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Gründungsgeschehen und -förderung in Hamburg

27.09.2016 | Gutachten und Studien | von Elisabeth Bublitz, Leon Leschus, Isabel Sünner
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Deutschlandweit lassen sich in den letzten Jahren abnehmende Gründungsintensitäten beobachten. Zwar ist Hamburg hiervon nicht ausgenommen, jedoch konnte die Stadt sich weiterhin einen vorderen Platz sichern. Im Bundesländervergleich mit Daten des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) folgt Hamburg auf Berlin, im Städtevergleich mit Daten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) liegt nur München vor Hamburg. Im Vergleich zu den ausgewählten Städten fielen die Abnahmen der Gründungsintensitäten in Hamburg über die letzten Jahre hinweg größer aus. Wird als Vergleichsmaßstab der gesamtdeutsche Durchschnitt genutzt, weist Hamburg jedoch einen geringeren Abwärtstrend auf. Das Gründungsniveau sowie seine Entwicklung sind das Resultat regional variierender Faktoren wie unterschiedlicher Industriestrukturen, Arbeitsmarktentwicklungen und Förderprogramme. Diese waren der Gründungsintensität in Hamburg eher zuträglich, wobei jetzt das Ziel sein sollte, den Abwärtstrend längerfristig zu stoppen. Die Herausforderung besteht darin, dass vielfältige Gründe eine Rolle spielen und unbekannt ist, welche Gründungen aufgrund des normalen Wettbewerbs und welche aufgrund nachteiliger Rahmenbedingungen scheitern. Der fortschreitende technologische Wandel wird den Hamburger Netzwerkpartnern künftig abverlangen, innerhalb des regionalen Ökosystems laufend Innovations- und Transformationsprozesse anzustoßen. Damit einher geht die Notwendigkeit einer Individualisierung der Dienstleistungen der Gründungsförderung.

Autoren

Dr. Elisabeth Bublitz
Isabel Sünner