HWWI Update
HWWI Update 04 2013
HWWI/Berenberg Städteranking 2013
Von Mark-Oliver Teuber und Jan Wedemeier
Die Entwicklung der größten deutschen Städte gestaltet sich weiterhin positiv. Insbesondere Städte tragen aufgrund ihrer Sogwirkung auf hochqualifizierte Arbeitskräfte und Unternehmen aus dem In- und Ausland in erheblichem Maße zur deutschen Wettbewerbsfähigkeit bei. Im Jahr 2010 wurden 31,9 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts in den 30 größten Städten erwirtschaftet. Das HWWI/Berenberg Städteranking vergleicht im Jahr 2013 bereits zum dritten Mal die Entwicklung und Zukunftsfähigkeit dieser Städte.
Wachstumsmarkt Medizintechnik
Von Henning Vöpel
Die globale Nachfrage nach Gesundheit wird in den nächsten Jahren weiter steigen, infolge der eher moderat wachsenden Weltwirtschaft jedoch leicht gedämpft. Im Bereich der öffentlich finanzierten langlebigen Medizintechnik dürfte sich ein stärkerer Investitionszyklus herausbilden. Insbesondere Investitionen in neuere Produkte könnten vermehrt in die Zukunft verschoben werden. Dies sind die Ergebnisse einer HWWI-Studie im Auftrag der HSH Nordbank.
Zehn Jahre Agenda 2010: Vollbeschäftigung ist keine Utopie
Von Michael Bräuninger und Jochen Michaelis
Der Erfolg der vor zehn Jahren eingeleiteten Hartz-Reformen ist unter Ökonomen wenig umstritten. Auf politischer Ebene ist die größte bundesdeutsche Arbeitsmarktreform der Nachkriegszeit jedoch Objekt heftiger Auseinandersetzungen. Da es sich um einen bunten Strauß an Maßnahmen handelte, lohnt sich ein differenzierender Blick auf die einzelnen Bestandteile.
HWWI Update 03 2013
Zur Ökonomie von Klimawandel und Anpassung in Hamburg
Von Julia Kowalewski und Sven Schulze
Nach herrschender wissenschaftlicher Meinung sind der Klimawandel und einige seiner Folgen mittlerweile nicht mehr abzuwenden. Neben dem weiter vorhandenen Bedarf zum Schutz des Klimas ergibt sich damit auch eine zunehmende Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel.
Chancen, aber auch Risiken für Aufschwung in Deutschland
Von Jörg Hinze
Nach konjunktureller Abschwächung im Laufe von 2012 ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal spürbar gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist damit mit einem negativen Überhang von -0,3 % ins Jahr 2013 gestartet. Hauptgrund für den Abschwung war die sich ausbreitende Rezession im Euroraum, der sich auch die deutsche Wirtschaft nicht entziehen konnte.
HWWI Thüringen: Erfolgreicher Start des Modellprojektes ThürReg
Von Johannes Jaenicke
Wie können Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitslose in bedarfsdeckende stabile Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden? Wie lässt sich eine verbesserte Berufsorientierung der Schüler erreichen und der Fachkräftebedarf in einer vom demographischen Wandel betroffenen Region sichern? Wie kann die Identifikation von innovativen Clustern für mehr Beschäftigung genutzt werden?
HWWI Update 02 2013
Dr. Christina Boll neue Forschungsdirektorin
Von Christina Boll
Der Weg in eine europäische Fiskalunion
Von Michael Bräuninger und Henning Vöpel
Die bisherigen Maßnahmen der Politik konnten keine nachhaltige Stabilisierung der Euro-Zone bewirken. Allein die Europäische Zentralbank war hinreichend handlungsfähig und konnte zumindest kurzfristig durch ihre Interventionen und insbesondere ihre Ankündigung, im Notfall „alles Erforderliche zu tun“, um den Euro zu stabilisieren, die Märkte beruhigen. Die strukturellen Ursachen sind damit aber nicht beseitigt. Im Gegenteil: Eine fiskalpolitische Lösung muss dringend gefunden werden. Richtig konzipiert ist eine Fiskalunion die einzige Alternative zu einer „Schulden- und Inflationsunion“, wie eine Gemeinschaftsstudie von PwC und HWWI zeigt. Die Euro-Zone braucht einen konjunkturellen Ausgleichsmechanismus und einen strukturellen Konvergenzprozess.
Die politische Ökonomie der US-amerikanischen Handels- und Zuwanderungspolitik
Von Paola Conconi, Giovanni Facchini, Max Friedrich Steinhardt und Maurizio Zanardi
Bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen in den USA hat das Thema Einwanderung erneut eine prominente Rolle gespielt. Während Barack Obama aktiv für eine liberale Zuwanderungspolitik warb, stellte sein republikanischer Widersacher Mitt Romney lange die Bekämpfung der illegalen Zuwanderung in den Mittelpunkt. Obwohl der Außenhandel ähnliche Auswirkungen auf den einheimischen Arbeitsmarkt haben kann wie Zuwanderung, vertreten die Republikaner auf diesem Feld – im Gegensatz zu den Demokraten – seit vielen Jahren eine sehr liberale Position. Eine neue Forschungsstudie greift die skizzierten Unterschiede zwischen Republikanern und Demokraten auf und analysiert die Außenhandels- und Zuwanderungspolitik der USA aus politökonomischer Perspektive.
Interdisziplinäres Projekt innogesi gestartet
Von André Wolf
Jüngste Ereignisse wie der Hurricane Sandy im Oktober 2012 und der Stromausfall in München im November 2012 führen uns die Abhängigkeit unseres Wirtschaftens von der Funktionsfähigkeit kritischer Infrastruktur vor Augen. Forschung mit dem Ziel einer vergrößerten Versorgungssicherheit muss in einem umfassenden Rahmen erfolgen, der technische, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte vereint. Vor diesem Hintergrund versucht das Forschungsprojekt innogesi neue Geschäftskonzepte im Bereich Sicherheit aus einer solchen interdisziplinären Sicht heraus zu entwickeln.
HWWI Update 01 2013
Die Zuschussrente – Ein Armutszeugnis
Von Christina Benita Wilke
Cloud Computing als effiziente IT-Lösung für Unternehmen
Von Michael Bräuninger
Laut einer aktuellen Umfrage speichern vier von fünf Internetnutzern in Deutschland Inhalte mittels Cloud Computing im Internet ab, um die heimische Festplatte zu entlasten und flexible Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Dateien zu haben. Welche Potenziale birgt Cloud Computing für kleine und mittlere Unternehmen?
Eine Analyse des bilateralen Containerverkehrs
Von Franziska Biermann
Der überwiegende Teil des Welthandels wird heutzutage per Schiff abgewickelt. Ein aktuelles HWWI Research Paper diskutiert, welche Faktoren auf den Containertransport zwischen zwei Ländern wirken. Insbesondere wird untersucht, welchen Einfluss die Distanz auf den Containerverkehr hat.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk – bedeutender Auftrag- und Arbeitgeber an den Standorten der Rundfunkanstalten
Von Dörte Nitt-Drießelmann
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein wichtiger Arbeitgeber im Kulturbereich. Neben den fest angestellten Mitarbeitern beschäftigt der öffentlich-rechtliche Rundfunk, bestehend aus den neun in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), dem Deutschlandradio und der Deutschen Welle, eine große Anzahl freier Mitarbeiter. Durch die Vergabe von Aufträgen an Unternehmen und Selbständige sichert er darüber hinaus weitere Arbeitsplätze – nicht nur in der privatwirtschaftlichen Kultur- und Kreativwirtschaft, sondern auch im Bau- und Ausrüstungsgewerbe.
HWWI Update 10 2012
Luftfahrtindustrie – Wachstumsmotor für Norddeutschland
Von Franziska Biermann und Henriette Bunde
Forschungsintensive und technologieorientierte Industrien sind Treiber für wirtschaftliches Wachstum und die Beschäftigung von Fachkräften. Die Luftfahrtindustrie ist vielerorts in Norddeutschland die dominierende Spitzentechnologie. Ihre Bedeutung für die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein untersucht eine aktuelle Studie des HWWI, die im Auftrag von Airbus erstellt wurde.
Sanktionen im Alg-II-Bezug: Wirkungen und Nebenwirkungen
Von Ingrid Hohenleitner
Mit Einführung des Arbeitslosengeldes II, bekannt als „Hartz IV“, wurde ein umfassendes Kontroll- und Sanktionsregime installiert. Seit 2009 stieg die Zahl der Sanktionen gegen Alg-II-Bezieher immer weiter an. Dieses Jahr wurde zum ersten Mal die Millionengrenze überschritten. In einer aktuellen Studie werden Effekte auf das Erwerbsverhalten sanktionierter Haushalte untersucht.
Rezession im Euroraum infiziert deutsche Konjunktur
Von Jörg Hinze
Nach gutem Start zu Jahresbeginn hat sich die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im Laufe dieses Jahres mehr und mehr verlangsamt. Rückläufige Auftragseingänge und andere Frühindikatoren lassen im Jahresschlussquartal einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion erwarten. Hauptursache für diesen Abschwung war, dass die deutsche Wirtschaft sich immer weniger der Eurokrise und der sich im Euroraum ausbreitenden Rezession entziehen konnte.
HWWI Update 10 - Beilage 2012
Im BDO International Business Compass schneidet Lateinamerika besser ab als Asien
Von Michael Bräuninger
Das HWWI hat den BDO International Business Compass entwickelt. Der Index bewertet Staaten als internationale Standorte für den Mittelstand allgemein und speziell hinsichtlich Absatz und Produktion. Im direkten globalen Vergleich finden sich viele OECD-Mitgliedstaaten in den Top Ten wieder. Lateinamerikanische Länder verzeichnen insgesamt höhere Werte als asiatische Staaten. Der afrikanische Kontinent bildet den Schluss.
HWWI Update 09 2012
Flucht in Sachwerte?
Von Alkis Henri Otto und Jörn Quitzau
Angesichts der Turbulenzen im Euroraum und der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird Sachwerten seitens der Anleger eine höhere Beachtung geschenkt. Eine gemeinschaftlich vom HWWI und der Berenberg Bank erstellte Studie „Strategie 2030 – Sachwerte“ beleuchtet sowohl die aktuellen Inflationsrisiken als auch die Risiken und Chancen einer Anlage in Sachwerten. Die äußerst heterogene Vermögensklasse der Sachwerte stellt hinsichtlich des Renditepotenzials und der Risikoeigenschaften eine interessante Ergänzung der Vermögensportfolios dar. Gleichzeitig ist eine Anlage in Sachwerten mit spezifischen Risiken verbunden, die gesondert evaluiert werden sollten.
Von der Peripherie ins Zentrum? Arbeitsmarkteffekte der Wiedervereinigung
Von Ulrich Zierahn
Wie kann man erklären, weshalb in manchen Regionen Deutschlands (fast) Vollbeschäftigung herrscht, während in anderen Regionen die Arbeitslosigkeit zum Teil über 15 % liegt? Und weshalb sind diese Unterschiede so persistent? Wieso ist es so schwer für Regionen aufzuholen? Die Neue Ökonomische Geographie (NÖG) liefert theoretische Erklärungen dafür. Doch wie relevant sind diese in der Realität? Die empirische Analyse gestaltet sich schwierig, da Ursache und Wirkung nur schwer voneinander getrennt werden können. Die Wiedervereinigung stellt für die Entwicklung von Regionen ein exogenes Ereignis dar und bietet so die Möglichkeit, die Theorien der NÖG empirisch zu testen.
Regionalhäfen im internationalen Seehafenwettbewerb
Von Nikolai Lutzky
Neben den großen Seehäfen Hamburg und Bremen und dem neuen JadeWeserPort Wilhelmshaven finden sich an der deutschen Nordseeküste auch neun mittelgroße Seehäfen1 mit überwiegend regionalwirtschaftlicher Bedeutung. Als Regionalhäfen zeichnen sich diese – alle in Niedersachsen gelegenen – Häfen vor allem durch ihre Rolle als Standortfaktor und Infrastruktur für die jeweils zugeordnete Wirtschaftsregion aus. Auf welche Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken des internationalen Seehafenwettbewerbs müssen sich die Regionalhäfen einstellen?
HWWI Update 09 - Beilage 2012
Arbeitskräfteangebot: Vielfältige Potenziale im Ostseeraum
Von Nora Reich und Christina Boll
Aufgrund des demografischen Wandels sind die Staaten im Ostseeraum jetzt und in den nächsten Jahrzehnten mit Bevölkerungsalterung und -schrumpfung konfrontiert. Zudem steigt im Zuge des wirtschaftsstrukturellen Wandels die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Für Innovationsdynamik, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum des Ostseeraumes rückt daher ein Faktor zunehmend in den Fokus: Umfang und Qualifikation der aktuellen und potenziellen Arbeitskräfte. Das HWWI hat im Rahmen eines Forschungsprojektes des Baltic Sea Region Programme 2007−2013 (QUICK – Innovative SMEs by Gender and Age) die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern in Ostsee-Anrainerstaaten und Norwegen mit Daten des Labour Force Survey untersucht und ungenutzte Potenziale quantifiziert. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Frauen und Ältere.
Kultur in Hamburg – Ein Blick auf die öffentlich finanzierten Leistungen und das freiwillige bürgerliche Engagement
Von Dörte Nitt-Drießelmann
In Hamburg ist jeder vierzehnte Erwerbstätige in der privatwirtschaftlichen Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt. Mit etwa 11.500 Erwerbstätigen arbeitete 2009 jeder sechste von ihnen in den Bereichen Darstellende Kunst, Musik oder Bildende Kunst. Hier stellen auch die öffentliche Hand, Hamburger Stiftungen und Vereine alternative oder ergänzende Angebote bereit und schaffen damit weitere 3.200 Arbeitsplätze. Die Bedeutung des öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Engagements für das kulturelle Angebot in der Hansestadt untersuchte das HWWI im Rahmen des Kreativwirtschaftsberichts 2012. Aktuell ist ein Policy Paper zum gleichen Themenkreis erschienen.
HWWI Update 08 2012
Rezession im Euroraum dämpft deutsche Konjunktur
Von Jörg Hinze
Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts der verschärften Rezessionstendenzen in der Eurozone nach unten revidiert. Schon die vorangegangenen Prognosen standen stets unter dem Vorbehalt, dass die Eurokrise nicht weiter eskalieren würde. Diese Erwartungen wurden ebenso regelmäßig enttäuscht. Inzwischen hat sich die Situation vor allem in Griechenland, Spanien und Italien weiter zugespitzt. Wegen der ungünstigeren Exportaussichten und deren Folgewirkungen haben sich auch die Konjunkturperspektiven für Deutschland eingetrübt. Für 2012 wird nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von ¾ % gerechnet, für 2013 mit einem von ½ %. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Eurokrise erheblich. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich eher verschlechtern, die Zahl der Arbeitslosen ist bereits leicht gestiegen. Der Inflationsdruck ist unter diesen Bedingungen sehr gering, die Inflationsrate dürfte daher wieder unter 2 % sinken.
Familienfreundlichkeit auf dem Prüfstand
Von Silvia Stiller
Hamburg konkurriert mit anderen deutschen Städten um Arbeitskräfte. In diesem Wettbewerb gewinnen die Lebensbedingungen für Familien an Bedeutung. Das HWWI hat im Auftrag der Hamburger Sparkasse für die Bereiche Kinderbetreuung, Bildung und Wohnumfeld analysiert, wie die Hansestadt hier im Vergleich zu Berlin, Frankfurt am Main, Köln, München und Stuttgart positioniert ist.
