Energie- und Rohstoffe, Mobilität

Wasserstoff im Verkehr - Anwendungen, Perspektiven und Handlungsoptionen

21.10.2008 | HWWI Policy Report | von Leon Leschus, Henning Vöpel

Angesichts endlicher fossiler Energieressourcen und eines drohenden Klimawandels stellt sich die Frage, welchen Beitrag der Einsatz der Wasserstofftechnologie zur Versorgungssicherheit und zur Reduzierung der Emissionen von Kohlendioxid (CO2) beitragen kann. Wasserstoff stellt keine primäre Energiequelle dar, sondern ist ein Energieträger, mit dessen Hilfe Erzeugung und Verwendung von Energie zeitlich und räumlich getrennt werden kann. Er lässt sich in der Stromwirtschaft und insbesondere im Verkehr einsetzen. Gegenwärtig werden im Verkehrsbereich noch fast vollständig fossile Energieträger eingesetzt, was dazu führt, dass der Verkehrssektor rund 21 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verursacht. Hinzu kommt, dass das weltweite Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahrzehnten – insbesondere getrieben durch die bevölkerungsreichen und schnell wachsenden BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) – stark zunehmen wird. Es gilt daher, die Nutzung erneuerbarer Energien auch für den Verkehr technologisch zu erschließen und Substitutionsmöglichkeiten zu fossilen Kraftstoffen zu schaffen. Der Einsatz von erneuerbaren Energien und alternativen Antriebstechnologien im Verkehr ist daher von großer Bedeutung für die nachhaltige Sicherung der Mobilität im 21. Jahrhundert. Je früher diese zur Marktreife gelangen, desto schneller lassen sich die Ziele Versorgungssicherheit und Klimaschutz erreichen. Auch die angesichts abnehmender Vorkommen und wachsender Nachfrage steigenden Ölpreise machen die frühzeitige Entwicklung alternativer Technologien zu einer wichtigen strategischen Aufgabe.

Autoren

Prof. Dr. Henning Vöpel