Individuelle Voraussetzungen beruflicher Weiterbildung – eine explorative Analyse

Gefördert durch: Hans-Böckler-Stiftung
Laufzeit: 01. Juli bis 31. Dezember 2015

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Kurzbeschreibung:
Das Projekt hat zum Ziel, die individuellen Voraussetzungen beruflicher Weiterbildung zu erforschen. Dabei sollen insbesondere das Arbeitszeitarrangement, das Geschlecht und der Haushaltskontext der Person untersucht werden. Im Fokus steht die Frage, inwiefern Beschäftigungsformen mit reduzierter Arbeitszeit die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung erschweren und welche Muster bezüglich anderer arbeitsplatzbezogener Merkmale aber auch bezüglich sozio-demografischer Merkmale wie Bildung und Haushaltskontext das berufliche Weiterbildungsengagement prägen. Frauen sind nicht nur häufiger als Männer in Teilzeit beschäftigt, sondern innerhalb des Haushalts auch häufiger in der Zuverdiener-Position. Untersucht werden soll, ob es u. a. aufgrund dieser Merkmale geschlechtsspezifische Zugänge zu beruflicher Weiterbildung gibt. Das Projekt verfolgt einen explorativen Ansatz. Die Trias aus Weiterbildung, Arbeitszeitarrangement und Haushaltskontext soll anhand unterschiedlicher Datensätze auf statistisch signifikante Zusammenhänge untersucht werden. Dabei werden für Deutschland das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) sowie das Nationale Bildungspanel (NEPS) und auf europäischer Ebene Mikrodaten des Labour Force Survey (LFS) genutzt. Neben den deskriptiven Analysen soll auf Basis eines deutschen Datensatzes, sofern die Fallzahlen dies ermöglichen, zudem geprüft werden, ob sich der Einfluss von Teilzeitarrangements auf das berufliche Weiterbildungsverhalten auch bei Kontrolle weiterer arbeitsplatzbezogener und individueller Merkmale identifizieren lässt. Selbiges soll für die relative Verdienstposition im Haushaltskontext versucht werden.

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