Schönwetterdemokratien im Osten Europas?
Von Stefan Kolev
Bis vor wenigen Jahren mutete die Transformation in den meisten Ländern Mittel- und Osteuropas (MOE) als Erfolgsgeschichte an. Die Ökonomie florierte, durch den EU-Beitrittsprozess oder die EU-Beitrittsperspektive etablierte sich nach und nach eine gewisse Rechtsstaatlichkeit, und auch die politische Ordnung schien das totalitäre Erbe unwiederbringlich abgestreift zu haben. Dann brach die gegenwärtige Krise aus, beendete jäh den wirtschaftlichen Boom und erschütterte in einigen MOE-Ländern auch die Grundfesten der dortigen Demokratie. Ist das nur eine Momentaufnahme oder ein dauerhaft bedrohliches Szenario?
HWWI Update 07 2012
Impulse für die bremische Mittelstandspolitik
Von Nikolai Lutzky und Isabel Sünner
Von 2002 bis 2007 wurde die Mittelstandsenquête Bremen durchgeführt, die auf Basis überregionaler Benchmarks wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen für die Standorte Bremen und Bremerhaven formuliert hat.1 Das HWWI hat 2011/12 im Auftrag der Handelskammer Bremen, der Unternehmensverbände im Lande Bremen und der IHK Bremerhaven den Stand der Umsetzung der Enquête überprüft und eine aktuelle Fortschreibung der Empfehlungen vorgenommen.
Mehr Einbürgerung durch Anerkennung der doppelten Staatsbürgerschaft
Von Daniel Naujoks
Die Einführung der indischen Überseestaatsbürgerschaft (Overseas Citizenship of India) hat zu vermehrter Einbürgerung indischer Einwanderer in den USA geführt. Damit verbunden sind eine schnellere und bessere Integration in den Arbeitsmarkt sowie eine stärkere Identifikation mit dem Aufenthalts- und Herkunftsland.
HWWI Bremen unter neuer Leitung
Seit dem ersten Juli hat Frau Dr. Christina Wilke die Leitung der HWWI Niederlassung in Bremen übernommen. Frau Wilke tritt damit die Nachfolge von Herrn Dr. Nikolai Lutzky an, der die Leitung Ende des Jahres niederlegen wird. Bis dahin werden beide das HWWI in Bremen gemeinsam führen.
HWWI Update 07 Beilage 2012
Deutscher Außenhandel mit China: Chancen und Risiken
Von Michael Bräuninger
Die Handelsbeziehungen mit China haben sich über die beiden letzten Jahrzehnte sehr dynamisch entwickelt. China hat eine immer größere Bedeutung für den Hamburger Außenhandel. Die Ursachen für das Wachstum von Ex- und Importen sind aber unterschiedlich.
Kultur- und Kreativwirtschaft in Hamburg
Von Silvia Stiller und Jan Wedemeier
In diesem Jahr hat die Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH den ersten Kreativwirtschaftsbericht für Hamburg vorgelegt. Das HWWI hat hierfür den statistischen Teil erarbeitet, der die ökonomische Bedeutung einzelner Teilmärkte aufzeigt. Dabei wird auch auf Hamburgs Position als Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft im Städtevergleich eingegangen.
HWWI Update 06 2012
Kooperation zwischen Deutschland, Polen und Tschechien im Elbe-Oder-Raum
Von Mark-Oliver Teuber und Jan Wedemeier
Das HWWI hat in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg die Regionen der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) untersucht. Im Zuge der Analyse wurden zahlreiche Themengebiete wie Demografie, Wirtschaftsstruktur, Handelsströme und Verkehrsinfrastruktur betrachtet.
WTO 2012 – Erweiterung ohne Vertiefung
Von Georg Koopmann
„Is Multilateralism in Crisis?“ So heißt das Thema des bevorstehenden WTO Public Forums im September in Genf. Die Frage ist fast rhetorisch, denn die Krise des Multilateralismus ist evident.
Arbeitsrechtlicher Informationsbedarf von Zugewanderten in Berlin
Von Vesela Kovacheva und Dita Vogel
Gravierende arbeitsrechtliche Informationsdefizite konnte eine Umfrage unter bulgarisch- und albanischsprachigen Zugewanderten in Berlin aufzeigen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Juni auf einer Konferenz des Berliner Bündnisses gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM) vorgestellt.
HWWI Update EM Spezial 2012
Teamgeist oder geniale Momente – was entscheidet die EM?
Von Henning Vöpel und Jana Stöver
Ab dem 8. Juni kämpfen 16 Mannschaften um den Titel des Europameisters 2012. Wie immer stellt sich im Vorfeld die Frage, welches Team der Favorit auf den Titel ist. Auch von Ökonomen werden dann immer wieder Prognosemodelle entwickelt, die den mutmaßlichen Titelträger vorhersagen sollen. Hinter jedem dieser Modelle steht irgendwie immer auch eine „Theorie“, welches die maßgeblichen Erfolgsfaktoren im Fußball sind.
Regeln und Fairness im Fußball
Von Henning Vöpel und Jana Stöver
Immer wieder kommt es im Fußball zu Diskussionen darüber, ob ein Spielergebnis gerecht und das Verhalten von Spielern fair sei. Im Vergleich zu anderen Sportarten werden diese Diskussionen im Fußball auffallend häufig geführt, wie erst kürzlich wieder von FIFA-Präsident Blatter. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Regeln im Fußball eigentlich adäquat sind.
Blatter-Vorstoß: Alternativen zum Elfmeterschießen
Von Henning Vöpel
FIFA-Präsident Sepp Blatter hat in Reaktion auf das Elfmeterschießen zwischen Bayern München und dem FC Chelsea angeregt, über Alternativen zum Elfmeterschießen nachzudenken, da dieses als ein „Eins-gegen-Eins“-Duell das Wesen des Mannschaftssports Fußball konterkariere. Die „FIFA Task Force Football 2014“ unter Vorsitz von Franz Beckenbauer soll sich mit dem Thema auseinandersetzen und Vorschläge ausarbeiten.
HWWI Update 05 2012
Vier Szenarien zur Zukunft des Euro
Von Michael Bräuninger und Jörg Hinze
In der Studie „Der Euro in der Krise“ analysieren HWWI und PwC die Eintrittsvoraussetzungen und Konsequenzen von vier Szenarien, die die Diskussion um die Euro-Schuldenkrise bestimmen.
Neue Handelswege in Europa und ihre Bedeutung für Hamburg
Von Ulrike Biermann und Silvia Stiller
Die Intensität und Richtung intraeuropäischer Handelsströme werden von einer Reihe von Faktoren beeinflusst. Hierzu gehören sowohl die Nachfrage und das Angebot an Gütern und deren regionale Verteilung als auch die Verkehrsinfrastruktur. Im nächsten Jahrzehnt werden umfangreiche Infrastrukturinvestitionen, wie zum Beispiel im Rahmen des Transeuropäischen Verkehrsnetzes TEN-T, die europäischen Handelsmuster und Verkehrsströme beeinflussen. Vor diesem Hintergrund analysiert die neue HWWI-Studie „Handelswege der Zukunft“, die im Auftrag der Hamburger Sparkasse erstellt wurde, welche Herausforderungen und Chancen sich dadurch für den Hafenstandort Hamburg ergeben werden.
Wachstumsimpulse durch Handel?
Von Matthias Busse und Jens Königer
Erzielen Länder durch eine stärkere Integration in den internationalen Handel ein höheres pro-Kopf-Einkommen und höhere Wachstumsraten als vergleichbare Länder, die auf eine Abschottung ihrer nationalen Märkte setzen? Die Frage nach den potenziellen Wachstumsimpulsen der Handelsintegration wird nicht nur im wirtschaftswissenschaftlichen Kontext diskutiert, sondern ist auch von großer politischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Ein neues HWWI Research Paper mit dem Titel: „Trade and economic growth: A re-examination of the empirical evidence“ versucht, diese Frage empirisch zu beantworten.
HWWI Update 04 2012
Metropolregion Hamburg: Jetzt die Weichen für wissensbasiertes Wachstum stellen
Von Nora Reich
Die Metropolregion Hamburg wird zukünftig nur dann weiterhin erfolgreich im Standortwettbewerb sein und vom wissensbasierten Strukturwandel ökonomisch profitieren, wenn ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte in der Region sind. Denn das Vorhandensein von Wissen ist zentral für die Ansiedlung und den Erfolg von Unternehmen. Mit der Frage, wie sich die Metropolregion Hamburg noch besser aufstellen kann, hat sich das HWWI in einem Kooperationsprojekt mit PricewaterhouseCoopers (PwC) befasst.
It's the economy, stupid! - Aber wie?
Von Torben Kuhlenkasper
Welche Faktoren beeinflussen die Beliebtheit von US-Präsidenten und bestimmen das Wählerverhalten in den USA? Eine neue Studie des HWWI an der Schnittstelle zwischen Ökonomie, Statistik und Politik erlaubt eine genaue Bewertung und Quantifizierung von Clintons Ausspruch „It's the economy, stupid!“ mithilfe modernster ökonometrischer Methoden.
Nachhaltige Entwicklung: Welche Rolle spielen Institutionen?
Von Jana Stöver
Entscheidungen, die die Abbaurate natürlicher Ressourcen betreffen, basieren auf Überlegungen, den Gesamtnutzen oder -gewinn langfristig zu maximieren. Das kann zum Beispiel beinhalten, dass man abwartet, bis die Bestände sich bis zu einer gewissen Menge vermehrt oder bis die Preise einer Ressource ein bestimmtes Niveau erreicht haben. Daher ist es äußerst wichtig, dass die Entscheider sich darauf verlassen können, dass Regeln und Rahmenbedingungen bestehen bleiben oder sich nur in erwartbarer Weise verändern.
HWWI Update 04 - Beilage 2012
Internationalisierung von KMU
Von Gunnar Geyer und Amrisha Uriep
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden im Zuge von Auslandsaktivitäten mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehören unter anderem interne Ressourcenknappheit oder eine, im Vergleich zu Großkonzernen, überproportionale Betroffenheit von politisch-rechtlichen Risiken. Selbst wenn bereits der Wille zur Internationalisierung besteht, ist das Fehlen einer sinnvollen und verlässlichen Strategie oftmals der Grund, weshalb viele KMU den Schritt Richtung International noch nicht abschließend getan haben. Ein weiteres entscheidendes Hemmnis kann die Unternehmensstruktur darstellen. Wie können KMU eine Strategie der Internationalisierung entwickeln, um deren zahlreiche Vorteile für sich nutzbar zu machen?
HWWI Update 03 2012
Das Streben nach dem guten Leben – Zum Zusammenhang von Gesundheit, Lebensalter und Zufriedenheit
Von Jana Stöver und Henning Vöpel
Gesundheit ist ein wichtiger Faktor für Zufriedenheit, Glück und Wohlfahrt. Gesund zu sein, ist dabei wichtig per se, aber auch Voraussetzung dafür, bestimmte Tätigkeiten überhaupt ausführen zu können, die zur Zufriedenheit beitragen. Gesundheit verschlechtert sich mit zunehmendem Lebensalter objektiv, die subjektive Lebenszufriedenheit dagegen verbessert sich. Lebenszufriedenheit hängt somit maßgeblich von weiteren Faktoren ab, auch solchen, die ihrerseits von Gesundheit beeinflusst werden oder auf Gesundheit wirken.
Effektive Hilfe? – Zur Entwicklungspolitik der EU
Von Steffen H. Gröning
Schenkt man den politischen Amtsträgern Gehör, so bleibt kein Zweifel an den hehren Motiven der gewählten Vertreter: Dirk Niebel (FDP), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat am 25. Februar diesen Jahres seine Wertschätzung für die Entwicklungszusammenarbeit bekanntgegeben. Dort könne an „allen relevanten Zukunftsthemen“ gearbeitet werden. Vor allem durch Hilfe zur Selbsthilfe soll Entwicklung gefördert werden. Auch die Europäische Union (EU) bekennt sich klar zur Entwicklungszusammenarbeit.
Deutsche Wirtschaft trotzt der Euro-Krise
Von Michael Bräuninger und Jörg Hinze
Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und um das Jahr 2013 erweitert. Für 2012 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % gerechnet, für 2013 mit einem von 1 ½ %.
HWWI Update 02 2012
Zeiteinsatz von Vätern für Kinderbetreuung international im Aufwärtstrend
Von Christina Boll
Die Arbeitsteilung von Müttern und Vätern in Familie und Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten in den meisten Ländern verschoben. Mütter gehen zunehmend einer bezahlten Erwerbstätigkeit nach, und immer mehr Väter wollen Verantwortung für Familienaufgaben übernehmen. Lassen sich diese Trends in der Zeitverwendung in einschlägigen Zeitverwendungsdaten bestätigen? Und inwiefern haben arbeitsmarktbezogene oder familienpolitische Einflussfaktoren die individuelle Zeitverwendung der Eltern beeinflusst?
2011 Euro Plus Monitor: Vielversprechende Aussichten für den Euroraum
Von Anja Rossen
Übersteht die Eurozone die aktuelle Schuldenkrise, könnte sie als weitaus dynamischer und geschlossener als zuvor aus ihr hervorgehen. Im Gegensatz zu hoch verschuldeten Staaten wie die USA oder Japan stecken die Mitgliedstaaten der Eurozone inmitten von Strukturreformen und fiskalpolitischen Veränderungen. Signifikante positive Veränderungen sind möglich und passieren auch.
Entwicklung des Welthandels
Von Franziska Biermann
Nach einem starken Wachstum von 12 % im Jahr 2010 hat der Welthandel auch in den ersten drei Quartalen 2011 weiter zugenommen, wenn auch mit nachlassender Dynamik. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum stieg das Handelsvolumen um rund 7 %, für das gesamte Jahr wird ein Zuwachs von etwas mehr als 6 % erwartet. Die Ausfuhren der Schwellen- und Entwicklungsländer nahmen mit 9 % deutlich schneller zu als die der Industrieländer (+5,5 %).
HWWI Update 02 - Beilage 2012
Verschärfen irrationale Finanzmärkte die Schuldenkrise?
Von Jörn Quitzau
„Der Markt hat immer Recht!“ Diese Börsenweisheit bringt zum Ausdruck, wie hoch das Vertrauen in die Effizienz von Finanzmärkten war und immer noch ist. Nicht nur Börsianer, auch Ökonomen sind mehrheitlich davon überzeugt, dass freie Märkte die richtigen Preissignale geben. So wird den Finanzmärkten zugetraut, dass mit ihrer Hilfe künftige Schuldenkrisen verhindert werden können. Unsolide Finanzpolitik wird durch steigende Zinsen umgehend abgestraft und im Keim erstickt – so lautet die Hoffnung. Allerdings haben die Märkte die aufziehende Schuldenkrise vor 2009 offensichtlich nicht bemerkt. Und heute verschärfen sie die Krise durch panische Reaktionen. Zeit zum Umdenken?
HWWI Update 01 2012
Hauswärme: Fakten, Trends und Potenziale
Von Sebastian Schröer
Deutschland will den Energieverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen senken. Nach Industrie, Gewerbe und Verkehr rückt dabei auch immer mehr die Wärmeversorgung von Wohngebäuden in den Fokus. Das HWWI hat zusammen mit Shell die erste „Shell Hauswärme-Studie“ erstellt. Darin werden verschiedene Szenarien zu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen der Zukunft entwickelt.
