News overview

26. February 2015
HWWI Update

Was zieht die Hochqualifizierten in die Städte?

by Anja Rossen
Regionen, die für mobile und gut ausgebildete Fachkräfte attraktiv sind, haben einen bedeutenden Standortvorteil: Mit der Zuwanderung von hoch qualifizierten Arbeitskräften steigen die regionalen Wachstumsaussichten. Angesichts des demografischen Wandels wird sich der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zunehmend verschärfen. Hierbei üben Städte aufgrund der großen und breit gefächerten Arbeitsnachfrage eine starke Anziehungskraft auf Arbeitskräfte aus anderen Regionen aus und fungieren damit als Arbeitsmarktzentren.
26. February 2015
HWWI Update

Bildung ist nicht alles! Elterliche Zeitgestaltung und kindlicher Schulerfolg

by Christina Boll, Malte Hoffmann
Der Befund, dass in Deutschland der Familienhintergrund einen starken Einfluss auf den kindlichen Schulerfolg und den weiteren Lebensverlauf hat, wird in regelmäßigen Abständen immer wieder bestätigt. So erreichen Kinder, deren Eltern einen Hauptschulabschluss haben, relativ seltener einen Hochschulabschluss als Kinder, deren Eltern über einen höheren Bildungsabschluss verfügen. Unter der Annahme, dass das kindliche Potenzial unabhängig vom sozio-ökonomischen Status der Eltern ist, indiziert die Beobachtung Potenzialverschwendung, die langfristig negative Konsequenzen für das Individuum und auch die Volkswirtschaft mit sich führt.
26. February 2015
HWWI Update

Olympische Spiele: Hamburg kann nachhaltig profitieren

by Henning Vöpel
Am 21. März 2015 wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entscheiden, ob sich Deutschland mit Hamburg oder Berlin um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bewerben wird. Danach geht es in den internationalen Entscheid mit Bewerbern wie Boston, Paris oder Istanbul.
30. January 2015
HWWI Update

Konjunkturthemen 2015

by Anja Rossen
Nach einem enttäuschenden Jahr 2014 wird in diesem Jahr eine Reihe von Themen von wichtiger Bedeutung für die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft sein. Bereits zu Beginn des Jahres ist einiges passiert: Seit dem 1. Januar gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn, die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, massenhaft Staatsanleihen aufzukaufen, in Griechenland hat die reformkritische Linkspartei Syriza die Wahlen gewonnen und der Ölpreis ist unter die 50 US-Dollar-Marke gerutscht.
30. January 2015
HWWI Update

Wie kann grünes Wachstum adäquat gemessen werden?

by Katharina Stepping, Jana Stöver
Alternativen zur kohlenstoffabhängigen Wirtschaftsweise werden aktuell international und auf höchster politischer Ebene diskutiert. Der Debatte liegt dabei die zweifellos richtige Annahme zugrunde, dass ein wesentlicher Teil der ökonomischen Aktivität von Naturkapital und Umweltdienstleistungen abhängt sowie zu deren Degradierung beiträgt und dass diese das menschliche Wohl entscheidend beeinflussen. Es ist dennoch ein bedeutender Richtungswechsel im Verständnis von Wachstum und Entwicklung, den Beitrag der Umwelt zur (sozio-)ökonomischen Entwicklung zu messen und Politiken danach auszurichten.
30. January 2015
HWWI Update

Freihandel nach der Krise: Wie geht es weiter?

by Johannes Puckelwald, Henning Vöpel, André Wolf
Nach der beschleunigten Globalisierung in den letzten zwanzig Jahren und der globalen Finanzkrise 2008/09 steht die Weltwirtschaft vor einer neuen Ordnung. Der Weg dorthin ist gekennzeichnet durch geopolitische Konflikte, protektionistische Maßnahmen und Währungsturbulenzen. Eine ähnliche Konstellation gab es nach der großen Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren. Vor diesem Hintergrund analysiert eine neue Studie des HWWI und der Privatbank Berenberg, vor welcher Zukunft der Freihandel steht. Auch das Handels- und Investitionsabkommen zwischen den USA und Europa (TTIP) stellt potenziell einen wichtigen Baustein der neuen globalen Ordnung dar.
29. January 2015
HWWI Research Paper

