Die Konjunktur in Norddeutschland 2013/2014

Studie im Auftrag der HSH Nordbank AG

Nach einem schwachen ersten Quartal 2013 hat die norddeutsche Wirtschaft zuletzt wieder auf einen moderaten Wachstumspfad zurückgefunden. Das geht aus einer HWWI-Studie im Auftrag der HSH Nordbank AG hervor. Für 2014 rechnet das HWWI mit einem Jahreswachstum von 1,7 % für das reale Bruttoinlandsprodukt in Norddeutschland. Auch hinsichtlich der Beschäftigtenzahlen hat der Norden aktuell ein Wachstum zu verzeichnen. Wichtige Triebkraft hierfür stellen die Exporte dar, die vor allem in Bremen und Hamburg deutlich zugelegt haben. Die norddeutsche Industrie hat sich damit zuletzt als Stützpfeiler der regionalen Konjunktur erwiesen. Daraus ergeben sich besondere Herausforderungen für die Zukunft, denn unsere längerfristige Analyse hat gezeigt, dass der schleichende Prozess der Tertiarisierung auch vor Norddeutschland nicht haltmacht. Dabei gibt es jedoch viele Anzeichen dafür, dass der norddeutschen Industrie auch längerfristig eine Rolle als Stabilitätsanker zukommen könnte. So präsentiert sich die Branchenstruktur als sehr vielfältig. Insgesamt existiert ein gesunder Mix aus traditionellen wertschöpfungsintensiven Großindustrien wie Fahrzeugbau und Metallverarbeitung und wichtigen Zukunftsbranchen wie Biotechnologie und Anlagenbau. Gleichzeitig haben regionale Wachstumsprozesse dafür gesorgt, dass das verarbeitende Gewerbe im Norden auch in räumlicher Sicht zunehmend breit aufgestellt ist. Eine starke mittelständische Basis, ein hoher Innovationsgrad und gute Verkehrsanbindungen stellen hierbei wichtige Erfolgsfaktoren dar. Im Hinblick auf die Konjunkturaussichten lässt die prognostizierte Entwicklung der Weltwirtschaft eine Fortsetzung des exportgestützten Aufschwungs erhoffen.

Studie: Die Konjunktur in Norddeutschland 2013/2014