Städtische Räume

Ergebnisse der Olympia-Umfrage

26.11.2015 | Pressemitteilung | von Elisabeth Bublitz, Jana Stöver
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Das HWWI und die Universität Hamburg haben anlässlich des Olympia-Referendums eine wissenschaftliche Befragung über die Einstellung der Hamburger Bürger und Bürgerinnen zur Ausrichtung der Olympischen Spiele in ihrer Stadt durchgeführt.

Wir wollten wissen, wie die Befragten die Auswirkungen olympischer Spiele einschätzen, was Ihnen wichtig ist und was Sie für Ihr Leben und die Stadt erwarten.

Im Zeitraum zwischen dem 28. Oktober und 22. November wurden über 500 Beobachtungen gesammelt. Es handelt sich dabei um keine repräsentative Befragung, aber die Daten liefern spannende Informationen darüber, wie die Hamburger bezüglich Olympia ticken. Das Projekt wurde finanziell durch das Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität an der Universität Hamburg unterstützt und die Datenerhebung erfolgte durch das WiSo-Forschungslabor der Universität Hamburg.

Erste Ergebnisse der Befragung sind wie folgt:

1. Hohe Teilnahmebereitschaft und hohes Politikinteresse in der Stichprobe: Knapp 90% der Befragten beabsichtigen, am Referendum teilzunehmen. Es handelt sich  zudem um eine Stichprobe von politisch stark interessierten Bürgern: 75% der Befragten sind sehr politikinteressiert, 25% nur etwas und niemand hat angegeben, überhaupt nicht an Politik interessiert zu sein.

2. Entscheidung wird überwiegend im Interesse der Stadt getroffen: Bei ihrer Entscheidung für oder gegen die Olympia-Bewerbung lässt sich die klare Mehrheit der Befragten (rund 75%) davon leiten, was gut für die Stadt Hamburg ist. Ein kleinerer Teil der Teilnehmenden (rund 25%) trifft seine Entscheidung auf Grundlage der Auswirkungen, die er für sich und sein persönliches Umfeld erwartet (vgl. Abbildung 1). Der Anteil an Personen, der in der Referendumsfrage eine Olympia-Bewerbung unterstützt, ist in den beiden Gruppen gleich, d.h. der Anteil ist unabhängig davon, ob die Entscheidung zum Wohle der Stadt oder im eigenen Interesse getroffen wird.

3. Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle: Fast 80% der Befragten geben an, dass es ihnen sehr wichtig ist, dass die Spiele nachhaltig gestaltet werden. Aus dieser Gruppe ist gleichzeitig knapp die Hälfte der Meinung, dass auch das Hamburger Olympiakonzept sehr nachhaltig ist. 17% dieser Gruppe bewerten das Konzept hingegen als kaum oder überhaupt nicht nachhaltig. Einen Überblick bietet Abbildung 2. Dabei gilt, dass der Anteil an Personen, der die Referendumsfrage mit „Ja“ beantwortet umso höher ist, je positiver die Nachhaltigkeit des Hamburger Olympiakonzepts bewertet wird. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Nachhaltigkeit des Konzepts der allein entscheidende Faktor für die Entscheidung ist.

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Autoren

Dr. Elisabeth Bublitz
Dr. Jana Stöver