Akutkliniken: Investitionen, Finanzierung und Trägerschaft
Von Henning Vöpel
Der Krankenhaussektor in Deutschland steht vor gravierenden Veränderungen. Maßgeblich hierfür sind Faktoren und Entwicklungen, die sowohl die Nachfrage als auch die Angebotsseite stationärer Behandlung betreffen: der medizintechnische Fortschritt, die demografische Alterung und mögliche Regulierungsänderungen durch die Gesundheitspolitik. In der HWWI-Studie „Zukunft von Akutkliniken“, erstellt im Auftrag der HSH Nordbank, wird der künftige Investitionsbedarf für Krankenhäuser bis zum Jahr 2020 abgeschätzt.
Klimaanpassung und Klimaschutz
Von Julia Kowalewski, Sven Schulze und Christina Benita Wilke
Der fortschreitende Klimawandel verlangt nach Lösungen für effektive und effiziente Vermeidungsmaßnahmen. Gleichzeitig müssen Anpassungsmaßnahmen für die bereits unvermeidbaren Folgen eines sich wandelnden Klimas getroffen werden. Dabei können sich die Möglichkeiten und Verwundbarkeiten zwischen Regionen stark unterscheiden. Es erscheint daher sinnvoll, die Kosten und Nutzen von Klimaschutz- sowie Klimaanpassungsmaßnahmen auf regionaler Ebene zu analysieren. Das Projekt EMPACCA untersucht am Beispiel Hamburg, welche ökonomischen Konsequenzen mit potenziellen Maßnahmen für die Region als bedeutender Agglomerationsraum im Norden einhergehen.
HWWI Update 10 2011
Internationalität und Stadtentwicklung
Von Elzbieta Hagemann, Silvia Stiller und Birte Steller
„Welcome in Hamburg!“ – heißt es bei der Ankunft auf dem Hamburg Airport. Willkommen sind alle Menschen, die die Stadt privat oder beruflich besuchen, aber auch jene, die in Hamburg bleiben wollen oder hier bereits leben. Die Internationalität von Städten und die Kultur der Offenheit einer Gesellschaft standen im Mittelpunkt der Hamburg Welcome Days 2011.
Konsequenzen extremer Fluten
Von Julia Kowalewski und Sven Schulze
Im Rahmen des interdisziplinären Projektes KLIMZUG-Nord beschäftigt sich das HWWI aktuell mit der Abschätzung und Bewertung der möglichen Folgen einer Sturmflut für die Wirtschaft in der Metropolregion Hamburg.
Gedämpfte Rohstoffpreise
Von Leon Leschus
Die Rohstoffpreise gingen im Herbst 2011 überwiegend zurück. Nach starker und lang andauernder Erholung hatten sie im April noch ihren zwischenzeitlichen Höchststand seit den rezessionsbedingten Tiefständen Anfang 2009 erreicht. Die letzten Preisrückgänge zu Beginn des Oktobers sind auf die sich weltweit eintrübenden Konjunkturaussichten zurückzuführen.
HWWI Update 09 2011
Die Energiewende im Norden – Chance und Risiko für Hamburg
Von Sebastian Schröer
Es besteht in Deutschland ein allgemeiner Konsens darüber, dass die Energiewende, also der Ersatz fossiler und nuklearer Energieträger durch erneuerbare, vorangetrieben werden muss. Der damit zwangsläufig einhergehende Strukturwandel ist eine riesige Herausforderung, kann aber insbesondere für die Metropolregion Hamburg auch als Chance betrachtet werden.
Ein Service-Netzwerk für internationale Zuliefermärkte
Von Nikolai Lutzky
Als Folge der Osterweiterung der Europäischen Union (EU) in 2004 hat sich der Ostseeraum zu einer zunehmend eigenständigen Wirtschaftsregion entwickelt. Dabei greifen die wirtschaftlichen Integrationswirkungen der Erweiterung der EU nach Osteuropa jedoch weit über den Ostseeraum hinaus. Intensive wirtschaftliche Verflechtungen sind vor allem zwischen den Ökonomien der Ostsee- und der Nordseeanrainer entstanden. In diesen beiden maritim geprägten nordeuropäischen Wirtschaftsräumen bieten sich auch innovativen mittelständischen Zulieferern vielfältige Chancen für Absatz und Kooperation mit neuen Partnern.
Geldpolitik und Finanzmarktregulierung
Von Henning Vöpel
Anfang Oktober hat die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts „ungewöhnlich hoher Unsicherheit“ über die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum entschieden, den Leitzins bei 1,50 % zu belassen. Die zu Beginn des Jahres eingeleitete Zinswende wurde damit auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Staatsschuldenkrise in Europa könnte indes zu einer neuen Bankenkrise mit globalen Folgen führen. Der Ruf nach einem Staatsinsolvenzrecht und einer wirksamen Finanzmarktregulierung wird lauter.
HWWI Update 08 2011
Entwicklung der Geburtenziffer in Deutschland
Von Christina Boll
Das Statistische Bundesamt hat am 18. August 2011 frohe Kunde verbreitet: Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau ist in Deutschland im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese Entwicklung ist kein Grund zur Euphorie, aber die Richtung stimmt.
Lebenszufriedenheit und Wirtschaftswachstum
Von Felix FitzRoy und Max Friedrich Steinhardt
In der modernen Volkwirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik ist das BIP-pro-Kopf zum wichtigsten Gradmesser der gesellschaftlichen Wohlfahrt geworden. Die Verwendung dieses einfachen und statistisch nützlichen Indikators ermöglicht vergleichende Aussagen über materiellen Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Steigt mit letzterem aber auch die allgemeine Lebenszufriedenheit, und wie lässt sie sich messen?
Hamburgs Stadtteile im Vergleich
Von Silvia Stiller
Mit der Frage, wie sich die demografischen und sozio-ökonomischen Bedingungen in den Hamburger Stadtteilen darstellen, hat sich das HWWI im Auftrag der Hamburger Sparkasse befasst. Die Analyse zeigt, dass die Stadtteile sehr heterogen sind und sich die Lebensbedingungen zwischen ihnen unterscheiden. So gibt es schrumpfende und wachsende Stadteile, solche, die junge Menschen anziehen und andere, die ältere Bewohner bevorzugt wählen.
HWWI Update 08 - Beilage 2011
Globale Risiken belasten die Konjunktur
Von Jörg Hinze
Die globalen Risiken für die Konjunktur – europäische und amerikanische Schuldenkrisen, Rezessionsängste in den USA, Inflationsdruck in den Schwellenländern, politische Unruhen in Nahost – wurden in den zurückliegenden Monaten zunehmend virulent. Die weltweiten Turbulenzen an den Börsen sind Ausdruck dessen und drohen über Vertrauens- und Vermögenseffekte auf die Realwirtschaft überzugreifen. Gleichzeitig sind die wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume gering, da der Exit aus den expansiven Maßnahmen während der vergangenen Krise vielfach nicht gelungen ist. Nun erzwingen die Schuldenprobleme in einigen Ländern Sparprogramme die eine dämpfende Wirkung auf die Konjunktur haben.
Brauchen wir ein neues Unternehmenssteuerrecht für Familienunternehmen?
Von Günther Strunk
Die Frage, ob man ein speziell an Familienunternehmen ausgerichtetes Unternehmenssteuerrecht benötigt, mag zunächst überraschen, da doch alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ihrem Geschäftsgegenstand, ihrer Rechtsform oder ihrer Gesellschafter- und Führungsstruktur steuerlich gleich behandelt werden sollen. Die nachfolgenden Ausführungen sollen jedoch zeigen, dass das gegenwärtige Besteuerungsrecht die Gleichbehandlung zu Lasten von Familienunternehmen und inhabergeführten Unternehmen aufgrund derer Besonderheiten nicht sicherstellt.
HWWI Update 07 2011
Indien 2016 – ein Reisebericht
Von Inken Braune, Gunnar Geyer und Dietrich Kebschull
Die wirkliche Dynamik der Schwellenländer und die damit verbundenen, zukünftigen Verschiebungen der Wirtschaftszentren dieser Welt lassen sich nur vor Ort erleben.
Fußball-Management
Von Henning Vöpel
Am 5. August startet die Bundesliga in die neue Saison. Während die Trainer mit ihren Mannschaften neue Spielsysteme und taktische Formationen einüben, basteln Manager noch an dem entscheidenden Transfercoup und suchen das fehlende Puzzleteil einer funktionierenden Mannschaft. Und immer lautet dabei die Frage: Worin liegt der Schlüssel zum Erfolg?
Demografie und Wirtschaft
Von Silvia Stiller
Im Juni 2011 fand das vierte gemeinsame Forschungsseminar des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels (RZ) und des HWWI zum Thema „Demografie und Wirtschaft“ statt. Dabei wurden sowohl theoretische als auch empirische Arbeiten aus diesem Themengebiet diskutiert.
HWWI Update 06 2011
Deutsche Wirtschaft boomt – Fortsetzung ist möglich
Von Michael Bräuninger und Jörg Hinze
Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten Monaten dieses Jahres weiter kräftig gewachsen. Trotz Zuspitzung der europäischen Staatsschuldenkrise und einer Reihe weiterer störender Einflüsse von außen, insbesondere der kräftige Preisanstieg bei Öl und anderen Rohstoffen, hat die deutsche Wirtschaft ihren Aufholprozess nach der tiefen Krise 2008/2009 in hohem Tempo fortgesetzt.
Demografie und Arbeitsmarktintegration im Ostseeraum
Von Max Friedrich Steinhardt und Jan Wedemeier
In den Ostseeanrainern (ohne Russland) waren im Jahr 2009 etwa 67 Millionen Menschen erwerbstätig. Dies entspricht 31 % aller Erwerbstätigen in der Europäischen Union (EU). Seit 1999 ist in den Ländern im Ostseeraum mit Ausnahme von Russland und Litauen ein positiver Trend bei der Anzahl der Erwerbstätigen zu beobachten. Für die zukünftige ökonomische Entwicklung der Region wird es insbesondere darauf ankommen, die technologische Leistungsfähigkeit und Innovationskraft zu sichern und auszubauen.
Der Hamburger Hafen – fit für die Zukunft?
Von Franziska Biermann
Die Aussichten für eine weiterhin positive Entwicklung des Hamburger Hafens sind vor dem Hintergrund eines wachsenden Welthandels sehr gut. Hamburg profitiert dabei von seiner Ausrichtung auf das Fahrtgebiet Asien, welches einen Anteil von 60 % am gesamten Hamburger Containerumschlag hat.
HWWI Update 05 2011
Wege zur Vollbeschäftigung
Von Michael Bräuninger und Thomas Straubhaar
In den vergangenen fünf Jahren ist die Beschäftigung in Deutschland insgesamt stark gestiegen. Parallel dazu ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Die makroökonomischen Rahmenbedingungen sind weiterhin ausgesprochen günstig.
Jeder sechste Selbstständige hat einen Migrationshintergrund
Von Ann-Julia Schaland und Andreia Tolciu
In Zukunft wird die Anzahl der Unternehmer in Deutschland demografisch bedingt sinken. Menschen mit Migrationshintergrund können dieser Entwicklung entgegenwirken. Schon heute gibt es 655 000 selbstständige Migranten in Deutschland. Damit haben 16 % aller Selbstständigen einen Migrationshintergrund – Tendenz steigend.
Die Europäische Union und der handelspolitische Bilateralismus
Von Georg Koopmann, Isabel Marcin und Lars Vogel
Während die multilaterale Doha-Runde der World Trade Organization (WTO) auf der Stelle tritt, entwickeln bilaterale Handelsabkommen zwischen einzelnen WTO-Mitgliedern ihre eigene politische Dynamik. In diesem Prozess spielt die Europäische Union (EU) eine führende Rolle.
HWWI Update 04 2011
Zukunft Ostseeraum
Von Silvia Stiller und Jan Wedemeier
In einer aktuellen Studie hat sich das HWWI mit den Herausforderungen und Potenzialen, welche in den kommenden Jahrzehnten die Entwicklungen im Ostseeraum betreffen werden, befasst. Diese Untersuchung zeigt zahlreiche Bereiche auf, in denen grenzüberschreitende Kooperationen die wirtschaftliche Entwicklung der Region positiv beeinflussen können. Hierzu zählen der Umgang mit demografischen Veränderungen und der Ausbau der Wissensökonomie.
Unterschiede regionaler Arbeitsmärkte: Ein Erklärungsansatz
Von Ulrich Zierahn
Die Unterschiede zwischen regionalen Arbeitsmärkten sind nicht zu übersehen: So lag im März dieses Jahres die Arbeitslosenquote im Landkreis Eichstätt (Bayern) bei 1,7 %, während sie im Landkreis Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) 20,1 % betrug. Die Frage, wie solche regionalen Unterschiede zwischen Arbeitsmärkten entstehen, ist ein zentraler Untersuchungsgegenstand eines Promotionsvorhabens am HWWI in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel.
Familienunternehmen – das unbekannte Wesen?!
Von Günther Strunk
Ganze Branchen, nicht nur in Norddeutschland, sondern im gesamten Bundesgebiet, sind wesentlich durch Familienunternehmen geprägt, wie dies zum Beispiel in der Schifffahrtsindustrie oder in Teilen der Lebensmittelindustrie der Fall ist. Was wissen wir aber darüber, wie inhabergeführte Unternehmen handeln?
HWWI Update 03 2011
Gesamtwirtschaftliche Aspekte der Nachhaltigkeit
Von Jana Stöver
Die Studie „Strategie 2030 – Nachhaltigkeit“ im Auftrag der Berenberg Bank beschäftigt sich mit drei Bereichen der nachhaltigen Entwicklung, die künftig besonders relevant sein werden. Nachhaltigkeit wird im Sinne einer ganzheitlichen nachhaltigen Ressourcennutzung betrachtet.
Rohstoffe und gute Regierungsführung – Der Fluch des Ressourcenreichtums
Von Steffen H. Gröning und Matthias Busse
Gute Regierungsführung, auch als Good Governance bezeichnet, hat sich als einer der wichtigen Faktoren für eine nachhaltige Entwicklung von Ländern herausgestellt. Der Wohlstand einer Volkswirtschaft, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, begünstigt wiederum eine verantwortungsvolle Regierungsführung. Es liegt daher nahe, auch potenziellen Reichtum, der noch nicht oder noch nicht vollständig monetarisiert ist, hier einzuordnen. Zu diesem potenziellen Reichtum gehören Rohstoffe, also Ressourcen, die zur Herstellung von Kapitalgütern (zum Beispiel Erze) oder als Antriebsstoffe (Rohöl) verwendet werden können. Da diese Rohstoffe häufig in Ländern mit einem geringen Pro-Kopf-Einkommen vorzufinden sind, könnte davon ausgegangen werden, dass diese Länder einen Vorteil gegenüber den rohstoffarmen Ländern haben, die diese Ressourcen nicht aufweisen.
Neue Struktur im HWWI
Von Michael Bräuninger und Silvia Stiller
Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat sich zu seinem sechsjährigen Geburtstag neu organisiert. Aus den vier Kompetenzbereichen sind 11 Themenfelder geworden. Die Forschungsarbeit wird von Dr. Silvia Stiller und Prof. Dr. Michael Bräuninger koordiniert.
HWWI Update 03 - Beilage 2011
Aufschwung in Gefahr (?)
