Digitalisierung

HWWI gründet Institut für Digitalökonomie

12.09.2016 | Pressemitteilung | von Alkis Henri Otto, Henning Vöpel
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Erstes ökonomisches Institut zur Erforschung der digitalen Transformation

- HWWI startet mit Institute for Digital Economics and Applied Solutions IDEAS@HWWI
- Forum Bridges2Future bietet parallel interdisziplinäre Plattform für das Vordenken digitaler Lösungen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
- Ökonomische Begleitforschung zu Digitalisierung notwendig, um Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten

(Hamburg, 12. September 2016). Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) gründet zum 01. Oktober 2016 ein eigenes Institut zur Erforschung der digitalen Ökonomie und ihrer Veränderungsprozesse. Mit dem Institute for Digital Economics and Applied Solutions (IDEAS@HWWI) wird das HWWI zukünftig die ökonomischen Grundlagen und die regulatorische Umsetzung der Digitalisierung erforschen. Ziel ist ein integriertes Verständnis von Technologie, Ökonomik und Regulatorik, das Wirtschaft und Politik als Grundlage für digitale Handlungsstrategien dienen soll. Neben der ökonomischen Grundlagenforschung zur Digitalisierung sollen verstärkt experimentelle Feldforschung und interdisziplinäre Projektentwicklung im Fokus der Aktivitäten stehen, um aktiv Innovations- und Transformationsprozesse anzustoßen.

Mit dem Forum Bridges2Future@HWWI wird das HWWI ab 2017 zudem eine interdisziplinäre Plattform zu Themen der Digitalisierung für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zur Verfügung stellen. Hierzu werden fortlaufend Impulsvorträge von internationalen Experten und Top-Speakern angeboten, in denen es darum gehen wird, wie die Potenziale von digitaler Transformation und Vernetzung für den Innovationsstandort Deutschland optimal genutzt werden können. Unter dem Motto Connected Thinking – Exponential Learning – Systemic Solutions sollen die gesellschaftlichen und ökonomischen Lösungen der Zukunft an den Schnittstellen der digitalen Transformation vorgedacht werden.

"Die Digitalisierung bedeutet eine Neuvermessung der Welt. Die digitale Transformation gleicht einer Expedition in eine unbekannte Zukunft. Der Erfolg der digitalen Transformation hängt entscheidend davon ab, wie gut wir die technologischen, ökonomischen und regulatorischen Interdependenzen verstehen. Märkte, Wettbewerb und Branchen verändern sich so radikal und disruptiv, dass wir eine eigene Forschung zur Digitalökonomie brauchen, um Wirtschaft und Politik auf die komplexen Herausforderungen vorzubereiten", begründet HWWI-Direktor Prof. Dr. Henning Vöpel die Gründung des IDEAS@HWWI. "Mit Bridges2Future wollen wir zugleich ein interdisziplinär und experimentell angelegtes Forum schaffen, um zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ‚Brücken‘ in die Zukunft zu bauen", so Vöpel weiter.

Durch die Digitalisierung wachsen Branchen und Lebensbereiche enger zusammen. An den Schnittstellen entstehen häufig neue Lösungen und neue Angebote. Die technologischen Erscheinungsformen der Digitalisierung – von Smartphones und  3D-Druck über Virtual Reality bis zur Künstlichen Intelligenz – werden die Wertschöpfungsketten und Märkte fundamental verändern, zum Beispiel durch die Bildung von Plattformen und Netzwerken oder individualisierte Angebote und Dienstleistungen. Gleichzeitig werden diese Neuerungen vielerorts zu Marktkonzentration führen. Dadurch wiederum sind Fragen der Wettbewerbsordnung, der Regulatorik, der Ordnungspolitik und des Designs von Märkten unmittelbar betroffen. "Wir erforschen und entwickeln spezifische Modelle, Methoden und angewandte Lösungen für die digitale Transformation in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren im Bereich des digitalen Wandels", sagt Prof. Dr. Alkis Otto, der die wissenschaftliche Koordination des IDEAS@HWWI übernehmen wird. "Zudem werden die Potenziale und Auswirkungen der neuen Technologien untersucht und evaluiert", so Otto weiter.

Mit dem IDEAS@HWWI und den Bridges2Future möchte das HWWI kooperative und offene Strukturen zur Erforschung der Digitalökonomie schaffen. Es lädt daher alle relevanten Akteure dazu ein, die digitale Zukunft der Wirtschaft vorzudenken und Lösungen zu entwickeln.  

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Autoren

Prof. Dr. Alkis Henri Otto
Prof. Dr. Henning Vöpel