News overview

25. March 2015
HWWI Update

Deutsche Wirtschaft gewinnt durch Sondereinflüsse deutlicher an Fahrt

by Anja Rossen
Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert. Aufgrund des stärker als erwarteten Wachstums im Schlussquartal 2014 und infolge entlastender Sondereinflüsse wird für 2015 nunmehr ein Wachstum von 1,9 % erwartet. Mit Belebung der Weltwirtschaft und der Investitionstätigkeit in Deutschland wird das Wachstum auch im Jahr 2016 kräftig ausfallen und mit rund 1 ¾ % nur geringfügig niedriger sein als in diesem Jahr.
25. March 2015
HWWI Update

Green versus greener: Zur Kategorisierung grüner Wachstumspfade

by Andreas Marcus Röhlig, Marie-Christin Rische, Jana Stöver
Grünes Wachstum (green growth) hat in den letzten Jahren zusehends an Aufmerksamkeit gewonnen und wird vielfach als aussichtsreicher Ansatz zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklung (sustainable development) erachtet. Neben den spürbar werdenden Auswirkungen des Klimawandels sowie der fortwährenden Zerstörung wichtiger Ökosysteme und der Verknappung essenzieller Ressourcen sind dabei auch die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise prägend für den aktuellen Diskurs.
25. March 2015
HWWI Update

Der Ölmarkt in Bewegung

by Christian Growitsch, Leon Leschus
Seit letztem Sommer sind die Rohölpreise kräftig gefallen. So ist der Brentpreis zwischen Juni 2014 und Ende Februar 2015 um 46 % zurückgegangen. In der Spitze lag der Rückgang sogar bei rund 60 % (Anfang Januar 2015). Zu den niedrigeren Ölpreisen hat vor allem das gestiegene weltweite Ölangebot beigetragen. Mit dem Fracking-Verfahren gelang es den USA in den letzten Jahren, so viel Öl zu fördern wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
11. March 2015
HWWI Standpunkt

Die Rückkehr der Geschichte und die Zukunft der Globalisierung

by Henning Vöpel
Kurz nach dem Ende des Kalten Krieges verkündete der US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama im Jahr 1992 das mutmaßliche „Ende der Geschichte“: Mit dem Sieg des Kapitalismus über den Kommunismus hätten sich im Sinne der Hegelschen Dialektik alle historischen Widersprüche zu einer Synthese der Freiheit und Demokratie aufgelöst. Die anschließend einsetzende Globalisierung schien die These vom Ende der Geschichte zu bestätigen. Es herrschten fortan die globalen Märkte nach rein ökonomischen Erwägungen − rational, anonym und ahistorisch.
26. February 2015
HWWI Update

Was zieht die Hochqualifizierten in die Städte?

by Anja Rossen
Regionen, die für mobile und gut ausgebildete Fachkräfte attraktiv sind, haben einen bedeutenden Standortvorteil: Mit der Zuwanderung von hoch qualifizierten Arbeitskräften steigen die regionalen Wachstumsaussichten. Angesichts des demografischen Wandels wird sich der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zunehmend verschärfen. Hierbei üben Städte aufgrund der großen und breit gefächerten Arbeitsnachfrage eine starke Anziehungskraft auf Arbeitskräfte aus anderen Regionen aus und fungieren damit als Arbeitsmarktzentren.
26. February 2015
HWWI Update

Bildung ist nicht alles! Elterliche Zeitgestaltung und kindlicher Schulerfolg

by Christina Boll, Malte Hoffmann
Der Befund, dass in Deutschland der Familienhintergrund einen starken Einfluss auf den kindlichen Schulerfolg und den weiteren Lebensverlauf hat, wird in regelmäßigen Abständen immer wieder bestätigt. So erreichen Kinder, deren Eltern einen Hauptschulabschluss haben, relativ seltener einen Hochschulabschluss als Kinder, deren Eltern über einen höheren Bildungsabschluss verfügen. Unter der Annahme, dass das kindliche Potenzial unabhängig vom sozio-ökonomischen Status der Eltern ist, indiziert die Beobachtung Potenzialverschwendung, die langfristig negative Konsequenzen für das Individuum und auch die Volkswirtschaft mit sich führt.
26. February 2015
HWWI Update

Olympische Spiele: Hamburg kann nachhaltig profitieren

by Henning Vöpel
Am 21. März 2015 wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entscheiden, ob sich Deutschland mit Hamburg oder Berlin um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bewerben wird. Danach geht es in den internationalen Entscheid mit Bewerbern wie Boston, Paris oder Istanbul.
30. January 2015
HWWI Update