Von Jörg Hinze
Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts des jüngsten Ölpreisanstiegs für dieses Jahr etwas gesenkt. Für 2011 wird nunmehr eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 % erwartet. Für das Jahr 2012 wird mit einem Wachstum von 1,7 % gerechnet. Im Laufe dieses Jahres wird die deutsche Wirtschaft das Vorkrisenniveau wieder erreichen und übertreffen. Der Arbeitsmarkt hat sich bereits darüber hinaus verbessert. Auch wenn die Konjunktur zunächst etwas an Dynamik einbüßen dürfte, stehen die Chancen für eine Fortsetzung des Aufschwungs – insbesondere von binnenwirtschaftlicher Seite – recht gut. Allerdings haben sich die Risiken von außen mit den aktuellen geopolitischen Unsicherheiten weiter erhöht.
HWWI Update 02 2011
Zeit, Geld und Vertrauen für Staatsfinanzen
Von Thomas Straubhaar
Mitte Januar sind die Anleiheemissionen durch Portugal, Spanien und Italien erfolgreich abgewickelt worden hat. Damit hat die Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden Staatsbankrott eines Euro-Landes etwas nachgelassen. Das bietet Zeit, darüber nachzudenken, wie die von Existenznöten gepeinigten PIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) ohne Absturz in eine Staatspleite von den Schuldenbergen herunter kommen könnten. Die Antwort lautet: Im besten Fall braucht das viel Zeit, viel Geld und viel Vertrauen.
Revision des HWWI-Rohstoffpreisindex
Von Leon Leschus
Die Rohstoffpreise sind von erheblicher Bedeutung für die Weltkonjunktur. Über die Importrechnung beeinflussen sie die Preis- und damit auch die Einkommensentwicklung in den Verbraucherländern. Über den Zeitverlauf hinweg ändern sich die international gehandelten Rohstoffmengen und einzelne Rohstoffe verlieren an Bedeutung, während andere zunehmend benötigt werden. Aus diesem Grund finden etwa alle 10 Jahre Revisionen des HWWI-Rohstoffpreisindex statt. Dabei werden die Gewichtungen im Index entsprechend der geänderten Rohstoffimportwerte verändert. Zu Beginn dieses Jahres hat eine solche Revision stattgefunden und ab Januar 2011 wird der HWWI-Rohstoffpreisindex mit aktualisierten Gewichten veröffentlicht.
Kreisportraits „Landwirtschaft und Klimawandel“
Von Sebastian Döll und Julia Kowalewski
Das HWWI hat im Rahmen des Projektes „KLIMZUG-NORD“ den Landwirtschaftssektor in der Metropolregion Hamburg näher untersucht und für jeden der 14 Kreise der Metropolregion sowie für die Hansestadt Kurzportraits erstellt. Die Veröffentlichung erfolgt im März dieses Jahres. Es zeigt sich, dass innerhalb der Metropolregion starke Unterschiede in den landwirtschaftlichen Strukturen und damit in den zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels bestehen.
HWWI Update 01 2011
Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung im internationalen Vergleich
Von Jana Stöver und Henning Vöpel
In der gesundheitspolitischen Diskussion geht es immer wieder darum, einerseits die Kosten der Gesundheitsversorgung zu begrenzen, andererseits aber die Qualität stetig zu erhöhen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten. International sind Gesundheitssysteme sehr unterschiedlich reguliert und institutionell ausgestaltet. Dies wirft die Frage auf, ob es im internationalen Vergleich eine „best practice“ in der Gesundheitsversorgung gibt. Das HWWI hat im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) die OECD-Länder in einer Studie diesbezüglich miteinander verglichen.
Das Interesse von Jugendlichen mit Migrationshintergrund an der Altenpflege: Fallbeispiel Hamburg
Von Tanja El-Cherkeh und Michael Fischer
Allmählich erreichen auch ausländischstämmige Menschen in Deutschland höhere Altersgruppen, so dass sich die Frage nach der Notwendigkeit spezifischer interkultureller Fähigkeiten in der Altenpflege stellt. Gleichzeitig stellen Jugendliche, die durch ihr Elternhaus unterschiedliche kulturelle und sprachliche Kenntnisse mitbringen, eine schnell wachsende demografische Gruppe dar. In einer im Auftrag der Stiftung Grone-Schule erstellten HWWI-Studie wurde daher für Hamburg untersucht, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund sowohl das Interesse an als auch die Qualifikation für eine Ausbildung in der Altenpflege haben.
Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten 2010 und 2011
Von Leon Leschus
Im Jahr 2010 sind die Weltmarktpreise für Rohstoffe weiter gestiegen. So hat sich der HWWI-Index, der die Preisbewegungen der wichtigsten international gehandelten Rohstoffe misst, zwischen Januar und Dezember 2010 in US-Dollar um 21 % erhöht. Finanzinvestoren haben zwar über spekulative Anlagen zu den ausgeprägten Preisschwankungen beigetragen, sind aber letztlich nicht der Auslöser für die gestiegenen Preise. Welche Rohstoffpreise sind im Jahr 2011 zu erwarten?
HWWI Update 10 2010
HWWI/Berenberg-Städteranking 2010
Von Silvia Stiller
Etwa ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird in den 30 größten deutschen Städten produziert. Aufgrund der Konzentration von ökonomischen Aktivitäten und Arbeitsplätzen in diesen Städten sind ihre Entwicklungen zentral für die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Standortes Deutschland. Im HWWI/Berenberg-Städteranking 2010 wird die Zukunftsfähigkeit dieser Städte zum zweiten Mal nach 2008 auf den Prüfstand gestellt.
Beyond GDP: Zur Eignung des BIP als Wohlfahrtsindikator
Von Jana Stöver
Bereits seit der Einführung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werden seine Konzeption und die Verwendung kritisiert und sowohl eine Weiterentwicklung als auch ein Ersetzen des Indikators diskutiert. Aktuell hat die politische Debatte an Fahrt gewonnen.
Geldpolitik und Immobilienpreise: Eine Analyse für die Schweiz
Von Michael Berlemann und Julia Freese
Vermögensmärkte weisen zum Teil erhebliche Preisschwankungen auf. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob geldpolitische Eingriffe in der Lage sind, die Entwicklung von Aktienkursen und Immobilienpreisen zu stabilisieren. Der Großteil bisheriger empirischer Untersuchungen weist darauf hin, dass Aktienkurse von geldpolitischen Entscheidungen unbeeinflusst bleiben, während für Immobilienpreise ein signifikanter Einfluss von Zinsentscheidungen nachgewiesen werden kann. Eine jüngst publizierte HWWI-Studie zeigt aber, dass die Ergebnisse wesentlich davon abhängen, welcher Teil des Immobilienmarkts betrachtet wird.
HWWI Update 09 2010
Humanressourcen in der Gesundheitswirtschaft – Quo vadis, Hamburg?
Von Christina Boll
Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland ist in den letzten Jahren zu einem Wachstumsmarkt geworden. Mit dem wirtschaftlichen Wachstum der Branche ist das Beschäftigungswachstum eng verbunden. Das HWWI hat im Auftrag der Hamburger Sparkasse AG die Entwicklung und den Status quo der Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft Hamburgs erhoben.1 Die Studie konzentriert sich dabei auf den Kernbereich Gesundheits- und Sozialwesen sowie auf die Vorleistungs- und Zulieferindustrie.
Luftfahrtindustrie als Wachstumsmotor für Hamburg
Von Michael Bräuninger
Im Zuge der Globalisierung haben der internationale Güteraustausch und parallel dazu der Reiseverkehr stark zugenommen. Mit einem weiteren Aufholen der Schwellenländer und einer Fortschreitung der Globalisierung wird sich dieser Prozess fortsetzen. Was bedeutet das für die Luftfahrtindustrie in der Metropolregion Hamburg?
Industrielle Ballungszentren und Regionalentwicklung in Ungarn
Von Cordula Wandel
Ungarn hat in vielerlei Hinsicht von seiner Integration in die Europäische Union (EU) profitiert, und das nicht erst seit dem EU-Beitritt des Landes. Industriestrukturen und die regionale Entwicklung des Landes wurden vielmehr seit Anfang der 1990er-Jahre von den positiven Auswirkungen mit geprägt. Dennoch hat Ungarn stärker als seine osteuropäischen Nachbarn mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen. Trotz aller Sparzwänge infolge des Stabilitätsprogramms von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) sollten die wirtschaftspolitisch notwendigen Standortmaßnahmen nicht versäumt werden.
HWWI Update 08 2010
Väter und Elternzeit: Erwerbstätigkeit der Partnerin und Sicherheit des Arbeitsplatzes entscheidend
Von Nora Reich
Seit der Einführung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) im Jahr 2007 ist der Anteil der Väter, die nach der Geburt ihres Kindes eine berufliche Auszeit nehmen, rasant angestiegen. In einer neuen Studie geht das HWWI der Frage nach, welche Faktoren für die Inanspruchnahme von Elternzeit durch Väter entscheidend sind.
Migration in China und der EU – unvergleichbar?
Von Vesela Kovacheva und Dita Vogel
Lässt sich das Migrationsgeschehen in China und der Europäischen Union (EU) vergleichen? Dies prüft derzeit das Projekt „Interne Mobilität und Integration in China und in der EU“, das im Rahmen eines Programms zur Förderung der europäisch-chinesischen Zusammenarbeit von nationalen Organisationen finanziert wird. Das Projekt erarbeiten Wissenschaftler aus Deutschland, China und England. Erste Ergebnisse wurden am 17. September 2010 auf einem Workshop diskutiert, der vom HWWI organisiert wurde.
Reformbedarf im Markt für die Verpackungsentsorgung
Von Sven Schulze
Vom 20.-23. September 2010 findet die mündliche Anhörung zum Referentenentwurf des künftigen Kreislaufwirtschaftsgesetzes statt. Eine seiner wichtigsten nachgelagerten Verordnungen ist die Verpackungsverordnung. Aus gegebenem Anlass hat sich das HWWI im Auftrag von Ad Hoc European Relations und Prof. Dr. Johann D. Hellwege mit dem Markt für die Entsorgung von Verpackungen in Deutschland auseinandergesetzt. Es zeigt sich, dass aus ökonomischer Sicht trotz verschiedener Novellen der Verpackungsverordnung in den letzten Jahren weiterhin grundsätzliche Reformen notwendig sind.
HWWI Update 07 2010
Erneuerbare Energien – bedeutender Energieträger im Energiemix
Von Sebastian Schröer
Kaum ein Thema wird derzeit in Deutschland so intensiv diskutiert wie das Thema Energie. Angesichts der beträchtlichen Veränderungen im energiepolitischen Umfeld ist davon auszugehen, dass es in den kommenden Jahren zu starken Umgestaltungen des Energiesektors kommen wird. Diese werden im Wesentlichen durch zweierlei politische Zielvorgaben ausgelöst: Erstens sind die Vorgaben zur Reduktion der CO2-Emissionen umzusetzen, und zweitens ist eine langfristig zuverlässige und kostengünstige Energieversorgung sicherzustellen. Vor dem Hintergrund der kürzlich beschlossenen Reduzierung der Einspeisesätze für Photovoltaik und des von der Bundesregierung für den Herbst angekündigten neuen Energiekonzepts hat das HWWI im Auftrag der HypoVereinsbank eine dritte, vollständig überarbeitete Auflage der Studie „Power für Deutschland – Energieversorgung im 21. Jahrhundert“ erstellt.
Nutzen und Kosten der HafenCity
Von Alkis Henri Otto und Silvia Stiller
Mit einer Fläche von 157 ha sowie der Schaffung von Raum für etwa 45 000 Arbeitsplätze und mehr als 12 000 Bewohner ist die HafenCity Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt, welches im Herzen der Hamburger City entsteht und deren Fläche um 40 % erweitern wird. Welche Nutzen und Kosten sind für die Freie und Hansestadt Hamburg mit diesem Projekt, das bis Mitte der Zwanziger Jahre abgeschlossen werden soll, verbunden? Das HWWI geht dieser Frage im Auftrag der HafenCity Hamburg GmbH nach und untersucht zahlreiche Aspekte, die in Zusammenhang zu Nutzen und Kosten dieses Stadtentwicklungsprojekts stehen.
Klimawandel und Landwirtschaft in der Metropolregion Hamburg
Von Sebastian Döll und Julia Kowalewski
Die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Klimawandel sind offensichtlich. Zum einen ist die Landwirtschaft durch die direkte Abhängigkeit vom Klima einer der am meisten betroffenen Sektoren. Zum anderen ist sie durch die in der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse emittierten Treibhausgase selbst Verursacher des Klimawandels. Das HWWI hat sich im Rahmen zweier Studien näher mit dieser Thematik befasst. In der ersten Studie wird die derzeitige ökonomische Bedeutung der Landwirtschaft in der Metropolregion Hamburg analysiert. In der zweiten Studie werden die Auswirkungen des Klimawandels und relevanter sozio-ökonomischer Trends auf die Landwirtschaft betrachtet.
HWWI Update 07 - Beilage 2010
Wie leben und arbeiten Hamburgs Eltern? Auftrag und Chance für Hamburger Unternehmen
Von Christina Boll
Wer sind eigentlich Hamburgs Eltern – wie sind sie qualifiziert und wie familiär organisiert? Wie gestaltet sich ihre Berufstätigkeit aktuell? Wo liegen ungenutzte Potenziale, und wo besteht gegebenenfalls noch Handlungsbedarf in punkto Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Diesen und weiteren Fragen ist das HWWI in einer Studie im Auftrag der Handelskammer Hamburg für die Hamburger Allianz für Familie nachgegangen. Die Ergebnisse wurden mit Querschnittsdaten des Mikrozensus 2008 erhoben.*
HWWI Update 06 2010
Der Nordstaat: ein Dauerbrenner erhält neuen Zündstoff
Von Sebastian Döll und Thomas Straubhaar
Der Staat muss sparen. In Zeiten öffentlicher Finanznöte werden innovative Ideen gesucht, wie sich Geld einsparen ließe. Zu den beliebten Vorschlägen gehört die Forderung, die Zahl der Bundesländer zu verringern. Die lange schon währende Diskussion über eine Fusion von Hamburg und Schleswig-Holstein zu einem Nordstaat erhält damit neuen Zündstoff. Bereits heute ist die Zusammenarbeit dieser Länder durch viele Kooperationen gekennzeichnet.
Europa: globaler Akteur oder bedeutungsloses Anhängsel
Von Rainer Münz
Im Jahr 2008 installierten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) eine Reflexionsgruppe, die über die Zukunft Europas im Zeitraum 2020 bis 2030 nachdenken sollte. Nach 18-monatiger Arbeit legte die Gruppe im Frühjahr 2010 einen Bericht vor, der am 8. Mai an EU-Ratspräsident Hermann van Rompuy übergeben wurde. Am 17. Juni diskutierten Europas Staats- und Regierungschefs den Bericht in Brüssel.
Die höchsten Risiken gehen von den Peripheriestaaten in der EU aus
Von Michael Bräuninger
Jeder Handel beinhaltet Risiken, die darin bestehen, dass der Vertragspartner die vereinbarten Leistungen nicht erfüllt. Das HWWI hat im Auftrag der Hamburger Sparkasse ein Modell entwickelt, das Länderrisiken objektiviert und vergleichbar macht.
HWWI Update 06 - Beilage 2010
Schuldenkrise dämpft Konjunkturerholung
Von Jörg Hinze und Michael Bräuninger
Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Quartal dieses Jahres trotz des strengen Winters und des Rückgangs beim Konsum nach dem Auslaufen der Abwrackprämie weiter leicht zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Krise ihren Tiefpunkt erreicht hatte, war das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,7 % höher; allerdings war es noch um fast 5 % niedriger als Anfang 2008 vor dem Einbruch. Unter diesen Bedingungen entwickelte sich der Arbeitsmarkt relativ günstig. Die Beschäftigung, die auch während der Krise vor allem dank der Kurzarbeitsregelung nur wenig gesunken war und wo deshalb noch Anpassungsbedarf befürchtet worden war, nahm geringfügig zu und die Zahl der Arbeitslosen ging merklich zurück, wobei aber auch Sondereffekte eine Rolle spielten.
