Evaluation der Wirkung ehe- und familienbezogener Leistungen auf die Geburtenrate/Erfüllung von Kinderwünschen (Modul 1c)

Auftraggeber: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).  Auftraggeber für das Gesamtprojekt ist die Geschäftsstelle für die Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen in Deutschland, c/o Prognos AG Berlin

Laufzeit: Dezember 2011 – Mai 2013

Die Steigerung der Geburtenrate bzw. die Erfüllung von Kinderwünschen zählt zu den Zielen nachhaltiger Familienpolitik in Deutschland. Das Projekt hat zum Ziel, die Einflussfaktoren von Fertilitätsentscheidungen systematisch zu verifizieren und in Richtung und Stärke auf das Geburtenverhalten zu analysieren. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Wirkungsanalyse ehe- und familienpolitischer Leistungen zu. Bei der Aufarbeitung des Forschungsstandes gilt es, in einem interdisziplinären Ansatz ökonomische, soziologische, demografische und politikwissenschaftliche Ansätze zur Erklärung des Fertilitätsverhaltens zusammenzubinden. Zusammen mit der Bestandsaufnahme der Ergebnisse vorangegangener Module der Gesamtevaluation und der Datenquellen für fertilitätsrelevante Variablen dient der Literaturüberblick dem Ziel, zur Hypothesenbildung und Operationalisierung des im Anschluss zu schätzenden strukturellen Verhaltensmodells beizutragen. Dabei werden Wirkung und Stärke ehe- und familienpolitischer Maßnahmen auf die Fertilitätsentscheidung durch die Simulation kontrafaktischer Situationen eruiert. Die anschließende Aufbereitung der Schätzergebnisse dient der Evaluation des ehe- und familienpolitischen Leistungskatalogs im Hin-blick auf das familienpolitische Ziel und ggf. der Identifizierung von Handlungsempfehlungen für die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger.

Das Projekt wird in einem Konsortium von fünf Projektpartnern unter der Projektleitung des ZEW erarbeitet. Neben ZEW und HWWI fungieren das Forschungszentrum für Familienbewusste Personalpolitik an der Universität Münster (FFP; Prof. Dr. I. Gerlach) sowie der Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre insbes. Finanzwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. R. Schnabel) sowie der Lehrstuhl von Prof. Dr. Karsten Hank (Forschungsinstitut für Soziologie an der Universität Köln) als Projektpartner.

Das HWWI hat die Federführung für Projektteil 1, der die Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes einschließlich der vorliegenden Ergebnisse aus den bisherigen Modulen der Sofortevaluation, die empirische Bestandsaufnahme der Kinderwünsche und Fertilität in Deutschland sowie die Daten- und Quellenrecherche umfasst. Neben der Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes zu formalen ökonomischen Modellen des Fertilitätsverhaltens berät das HWWI bei der Modellierung der Fertilitätsentscheidungen im Grundmodell und hilft bei der Validierung der Basissimulation (Projektteil 2). Bei Projektteil 3 ist das HWWI damit betraut, auf Grundlage der in Projektteil 1 erarbeiteten Bestandsaufnahme Arbeitshypothesen zu entwickeln, die die Analysen leiten, und berät bei der Bewertung und Einordnung der Ergebnisse.

Pressemitteilung

Mehr Kinder durch mehr Familienpolitik?

Zur Pressemitteilung vom 29. April 2013