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Digitale Transformation

Kommunikations- und Informationstechnologien haben einen Stand und eine Verbreitung erreicht, die weite Bereiche des Lebens und des Wirtschaftens revolutionieren. Die Digitalisierung vielfältigster Prozesse erlaubt es, Daten in völlig neuer Weise und Qualität zu erheben, zu verknüpfen und auszuwerten. Durch die gleichzeitig bestehende Vernetzung und Interaktion unterschiedlicher Akteure können bestehende Prozesse effizienter organisiert werden. Nicht selten entstehen dabei neue Lösungen, neue Angebote und neue Märkte.

Gleichzeitig transformiert die Digitalisierung auch die Wirtschaft und die Arbeitswelt in fundamentaler Weise, indem sie tradierte Wirtschaftsbeziehungen und Wertschöpfungsketten aufbricht, neue Qualifikationen und Berufsbilder vorantreibt und neue Modelle der Arbeitsorganisation ermöglicht. Sowohl die Geschwindigkeit der Entwicklung als auch die durch Skalen- und Netzwerkeffekte begründete Tendenz zur Marktkonzentration stellt viele Unternehmen dabei vor einen erheblichen Anpassungsdruck. Für die Gesellschaft ergeben sich daraus zahlreiche neue Anforderungen; unter anderen sind dies beispielsweise die Anpassung der Wettbewerbsordnung, der Regulatorik und Ordnungspolitik, des Rechtsrahmens von Datenschutz und Beschäftigungsverhältnissen und des Designs von Märkten.

Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Forschungsbereich Institute for Digital Economics and Applied Solutions IDEAS@HWWI

Institute for Digital Economics and Applied Solutions IDEAS@HWWI

Das Institute for Digital Economics and Applied Solutions IDEAS@HWWI untersucht und erforscht die digitale Ökonomie als eigenständigen Untersuchungsgegenstand. Die digitale Revolution verändert Märkte, Wettbewerb und Branchen so fundamental und zügig, dass eine spezifische Forschung zur Digitalökonomie notwendig ist, um Wirtschaft und Politik bei der Bewältigung der komplexen Herausforderungen und der Gestaltung der digitalen Transformation zu unterstützen. Zu diesem Zweck betreibt das IDEAS@HWWI ökonomische Forschung zur Digitalisierung, indem es Daten und die zugrunde liegenden Beziehungen und Prozesse quantitativ analysiert und spezifische Modelle, Methoden und Anwendungslösungen zur Umsetzung und Gestaltung der digitalen Transformation entwickelt. Die Forschung selbst muss hierzu häufig stärker experimentell und interdisziplinär ausgerichtet sein, um aktiv Innovationsprozesse anstoßen, begleiten und den Wissenstransfer organisieren zu können. Ziel ist ein integriertes Verständnis von Technologie, Ökonomik und Regulatorik, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungsprozesse aktiv gestalten zu können.
Zu den Schwerpunktthemen zählt unter anderem die Erforschung:

  • der Potenziale und Wirkung digitaler Technologien mittels quantitativer Methoden;
  • der digitalen Transformation von Wertschöpfungsketten und die Auswirkungen auf Handel und Logistik;
  • des qualifikatorischen und beruflichen Wandels und der Herausforderungen an die Bildungssysteme und  der Matching-Prozesse auf dem Arbeitsmarkt;
  • der Entstehung neuer Erwerbsformen und Modelle der Arbeitsorganisation;
  • der wettbewerbsökonomischen, regulatorischen und ordnungspolitischen Implikationen;
  • von experimentellen Methoden zur Technologieevaluation;
  • der volkswirtschaftlichen Produktivitäts- und Wohlfahrtsmessung;
  • der Entwicklung von Städten zu Smart Cities;
  • branchenspezifischer Potenziale der Digitalisierung (beispielsweise Game Industries).

Experimentelle Transformationsplattform: Bridges2Future

Das IDEAS@HWWI versteht sich als Partner von Wirtschaft, Politik und Verwaltung in der Gestaltung und Umsetzung der digitalen Transformation. Die Logik der Digitalisierung verlangt Innovationssysteme, die experimentell, interdisziplinär, kooperativ und agil angelegt sind. Zu diesem schafft das HWWI neben dem IDEAS@HWWI mit dem Forum Bridges2Future@HWWI eine Plattform zur digitalen Transformation. Unter dem Motto Connected Thinking – Exponential Knowledge – Systemic Solutions sollen die gesellschaftlichen und ökonomischen Lösungen der Zukunft an den Schnittstellen der digitalen Transformation vorgedacht werden. In einem interdisziplinären, auf Kooperation und Vernetzung angelegten Format sollen "Brücken" in die Zukunft gedacht und gebaut werden. Hierzu werden fortlaufend Impulsvorträge und Brückengänge von internationalen Experten und Top-Speakern angeboten.

Senior Project Manager

Susanne Müller-Using

Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)
Tel.:  +49 (0)40 34 05 76 - 115

Ausgewählte Publikationen, Projekte und Vorträge