Pressemitteilung

06. Juni 2013

HWWI-Rohstoffpreisindex leicht gestiegen

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist im Mai im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen. Auf US-Dollar-Basis nahm der Index um 0,3 % zu während er in Euro berechnet um 0,7 % anstieg. Verglichen mit dem Niveau des Vorjahres notiert der Index um 4,9 % (in Euro: -6,1 %) tiefer. Die Teilindizes folgten dabei keinem einheitlichen Trend. Während der Index für Nahrungs- und Genussmittel um 1,1 % (in Euro: +1,5 %) sowie der Energierohstoff-Index um 0,7 % (in Euro: +1,1 %) stiegen, fiel der Index für Industrierohstoffe um 2,6 % (in Euro: -2,3 %), jeweils im Vergleich zum Vormonat. Der Rohstoffpreisindex ohne Energie sank dadurch im Mai um 1,5 % (in Euro:  -1,1 %).

Der Monatsdurchschnitt der Rohölpreise ist im Vormonatsvergleich um 0,8 % (in Euro: +1,1 %) gestiegen. Besonders die Rohölsorte WTI verzeichnete starke Preisbewegungen. Infolge eines überraschenden Absinkens einiger Lagerbestände auf dem US-amerikanischen Ölmarkt stieg der Preis zu Beginn des Monats stark an und erreichte den höchsten Stand seit Anfang April. Die dann fallende Benzinnachfrage auf dem US-Markt sowie enttäuschende Industrieproduktionsdaten aus China ließen  den Preis bis Monatsende um 4,5 % (in Euro: -3,5 %) sinken. Brent-Öl zeigt mit einem Preisanstieg zu Monatsbeginn gefolgt von einem Preisrückgang zum Monatsende einen ähnlichen Verlauf. Auch die Ankündigung der OPEC, ihr Produktionsziel trotz eines derzeitigen globalen Überangebots beizubehalten, drückte die Rohölpreise. Damit sank der Rohöl-Index von einem kurzen Zwischenhoch nach sieben Handelstagen um 3,9 % (in Euro: -3,1 %) bis Ende Mai. Im Monatsmittelwert notiert der Rohöldurchschnittspreis dennoch um 0,8 % (in Euro: +1,1 %) höher als im Vormonat.

Auch auf den Metallmärkten waren die schwächer als erwarteten Wirtschaftsdaten aus China spürbar; insbesondere bei Eisenerz erfolgten starke Preisrückgänge. Nach einem kräftigen Absinken im Vormonat stabilisiert sich der Preisverfall für NE-Metalle im Mai leicht. Der NE-Metall-Index sank im Mo-natsdurchschnitt um 1,1 % (in Euro: -0,8 %). Hier waren vor allem die Preisrückgänge der für Legierungen wichtigen Metalle Nickel um 4,6 % (in Euro: -4,3%) und Zinn um 4,3 % (in Euro: -4,0 %) entscheidend, die infolge sinkender Industrienachfrage am stärksten nachgeben. Die weiteren NE-Metalle blieben im Monat Mai weitgehend preisstabil. Beim Index für Industrierohstoffe, der im Vergleich zum Vormonat um 2,6 % (in Euro: -2,3 %) sank, war insbesondere die andauernde Talfahrt von Eisenerz und Stahlschrott wesentlich. Verglichen mit dem Durchschnitt von März sank der Preis für Eisenerz um 9,9 % (in Euro: -9,6 %) und erreichte damit seinen niedrigsten Stand seit Anfang Oktober 2012.

Der Index für Nahrungs- und Genussmittel stieg im vergangenen Monat um 1,1 % (in Euro: +1,5 %) an. Getreide verteuerte sich leicht und notiert auf einem im Vergleich zum Vormonat um 1,2 % (in Euro: +1,6 %) gestiegenen Niveau, der Teilindex für Ölsaaten stieg mit 3,2% (in Euro: +3,6 %)  stärker. Preistreibend war hier speziell sich durch den beginnenden Monsunregen verteuerndes Kokosöl, das einen Anstieg um 5,1 % (in Euro: +5,4 %) im Vergleich zu März verzeichnete. Auch Reis verteuerte sich im Monatsvergleich. Im Zuge des Bekanntwerdens von mit Cadmium belasteten Reis im Süden Chinas stieg die Nachfrage beim größten Reisexporteurs Thailand und ließen den Preis von Thai-Reis um 4,0 % (in Euro: +4,4 %) zum Vormonat steigen. Der Abwärtstrend für Kaffee setzte sich hingegen weiter fort und der Kaffeepreis beendete den Monat auf dem tiefsten Stand seit Ende 2009. Vor dem Hintergrund ertragsreicher Ernten in Brasilien fiel der Durchschnittspreis im letzten Monat um weitere 2,1 % (in Euro: -1,8 %) und notiert damit um 19,4 % (in Euro: -20,5 %) tiefer als im Vorjahresmonat.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

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