Bildungskarrieren von Kindern, elterliche Ressourcen und Interaktionseffekte des Schulsystems – eine länderübergreifende vergleichende Analyse

Gefördert durch: Universität Hamburg; Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Laufzeit: Juni 2012 – Oktober 2015

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Ein hohes durchschnittliches Bildungsniveau der Bevölkerung ist Voraussetzung für die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit des Hochlohnlandes Deutschland. Hierfür unabdingbar ist es, gleiche Bildungschancen für alle Menschen zu schaffen, unabhängig vom Elternhaushintergrund. Wenngleich die Forschung zur intergenerationalen Mobilität stark auf Bildungsmobilität fokussiert, dürften neben dem elterlichen Bildungsniveau auch Entscheidungen zur Zeitverwendung auf Kinderbetreuung, Freizeit und Erwerbsarbeit relevant für die kindliche Entwicklung sein: Studien zeigen, dass zwar etwa 40 bis 60% der Variation im Schulerfolg von Kindern auf Merkmale des Elternhauses zurückzuführen sind, dass hiervon aber nur ein geringer Teil auf den elterlichen Bildungsstand entfällt (Björklund und Salvanes 2010). Dieses Projekt hat zum Ziel, vorliegende Studien zur intergenerationalen Bildungsmobilität um den Aspekt des elterlichen Erwerbsverhaltens zu erweitern. Folgende Fragen stehen im Zentrum der Analyse: Inwiefern beeinflusst die Erwerbstätigkeit von Eltern die kindliche Bildungskarriere im Schulkindalter und darüber hinaus? Welche moderierende Rolle spielen institutionelle Faktoren wie eine Ganztagsschulversorgung in diesem Zusammenhang? Sind die elterlichen Ressourcen Zeit, Wertorientierungen/Vorbilder und Geld substitutionale oder komplementäre Faktoren in der „Produktionsfunktion“ kindlichen Humankapitals in der Familie? Angestrebt wird eine multivariate Analyse mit sozio-ökonomischen Mikrodaten im länderübergreifenden Vergleich zwischen relevanten Wohlfahrtsstaaten.

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