It's not all about parents' education, it also matters what they do. Parents' employment and children's school success in Germany

by Christina Boll, Malte Hoffmann
In this paper, we use GSOEP data to explore whether parents’ employment has an extra effect on the school achievement of their children, beyond the well-established effects of education, income and demography. First, we test whether the source of income or parents’ unemployment determine children’s school achievements. Second, we analyze the effect of job prestige and factors of societal engagement on children’s performance. Our results indicate no clear income associations but the existence of an employment channel as well as a social channel from mothers to their kids. A negative role model for girls is found for maternal housework. Moreover, the fathers’ job prestige is substantial.
20. January 2015
HWWI Research Paper

A Location Quotient-based Interregional Input-Output (IRIOLQ) Framework

by Malte Jahn
The regionalization of national input-output tables is a major issue in regional science as corresponding regional data is often unavailable. In this paper, a framework is developed to estimate intra- and interregional input-output tables. The intraregional estimates are based on the wellaccepted FLQ method. The interregional estimates include gravity model-based estimates to account for geographical distances between the regions. The estimates are embedded in an interregional accounting framework which ensures consistency of regional values with the national aggregates. The framework is applied to the German economy of 2010. We are able to show the importance of taking into account interregional input-output relations in the derivation of (regional) demand multipliers.
19. January 2015
HWWI Standpunkt

Die überforderte Geldpolitik: Droht das Ende der Euro-Rettungsstrategie?

by Henning Vöpel
Es mehren sich die Anzeichen, dass die bisherige Euro-Rettungsstrategie an ihre Grenzen stößt: an die Grenzen der Wirksamkeit, an die Grenzen der Legitimation und damit an die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Die erneute Diskussion um einen Austritt Griechenlands, der verzweifelte Schritt der Schweizer Nationalbank und die bevorstehende US-Zinswende bringen die Euro-Rettungspolitik in arge Bedrängnis. Im Mittelpunkt des Ganzen: die Europäische Zentralbank (EZB).
19. December 2014
HWWI Research Paper

Green, greener, grey. Disentangling different types of green growth

by Marie-Christin Rische, Andreas Marcus Röhlig, Jana Stöver
The literature on green growth is growing. Partly as a consequence, different approaches are being subsumed under the same term. To better target policy measures, we propose a framework in which green growth paths are divided into distinct categories based on their environmental impact. Building on a capital-based production framework, we distinguish between green and greener growth. This allows us to account for the potentially different environmental impacts of efficiency-based and stock-based green growth approaches. Our results imply that many green growth policies would not qualify as green within the proposed concept. They would rather be termed greener growth policies.
15. December 2014
HWWI Update

Die volkswirtschaftliche Dimension von Kraftwerksstilllegungen: Eine Simulation der Effekte induzierter Strompreiserhöhungen

by Christian Growitsch, André Wolf
Eine ordnungsrechtlich erzwungene Stilllegung von Kohlekraftwerken hätte Konsequenzen, die weit über die Energiewirtschaft hinausreichen. Staatliche Eingriffe in den deutschen Kraftwerkspark beeinflussen unmittelbar die Preisbildung an der Strombörse und damit auch die Strompreise der Endverbraucher. Eigene Simulationen zeigen, dass eine zusätzliche Stilllegung von etwa 10 Gigawatt (GW) installierter Kraftwerksleistung in den Bereichen Braun- und Steinkohle im Zeitraum 2020-2030 über Strompreiserhöhungen jährliche Wertschöpfungsverluste in Milliardenhöhe auslösen könnte.
15. December 2014
HWWI Update

Soziale und institutionelle Einflussfaktoren auf die Studienwahl

by Alexandra Kloß
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Hochschulreife steht eine der wichtigsten Entscheidungen eines jungen Menschen: Wie soll der weitere Lebensweg gestaltet werden? Soll ein Beruf erlernt oder ein Studium aufgenommen werden? Welches Studienfach soll gegebenenfalls an welcher Hochschule ausgewählt werden? Die Promotion fragt, welche Einflussfaktoren auf diese wegweisende Entscheidung wirken.
15. December 2014
HWWI Update

