Converging Institutions

Wie regionale Institutionen den Innovationsprozess von Nanotechnologien in Wirtschaft und Gesellschaft stimulieren – ein deutsch-französicher Vergleich

Laufzeit: November 2007 – Oktober 2010

Gefördert durch die VolkswagenStiftung im Förderschwerpunkt "Innovationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft", in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kulturtheorie der Leuphana-Universität Lüneburg.

Die Nanotechnologien sind Bestandteil der sog. Converging Technologies, das heißt jener Schlüsseltechnologien, die vor dem Hintergrund eines übergeordneten Zieles zusammengeführt werden sollen. Damit verbunden wurden und werden Institutionen etabliert, die diesen Prozess begleiten und moderieren (sollen). Die Funktionen solcher Institutionen und deren Implikationen für die ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturen und Netzwerke sollen beispielhaft für die Metropolregionen Hamburg (Deutschland) und Grenoble (Frankreich) untersucht werden. Beide Regionen besitzen bereits Nanotechnologie-Cluster, allerdings mit unterschiedlichen funktionalen Schwerpunkten. Dies die ist Folge der vorherrschenden industriellen Strukturen: während Hamburg in erster Linie den Bereich der Life Sciences fördert, bevorzugt die Region um Grenoble die Entwicklung neuer Materialien und der Mikroelektronik. Die Analyse erfolgt aus ökonomischer und soziologischer Perspektive und verbindet diese beiden. Anhand empirischer Analysen werden "stilisierte Fakten" für beide Regionen ermittelt, welche als Grundlage für Simulationen innerhalb eines theoretischen Modells herangezogen werden. Die internationale Betrachtung ermöglicht einen Vergleich der beiden regionalen Innovationssysteme und dies insbesondere vor dem Hintergrund ihrer verschiedenen technologischen und institutionellen Schwerpunktsetzungen.