HWWI Update 05 2010
Marktwirtschaft lernen – Zur Vermittlung ökonomischer Bildung in deutschen und schweizerischen Schulbüchern
Von Justus Lenz
In Zeiten wie diesen hat jeder zur Marktwirtschaft irgendwie eine Meinung. Da die wenigsten Volkswirtschaftslehre studieren, müssen die meisten notgedrungen auf Zeitungswissen oder auf ihr Schulwissen zurückgreifen. Da liegt die Frage nahe, wie es um die Vermittlung von Kompetenzen in wirtschaftlichen Fragen während der Schulzeit stand und steht.
Abwanderung Hochqualifizierter türkischer Herkunft
Von Yasar Aydin
Obwohl Mobilität und Flexibilität in den letzten Jahren als Kernbegriffe für eine konkurrenzfähige Wirtschaft Karriere gemacht haben, werden die Abwanderung und Abwanderungsabsichten von Hochqualifizierten türkischer Herkunft einseitig unter dem Gesichtspunkt des Brain Drains behandelt. Hat man dabei genau hingesehen?
Gute Noten für deutsche Integrationspolitik
Von Thomas Straubhaar
Deutschland ist angekommen in der Einwanderungsgesellschaft. Dies zeigt das erste Jahresgutachten des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Die Integration läuft im gesellschaftlichen Alltag weitgehend auf Erfolgskurs vor allem im europäischen Vergleich. Die vom SVR präsentierten Einschätzungen und Ergebnisse signalisieren einen verhaltenen Integrationsoptimismus auf beiden Seiten der Einwanderungsgesellschaft, ein gemeinsames, pragmatisches Verhältnis zu Integrationsfragen und ein belastbares gegenseitiges Grundvertrauen. Die Ergebnisse widersprechen damit der in öffentlichen Debatten oft dominierenden Skandalisierung des Integrationsgeschehens unter dem Schreckbild einer „gescheiterten Integration“.
HWWI Update 04 2010
Einbürgerung und Integration in der Schweiz
Von Max Friedrich Steinhardt und Jan Wedemeier
Die aktuelle Integrationsdebatte in der Schweiz ist geprägt durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Einbürgerung. Ein prominentes Beispiel ist die Diskussion um die geplante Revision des Bürgerrechtsgesetzes, in der anhand einzelner Einbürgerungsfälle das Für und Wider der geplanten Änderungen kontrovers diskutiert wird. Im Auftrag der Schweizerischen Eidgenossenschaft, vertreten durch das Bundesamt für Migration, hat das HWWI eine Studie zum Thema der Einbürgerung und Integration in der Schweiz erstellt.
Megacities vor dem Chaos? Die World Expo 2010 in Shanghai zeigt neue Wege
Von Elzbieta Hagemann und Silvia Stiller
„Better City, Better Life“ lautet das Motto der World Expo 2010 in Shanghai und greift dabei eine der großen Herausforderungen der Zukunft auf – die fortschreitende Urbanisierung. Nicht nur in China, sondern weltweit, erreichen zahlreiche Städte in diesem Jahrhundert eine nie zuvor da gewesene Größendimension.
Wer wird Fußball-Weltmeister?
Von Michael Berlemann und Henning Vöpel
Am 11. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Doch schon lange vorher wird über Favoriten, Außenseiter und natürlich die Chancen der deutschen Mannschaft spekuliert. Testspielergebnisse, Verletzungen von Schlüsselspielern oder Formschwankungen werden von Fans und Medien aufmerksam registriert und diskutiert. Und natürlich bildet jeder Erwartungen über die Stärke der Mannschaften, um im Tippspiel mit Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern als Fußballexperte Anerkennung zu finden.
HWWI Update 03 2010
Selbstständige Migranten in Hamburg
Von Ann-Julia Schaland und Andreia Tolciu
Während Zuwanderer in Hamburg bis Mitte der 1970-er Jahre fast ausnahmslos abhängig beschäftigt waren, wird das Gründungsgeschehen von Unternehmen in der Stadt heute maßgeblich durch Migranten geprägt. Bisher ist jedoch wenig über die Herkunft, sektorale Ausrichtung sowie Gründungsmotive der Selbstständigen bekannt. Vor diesem Hintergrund hat ein Forscherteam am HWWI eine Studie über die Migrantenökonomie in Hamburg erarbeitet.
Wirtschaftliche Grundlagen zur Prognose des Luftverkehrsaufkommens am Verkehrsflughafen München
Von Michael Bräuninger
Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die von der Flughafen München GmbH (FMG) beantragte Erweiterung des bestehenden Verkehrsflughafens München wurde von der FMG das Gutachten „Luftverkehrsprognose 2020 für den Flughafen München“ (erstellt von der Intraplan Consult GmbH) vorgelegt. Zentrale Prognoseprämissen zur Ermittlung des künftigen Flugverkehrsaufkommens sind die Wirtschafts- und Ölpreisentwicklung. Zur Ergänzung der Planung soll den großen Unsicherheitsbereichen über künftige Entwicklungen durch Szenarien begegnet werden. Das Luftamt Südbayern (Regierung von Oberbayern) hat eine entsprechende Szenarienbildung zur Wirtschaftsentwicklung beim HWWI in Auftrag gegeben.
Zum makroökonomischen Einfluss gewerkschaftlich organisierter Bundestagsmitglieder
Von Michael Berlemann und Klaus W. Zimmermann
Werden gewerkschaftlich organisierte Politiker in Parlamente gewählt, so geraten sie in einen Rollenkonflikt. Einerseits sind sie in ihrer Rolle als Gewerkschaftsmitglied Lobbyist der organisierten Arbeitnehmerschaft, andererseits sind sie als gewählte Volksvertreter unabhängiger Anwalt aller Bürger und hierbei nur ihrem eigenen Gewissen verpflichtet. Eine jüngst publizierte Studie von Hönigsberger (2008) kommt zu dem Schluss, dass die gewerkschaftlich organisierten Parlamentarier in der Bundesrepublik Deutschland keinesfalls als „parlamentarischer Arm“ der Gewerkschaften gesehen werden können. Diese Schlussfolgerung steht jedoch in Widerspruch zu den jüngsten Ergebnissen einer HWWI-Studie.
HWWI Update 02 2010
Steigende Energiepreise eröffnen Chancen für Hamburg
Von Alkis Henri Otto
Die zukünftige Entwicklung Hamburgs soll sich an dem neuen Leitbild der Stadt – „Wachsen mit Weitsicht“ – orientieren. Um dieses Konzept erfolgreich umzusetzen, bedarf es einer Einschätzung von Entwicklungstrends, welche die Zukunft Hamburgs als deutsche Wirtschaftsmetropole und wichtige europäische Hafenstadt beeinflussen werden. Mit der Fragestellung, welche Faktoren die Zukunftsfähigkeit Hamburgs prägen und welche die entsprechenden prioritären Handlungsfelder sind, hat sich das HWWI in einer vierteiligen Studienreihe in Kooperation mit alstria office REIT-AG befasst.
Globaler Wachstumsmarkt Medizintechnik
Von Henning Vöpel
Die Nachfrage nach Medizintechnik wird bis 2020 weltweit deutlich zunehmen. Zwar bleibt auch die Medizintechnik nicht von den Folgen der Wirtschaftskrise verschont, die stabilen makroökonomischen Trends sorgen mittel- und langfristig aber für ein überproportionales Wachstum der Branche.
Konsum von nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten
Von Michael Bräuninger
Das HWWI hat im Auftrag des Deutschen Zigarettenverbands die Stichprobenziehung und die Hochrechnung der nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten geprüft. In einer zweiten Studie wurden die Kosten des Konsums dieser Zigaretten geschätzt.
HWWI Update 01 2010
Auswirkungen der Finanzkrise auf die deutschen Wohnimmobilienmärkte
Von Alkis Henri Otto
Die andauernde Weltwirtschaftskrise ging in zahlreichen Volkswirtschaften mit erheblichen Preiskorrekturen an den Wohnimmobilienmärkten einher, deren Immobilienpreise aufgrund spekulativer Übertreibungen überhöht waren. Das HWWI hat in einer Studie für die Quantum Immobilien AG untersucht, welche Konsequenzen sich aus der aktuellen Krise für die deutschen Wohnungs- und Mietmärkte ergeben.
Klimakonferenz in Kopenhagen: Aufbruch oder Desaster der Klimapolitik?
Von Henning Vöpel und Sven Schulze
Die UN-Klimakonferenz (15th United Nations Climate Change Conference beziehungsweise COP15) war mit Spannung erwartet worden. Im Folgenden sollen das Ergebnis und seine Hintergründe kurz analysiert werden.
Spenden ist Fördern!
Von Gunnar Geyer
Als freies und privates Wirtschaftsforschungsinstitut erhält das HWWI keine staatliche Grundförderung. Es ist daher auf Spenden und die Unterstützung von Förderern angewiesen. Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unserer finanziellen Unabhängigkeit leistet die Gesellschaft der Freunde und Förderer des HWWI gGmbH e.V.
HWWI Update 10 2009
Mobilität der Zukunft: Chancen für die deutsche Automobilindustrie
Von Leon Leschus
Für die deutsche Automobilindustrie besteht in Zukunft die Chance, von der weltweit zunehmenden Motorisierung der Bevölkerung zu profitieren. In der vom HWWI und der Berenberg Bank verfassten Studie „Strategie 2030 – Mobilität“ werden die zukünftig möglichen Entwicklungen im Verkehr beleuchtet und die daraus resultierenden ökonomischen Potenziale sowie die Rolle der staatlichen Förderung für die Entwicklung neuer Technologien aufgezeigt.
Wie wird der „Fremde“ zum „Fremden“?
Von Yasar Aydin
Bei „Fremdheit“ wird häufig auf angeborene Eigenschaften und beständige Differenzen hingewiesen, um zu erklären, warum jemand als „Fremder“ wahrgenommen wird. Dabei gerät aus dem Blickfeld, dass es „die Fremdheit“ oder „den Fremden“ „unabhängig von der sprachlichen Bezugnahme“ nicht gibt. Sie ergibt sich immer aus der Perspektive derjenigen, die sie – beeinflusst von strukturellen und subjektiven Faktoren – anderen zuschreiben.
Krise in der Wirtschaft(swissenschaft)
Von Michael Bräuninger
Im Zuge der Wirtschaftskrise ist sowohl die praktische als auch die grundlagenorientierte wirtschaftswissenschaftliche Forschung in erhebliche Kritik geraten. Der praktischen Wirtschaftsforschung wurde vorgeworfen, nicht rechtzeitig vor der Krise gewarnt zu haben. Ihre wirtschaftpolitischen Empfehlungen wurden kritisiert, weil sie scheinbar im Widerspruch zu vorherigen Ratschlägen standen. Und auch die wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenforschung wurde kritisiert, weil sie die Effizienz der Märkte überbetont hätte. Inwieweit sind diese Vorwürfe berechtigt und inwiefern erfordern sie eine grundlegende Neuorientierung der Wirtschaftswissenschaft?
HWWI Update 09 2009
Migration durch Klimawandel?
Von Tanja El-Cherkeh
Bereits 1990 stellte der Weltklimarat (International Panel on Climate Change) fest, dass eine der größten Auswirkungen des Klimawandels die Migration von Menschen sein werde. Die Erosion von Küstengebieten, Überflutungen sowie die Verringerung von kultivierbaren Lebensräumen hatten bereits Mitte der 1990er Jahre etwa 25 Millionen Menschen zu „Klimaflüchtlingen“ werden lassen. Nach verschiedenen Schätzungen internationaler Organisationen dürfte die Zahl der „Klimaflüchtlinge“ bis heute auf rund 50 Millionen angestiegen sein. Dramatisch könnte die weitere Entwicklung werden: Bis zum Jahr 2050 sollen etwa 200 Millionen Menschen von klimabedingten Migrationsbewegungen betroffen sein.
Aid for Trade: ein wirksames Instrument zur Förderung des Handels?
Von Matthias Busse und Jens Königer
Die derzeitige Krise wirkt sich entscheidend auf den Welthandel aus. Die Verwundbarkeit der Handelsflüsse macht den hohen Grad gegenseitiger Abhängigkeiten deutlich, die sich im Zuge der Ausdehnung der Wertschöpfungsketten über nationale Grenzen hinweg entwickelt haben. In zunehmendem Maße trifft dies auch Entwicklungsländer, die Teil solcher internationalen Produktionsnetzwerke sind. Die Initiative Aid for Trade (AfT) könnte hier gezielt gegensteuern.
Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Von Jana Stöver
Ob ein Land sich potenziell nachhaltig entwickelt, misst der Indikator der erweiterten Sparquote. Diese berücksichtigt, anders als die traditionelle Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, neben physischem, auch natürliches und intangibles Kapital. Entscheidend ist demnach nicht allein die Wertschöpfung, sondern auch der zugrundeliegende Ressourcenverbrauch.
HWWI Update 09 - Beilage 2009
Deutschland vor mühsamem Weg aus der Krise
Von Michael Bräuninger und Jörg Hinze
Die deutsche Wirtschaft hat im Frühjahr die Talsohle durchschritten und befindet sich seither auf dem Weg der Besserung. Nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal bereits leicht zugenommen hatte, deuten die vorliegenden Indikatoren für das dritte Quartal auf einen deutlicheren Anstieg hin.
HWWI Update 08 2009
Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit vor neuen Herausforderungen
Von Axel Borrmann
Seit der Jahrtausendwende befindet sich das gesamte System der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) durch die neuen entwicklungspolitischen Agenden im Umbruch (Millennium Development Goals, Monterry-Konsensus, Marrakech-Deklaration, Paris-Erklärung, Accra Agenda for Action). Der Druck zu sichtbareren Erfolgen in der Armutsbekämpfung zu kommen, verlangt eine noch konsequentere Steuerung der EZ nach Resultaten und entsprechende Leistungsnachweise.
Die Effizienz der deutschen Ausbauziele für erneuerbare Energien
Von Sebastian Schröer
Angesichts der stark divergierenden Kosten der einzelnen erneuerbaren Energien stellt sich die Frage, ob das Ziel Deutschlands, ihren Ausbau voranzutreiben, mit geringeren Kosten zu erreichen ist.
KLIMZUG-NORD: Bewertung regionaler Klimaeffekte
Von Sven Schulze
Längere Zeit wurde die Diskussion über den Klimawandel von Überlegungen zur Milderung des anthropogenen Klimawandels durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen dominiert. Mittlerweile hat sich insbesondere im wissenschaftlichen aber auch zunehmend im politischen Bereich die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch eine Adaption an den Klimawandel erfolgen muss, weil einige seiner Konsequenzen nicht mehr zu vermeiden sind.
HWWI Update 08 - Beilage 2009
Interesse wecken, Wissen schaffen, Kompetenzen fördern - mit FidZ gelingt das in Hamburg spielerisch
Von Dörte Nitt-Drießelmann
Die überwiegende Anzahl junger Menschen interessiert sich in Deutschland nur wenig oder kaum für Politik und Ökonomie. FidZ (Finanzen der Zukunft) - ein vom HWWI entwickeltes Planspiel - wirkt dem entgegen, indem es jungen Menschen ihre individuelle Betroffenheit durch politische und ökonomische Entwicklungen verdeutlicht. Seit Juli dieses Jahres wird FidZ in Hamburg für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe durchgeführt.