Zweite Zukunftswerkstatt Familienunternehmen

by Sara Mercedes Hildenbrand
Familienunternehmen zeichnen sich durch eine hohe Verbundenheit zu ihren Mitarbeitern aus, schreiben Zusammenhalt groß und gelten weithin als beständige und verlässliche Arbeitgeber. Dennoch scheitern Familienunternehmen oftmals daran, diese positiven Attribute nach außen zu kommunizieren und gezielt zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern einzusetzen. Entgegen der einst von Henry Ford formulierten Empfehlung „Wer nicht wirbt, stirbt!“ sind Familienunternehmen eher zurückhaltend, was die gezielte Bewerbung ihres Unternehmens als Familienunternehmen betrifft. Eine Vielzahl verzichtet bewusst auf die Kommunikation des Faktors Familie.
15. December 2014
HWWI Update

Deutschland trotz verlangsamter Dynamik auf Potenzialpfad

by Anja Rossen
Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland für 2014 und 2015 aktualisiert und rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,5 % und für das Jahr 2015 von 1,3 %.
9. December 2014
HWWI Research Paper

How to Woo the Smart Ones? Evaluating the Determinants that Particularly Attract Highly Qualified People to Cities

by Tanja Buch, Silke Hamann, Annekatrin Niebuhr, Anja Rossen
Human capital is a driving factor of innovation and economic growth. Economic prospects of cities depend on high qualified workers’ knowledge and therefore, attracting highly qualified workers plays a fundamental role for cities’ prospects. This study contributes to the question which factors primarily determine the mobility-decision of highly qualified workers by investigating the determinants of the migration balance of German cities between 2000 and 2010. Furthermore, it compares the effects of several labour- and amenity-related variables on migration rates of highly qualified workers and the remaining workforce. Findings suggest that local labour market conditions influence the mobility decision but amenities matter too for the high-skilled. The preferences of the highly qualified workers partly differ from those of the rest of the workforce. However, there are also several factors that do not show systematic differences across skill groups.
9. December 2014
HWWI Policy Paper

Konjunktur 2015: Weichenstellung für den globalen Aufschwung

by Hendrik Hüning, Leon Leschus, Alkis Henri Otto, Anja Rossen, Henning Vöpel, Lars Wenzel, André Wolf
Das Jahr 2014 konnte die zu Jahresbeginn gehegten konjunkturellen Erwartungen nicht erfüllen. Sowohl in Deutschland als auch im Euroraum hat sich die Dynamik im Jahresverlauf deutlich abgeschwächt. Auch die Weltwirtschaft insgesamt ist schwächer als erwartet expandiert. Dies obwohl die USA und das Vereinigte Königreich ihren moderaten, aber robusten Aufschwung fortsetzen konnten.

Die globale Konjunktur hat sich insbesondere durch eine Reihe von geopolitischenKonflikten eingetrübt. Diese haben sich vor allem negativ auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen ausgewirkt, die deutlich schwächer als zu Jahresbeginn erwartet ausfiel. Der im Jahresverlauf einsetzende Attentismus hat die Aufwärtsdynamik spürbar gebremst. Hinzu kommt nach wie vor die Unsicherheit über die Stabilität und die generelle Verfassung der Weltwirtschaft. Auch im sechsten Jahr nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09 sind die Risiken eines erneuten Einbruchs anden Märkten substantiell. Von Seiten der Fiskal- und Geldpolitik gab es angesichts der Schuldensituation in vielen europäischen Krisenländern und einer an der Nullzinsgrenze agierenden Geldpolitik kaum noch expansive Impulse. Insgesamt haben sich damit die Hoffnungen auf einen selbsttragenden Aufschwung nicht erfüllt. Dieser ist bis mindestens in das nächste Jahr hinein aufgeschoben.