Dauerhaft ungleich - berufsspezifische Lebenserwerbseinkommen von Frauen und Männern in Deutschland

12.01.2017 | HWWI Policy Paper | von Christina Boll, Malte Jahn, Andreas Lagemann, Johannes Puckelwald

Die Einkommensungleichheit der Geschlechter wird üblicherweise anhand der Durchschnittslöhne gemessen. Der Gender Pay Gap liegt derzeit für Deutschland bei 21 %. Wie diese Studie basierend auf 93.722 Personen der Jahrgänge 1950-64 aus der Stichprobe integrierter Arbeitsmarktbiografien (SIAB 7510) zeigt,  ist die Geschlechterlücke mit 49,8 % mehr als doppelt so hoch, wenn auf Lebenserwerbseinkommen fokussiert wird. Wir berechnen den Gender Lifetime Earnings Gap als Analogon zum Gender Pay Gap und analysieren die Haupttreiber dieses neuen Ungleichheitsmaßes. Zudem werden Berufs-, Geschlechter-und Unterbrechungseffekte für 21 Berufssegmente anhand stilisierter Erwerbsverläufe simuliert. Die Ergebnisse verdeutlichen u.a., dass die Lebenseinkommenslücke zumeist – und mit je nach Beruf unterschiedlichem Ausmaß – auch besteht, wenn Personen mit gleichen beobachtbaren Merkmalen verglichen werden.

Kurzzusammenfassung der Studie (Infomaterial der Bundesregierung) 

Autoren

Dr. Christina Boll
Dr. Malte Jahn
Andreas Lagemann
Johannes Puckelwald