Konjunkturthemen 2015

by Anja Rossen
Nach einem enttäuschenden Jahr 2014 wird in diesem Jahr eine Reihe von Themen von wichtiger Bedeutung für die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft sein. Bereits zu Beginn des Jahres ist einiges passiert: Seit dem 1. Januar gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn, die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, massenhaft Staatsanleihen aufzukaufen, in Griechenland hat die reformkritische Linkspartei Syriza die Wahlen gewonnen und der Ölpreis ist unter die 50 US-Dollar-Marke gerutscht.
30. January 2015
HWWI Update

Wie kann grünes Wachstum adäquat gemessen werden?

by Katharina Stepping, Jana Stöver
Alternativen zur kohlenstoffabhängigen Wirtschaftsweise werden aktuell international und auf höchster politischer Ebene diskutiert. Der Debatte liegt dabei die zweifellos richtige Annahme zugrunde, dass ein wesentlicher Teil der ökonomischen Aktivität von Naturkapital und Umweltdienstleistungen abhängt sowie zu deren Degradierung beiträgt und dass diese das menschliche Wohl entscheidend beeinflussen. Es ist dennoch ein bedeutender Richtungswechsel im Verständnis von Wachstum und Entwicklung, den Beitrag der Umwelt zur (sozio-)ökonomischen Entwicklung zu messen und Politiken danach auszurichten.
30. January 2015
HWWI Update

Freihandel nach der Krise: Wie geht es weiter?

by Johannes Puckelwald, Henning Vöpel, André Wolf
Nach der beschleunigten Globalisierung in den letzten zwanzig Jahren und der globalen Finanzkrise 2008/09 steht die Weltwirtschaft vor einer neuen Ordnung. Der Weg dorthin ist gekennzeichnet durch geopolitische Konflikte, protektionistische Maßnahmen und Währungsturbulenzen. Eine ähnliche Konstellation gab es nach der großen Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren. Vor diesem Hintergrund analysiert eine neue Studie des HWWI und der Privatbank Berenberg, vor welcher Zukunft der Freihandel steht. Auch das Handels- und Investitionsabkommen zwischen den USA und Europa (TTIP) stellt potenziell einen wichtigen Baustein der neuen globalen Ordnung dar.
29. January 2015
HWWI Research Paper

It's not all about parents' education, it also matters what they do. Parents' employment and children's school success in Germany

by Christina Boll, Malte Hoffmann
In this paper, we use GSOEP data to explore whether parents’ employment has an extra effect on the school achievement of their children, beyond the well-established effects of education, income and demography. First, we test whether the source of income or parents’ unemployment determine children’s school achievements. Second, we analyze the effect of job prestige and factors of societal engagement on children’s performance. Our results indicate no clear income associations but the existence of an employment channel as well as a social channel from mothers to their kids. A negative role model for girls is found for maternal housework. Moreover, the fathers’ job prestige is substantial.
20. January 2015
HWWI Research Paper

A Location Quotient-based Interregional Input-Output (IRIOLQ) Framework

by Malte Jahn
The regionalization of national input-output tables is a major issue in regional science as corresponding regional data is often unavailable. In this paper, a framework is developed to estimate intra- and interregional input-output tables. The intraregional estimates are based on the wellaccepted FLQ method. The interregional estimates include gravity model-based estimates to account for geographical distances between the regions. The estimates are embedded in an interregional accounting framework which ensures consistency of regional values with the national aggregates. The framework is applied to the German economy of 2010. We are able to show the importance of taking into account interregional input-output relations in the derivation of (regional) demand multipliers.
19. January 2015
HWWI Standpunkt

Die überforderte Geldpolitik: Droht das Ende der Euro-Rettungsstrategie?

by Henning Vöpel
Es mehren sich die Anzeichen, dass die bisherige Euro-Rettungsstrategie an ihre Grenzen stößt: an die Grenzen der Wirksamkeit, an die Grenzen der Legitimation und damit an die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Die erneute Diskussion um einen Austritt Griechenlands, der verzweifelte Schritt der Schweizer Nationalbank und die bevorstehende US-Zinswende bringen die Euro-Rettungspolitik in arge Bedrängnis. Im Mittelpunkt des Ganzen: die Europäische Zentralbank (EZB).