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Gutachten zu den wirtschaftlichen Grundlagen für die Prognose des Luftverkehrsaufkommens am Verkehrsflughafen München

26.01.2010 | HWWI Policy Paper | von Franziska Biermann, Michael Bräuninger, Jörg Hinze, Klaus Matthies, Friso Schlitte, Silvia Stiller, Henning Vöpel

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die von der Flughafen München GmbH (FMG) beantragte Erweiterung des bestehenden Verkehrsflughafens München wurde von der FMG das Gutachten "Luftverkehrsprognose 2020 für den Flughafen München" vom 26.07.2007, erstellt von der Intraplan Consult GmbH, vorgelegt. Im November 2008 hat das Luftamt Südbayern beim Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) eine Qualitätskontrolle in Auftrag gegeben, um die Methodik und die Ergebnisse dieser Luftverkehrsprognose einer Nachprüfung zu unterziehen. Im Endbericht der TUHH vom August 2009 ("Qualitätskontrolle der Luftverkehrsprognose 2020 für den Flughafen München") empfiehlt die TUHH vor dem Hintergrund des Umstands, dass es sich bei der Wirtschafts- und Ölpreisentwicklung um zentrale Prognoseprämissen zur Ermittlung des künftigen Flugverkehrsaufkommens am Flughafen München handelt, die Unsicherheitsbereiche der künftigen Entwicklung durch die Integration von Szenarien in die Luftverkehrsprognose aufzuzeigen. Die Entwicklung solcher Szenarien kann laut TUHH nur durch ein spezialisiertes wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut erfolgen. Das Luftamt Südbayern ist dieser Empfehlung gefolgt und hat daher am 05.10.2009 entsprechende Szenarienbildungen zur Wirtschaftsentwicklung beim Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut gGmbH in Auftrag gegeben. Grundlage dieser Szenarien ist die wirtschaftliche und demografische Entwicklung. Diese determiniert die Luftverkehrsnachfrage. Eine weitere wesentliche Determinante ist der Flugpreis, der durch die Transportkapazitäten und durch den Kerosinpreis beeinflusst wird. Letzterer hängt wesentlich vom Rohölpreis ab. Da dieser wiederum durch die Entwicklung der Weltwirtschaft beeinflusst wird, ist hier ein interdependentes System zu betrachten.

Autoren

Jörg Hinze
Klaus Matthies
Dr. Silvia Stiller
Prof. Dr. Henning Vöpel