Infrastruktur und Immobilienmärkte, Städtische Räume

Olympische Spiele in Hamburg – produktive Vision oder teure Fiktion?

15.01.2014 | HWWI Policy Paper | von Henning Vöpel

In Hamburg wird unverändert darüber diskutiert, inwieweit die Ausrichtung Olympischer Sommerspiele eine sinnvolle Option sein kann, um die Stadtentwicklung langfristig positiv zu beeinflussen und die Standortattraktivität zu erhöhen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Städte sehr unterschiedlich von Olympischen Spielen profitiert haben. Während die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona der Stadt einen erheblichen Impuls verliehen haben, verzeichnete Atlanta vier Jahre später sogar einen Imageverlust, weil die Spiele als zu kommerziell empfunden wurden. Jede ausrichtende Stadt besitzt ein spezifisches Standortprofil mit Stärken und Schwächen. Insofern geht es nicht um ein pauschales „Ja“ oder „Nein“ zu Olympischen Spielen, sondern es kommt darauf an, die Bedingungen zu identifizieren, unter denen eine Ausrichtung Olympischer Spiele für Hamburg sinnvoll sein dann, denn die hierfür erforderlichen Investitionen konkurrieren mit alternativen Verwendungen. Insgesamt finden sich in einer ersten Analyse Hinweise darauf, dass Hamburg als sogenannte „Second City“ hinter den weltweit führenden Metropolen und Mega-Cities nicht nur die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausrichtung Olympischer Spiele erfüllt, sondern selbst von Olympischen Spielen nachhaltig profitieren könnte.

Autoren

Prof. Dr. Henning Vöpel