HWWI in den Medien

info radio rbb, Zwölfzweiundzwanzig,
14. März 2009

Ungerechtigkeit - nur gefühlt?

Zu Gast bei Ingo Kahle:
Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut - HWWI

Die Deutschen leben ihrem eigenen Gefühl nach in einem ungerechten Land. 82 Prozent halten das Steuersystem für ungerecht, 81 die Einkommensverteilung, und 73 das Rentensystem und das Gesundheitswesen, 65 Prozent finden, Familien würden ungerecht behandelt.

Nach ihrer eigenen Einkommenssituation befragt, sagen 60 Prozent, sie erhielten ihren gerechten Anteil am Wohlstand.
"Soziale Gerechtigkeit" ist zu dem am meisten geachteten Wert in unserer Gesellschaft geworden, er steht noch über dem der Freiheit.

Mit der Finanzkrise, sagen viele, habe sich ja gezeigt, dass der Kapitalismus versagt habe. Deshalb dürften bestimmte Gedanken nicht mehr geäußert werden. Wie etwa der, ob wir in Zukunft möglicherweise sogar mehr Ungerechtigkeit aushalten müssen und auch können. Dieser Meinung sind Thomas Straubhaar und Michael Hüther. Gerade ist ihr Buch "Die gefühlte Ungerechtigkeit" erschienen.

Thomas Straubhaar ist Professor an der Universität Hamburg. Von 1999 bis 2006 war er Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) und jetzt Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI)

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