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Macht und Wissen als Determinanten: Zur Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik bei Walter Eucken und Friedrich August von Hayek

22.04.2008 | HWWI Research Paper | von Stefan Kolev

Walter Eucken und Friedrich August von Hayek werden in der Literatur gemeinsam als Initiatoren der Ordnungsökonomik bezeichnet. Das ist darin begründet, dass beide Autoren parallel und weitgehend unabhängig voneinander Forschungsprogramme entwickelt haben, welche sich der Problematik wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ordnungen widmen. Eine wichtige Rolle spielt dabei sowohl bei Eucken als auch bei Hayek der Staat in seiner Funktion beim Aufbau und Erhalt einer solchen Ordnung. Das Staatsverständnis und dabei insbesondere die Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik stehen im Mittelpunkt dieses Beitrages. Es wird dabei ein zweistufiges Verfahren vorgeschlagen. In einem ersten Schritt werden die Ordnungstheorien Euckens und Hayeks erörtert und miteinander verglichen. Dabei deuten sich bereits prinzipielle Parallelen und Unterschiede in der Grenzziehung für den legitimen Bereich des Staates an. Anschließend werden als Anwendungen der ordnungstheoretischen Grundsätze vier Bereiche der Ordnungspolitik nacheinander aufgeführt und die jeweiligen Positionen beider Autoren erläutert.

Autoren

Prof. Dr. Stefan Kolev