Energie- und Rohstoffe

Erneuerbare Energien als Hoffnungsträger

30.04.2012 | HWWI Policy Paper | von Michael Bräuninger, Lars Wenzel, Eckhardt Wohlers

Erneuerbare Energien haben als Energieträger insbesondere in den vergangenen 10 Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Dafür sind vor allem zwei Faktoren verantwortlich: Zum einen das Streben nach Energiesicherheit und die Verpflichtungen zum Umwelt- bzw. Klimaschutz.  Zum anderen die Sicherung der Energieversorgung. Diese Ziele haben für die Politik weltweit eine hohe Priorität, da eine reibungslose Energieversorgung eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung der Wirtschaft ist. Vor diesem Hintergrund haben die kräftigen Preissteigerungen bei vielen fossilen Energieträgern im vergangenen Jahrzehnt die Besorgnis ausgelöst, dass weiter steigende Energiepreise das Wachstum und die Entwicklung der Wirtschaft hemmen könnten. Hinzu kommen labile politische Rahmenbedingungen in einer Reihe von Öl-Förderländern, eine wachsende globale Nachfrage, nicht zuletzt durch die kräftige Expansion vieler Entwicklungs- und Schwellenländer wie China oder Indien ausgelöst, sowie eine zunehmende Furcht vor der Begrenztheit bei fossilen Energieträgern. All dies hat in vielen Ländern zu einem Umdenken in der Energiepolitik geführt. Schließlich haben die Ereignisse in Fukushima im Jahr 2011 Fragen über die Zukunft der Atomenergie aufgeworfen und in vielen Ländern Zweifel an diesem Energieträger geweckt. Von alledem haben die  erneuerbaren Energien erheblich profitiert, da sie als relativ sicher gelten und vielfach national produziert werden können. Angesichts ihrer wachsenden Bedeutung werden erneuerbare Energien zudem als Zukunftsmarkt gesehen, der sowohl Gewinne als auch Arbeitsplätze verspricht.

Autoren

Dr. Eckhardt Wohlers