HWWI Insights 03 2011

Editorial


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In nunmehr sechs Jahren HWWI konnten wir jede Menge neue Erfahrungen im Wissenschaftsmanagement sammeln. Die drei Grundpfeiler des HWWI – wissenschaftlicher Anspruch, betriebswirtschaftlicher Erfolg sowie Erhalt der Gemeinnützigkeit – sind seit dem Verlassen der Gründungsphase fest verankert. Natürlich bleibt die tägliche Herausforderung bestehen, diese drei Leitlinien in Einklang zu bringen. Doch haben wir – beginnend im letzten Geschäftsjahr und begünstigt durch eine gute Auftragslage – unsere internen Strukturen intensiv evaluiert, um das HWWI nachhaltig aufzustellen.

Als Ergebnis wurde mit dem 01.01.2011 ein Wandel unserer Organisationsstruktur etabliert: mehrere kleine Themenfelder statt weniger großer Abteilungen (Kompetenzbereiche); Schaffung eines Forschungsdirektoriums und damit einhergehend eine stärkere Trennung zwischen wissenschaftlichen und administrativen Tätigkeiten. Das Erfreuliche daran: Alle damit neu geschaffenen Verantwortungsbereiche, das Forschungsdirektorium und die Leitung der Themenfelder, konnten – bis auf eine Ausnahme – intern besetzt werden. Und noch besser (wissenschaftlicher Anspruch!): Alle Leiterinnen und Leiter der Themenfelder sind mindestens promoviert. Mit der Umstrukturierung war auch die Gründung der neuen Themenfelder »Family Owned Business« und »Sektoraler Wandel: Maritime Wirtschaft und Luftfahrt« (unsere Zweigniederlassung in Bremen) verbunden. Diese neue Struktur gibt uns nicht nur intern mehr Klarheit und größere Flexibilität. Insbesondere nach Außen werden die Expertise des HWWI und die Bandbreite unserer Themen viel deutlicher sichtbar. Erleben Sie dies ausführlich auf unserer neuen Webseite! Wer in der digitalisierten Welt dennoch zum Buch oder zum Magazin greift, der hält den Überblick über das »neue« HWWI gerade in den Händen.

Wir sind stolz darauf, dass sich die zwei Pfeiler, wissenschaftlicher Anspruch und betriebswirtschaftlicher Erfolg, so gut entwickeln. Doch der Erhalt der Gemeinnützigkeit ist für die HWWI gemeinnützige GmbH existentiell. Gute Konjunktur in der Auftragsforschung erfordert entsprechende Anstrengungen in der Einwerbung von Projektzuwendungen und Spenden. Die erfolgreiche Akquise von Projektzuwendungen ist überwiegend durch uns über die Qualität unserer Förderanträge beeinflussbar. Der Zufluss an Spenden, mit denen unsere Grundlagenforschung und alle unseren kostenlosen Publikationen und Veranstaltungen finanziert werden, ist weniger durch unsere Expertise steuerbar. Auch aufgrund der durch öffentliche Wirtschaftsforschungsinstitute, Hochschulen und Universitäten dominierten Wirtschaftswissenschaft konnte sich diese Disziplin noch keine greifbare Identität bei Mäzenen erarbeiten. Da sind Kunst und Kultur bereits weiter. Das »HWWI Insights« soll eine diesbezüglich zu entwickelnde Fundraising-Strategie unterstützen.

Liebe Leserinnen und Leser, lieber Förderer! Sie sehen, trotz aller positiven Nachrichten, auch aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld, haben wir uns noch Herausforderungen aufgehoben. Den begonnenen organisatorischen Wandel haben wir auf unserer Vision des »HWWI 2015« aufgebaut. Wir freuen uns darauf, jederzeit mit Ihnen darüber in den Dialog zu treten.

Prof. Dr. Thomas Straubhaar
Direktor und Sprecher der Geschäftsführung

Gunnar Geyer
Geschäftsführer