Klima und Umwelt

Volkswirtschaftliche Effekte der Reform des europäischen Emissionszertifikatehandels auf die deutsche Stahlindustrie und angeschlossene Wirtschaftszweige

10.11.2016 | Gutachten und Studien | von Kirsten Grastorff, André Wolf
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Diese Studie untersucht die zukünftigen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte einer Umsetzung der gegenwärtig diskutierten EU-Reformpläne zum Handel mit Emissionszertifikaten für die deutsche Stahlindustrie sowie die daraus abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Effekte. Auf Grundlage einer allgemeinen Gleichgewichtsanalyse unter Berücksichtigung von Zuliefererbeziehungen wurde die simulierte Entwicklung für den Zeitraum 2021 bis 2030 einem Referenzszenario ohne Änderungen im Regulierungsumfeld gegenübergestellt. Im Hinblick auf die Art der Kostenwirkungen wurde zwischen zwei Szenarien unterschieden: Der direkten Kostenwirkung für die Stahlindustrie infolge verteuerter Zertifikate sowie der indirekten Kostenwirkung infolge steigender Strompreise. Hinsichtlich der direkten Kostenwirkung wurde für den Zeitraum 2021 bis 2030 ein Gesamtverlust an deutscher Wertschöpfung im Umfang von etwa 29,3 Mrd. Euro ermittelt. Davon entfallen 10,94 Mrd. Euro unmittelbar auf die Stahlindustrie. Bei Annahme einer konstanten Arbeitsproduktivität überträgt sich das im Endjahr 2030 in Beschäftigungsverluste von maximal 46,5 Tsd. Vollzeitäquivalenten in der Gesamtwirtschaft.

Autoren

Dr. André Wolf