Pressemitteilung

06. Februar 2012

HWWI-Rohstoffpreisindex steigt im neuen Jahr an

Die Weltmarktpreise für Rohstoffe haben sich im neuen Jahr erhöht. Der Monatswert des HWWI-Rohstoffpreisindex auf US-Dollar-Basis war somit im Januar 2,6 % höher als im Dezember 2011. In Euro betrug der Anstieg aufgrund der schwächeren Gemeinschaftswährung sogar 4,7 %.

Im Vorjahrsvergleich ist der HWWI-Rohstoffpreisindex in US-Dollar um 7,8 % (in Euro: 11,5 %) gestiegen. Dies liegt hauptsächlich in den Energierohstoffen begründet, die sich um 13,4 % verteuerten. Im Zuge der Unruhen in Ägypten und Libyen war der Ölpreis kräftig angestiegen und verblieb im weiteren Jahresverlauf aufgrund von anhaltenden Sorgen um das Ölangebot auf dem erhöhten Niveau. Im Januar 2012 wurde der Ölpreis weiterhin stark durch den Konflikt zwischen den westlichen Nationen und dem Iran beeinflusst; der Iran fördert in der OPEC nach Saudi Arabien das meiste Öl. Im Gegensatz zu den Energierohstoffen haben die Industrierohstoffe im Jahresvergleich nachgegeben – um 13,4 % in US-Dollar bzw. 10,4 % in Euro. Innerhalb der zweiten Jahreshälfte 2011 hatten sich besonders die NE-Metalle aufgrund von Konjunktursorgen und einer damit einhergehend sinkenden Nachfrage nach Metallen vergünstigt. Jedoch stiegen die Metallpreise im Januar 2012 zum Teil kräftig. So verteuerte sich Zinn um 9,9 % (in Euro: 12,2 %), Nickel um 8,7 % (in Euro: 10,9 %) und Kupfer um 6 % (in Euro: 8,2 %).  Positive Wirtschaftsdaten aus China erhellten die Stimmung auf den Metallmärkten.

Obschon im Januar die Preise für Nahrungs- und Genussmittel überwiegend anstiegen, notieren sie noch um 12,4 % (in Euro: 9,3 %) niedriger als im Vergleich zum Vorjahr. Überdurchschnittliche Steigerungen gab es im letzten Monat bei Kakao mit 4,7 % (in Euro: 6,9 %) und Sojaschrot mit 8,2 % (in Euro: 10,4 %). Während  in der Elfenbeinküste, dem Hauptanbauland für Kakao, schlechtere Erntebedingungen befürchtet wurden, war beim Sojakomplex trockenes Wetter in Südamerika ausschlaggebend für die Preissteigerungen.  Einer der wenigen Rohstoffe, die sich im letzten Monat im HWWI-Rohstoffpreisindex verbilligt haben, war Reis. In Thailand hat sich nach der verheerenden Flutkatastrophe  die Angebotssituation beim Reis wieder verbessert.

Die Tageswerte des HWWI-Rohstoffpreisindex ohne Energie erreichten ihren höchsten Stand in der zweiten Januarhälfte. Am Monatsende lagen sie mit fast 6 % (in Euro: 3,8 %) über dem Stand zu Jahresbeginn. Der Index für Energierohstoffe erreichte dagegen seinen Höhepunkt in der zweiten Januarwoche, als sich der Streit um das iranische Atomprogramm verschärfte und die EU darauf hinarbeitete, Ölimporte aus dem Iran als Sanktionsmaßnahme zu stoppen.

PDF-Version