Städtische Räume, Innovation

HWWI auf der Weltklimakonferenz in Madrid

17.12.2019 | News | von Mirko Kruse
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Am Rande der Klimakonferenz in Madrid fand am 9. Dezember 2019 die Podiumsdiskussion "Circular Cities for Nature" statt. Mirko Kruse, Forscher am HWWI, stellte dort das Projekt CLEVER Cities vor, an dem das HWWI als Partner beteiligt ist. Während die Gesamtkonferenz mit einem, allgemein als enttäuschend bewerteten, Ergebnis zu Ende ging, unterstrichen die Debatten auf der Podiumsdiskussion das Potenzial internationaler Kooperation im Nachhaltigkeitsbereich.

Organisiert von Local Governments for Sustainability (ICLEI) und Global Platform for Sustainable Cities (GPSC) lag der Fokus der Podiumsdiskussion auf Umweltschutz durch regionale Kreislaufwirtschaftsstrategien. Das vom HWWI vorgestellte Projekt CLEVER Cities beschäftigt sich mit naturbasierten Lösungsansätzen zur nachhaltigen und integrativen Stadterneuerung. Konkrete Maßnahmen sollen hier in den "Frontrunner Cities" Hamburg, London und Mailand getestet werden, ehe weitere Städte unter anderem in Südamerika und China in den Fokus rücken. Der Impulsvortrag von Mirko Kruse nahm insbesondere die Finanzierungsseite in den Blick, also die Herausforderung, wie Pilotprojekte wie die Schaffung neuer Grünflächen auf reaktivierten Brachflächen finanziert werden können. Hierbei sollen im Rahmen von CLEVER Cities neue Finanzierungs- und Geschäftsmodelle entwickelt werden, um die finanziellen Ressourcen öffentlicher und privater Seite zielgerichtet zu lenken.

Ein weiteres Projekt des HWWI beschäftigt sich ebenfalls mit Kreislaufwirtschaft und wurde in der Diskussion erwähnt.  Unter dem Titel "Regional Policy Actions for Circular Economy" hat das Projekt REPLACE zum Ziel, eine synergetische Nutzung der Mittel für Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen und die Wirksamkeit der politischen Instrumente auf regionaler Ebene zu steigern.

Weitere Impulsvorträge wurden von der Global Environmental Facility zu Kreislaufwirtschaft und Biodiversität sowie zum Genderaspekt im Umweltschutz von Women Organizing for Change in Agriculture and Natural Resource Management (WOCAN). Weitere kurze Praxisbeispiele gab es von Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Städte, so beispielsweise aus Turku (Finnland), Xalapa (Mexiko), Campeche (Mexiko), Lima (Peru) und der Region Katalonien (Spanien).

Autoren

Mirko Kruse