Konjunktur

Konjunktur 2015: Weichenstellung für den globalen Aufschwung

09.12.2014 | HWWI Policy Paper | von Hendrik Hüning, Leon Leschus, Alkis Henri Otto, Anja Rossen, Henning Vöpel, Lars Wenzel, André Wolf

Das Jahr 2014 konnte die zu Jahresbeginn gehegten konjunkturellen Erwartungen nicht erfüllen. Sowohl in Deutschland als auch im Euroraum hat sich die Dynamik im Jahresverlauf deutlich abgeschwächt. Auch die Weltwirtschaft insgesamt ist schwächer als erwartet expandiert. Dies obwohl die USA und das Vereinigte Königreich ihren moderaten, aber robusten Aufschwung fortsetzen konnten.<br /><br />Die globale Konjunktur hat sich insbesondere durch eine Reihe von geopolitischenKonflikten eingetrübt. Diese haben sich vor allem negativ auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen ausgewirkt, die deutlich schwächer als zu Jahresbeginn erwartet ausfiel. Der im Jahresverlauf einsetzende Attentismus hat die Aufwärtsdynamik spürbar gebremst. Hinzu kommt nach wie vor die Unsicherheit über die Stabilität und die generelle Verfassung der Weltwirtschaft. Auch im sechsten Jahr nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09 sind die Risiken eines erneuten Einbruchs anden Märkten substantiell. Von Seiten der Fiskal- und Geldpolitik gab es angesichts der Schuldensituation in vielen europäischen Krisenländern und einer an der Nullzinsgrenze agierenden Geldpolitik kaum noch expansive Impulse. Insgesamt haben sich damit die Hoffnungen auf einen selbsttragenden Aufschwung nicht erfüllt. Dieser ist bis mindestens in das nächste Jahr hinein aufgeschoben.

Autoren

Prof. Dr. Henning Vöpel
Dr. André Wolf