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Arbeit, Bildung und Demografie

Unsere Gesellschaft wird vielfältiger, die Lebensformen bunter. Wir leben immer länger und werden doch anzahlmäßig immer weniger. Zu den demografischen Veränderungen kommt der Wandel der Berufswelt hinzu: Wissen wird wichtiger und veraltet zugleich schneller. Der Erstberuf trägt immer seltener durch ein ganzes Leben. Das persönliche Humankapital, also die Teilnahme am Arbeitsmarkt und die Fähigkeit, produktiv zu sein und daraus ein auskömmliches Einkommen zu erzielen, entwickelt sich immer stärker zur zentralen Größe für individuellen Wohlstand, Lebensqualität und einer guten Absicherung im Alter. Wie steht es um unser Arbeits- und Fachkräftepotenzial? Welche Bedeutung hat Bildung für einen guten Job? Was verdienen Männer und Frauen heutzutage? Welche Faktoren beeinflussen die Berufswahl, welche die Familiengründung oder eine Migrationsentscheidung? Und wie organisieren sich Partner in Haushalt und Erwerbsleben und was bedeutet dies für ihr Einkommen heute, morgen und im Alter? Welche Rolle spielen die politischen Rahmenbedingungen für all diese Entscheidungen? Wir geben Antwort auf diese Fragen.

Beschäftigung und Einkommen

Wir analysieren die Faktoren, die das Erwerbsverhalten von Menschen beeinflussen. Dabei wollen wir beispielsweise wissen, wer warum zu welchem Zeitpunkt wieviel Arbeit anbietet. Wie steht es um die Integration von Migranten am Arbeitsmarkt? Wie sind die Beschäftigungschancen junger Menschen ohne Schulabschluss? Warum entscheiden sich Frauen für andere Berufe als Männer? Und welche Unterschiede bestehen eigentlich zwischen Berufen und ausgeübten Tätigkeiten und welche Kompetenzen benötigen wir dafür? Gehen Kompetenzen verloren, wenn wir den Arbeitgeber oder den Job wechseln? Passen die Anforderungen der Jobs zu den Qualifikationen, die die Menschen mitbringen? Und wenn nicht – wo liegen die Ursachen und welche Folgen hat dies für das Einkommen des Einzelnen und der Gesellschaft? Dabei interessieren uns neben Art, Umfang und Qualität der Beschäftigung auch die Erträge derselben: Welche Einkommen werden in Deutschland erzielt? Wie ist es um die Einkommensungleichheit – beispielsweise zwischen Frauen und Männern – bestellt, und hat der gesetzliche Mindestlohn Auswirkungen auf die geschlechtsspezifische Lohnlücke?

Ein weiterer Fokus unserer Arbeit sind die Einkommensperspektiven im Lebensverlauf. Welche Rolle spielt dabei die Berufs- oder Erwerbserfahrung? Und wie sieht es mit der Vereinbarkeit aus? Wie könnten Arbeitszeitmodelle aussehen, die eine Kombination von Beruf und Familie, Pflege, Ehrenamt oder Weiterbildung ermöglichen? Um dies zu erfahren, befragen wir Unternehmen und bewerten Best Practice Beispiele aus dem Ausland.

Bildung und soziale Mobilität

Voraussetzung für Beschäftigung ist eine gute Erstbildung. Wir fragen, welche Rolle das Elternhaus dabei spielt, Kindern eine gute Bildung zu ermöglichen. Warum gelingt es Kindern in Deutschland schlechter als in anderen Ländern eine bessere Bildung als ihre Eltern zu erreichen? Hat die Berufstätigkeit der Eltern Einfluss auf  den kindlichen Schulerfolg? Welche Rolle spielt das Schulsystem für die Chancengleichheit? Und weiter: Wie steht es um die formalen Qualifikationen der sogenannten Arbeits- und Fachkräftepotenziale, also Frauen, Migranten und Älteren? Wer bildet sich in Deutschland beruflich weiter, für wen ist lebenslanges Lernen besonders wichtig, und was können wir hier vom Ausland lernen?

Familie

Die Lebensformen in Deutschland werden bunter. Kinder werden in unterschiedlichsten familialen Kontexten geboren. Welche Faktoren beeinflussen die Geburtenentscheidung? Wo steht Deutschland bei der Geburtenrate und anderen demografischen Kennziffern wie beispielsweise dem Altenquotienten im internationalen Vergleich? Wovon ist es abhängig, ob Väter Familienarbeit übernehmen, und wie kann die Familienpolitik dies besonders effektiv unterstützen? Welche Rolle spielen Großeltern für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Wer pflegt in welchem Umfang seine Angehörigen und welcher Pflegebedarf kommt auf Deutschland zu?

Unsere Forschung: Empirisch, interdisziplinär, international und relevant.

  • Wir forschen zu Fragen der angewandten Mikroökonomik.
  • Dies tun wir interdisziplinär: Menschliches Verhalten zu erklären, erfordert den Blick auch in benachbarte Sozialwissenschaften.
  • Wir arbeiten empirisch: Unsere Hypothesen überprüfen wir anhand vorliegender Daten, teilweise erheben wir diese auch selbst.
  • Wir schauen über den Tellerrand und stellen Ergebnisse für Deutschland in den europäischen oder internationalen Kontext.
  • Wir schlagen den Bogen vom individuellen Verhalten zu Gesamtwirtschaft und Gesellschaft und zeigen die makroökonomischen Trends und Effekte auf, die sich hieraus ergeben.


Unser Leistungsspektrum ist vielfältig: Sprechen Sie uns an!

  • Unsere Forschung findet regelmäßig Eingang in die aktuelle wissenschaftliche Debatte und dient Auftraggebern aus Politik und Wirtschaft als Grundlage für arbeits-, sozial- und familienpolitische Entscheidungen.
  • Neben der Erstellung von Studien und Gutachten leisten wir wissenschaftliche Politikberatung und vermitteln unsere Forschungsergebnisse in Vorträgen, Medienbeiträgen und in der wissenschaftlichen Lehre.
  • Welche Fragen haben Sie?

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Dr. Christina Boll

Tel.:  +49 (0)40 34 05 76 - 668

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Berufung

Dr. Christina Boll wurde vom Vorstand der Bundesagentur für Arbeit für die Dauer vom 1. September 2017 bis 31. August 2018 zur Gastprofessorin für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) bestellt. Die Urkunde wurde ihr von Prof. Dr. Christian Gade, Erster Prorektor der HdBA überreicht.

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