Ein Transfermarktmodell und Implikationen für die strategische Transferpolitik der Vereine in der Fußball-Bundesliga

01.11.2006 | HWWI Research Paper | von Henning Vöpel

Der Transfermarkt der Fußball-Bundesliga ist gekennzeichnet durch unvollständige Informationen über die Qualität der Spieler. Jede Transfer- und Personalentscheidung der Vereine wird folglich mehr oder weniger unter Unsicherheit getroffen. Bei jedem Transfer kommt es also darauf an, zuverlässig die guten Spieler zu identifizieren und diese möglichst günstig zu kaufen und ggf. möglichst teuer zu verkaufen, das heißt die spielerische Qualität des Kaders zu erhöhen bzw. einen hohen Transferüberschuss zu erzielen. Die Unsicherheit über die tatsächliche Qualität eines Spielers wird durch dessen in der Vergangenheit beobachteten Leistungen reduziert. Neben diesen frei zugänglichen Signalen, die den Vereinen als "öffentliche" Informationen kostenlos zur Verfügung stehen, existieren in jedem Verein zusätzlich "private" Informationen bzgl. der Einschätzung eines Spielers sowie eine exogen gegebene Budgetrestriktion. Beide Faktoren bestimmen – wie im Folgenden gezeigt wird – die Transferpolitik eines Vereins. Zu diesem Zweck wird zunächst ein Transfermarktmodell entwickelt. Anschließend werden die Implikationen für die strategische Transferpolitik der Vereine abgeleitet.

Autoren

Prof. Dr. Henning Vöpel