HWWI Update 07 2009
Wissen schafft Wachstum
Von Henning Vöpel
Abwrackprämie, Rettungspakete, Steuersenkungen – die Diskussion um schnelle und entschlossene Hilfen für die Not leidende Wirtschaft beherrscht die Politik im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes. Die entscheidenden Fragen jedoch geraten in Vergessenheit: Was müssen wir tun, um Deutschland langfristig für die Zukunft zu rüsten? Wie begegnen wir enormen Herausforderungen wie dem Klimawandel oder dem Altern unserer Gesellschaft?
Die internationale Arbeitsmigration von Frauen
Von Tanja El-Cherkeh
Knapp 50 % der geschätzten 200 Millionen internationalen Migranten weltweit sind Frauen. Der Umfang und die Form der Migration – Familienzusammenführung, Arbeitsmigration, Flucht und Asyl oder auch zum Zweck der Bildung – unterscheiden sich jedoch erheblich zwischen den Ländern und den Regionen.
Kreativität – Wissen – Stadtentwicklung
Von Silvia Stiller und Astrid Könönen
Die Frage, wie Kreativität und Talente in Städten gefördert werden können und welche positiven Auswirkungen dies auf ihre wirtschaftliche Entwicklung hat, stand im Fokus des Workshops „Wissensbasierte Stadtentwicklung“, der am 23. April 2009 gemeinsam vom HWWI und der Hamburger Niederlassung der PricewaterhouseCoopers AG WPG veranstaltet worden ist. Aktuell ist eine Dokumentation des Workshops erschienen, welche die zentralen Ergebnisse zusammenfasst.
HWWI Update 06 2009
Alternde Stadt Hamburg
Von Alkis Henri Otto und Silvia Stiller
Aufgrund des kontinuierlichen Anstiegs der Lebenserwartung und der bereits seit langem niedrigen Geburtenraten wird die hamburgische Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten deutlich altern und zahlenmäßig schrumpfen. Die erheblichen Konsequenzen für die Alterstruktur der Belegschaften hat das HWWI in einem Gutachten für die Handelskammer Hamburg analysiert. Wie kann diesen Entwicklungen von Seiten der Politik und der Wirtschaft begegnet werden?
Stadt und Land – Welche Rolle spielen (steigende) Transportkosten?
Von Ingrid Ott
Internationale Warenströme und zunehmende Mobilitätserfordernisse sind nur zwei Beispiele dafür, warum Transportkosten sowohl für Unternehmen als auch für Private bedeutsam bei der Wahl von Standort und Wohnort sind und so letztendlich die Herausbildung von städtischen und ländlichen Regionen beeinflussen. Ein Forschungsprojekt des HWWI im Auftrag von alstria First German REIT setzt sich das Ziel, differenzierte Aussagen hinsichtlich der Implikationen langfristig steigender Energiekosten für Agglomeration und künftige Stadtentwicklung von Metropolregionen im Allgemeinen sowie für Hamburg im Besonderen abzuleiten.
Was Opel von der Hypo Real Estate unterscheidet
Von Michael Berlemann
Die inzwischen knapp zwei Jahre andauernde Subprime-Krise fordert national wie international weiterhin ihre Opfer. Bei der Rettung einer Reihe privater und öffentlicher Kreditinstitute sowie einzelner Unternehmen mit der Bereitstellung von Liquidität bzw. Garantien wird dabei oft verkannt, dass es gute Gründe gibt, zwischen Banken und Nichtbanken zu unterscheiden.
HWWI Update 05 2009
Altersvorsorge und Konsumverhalten von Frauen
Von Henning Vöpel
Frauen sind in ihrem Erwerbsleben gegenüber Männern von einem höheren Risiko der Altersarmut betroffen. Der Gesetzgeber hat sich zwar bemüht, durch eine Reihe von Maßnahmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erhöhen. Doch diese Maßnahmen kommen für viele Frauen zu spät. Es droht für die Frauen im Alter ein Verlust an Einkommen und Freiraum – mit Folgen für die Gesellschaft.
Verantwortung und Haftung
Von Thomas Straubhaar
Im Wechselspiel von Markt und Staat, Wettbewerb und Regulierung geht es immer um einen Abwägungsprozess. Michael Hüther und Thomas Straubhaar erklären in ihrem neuen Buch mit dem Titel „Die gefühlte Ungerechtigkeit“, warum wir in Zeiten der Finanzkrise einen starken, aber schlanken Staat brauchen, der Wettbewerb nicht überreguliert, sondern fördert. Das HWWI veröffentlicht einen Auszug.
Verbundprojekt KLIMZUG-Nord gestartet
Von Sebastian Döll, Julia Kowalewski und Sven Schulze
Steigendes Hochwasser an der Elbe, Schädlingsplagen und Ernteausfälle im Alten Land, vollgelaufene Keller durch Starkregenfälle sowie Schäden durch häufigere und stärkere Stürme sind Ereignisse, die in naher Zukunft in Norddeutschland auftreten könnten. Das Projekt KLIMZUG-Nord soll Lösungsansätze finden, mit denen künftig den Folgen des Klimawandels in der Metropolregion Hamburg begegnet werden kann.
HWWI Update 04 2009
Langfristige Perspektiven von Anlagen in Sachwerte
Von Michael Bräuninger, Silvia Stiller und Henning Vöpel
Die erheblichen Turbulenzen an den Finanzmärkten, die Talfahrten von Aktienkursen sowie die Veränderung der relativen Attraktivität unterschiedlicher Anlageformen beeinflussen die Investitionsentscheidungen von Anlegern. Ein Aspekt, der im Zusammenhang mit den gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Entwicklungen besonderes Interesse auf sich zieht, ist die – insbesondere langfristige – Rentabilität von Investitionen in Sachwerte und ihre Bedeutung als Alternative zu anderen Anlageformen.
Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen im medizinischen Sektor
Von Tilman Weber und Tanja El-Cherkeh
Die Nicht-Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen stellt eine der größten Barrieren für die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten dar. Dies wurde zwar in einer Vielzahl von Studien auf nationaler und internationaler Ebene bestätigt, jedoch gibt es kaum Untersuchungen über die in einzelnen Ländern angewandten Ansätze, Verfahren und Maßnahmen zur Anerkennung von Abschlüssen und Bewertung von Fähigkeiten. Im Februar 2009 fand im HWWI ein Workshop mit Experten aus Australien, Deutschland, Israel, den Niederlanden, Portugal, dem Vereinigten Königreich sowie der UNESCO und World Health Organization (WHO) statt, bei dem Aspekte wie die Zuwanderungsgeschichte, Migrationssteuerung, Bedarfe aus den Arbeitsmärkten - insbesondere im medizinischen Sektor - sowie Praktiken bei der Anerkennung von Qualifikationen diskutiert wurden.
Der Faktor Zufall im Fußball
Von Henning Vöpel
Im Fußball fallen nur wenige Tore. Es ist daher oft schwierig, sportliche Überlegenheit auch in einen zählbaren Erfolg umzusetzen. Entsprechend groß ist aufgrund von Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, Pfostenschüssen, abgefälschten Toren oder Verletzungen von Spielern der Einfluss des Faktors Zufall auf das Spielergebnis. Der Zufall kann die Dynamik eines Spiels und sogar einer ganzen Saison beeinflussen. Nicht selten spielen personell fast identische Mannschaften eines Vereins mal um die Meisterschaft, mal gegen den Abstieg.
HWWI Update 03 2009
Kein rascher Wirtschaftsaufschwung in Deutschland
Von Jörg Hinze
Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit nahezu einem Jahr auf Talfahrt. Seit Herbst 2008 hat sich der Abschwung in einem Maße verschärft, das über eine zyklische Rezession deutlich hinausgeht. Das HWWI rechnet nun mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) für dieses Jahr um 3,8 Prozent.
Impulse für die Stadtentwicklung durch Musik
Von Silvia Stiller
Die Entwicklungsperspektiven von Städten werden zunehmend von der Kreativwirtschaft beeinflusst, zu der die Kulturwirtschaft einen wichtigen Beitrag leistet. Auch für Hamburg ist Kultur ein wichtiger Bereich der Stadtentwicklung, der die Lebensbedingungen in der Hansestadt sowie ihre Wettbewerbsposition um qualifizierte Arbeitskräfte und Bewohner positiv beeinflusst. Gleichzeitig kann Hamburg von einer florierenden Musikwirtschaft direkt ökonomisch profitieren. Die Bedeutung der Musik für Hamburg analysiert die Haspa Musikstudie, welche das HWWI in Kooperation mit der Hamburger Sparkasse erstellt hat.
Familienpolitik: Was kann Deutschland von anderen Ländern lernen?
Von Nora Reich
In den ersten eindreiviertel Jahren nach der Einführung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) im Jahr 2007 wurden in Deutschland mehr Kinder geboren. Diese Tatsache wurde als familienpolitischer Erfolg gefeiert. Um das Potenzial des neuen Gesetzes abzuschätzen, lohnt sich der Blick in andere westeuropäische Länder.
HWWI Update 02 2009
Illegal in Europa - Neue Datenbank liefert Zahlen und Dokumentationen
Von Dita Vogel und Vesela Kovacheva
„Die im Dunklen sieht man nicht“. Deshalb lassen sich auch keine Aussagen dazu machen, wie viele Menschen ohne den erforderlichen Aufenthaltsstatus – und damit illegal – in einem Land leben. So oder ähnlich heißt es oft, wenn man nach dem Umfang irregulärer Migration in Europa fragt. Das HWWI hat eine neuartige Datenbank erstellt, die mehr Transparenz zum Umfang irregulärer Migration in der Europäischen Union (EU) herstellt.
Zur Beurteilung von Biokraftstoffen
Von Sebastian Schröer und Sven Schulze
Biokraftstoffe galten einige Jahre lang als ökologisch und ökonomisch sinnvolle Möglichkeit, um im Verkehrsbereich CO2-Reduktionsziele zu verwirklichen. Dies hat sich 2008 in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch gewandelt. Es stellt sich die Frage, welche Aspekte für eine ausgewogene Beurteilung von Biokraftstoffen eine Rolle spielen sollten.
Am Rande einer Deflation?
Von Jörg Hinze
Die Preisentwicklung in Deutschland vollführte in der jüngeren Vergangenheit eine wahre Achterbahnfahrt. Nach kräftigem Anstieg bis Mitte des Jahres 2008, als die Inflationsrate für die Verbraucherpreise mit 3,3 Prozent den höchsten Stand seit 15 Jahren erreichte und die Europäische Zentralbank aus Inflationsfurcht ihren Leitzins auf 4,25 Prozent erhöhte, folgte in der zweiten Jahreshälfte nicht nur ein deutlicher Rückgang der Teuerungsrate, sondern auch ein Rückgang des gesamten Verbraucherpreisindex. Im Januar dieses Jahres betrug die Inflationsrate nur noch 0,9 Prozent. Droht uns angesichts dieser Entwicklung eine Deflation?
HWWI Update 01 2009
Deutschland 2018 - Regionen im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte
Von Friso Schlitte
Die Erwerbstätigenentwicklung in Deutschland wird zunehmend durch die Globalisierung der Arbeitsmärkte, die wirtschaftsstrukturellen Veränderungen und sich verändernden demografischen Bedingungen beeinflusst. Die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit im Wandel zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft sind regional sehr unterschiedlich. Zukünftig wird sich aufgrund des demografischen Wandels der Wettbewerb um (qualifizierte) Arbeitskräfte weiter verschärfen. Das HWWI und PricewaterhouseCoopers haben in einem gemeinsamen Projekt untersucht, wie sich die Erwerbstätigkeit in den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten unter den gegebenen Voraussetzungen bis zum Jahr 2018 entwickeln wird, und welche möglichen Ansatzpunkte bestehen, um diese Entwicklung auf regionaler Ebene positiv beeinflussen zu können.
Lohneinbußen durch Geburten: Lange Nachwehen vorprogrammiert
Von Christina Boll
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haftet der Bundesfamilienministerin der Ruf an, zur Unzeit teure Wohltaten über das Volk ausschütten zu wollen. Etwas provokativ könnte man fragen: Was interessieren uns zusätzliche Krippenplätze und elterliche Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung, wenn allerorts Arbeitsplätze und materielle Existenzgrundlagen in Gefahr sind? Allen Unkenrufen zum Trotz: Wir haben nicht zuviel, sondern noch immer viel zu wenig Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Berechnungen nachgeburtlicher Lohneinbußen (west-)deutscher Frauen zeigen, dass die finanziellen Nachteile von Frauen aus Erwerbsunterbrechungen dramatisch sind. Sie werden durch kurzfristig empfangene Einkommensersatzleistungen bei Weitem nicht aufgewogen.
Ausländische Direktinvestitionen in Ghana
Von Matthias Busse
Ausländische Direktinvestitionen (ADI) gelten als wichtige Triebkraft der wirtschaftlichen Entwicklung in den Empfängerländern. Dies gilt vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer. Wie aber können diese Länder mehr ADI attrahieren und gleichzeitig die entwicklungsfördernden Wirkungen verstärken?
HWWI Update 10 2008
Kleine und mittlere Großstädte: Vielfältige Impulsgeber im Ostseeraum
Von Silvia Stiller und Astrid Könönen
Kreativität und Wissen gelten heute als die „Rohstoffe der Zukunft“. Vor allem Städte verfügen über diese Potenziale, deshalb kommt ihnen eine wichtige Rolle für den wissensbasierten Strukturwandel zu. Das HWWI und PricewaterhouseCoopers haben in einem gemeinsamen Projekt untersucht, wie die Ostseestädte für diese Entwicklungen gerüstet sind und welche Gestaltungsmöglichkeiten Stadtentwicklungspolitik in diesem Zusammenhang hat.
Familienpolitik ist Wirtschaftspolitik
Von Thomas Straubhaar
Lange galt Familienpolitik als Nebensache. Sie wurde als Teil der Sozialpolitik mal als Frauen- und mal als Kinderpolitik, aber meistens als Politik der milden Gaben behandelt. Diese verengte Perspektive hat sich erst in den letzten Jahren geändert. Zunehmend wird nun Familienpolitik als wichtiger Teil der Wirtschaftspolitik verstanden. Das ist gut so. Denn es gibt eine Reihe überzeugender Gründe, um Familienpolitik auf der wirtschaftspolitischen Agenda ganz nach oben zu bringen.
Ausländische Ärzte in Deutschland: Brain Waste?
Von Tanja El-Cherkeh und Sakura Yamamura
Fachkräftemangel und steigender Bedarf an Hochqualifizierten kennzeichnen die Situation in einigen Sektoren auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Auch im Gesundheitssektor wird seit geraumer Zeit von Ärztemangel gesprochen. Aktuelle Studien führen dies unter anderem auf die Überalterung der Ärzteschaft, die Auswanderung junger Ärzte und den Nachwuchsmangel zurück. Gleichzeitig weisen Experten aufgrund der demografischen Entwicklung auf den wachsenden Bedarf an Gesundheitsdienstleistungen hin.
