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The Total Economic Value of an Estuary - The Case of the River Elbe

10.11.2014 | HWWI Research Paper | von Andreas Marcus Röhlig, Edesa Yadegar

Die Fahrrinnenanpassung der Elbe wird in Hamburg und umliegenden Bundesländern kontrovers diskutiert. Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des Ausbaus sind verhärtet und die juristische Klärung des Streits lässt auf sich warten, nachdem das Bundesverwaltungsgericht noch offene umweltrechtliche Fragen vom Europäischen Gerichtshof klären lassen möchte. Aus ökonomischer Sicht ist das Für und Wider der Fahrrinnenanpassung ein vielschichtiges Problem. Auf der einen Seite hat sie über die Hafenwirtschaft Auswirkungen auf Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Hamburg aber auch darüber hinaus. Auf der anderen Seite könnten die Ökosysteme des Elbeästuars und umliegende Landschaften beeinträchtigt werden. Der ökonomische Wert dieser Ökosysteme ergibt sich aus der Vielzahl bereitgestellter Umweltdienstleistungen, die über Artenschutz und Habitaterhalt hinausreichen und zahlreiche Regulationsmechanismen umfassen. Der Wert der Ökosysteme kann dabei grundsätzlich mit Hilfe von ökonomischen Methoden quantifiziert werden. Das im Rahmen der <link http://www.loicz.org/calender/estuaries_workshop_2014/index.html.en _blank>Konferenz „System States and Transitions of Tidal Estuaries“</link> im September 2014 vom HWWI vorgestellte Poster präsentiert hierzu einige konzeptionelle Überlegungen, die zur besseren ökonomischen Fundierung von Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Naturschutz beitragen könnten. <b>Ansprechpartner</b>: <link 7483 _blank external-link>Dr. Sven Schulze</link>, Tel.: 040 34 05 76 - 355.