Unterwertige Beschäftigung von Akademikerinnen und Akademikern – Umfang, Ursachen, Einkommenseffekte und Beitrag zur geschlechtsspezifischen Lohnlücke

Auftraggeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Laufzeit: November 2011–Januar 2013

Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer. Ein Gutteil dieses Lohnrückstands lässt sich auf strukturelle Gründe zurückführen. Hierbei spielen – neben Unterschieden in der Qualifikation sowie der Berufs- und Branchenwahl – auch erwerbsbiografische Unterschiede zwischen den Geschlechtern eine Rolle, in wechselseitiger Verstärkung mit den hiermit in Deutschland typischerweise einhergehenden Erwerbsmustern (z. B. geringfügige Beschäftigung). Unterwertige Beschäftigung (Überqualifikation) ist eine Spielart ausbildungsinadäquater Beschäftigung. Dabei bleiben die im ausgeübten Beruf erforderlichen Qualifikationen hinter den im Ausbildungssystem erworbenen Qualifikationen zurück bzw. der Beruf verschafft den Personen nicht das ihrer Bildung angemessene Niveau an Status, Einkommen und Ansehen (Definition nach Fehse und Kerst 2007). Die Studie hat zum Ziel, Umfang und Ursachen unterwertiger Beschäftigung von Frauen und Männern in Deutschland mit empirischen Methoden auf Basis aktueller Daten zu evaluieren. Zusätzlich wird auch eine Abschätzung der Einkommenseffekte unterwertiger Beschäftigung vorgenommen. Die Studie fokussiert auf Frauen und Männern mit akademischem Abschluss.