HWWI Update 09 2008
Wasserstoff im Verkehr – Potenziale und Perspektiven
Von Leon Leschus und Henning Vöpel
Angesichts endlicher fossiler Energieressourcen und eines drohenden Klimawandels stellt sich die Frage, welchen Beitrag der Einsatz alternativer Antriebstechnologien im Verkehr zur Versorgungssicherheit und zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen kann. Die Wasserstofftechnologie stellt diesbezüglich eine der zentralen Optionen dar. Es gilt, den Weg zur Marktreife wirtschaftspolitisch stärker zu begleiten, um die vorhandenen Potenziale zu erschließen.
Zuwanderer im Jobcenter – mehr „Fördern“ statt nur „Fordern“
Von Jan Schneider
Die Eingliederung von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt gilt als ein wichtiger Schlüssel, um Integration insgesamt zu fördern. Seit Jahren jedoch sind Ausländer etwa doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen wie Deutsche. Eine aktuelle HWWI-Studie, gefördert durch die VolkswagenStiftung, zeigt, dass ein wichtiger Ansatzpunkt zur Verbesserung des Beschäftigungszuganges in politischen Maßnahmen im Bereich der Jobvermittlung durch Arbeitsagenturen und Jobcenter liegt.
Wie viele irreguläre Migranten gibt es in Europa?
Von Vesela Kovacheva und Dita Vogel
Schätzungen zur Zahl der Zuwanderer ohne erforderliche Aufenthaltspapiere sind wichtig für politische Entscheidungen und beeinflussen öffentliche Diskussionen in Fachkreisen und Medien. Daher stellt sich die Frage, wie solche Schätzungen zustande kommen und wie aussagekräftig sie sind. Mit einer Datenbank über irreguläre Migration, die ab Februar 2009 für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, versucht ein Team europäischer Forscher, mehr Transparenz auf diesem heiklen Gebiet zu schaffen.
HWWI Update 09 - Beilage 2008
Plan- und Simulationsspiele – eine Möglichkeit, um jugendlichem Desinteresse an ökonomischen und politischen Fragestellungen gezielt entgegen zu wirken
Von Dörte Nitt-Drießelmann
Junge Menschen in Deutschland interessieren sich nur selten für politische und ökonomische Fragestellungen. Dabei sind Kenntnisse in beiden Wissensfeldern heutzutage unverzichtbar. Im Rahmen des Unterrichts eingesetzte Plan- und Simulationsspiele können helfen, die Gleichgültigkeit der Jugendlichen zu überwinden.
HWWI Update 08 2008
Wird die Zuwanderung von Arbeitskräften in Zukunft auf der EU-Ebene gesteuert?
Von Tanja El-Cherkeh
Im Herbst 2007 löste die sogenannte „EU-Blue-Card“-Initiative über den erleichterten Zugang zu den Arbeitsmärkten der Europäischen Union (EU) für Fachkräfte aus Drittstaaten heftige öffentliche Debatten aus. Der Vorstoß der Europäischen Kommission wurde damit begründet, dass die EU lediglich 5 Prozent aller weltweit im Ausland lebenden gut ausgebildeten Menschen, jedoch 85 Prozent aller gering qualifizierten Zuwanderer aufgenommen habe. Hochqualifizierte würden sich eher die USA, Kanada und Australien als Zielländer aussuchen; so hätte Amerika etwa 55 Prozent aller qualifizierten Zuwanderer angezogen.
EU-Osterweiterung: Aufholprozess durch verbesserten Marktzugang?
Von Friso Schlitte
Kosten der Unsicherheit
Von Michael Bräuninger, Julia Freese und Alkis Henri Otto
HWWI Update 08 - Beilage 2008
HWWI-Konjunkturprognose: Rezessionsgefahr gering
Von Michael Bräuninger und Jörg Hinze
Die Aussichten für 2009 haben sich aufgehellt. Die Konjunkturdämpfung in den USA scheint weniger ausgeprägt als zunächst befürchtet, auch weil der Staat zur Bewältigung der Finanzkrise stützend eingreift. Unter diesen Bedingungen dürfte die deutsche Konjunktur im Laufe von 2009 wieder an Dynamik gewinnen. Wegen der unterschiedlichen Ausgangsniveaus wird das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr mit 1 Prozent aber nur halb so stark zunehmen wie in diesem (1,9 Prozent). Der Anstieg der Beschäftigung wird vorübergehend zum Erliegen kommen. Die Inflationsrate wird trotz der Beruhigung der Ölpreise in diesem Jahr annähernd 3 Prozent und auch 2009 im Durchschnitt etwas über 2 Prozent betragen.
HWWI Update 07 2008
Aufschiebende Effekte für die Geburten durch das Elterngeld?
Von Christina Boll
Das Bundesfamilienministerium hat sich dem Leitbild einer nachhaltigen Familienpolitik verschrieben: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll gefördert, Familienarmut bekämpft und die frühkindlichen Chancen auf Bildung und Sozialisation gestärkt werden. Die Parallelstrategie von Ursula von der Leyen, neben gezielten monetären Hilfen für Familien den Ausbau der außerfamiliären Kinderbetreuungs-Infrastruktur insbesondere für unter Dreijährige voranzutreiben, findet deutschlandweit überwiegend ein zustimmendes Echo.
Doha-Runde - Agonie der WTO?
Von Georg Koopmann
Schwieriges makroökonomisches Umfeld für die EZB
Von Henning Vöpel
HWWI Update 06 2008
Die regionalwirtschaftlichen Effekte und Potenziale des HSV
Von Henning Vöpel und Max Friedrich Steinhardt
Fußball bleibt auch in den nächsten Jahren ein globaler Wachstumsmarkt. Insbesondere in Asien werden die fußballbezogenen Märkte infolge des hohen Wirtschaftswachstums und der dort einsetzenden Fußballbegeisterung stark expandieren. Mit den weltweiten Vermarktungspotenzialen steigen auch die regionalwirtschaftlichen Effekte des Hamburger Sportvereins (HSV) für die Metropolregion Hamburg. In einer Studie im Auftrag der HSH Nordbank AG hat das HWWI diese Effekte näher untersucht und quantifiziert.
Zukunft der Stromversorgung
Von Sebastian Schröer
Jenaer Aufruf zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft
HWWI Update 05 2008
Der Pharmastandort Deutschland ist besser als sein Ruf
Die forschungsintensive Pharmabranche gehört zu den zentralen Zukunftsbranchen. Eine aktuelle Studie von HWWI und PricewaterhouseCoopers (PwC) untersucht die Chancen der Pharmaindustrie in Deutschland anhand einer Standortanalyse und durch eine Befragung von Experten und Entscheidungsträgern deutscher und internationaler Pharmaunternehmen. Es zeigt sich, dass der Pharmastandort Deutschland im internationalen Vergleich seit 1990 an Bedeutung verloren hat. Die Maßnahmen der Großen Koalition haben die Standortqualität in der letzten Zeit verbessert, sind aber aus Sicht der Interviewpartner häufig unzureichend. Weitere Maßnahmen müssen im internationalen Kontext entwickelt werden. In der Studie werden konkrete Vorschläge zur Stärkung des Pharmastandorts Deutschland vorgelegt.
60 Jahre Soziale Marktwirtschaft
Von Joachim Zweynert
Rekordpreise bei Grundnahrungsmitteln
Von Klaus Matthies
HWWI Update 04 2008
Schlüsselressource Wissen
Von Alkis Henri Otto und Silvia Stiller
Die von der Berenberg Bank Hamburg und dem HWWI gemeinsam verfasste Studie "Strategie 2030 – Wissen" stellt verschiedene wissensrelevante Aspekte, wie Forschung und Entwicklung (FuE), Ausbildung und Arbeitsmarktchancen sowie regionale Unterschiede für Deutschland und im internationalen Kontext, dar. Ausgehend von der aktuellen Lage werden mögliche Entwicklungen bezüglich des zukünftigen Angebots an hochqualifizierten Arbeitskräften in Deutschland beleuchtet und für unterschiedliche Szenarien berechnet.
Nanotechnologie - Herausforderung einer Zukunftstechnologie
Von Ingrid Ott, Torben Zülsdorf, Sabine Könninger und Christian Papilloud
Mobilitätshemmnisse: Anerkennung von Berufsabschlüssen im Ostseeraum
Von Jan Wedemeier
HWWI Update 04 - Beilage 2008
HWWI-Konjunkturprognose: Wachstum wird gebremst
Von Michael Bräuninger und Jörg Hinze
HWWI Update 03 2008
Zertifizierung und Förderung von Biokraftstoffen
Von Michael Bräuninger, Leon Leschus und Henning Vöpel
Zwei Themen dominieren die derzeitige energiepolitische Debatte: der Klimawandel und die Versorgungssicherheit. Es gilt, die energiewirtschaftlichen und die klimapolitischen Ziele miteinander in Einklang zu bringen. Alternativen Maßnahmen im Verkehr, insbesondere biogenen Kraftstoffen, kommt dabei eine wichtige Rolle zu.
Verschuldungsgebote aus verhandlungstheoretischer Sicht
Von Henrik Scheller
Geringe Arbeitsmoral als Ursache der Arbeitslosigkeit?
Von Andreia Tolciu
HWWI Update 02 2008
Deutschland ein Einwanderungsland
Von Thomas Straubhaar
In die deutsche Migrations- und Integrationspolitik ist neuer Schwung gekommen. In einem offenen Brief von 17 Unionspolitikern, veröffentlicht in der Wochenzeitung "Die Zeit" Nr. 6 vom 31. Januar 2008, findet sich ein bemerkenswertes Eingeständnis: Die Union musste "erkennen, dass Deutschland de facto ein Einwanderungsland ist und es in der jahrzehntelang verschlafenen Integrationspolitik einen dringenden Nachholbedarf gibt." Mit dieser so klugen wie richtigen Aussage wird eine Tür aufgestoßen, die bis anhin zu oft eine nüchterne Diskussion verhindert und den Weg zu zielführenden Lösungen verschlossen hatte.
Ressourcenreichtum als Triebfeder der russischen Konjunktur
Von Norbert Kriedel
Rekordpreise an Rohstoffmärkten
Von Klaus Matthies
HWWI Update 01 2008
Klimawandel und Wirtschaft
Von Silvia Stiller und Jan Wedemeier
Der Klimawandel betrifft alle Regionen weltweit und hat immense Rückwirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen. Klimatische Veränderungen bergen nicht nur Risiken für die Wirtschaft und Bevölkerung in sich. Der Klimawandel eröffnet vielmehr zahlreichen Wirtschaftsbereichen erhebliche Innovations- und Wachstumspotentiale. Das HWWI und die Berenberg Bank analysierten dies gemeinsam in einer Studie.
Containerumschläge boomten auch 2007
Von Alkis Henri Otto
Handelspolitische Liberalisierungsstrategien und Konkurrenz der Präferenzhandelsabkommen
Von Georg Koopmann und Lars Vogel
HWWI Update 10 2007
Diversity Management - Potenziale und Forschungsbedarf
Von Michael Fischer
Mit der steigenden demographischen Diversität von Märkten und Belegschaften wächst das Interesse an Managementstrategien, welche geeignet sind, Vielfalt produktiv zu integrieren. In diesem Zusammenhang gewinnen die Stichworte „Diversity“ und „Diversity Management“ seit Anfang der 1990er Jahre auch in Europa zunehmend an Bedeutung. Kulturelle und andere Vielfalt, so lautet die diesen Konzepten zugrundeliegende Botschaft, sollte nicht als Problem, sondern als Chance begriffen werden. Programme des „Diversity Management“ wenden den Blick gerade auch auf die ökonomischen Chancen kultureller Vielfalt. Unter der Bezeichnung „Business Case for Diversity“ wird das Argument diskutiert, dass Vielfalt – jedenfalls, wenn sie adäquat „gemanaged“ wird – die Effizienz und Profitabilität von Organisationen erhöht.
AKP-EU Economic Partnership Agreements: Verbesserung der Regierungsführung?
Von Matthias Busse und Steffen H. Gröning
Einbürgerung und Integration
Von Max Friedrich Steinhardt
HWWI Update 09 2007
Die Bedeutung von Erdgas als Energieträger der Zukunft
Von Michael Bräuninger und Sebastian Schröer
In Anbetracht der derzeitigen energie- und klimapolitischen Diskussion ist für die Zukunft mit gravierenden Umwälzungen im Energiesektor zu rechnen. Dabei gibt es im Wesentlichen zwei politische Zielsetzungen: Zum Einen gilt es, die klimapolitischen Ziele bei der Reduktion der CO2-Emissionen zu erfüllen, zum Anderen muss weiterhin eine sichere Energieversorgung gewährleistet werden. Dies wird in Zukunft vermehrt Investitionen in die Erhöhung der Energieeffizienz, aber auch Verschiebungen zwischen den Energieträgern im Hinblick auf einen optimalen Energiemix bedeuten. Insbesondere in den Energiebereichen Wärme, Strom und Verkehr, in denen ein Großteil der Energie verwendet wird, werden sich Verschiebungen zwischen den Primärenergieträgern ergeben.
Europäische Regionalpolitik im Spannungsfeld zwischen Integration und Konzentration
Von Ingrid Ott
Unternehmertum von Migrantinnen und Migranten: Was wissen wir?
Von Tanja El-Cherkeh
HWWI Update 09 - Beilage 2007
Fortgesetzter Aufschwung bei weltwirtschaftlichen Risiken
Von Michael Bräuninger, Christiane Brück, Jörg Hinze, Norbert Kriedel, Alkis Henri Otto und Henning Vöpel
Der konjunkturelle Aufschwung setzt sich weltweit und auch in Deutschland fort. Wie hat sich die Immobilienkrise in den USA ausgewirkt? Welche Zins- und welche Rohstoffpreisentwicklung wird erwartet? Mit welchen Wachstumsraten wird in Deutschland gerechnet und welche Effekte hatte die Mehrwertsteuererhöhung? Wie wird sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt entwickeln?
HWWI Update 08 2007
Beschaffungsrichtlinien behindern soziale Verantwortung des Staates
Von Matthias Busse und Gunnar Geyer
Das Thema Sozial- und Arbeitsstandards gewinnt bei der öffentlichen Beschaffung zunehmend an Bedeutung. Wie kann die öffentliche Hand sicherstellen, dass die von ihr beschafften Produkte unter adäquaten Arbeitsbedingungen hergestellt werden und wie kann sie damit einen Beitrag zur deren Verbesserung leisten? Dies hat das HWWI in einem Gutachten im Auftrag der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg untersucht.
Maßnahmenkatalog gegen Doping
Von Henning Vöpel
Wirtschaftsfaktor Kreativität
Von Silvia Stiller und Jan Wedemeier
HWWI Update 08 - Beilage 2007
Staatsverschuldung strategisch kommunizieren
Von Dörte Nitt-Drießelmann
Die Gesamtverschuldung der öffentlichen Hand einschließlich der Sozialversicherungsträger hat Anfang dieses Jahres die magische Grenze von 1,5 Billionen Euro überschritten. Die bisherigen Bemühungen von Politikern, Interessenvertretern, Verwaltungen und Medien, den Bürgern die negativen Wechselwirkungen einer ausufernden Kreditfinanzierung öffentlicher Aufgaben und die Notwendigkeit eines Politikwechsels deutlich zu machen, sind noch nicht überzeugend gelungen. In weiten Teilen der Bevölkerung herrscht nach wie vor Unkenntnis über die wesentlichen Zusammenhänge und Folgen einer fortgesetzten Verschuldungspolitik. Es stellen sich die Fragen: „Wie können die offenbar erheblichen Kommunikationsdefizite, die zwischen „Sendern“ und „Empfängern“ bestehen, behoben werden? Was muss getan werden, damit die breite Masse der Bevölkerung Staatsverschuldung und den notwendigen Abbau des Schuldenberges als ernstzunehmende Herausforderungen wahrnehmen, in ihren Grundzügen verstehen und bereit sind, eine Konsolidierungspolitik mit zu tragen?“
HWWI Update 07 2007
Emissionshandel - Versteigerung überfällig
Von Sven Bode
„Erhebt eine Steuer und behaltet das Aufkommen.“ Dieser fundamentale Designfehler im EU-Emissionshandelssystem wird mit der jüngst vom Bundestag beschlossenen Teilveräußerung der Emissionsrechte leicht korrigiert. Eine 100-prozentige Versteigerung ist jedoch geboten, Strompreiserhöhungen sind dabei nicht zu erwarten.
