Arbeit, Konjunktur

Mit einer Agenda 2020 ist Vollbeschäftigung möglich!

13.03.2013 | HWWI Policy Paper | von Thomas Straubhaar

Vor zehn Jahren, am 14. März 2003, hat Gerhard Schröder seine inzwischen legendäre Agenda 2010 auf den Weg gebracht. „Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abordern müssen“. Das waren die zentralen Anliegen seiner Reform. Damit Vollbeschäftigung tatsächlich erreicht wird, gilt es, mit einer Agenda 2020 noch einiges zu leisten. Die Arbeitsmarktpolitik muss somit darauf fokussiert werden, Ältere so gut wie Jüngere, Frauen so gut wie Männer und Menschen mit Migrationshintergrund so gut wie Menschen ohne Migrationshintergrund in das Erwerbsleben zu integrieren. Gelingt das, dann gelingt nicht nur Vollbeschäftigung. Dann verliert auch der Fachkräftemangel seine Grundlage. Denn gerade unter den heute noch Arbeitslosen, oder nur teilweise oder nicht ihren Möglichkeiten, Fähigkeiten und Erwartungen entsprechend Beschäftigten finden sich ungenutzte Potenziale, die drohende Lücken schließen können.