Infrastruktur und Immobilienmärkte, Städtische Räume, Weitere Themen

Champions des Sports – Ein empirischer Vergleich deutscher Sportstädte

10.10.2007 | HWWI Policy Paper | von Max Friedrich Steinhardt, Henning Vöpel

Immer wenn die Ausrichter von Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen bekannt gegeben werden, hoffen Millionen Menschen in den Bewerberländern und -städten, den Zuschlag zu bekommen. Darüber hinaus ist die Vergabe von großer Bedeutung für Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik, denn Sport ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem wichtigen Image-, Standort- und Wirtschaftsfaktor geworden. Schon der Status als "Candidate City" in der Vorauswahl für die Olympischen Spiele verspricht enorme Vermarktungschancen. Aber auch andere Sportevents wie Welt- und Europameisterschaften oder Weltcupveranstaltungen haben für Städte mittlerweile eine große regionalwirtschaftliche Bedeutung erlangt.  Dieser weltweiten Entwicklung folgend wird dem Sport auch von den deutschen Städten eine wachsende Bedeutung zugemessen. In den letzten Jahren ist ein Wettbewerb um den Status als die „Sporthauptstadt“ Deutschlands entbrannt. In vielen Städten werden Konzepte und Strategien entwickelt, um sich als "Sportstadt" zu positionieren und zu vermarkten. Unklar ist jedoch bislang geblieben, wer sich auch zu Recht so nennen darf. Im Folgenden soll daher die Frage beantwortet werden, wer "Hauptstadt des Sports" ist. Untersucht werden die 15 größten deutschen Städte, wobei die Einwohnerzahlen aus dem Jahr 2006 zu Grunde gelegt werden. Es sollen dabei sowohl das Angebot an aktiven und passiven Sportmöglichkeiten als auch die Nachfrage nach Sport betrachtet werden.

Autoren

Dr. Max Friedrich Steinhardt
Prof. Dr. Henning Vöpel