Energie- und Rohstoffe

Studie zum volkswirtschaftlichen Nutzen des Tiefseebergbaus

19.12.2016 | News | von Lars Ehrlich, Andreas Lagemann, Friso Schlitte, Sven Schulze, André Wolf
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Das HWWI hat in Kooperation mit der Ingenieursgesellschaft Ramboll IMS in einem Gutachten für das BMWI den volkswirtschaftlichen Nutzen eines zukünftigen kommerziellen Tiefseebergbaus für Deutschlands untersucht. Untersuchungsobjekt war schwerpunktmäßig das deutsche Lizenzgebiet in der Clarion-Clipperton Zone im Pazifischen Ozean. Die dortigen Bestände an Manganknollen enthalten neben Mangan auch signifikante Anteile an Buntmetallen wie Nickel und Kupfer. Die Analyse der Wertschöpfungsketten durch die Autoren zeigt, dass unter dem Abbauszenario einer internationalen Investorenpartnerschaft substantieller Nutzen für die deutsche Volkswirtschaft in Form von zusätzlicher Wertschöpfung und Beschäftigung realisierbar wäre. Zugleich verdeutlicht das Gutachten aber auch, dass die betriebswirtschaftliche Rentabilität der Investitionen entscheidend von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten abhängt. Zu aktuellen Metallpreisen ist der Abbau nicht rentabel, bei zukünftig im langfristigen Trend steigenden Preisen hingegen schon. Auch der rechtliche  Regulierungsrahmen birgt zurzeit noch investitionshemmende Unsicherheiten.

DIE STUDIE IST ONLINE HIER BEIM BMWI ABRUFBAR

Autoren

Andreas Lagemann
Dr. André Wolf