Arbeit, Weltwirtschaft

Reform der schwedischen Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik

07.04.2008 | HWWI Research Paper | von Ulrich Zierahn

Der schwedische Wohlfahrtsstaat wird häufig als gelungene Kombination aus wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Gerechtigkeit angesehen. Zu Beginn der 1990er befand sich Schweden jedoch in einer schweren Krise, aus der es sich mittlerweile weitestgehend erholt hat. Seit der Krise wurden einige Reformbemühungen in der Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik unternommen. Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss der Reformbemühungen auf die wirtschaftliche Erholung seit der Krise zu erarbeiten. Unter Berücksichtigung der aktuellen makroökonomischen Diskussion wird ein Arbeitsmarktmodell entwickelt, welches die schwedischen Gegebenheiten einbezieht. Mithilfe des Modells werden die verschiedenen Entwicklungen in der schwedischen Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik bewertet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verflechtung der Arbeitsmarkpolitiken untereinander, der Arbeitsmarktpolitik mit der Tarifpolitik und deren Zusammenwirken mit makroökonomischen Schocks. Als Ergebnis wird gezeigt, dass gerade das Zusammenwirken der verschiedenen Reformbemühungen die wirtschaftliche Erholung begünstigt hat. Allerdings zeigt sich auch, dass für die benachteiligten Gruppen des Arbeitsmarktes weitere Anstrengungen nötig sind.

Autoren

Dr. Ulrich Zierahn