© iStock.com / Arie J. Jager

Energie, Klima und Umwelt

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen

Der globale Ressourcen- und Energieverbrauch steigt unvermindert an. Hierzu trägt sowohl das weltweite Bevölkerungswachstum als auch die Zunahme des Wohlstandes der Nationen bei. Es gelingt derzeit erst in Ansätzen, Wirtschaftswachstum und Umweltbelange in Einklang zu bringen. Nachhaltigkeit, die ökonomisches Wachstum mit ökologischen Zielen verbindet, ist demnach eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Im Forschungsbereich „Energie, Klima, Umwelt“ setzen wir uns damit auseinander, wie Gegenwart und Zukunft nachhaltiger gestaltet werden können.

Forschungsbereiche

Energie

Die Versorgung mit sicherer, umweltverträglicher und kostengünstiger Energie ist erklärtes Ziel der meisten Industrienationen. Die deutsche Politik hat mit der Energiewende ein Jahrhundertprojekt zur Transformation des Energiesystems eingeleitet. Gegenwärtig ist noch nicht entschieden, ob Deutschland damit internationaler Vorreiter wird oder es sich bei der Energiewende um einen nationalen Sonderweg handelt.

Wir untersuchen die europäische Energiepolitik und insbesondere die Energiewende aus mikro- und makroökonomischer Perspektive. Mikroökonomisch beschäftigen wir uns dabei mit der optimalen Ausgestaltung des Energiemarktdesigns und regulatorischer Instrumente. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte liegt auf der zukünftigen Struktur der Wärmeversorgung in Deutschland vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsziele. Auktionsmechanismen werden dazu ebenso analysiert wie Emissionshandelssysteme, Förderinstrumente für Erneuerbare Energien und Netzregulierung. In makroökonomischen Analysen befassen wir uns mit Wohlfahrtswirkungen und Beschäftigungseffekten der Energiepolitik.


Klima

Ein menschlicher Einfluss auf den Klimawandel kann als wissenschaftlich bewiesen gelten. Wir beschäftigen uns damit, wie dieser Einfluss verringert werden kann und wie wir den Folgen des Klimawandels begegnen können. Um den Klimawandel zu verlangsamen, ist Klimaschutz nötig, der in einer Verringerung der Treibhausgasemissionen besteht. Wir analysieren, wie dies auf effiziente Weise möglich ist. Dabei betrachten wir alle Sektoren, die zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen können, also sowohl die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung als auch den Verkehrsbereich. Wir untersuchen dabei auch, wovon der Energieverbrauch in den Sektoren abhängt und wie er effizienter gestaltet werden kann.

Um sich auf die bereits heute unvermeidlichen sowie die potentiellen weiteren Folgen des Klimawandels einzustellen, sind Anpassungsstrategien zu entwickeln. In diesem Zusammenhang analysieren wir auch, welche ökonomischen Effekte die mit dem Klimawandel einhergehenden Veränderungen nach sich ziehen. Welche Schäden verursacht der Klimawandel oder hat er auch positive Effekte? Wovon hängt dies ab und welche Rolle spielen dabei regionale Unterschiede? Dabei untersuchen wir (modellgestützt) auch für städtische Räume die Klimafolgen und die Anpassung hieran.

Die Stadt Hamburg und ihre Metropolregion haben wir besonders im Blick. Dies gilt gleichfalls für Analysen zur nachhaltigen Mobilität in urbanen Räumen. Auch hier ist die Hansestadt für uns ein interessantes Forschungsgebiet.

Neben der Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen beschäftigen wir uns ebenfalls mit deren Bewertung, um für diese mit Hilfe von Kosten-Nutzen-Analysen Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.


Umwelt und Ressourcen

Der Verbrauch von natürlichen Ressourcen hält sowohl in Deutschland als auch weltweit nicht nur an, sondern nimmt weiter zu. Wir widmen uns der Fragestellung, welche Faktoren diesen Verbrauch bestimmen und wie man ihn wirtschaftspolitisch effizient gestalten kann. Zudem beobachten wir regelmäßig das Geschehen auf den internationalen Rohstoffmärkten und untersuchen die dortigen Preisentwicklungen. Wir fragen ferner, wie natürliche Ressourcen global oder in einem Land nachhaltig genutzt werden können. Hierzu gehört auch, sich mit einzelnen Wirtschaftsbranchen zu beschäftigen. Von besonderem Interesse ist dabei die Abfall- und Recyclingwirtschaft. Wir analysieren Umfang und Determinanten von Abfallströmen, fragen, wie diese sich in Zukunft verändern werden und leiten daraus Schlussfolgerungen für Sekundärrohstoffmärkte und die Wirtschaftspolitik ab.

Unser Forschungsansatz: Modellgestützt, interdisziplinär, international und regional.

  • Wir forschen zu Fragen der ökonomischen Effizienz und der Nachhaltigkeit mit Methoden der angewandten Mikro- und Makroökonomie.
  • Wir arbeiten modellgestützt: Unsere Analysen basieren stets auf einem soliden theoretischen und empirischen Fundament, um zu belastbaren Aussagen zu gelangen.
  • Wir agieren interdisziplinär: Naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge sind essenziell für die Fragestellungen dieses Bereiches.
  • Wir betrachten die regionale Perspektive ohne den Blick für nationale und internationale Zusammenhänge aus den Augen zu verlieren.

Forschungsleitung

Dr. André Wolf

Tel.:  +49 (0)40 34 05 76 - 665

Ausgewählte Publikationen

Alle Publikationen

Ausgewählte Projekte

alle projekte

lesen sie hierzu auch

© iStock.com / kemie
Energie- und Rohstoffe

BDO International Business Compass 2018

22.05.2018 | Gutachten und Studien | von Theodor Friederiszick, Marcel Stapke, André Wolf

Das HWWI hat im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO den BDO International Business Compass (IBC) 2018 erstellt. Der Themenschwerpunkt des diesjährigen IBC ist Energie- und Ressourcenverbrauch. Die Studie liefert zunächst einen Überblick über regionale und globale Entwicklungstrends in der Nutzung verschiedener Formen von Ressourcen und Energieträgern. Die...

Mehr

Energie- und Rohstoffe

Konjunkturschlaglicht: Die Preisentwicklung von Rohstoffen 2017

27.02.2018 | Beiträge in Fachzeitschriften | von Katrin Knauf, André Wolf

Die Preise für Rohstoffe sind im zweiten Halbjahr des Jahres 2017 deutlich gestiegen, nachdem sie im ersten Halbjahr gefallen waren. Der HWWI-Gesamtindex für Rohstoffe stieg im Jahr 2017 von 109 auf 119 Punkte. Damit ist ein Anstieg der Rohstoffpreise, in US-Dollar gemessen, um 9 % für das Jahr 2017 zu verzeichnen.

Mehr

Klima und Umwelt

Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Verbundprojekt. Herausforderungen und kritische Faktoren einer erfolgreichen Forschungskooperation

16.01.2018 | HWWI Research Paper | von Andreas Marcus Röhlig

Gerade innerhalb des heterogenen, durch Interdependenzen geprägten Themenspektrums der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung reichen fachspezifische Betrachtungen meist zu kurz. Es besteht vielmehr die Notwendigkeit, Sichtweisen, Expertisen und Methoden verschiedener Disziplinen zusammenzuführen und zu integrieren, um so die komplexen Wirkungsmechanismen und Zusammenhänge...

Mehr

Newsletter

Bitte geben Sie hier Ihre E-Mail Adresse ein, wenn Sie unseren Newsletter HWWI Update bestellen möchten:

Newsletter abbestellen