon in dieser Saison war die Meisterschaft in der Bundesliga früh entschieden und das Niveau hinter Bayern und Dortmund eher schwach. Stehen Ausgeglichenheit der nationalen Liga und Wettbewerbsfähigkeit in internationalen Wettbewerben in einem Zielkonflikt zueinander?
Wer braucht (noch) den Euro?
Von Thomas Straubhaar
In der Diskussion, ob Deutschland mit einem Festhalten am Euro oder mit einer Rückkehr zur D-Mark eine bessere Zukunft vor sich hat, dominiert die Meinung, der Euro habe seine Wertaufbewahrungsfunktion verloren. Man hat Angst, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis eine (Hyper-)Inflation das Geldvermögen vernichtet habe. Deshalb kaufen sich viele Deutsche Sachwerte, wie Immobilien, Gold oder Schmuck. Sie wollen sich gegen einen befürchteten Wertverlust ihres Geldes durch Inflation schützen. Nur so ist erklärbar, wieso der deutsche Aktienleitindex, der Dax, im letzten Jahr 30 Prozent zulegte, obwohl die Wirtschaft praktisch stagnierte und das Bruttoinlandprodukt um weniger als ein Prozent wuchs.
Völlig vernachlässigt werden in der deutschen Diskussion die beiden anderen Geldfunktionen des Euro: die Vergleichs- und die Transaktionsfunktion.
Der lange Weg von Hamburg nach Skandinavien wird endlich kürzer
Von Jan Wedemeier
Die so genannte Vogelfluglinie – die Verbindung zwischen Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen auf Seeland über Falster und Lolland nach Deutschland – feiert dieses Jahr ihr 50. Jubiläum. Heute ist die Vogelfluglinie mit ihren 300 km die direkteste Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen über die Ostsee, um Güter, Innovationen und Wissen zwischen den beiden Metropolregionen zu transferieren. Der Bau der Vogelfluglinie vor 50 Jahren hat die europäische Integration von Skandinavien nach Westeuropa damals stark vorangetrieben. Die räumliche Verknüpfung wurde schnell zu einem wichtigen Meilenstein im transeuropäischen Verkehrsnetz.
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