Kulturelle Vielfalt unterstützt den Berufseinstieg junger Migranten
Von Anette Haas und Andreas Damelang
Einheit oder Vielfalt durch die Hintertür? Zur Reform der Haushaltsfinanzverfassung
Von Henrik Scheller
HWWI Update 07 - Beilage 2007
Plädoyer für ein Leitbild für Deutschland
Von Michael Hüther und Thomas Straubhaar
Die gemeinsame Basis der Großen Koalition zur Halbzeit der Legislatur scheint erschöpft zu sein. Die Angriffe der Linkspartei auf die Fundamente der bürgerlichen Gesellschaft hinterlassen tiefe Spuren der Verunsicherung. Das ist die Stunde einer Rückbesinnung auf die Grundlagen einer freiheitlichen Ordnung, die Deutschland in der Nachkriegszeit zu einem der erfolgreichsten Länder gemacht hat. Es ist die Stunde der Wiederbelebung der Grundgedanken der Sozialen Marktwirtschaft. Es ist die Stunde eines neuen ordnungspolitischen Leitbilds für Deutschland. Denn die Stärke der freiheitlichen Ordnung offenbart überzeugend die Schwäche ihrer Gegner.
Wie schnell wächst die Zahl der Menschen? Weltbevölkerung und weltweite Migration
Von Rainer Münz
HWWI Update 06 2007
Effizienz der Verpackungsentsorgung
Von Gunnar Geyer
Deutschland hat im europäischen Vergleich das teuerste System zur Entsorgung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Eine Untersuchung des HWWI im Auftrag des Bundesverbandes Wettbewerb, Produktverantwortung und Innovation (BWPI) zeigt, dass umweltpolitische Ziele sehr viel effizienter zu erreichen wären.
Das Einwanderungssystem Kanadas in der deutschen Zuwanderungsdebatte
Von Jennifer Elrick
Anhaltend kräftiger Aufschwung
Von Michael Bräuninger und Jörg Hinze
HWWI Update 05 2007
Fit für die Zukunft?
Von Michael Bräuninger und Silvia Stiller
Die deutschen Bundesländer haben sich seit Mitte der 1990er Jahre sehr unterschiedlich entwickelt. Für die Zukunft stellt sich die Frage, ob die ökonomischen Wachstumsunterschiede zwischen den Bundesländern weiter bestehen werden oder ob eine Annäherung in der Wirtschaftskraft der Bundesländer zu erwarten ist. Dies hat das HWWI in einer Studie untersucht und die Zukunftsfähigkeit der deutschen Bundsländer anhand eines Rankings verglichen.
G8-Gipfel: Mehr Entwicklungshilfe für Afrika?
Von Matthias Busse
Nach dem UN-Klimabericht: Plädoyer für eine (nationale) CO2-Abgabe
Von Thomas Straubhaar
HWWI Update 04 2007
Zur kulturellen und institutionellen Dimension des europäischen Integrationsprozesses
Von Joachim Zweynert und Nils Goldschmidt
Mit dem Beitritt Rumäniens und Bulgariens zur Europäischen Union (EU) zum 1. Januar 2007 hat die EU-Osterweiterung einen vorläufigen Abschluss gefunden. Die Chancen, aber auch Schwierigkeiten des europäischen Integrationsprozesses gerade für die Länder in Ostmittel- und Osteuropa sind eng verbunden mit den jeweiligen historischen Kontexten und den kulturellen Bedingungen. Diese Einsicht ist in der wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion über die Erweiterung und Vertiefung der EU bisher kaum thematisiert worden.
Arbeitskräftemobilität im Ostseeraum
Von Silvia Stiller und Jan Wedemeier
Rohstoffe bleiben teuer
Von Klaus Matthies
HWWI Update 04 - Beilage 2007
Kräftiger Aufschwung trägt über 2007 hinaus
Von Michael Bräuninger
Das HWWI hat für die Jahre 2007 und 2008 eine neue Prognose der konjunkturellen Entwicklung erstellt. Der Aufschwung hält in Deutschland an. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr um 2,3% wachsen und im kommenden Jahr um 2,4%. Der Aufschwung wird zunehmend durch die Binnennachfrage getragen. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind zwar weiterhin gut, haben sich aber im Vergleich zum Vorjahr etwas verschlechtert.
HWWI Update 03 2007
Gesundheitsreform: wozu eigentlich?
Von Henning Vöpel und Thomas Straubhaar
Nach monatelangem Streit und nächtelangen Verhandlungen der Parteispitzen von Union und SPD ist die Gesundheitsreform vom Bundestag verabschiedet worden. Am 1. April 2007 wird sie in Kraft treten. Die Bundesregierung will damit das Gesundheitssystem auf eine stabilere Finanzierungsgrundlage stellen, den Wettbewerb stärken und eine hochwertige Gesundheitsversorgung garantieren. Doch es muss bezweifelt werden, dass diese Ziele mit der Gesundheitsreform tatsächlich erreicht werden können.
Profitiert Afrika vom internationalen Handel?
Von Matthias Busse
Konferenz „Migration, Integration and the Impact of Education“
Von Silvia Stiller
HWWI Update 02 2007
Schuldenabbau oder Haushaltsautonomie der Bundesländer?
Von Henrik Scheller
Am 12. Februar 2007 hat das HWWI eine Zweigniederlassung in Thüringen eröffnet. Mit dieser Entscheidung werden wir den Fokus unserer Forschungsaktivitäten in Zukunft verstärkt auch auf die ökonomische Situation der fünf jungen Bundesländer richten. In der nachfolgenden Analyse sollen deshalb die Implikationen der anstehenden Finanzverfassungsreform für die ostdeutschen Bundesländer beleuchtet werden.
Schülervielfalt vs. Schülerleistungen und Freude am Lernen
Von Katharina Michaelowa
Hände weg vom Erbe!
Von Thomas Straubhaar
HWWI Update 02 - Beilage 2007
Unternehmer – Agenten des Wandels
Von Norbert Berthold
Unternehmer und Unternehmertum haben es in Deutschland schwer. Die Stimmung ist eher feindselig. Mal werden Unternehmer als vaterlandslose Gesellen beschimpft, mal als Heuschrecken diffamiert. Attacken gegen „Ackermänner“ sind die Spitze des Eisberges einer tiefen Skepsis gegen privates Unternehmertum. Das erstaunt, ist doch der positive Zusammenhang von Unternehmertum und wirtschaftlichem Wachstum weltweit empirisch gut belegt. Wo sich private Unternehmer am Markt entfalten können, ist „mehr Wohlstand für alle“ leichter möglich, so Prof. Dr. Norbert Berthold, Universität Würzburg, bei seinem Vortrag am 1. Februar 2007 im HWWI.
HWWI Update 01 2007
Boom der Hafenwirtschaft
Von Silvia Stiller und Alkis Henri Otto
Infolge der expansiven Entwicklung des internationalen Warenhandels zählte die Frachtschifffahrt in den vergangenen Jahrzehnten zu den wachstumsstarken Wirtschaftsbereichen. Die fortschreitenden weltweiten Integrationsprozesse, der weitere Abbau von Handelshemmnissen und die zu erwartende Steigerung des Wohlstands in zahlreichen Regionen der Welt werden auch zukünftig eine deutliche Expansion des Welthandels und der Frachtschifffahrt mit sich bringen. In der Studie „Maritime Wirtschaft und Transportlogistik“ werden die Determinanten des Seehandels analysiert und potentielle Auswirkungen des expandierenden Handels für europäische Hafenstandorte bis zum Jahr 2030 abgebildet.
Corporate Social Responsibility (CSR) – die lokale Sicht
Von Dietrich Kebschull
Die Arbeitsmarkteffekte der Zuwanderung in Deutschland
Von Max Friedrich Steinhardt
HWWI Update 01 – Beilage 2007
Robuster Wirtschaftsaufschwung in Deutschland
Das HWWI hat für die Jahre 2007 und 2008 eine neue Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung erstellt. Demnach wächst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2007 um 1,7% und im Jahr 2008 um 2%. Die Mehrwertsteuererhöhung wird zu einer spürbaren Verlangsamung des Wachstums führen. Gleichwohl wird die Konjunktur 200 deutlich aufwärts gerichtet bleiben. Dazu trägt nicht zuletzt die steigende Beschäftigung bei. Die Zahl der Arbeitslosen wird 2007 um 380 000 zurückgehen. Die Konsolidierungspolitik führt zu einer weiteren Abnahme des Budgetdefizits auf 1,3% des nominalen Bruttoinlandsprodukts.
HWWI Update 10 2006
Der entwicklungspolitische Beitrag von Diasporas in Deutschland
Von Tanja El-Cherkeh
Beim Thema Migration geht es in den öffentlichen Debatten meist um Fragen, die das Aufnahmelandbetreffen. So wird diskutiert, ob, wieviel und welche Form der Zuwanderung benötigt wird und wie die Integration von Zuwanderern gefördert werden kann. In den letzten Jahren war es vor allem die Forschung, welche ebenfalls nach den Auswirkungen der Migration auf die Herkunftsländer gefragt hat. Zunächst standen hier die negativen Auswirkungen der Migration, wie z. B. der „Brain Drain“, im Mittelpunkt der Untersuchungen. In aktuellen Studien geht es hingegen zunehmend um den Beitrag, den Migrantinnen und Migranten zur Entwicklung ihrer Herkunftsländer leisten können. In diesem Rahmen werden die stetig anwachsenden Rücküberweisungen an die im Herkunftsland verbliebenen Familienmitglieder analysiert. Neben den individuellen Geldflüssen rücken jedoch auch die Aktivitäten von Diasporagemeinden verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses.
Anti-Doping-Gesetz ökonomisch unwirksam
Von Henning Vöpel
Kräftiger Anstieg des Steueraufkommens
Von Michael Bräuninger
HWWI Update 10 – Beilage 2006
Öffentliche Verschuldung – Desinteresse und Unwissen herrschen vor
Von Dörte Nitt-Drießelmann und Henrik Scheller
Die öffentliche Wahrnehmung des Themas Staatsverschuldung ist trotz einer breiten Diskussion in den Medien ambivalent. Obwohl die Verschuldungsproblematik durchaus im Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten angekommen ist, konnte im Jahr 2003 laut einer Forsa-Umfrage jeder vierte Befragte keine Angaben zur Höhe der Staatsverschuldung der Bundesrepublik machen. 55 Prozent unterschätzten das Ausmaß der staatlichen Verbindlichkeiten, 15 Prozent überschätzten sie.
„Merkur, Macht und Moneten“
Von Uwe Bahnsen
HWWI Update 09 2006
China zwischen Wachstumseuphorie und Entwicklungsrisiken
Von Henning Vöpel
Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ist beeindruckend: Fast zweistellige reale Wachstumsraten haben in den letzten Jahren einen rasanten Aufholprozess Chinas ausgelöst. Überall wird auf das große wirtschaftliche Potenzial Chinas hingewiesen. Mit einer Bevölkerung von derzeit fast 1,3 Milliarden Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von aktuell über 2 Billionen US-Dollar ist China nicht nur für ausländische Direktinvestitionen und als Produktionsstandort interessant, sondern aufgrund der erwarteten Kaufkraftentwicklung zunehmend auch als Absatzmarkt. Unternehmen aller Branchen haben längst damit begonnen, sich mit strategischen Investitionen auf dem chinesischen Markt zu positionieren. Die Wachstumseuphorie ist groß. Doch es gibt auch Risiken.
Folgen der EU-Osterweiterung für Migration und Arbeitsmärkte in den „alten“ EU-Mitgliedstaaten
Von Rainer Münz und Kristof Tamas
Hartz IV– ein fortdauernder verfassungsrechtlicher und finanzpolitischer Kraftakt
Von Henrik Scheller
HWWI Update 08 2006
Kulturelle Vielfalt und regionale Innovationsfähigkeit
Von Annekatrin Niebuhr
Die Zuwanderung von Arbeitskräften wird aufgrund der demographischen Veränderungen in Europa erheblich an Bedeutung gewinnen. Erkenntnisse über die wirtschaftlichen Effekte der Migration sind aber immer noch begrenzt. Ein Forschungsprojekt untersucht die Auswirkungen der kulturellen Vielfalt der Arbeitskräfte auf die Innovationsfähigkeit von Regionen.
Die zukünftige Entwicklung auf den Wohnungsmärkten in Deutschland
Von Michael Bräuninger und Alkis Henri Otto
Neue Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen den AKP-Staaten und der EU
Von Axel Borrmann und Matthias Busse
HWWI Update 07 2006
Demographische Entwicklung: Problem oder Phantom?
Von Thomas Straubhaar und Sebastian Schröer
Ein Gespenst geht um in Europa. Es ist das Gespenst der Demographie oder besser das Gespenst einer schrumpfenden und alternden Gesellschaft. Zuerst soll es dafür sorgen, dass „die Schlauen aussterben“, später dann führe es zum „Krieg der Generationen“. Intellektuelle aller Denkrichtungen schreiben heute über das „Methusalem-Komplott“, die „demographische Zeitenwende“ oder die „Zivilisation der Euthanasie“. Endzeitstimmung vor dem Weltuntergang. Ist Deutschland tatsächlich in seiner Existenz bedroht?
Finanzpolitik prägt Konjunkturentwicklung in Deutschland
Von Eckhardt Wohlers
Polnische Migration nach dem EU-Beitritt – Ein Vergleich der Zielländer Deutschland und Vereinigtes Königreich
Von Tim Elrick und Emilia Lewandowska
HWWI Update 07 – Beilage 2006
Unternehmensteuerreform 2008
Von Johanna Hey
Der internationale Steuerwettbewerb zwinge Deutschland zu einer Unternehmensteuerreform, führte Prof. Dr. Johanna Hey, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, bei ihrem Vortrag im Rahmen der HWWI-Veranstaltungsreihe „Hamburgisches Forum“ in Zusammenarbeit mit der Bucerius Law School aus. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre fallen die Körperschaftsteuersätze in der Europäischen Union (EU). Zusätzlich verschärft hat sich der Wettbewerb durch den Beitritt der osteuropäischen Mitgliedstaaten. Die Gesamtbelastung von Kapitalgesellschaftsgewinnen liegt im EU-Durchschnitt mittlerweile nur noch bei rund 25%. Deutschland bildet mit einem nominellen Steuersatz von 38,7% für Kapitalgesellschaftsgewinne das Schlusslicht innerhalb Europas.
HWWI Update 06 2006
Der deutsche Fußball – zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sportlicher Krise
Von Henning Vöpel
Der Fußball in Deutschland boomt. Dies zeigt nicht nur die FIFA WM 2006, sondern auch die Entwicklung der Fußball-Bundesliga: Mit über 1,5 Mrd. Euro Gesamtumsatz, 416 Millionen Euro Sponsoreneinnahmen und 10,8 Millionen Zuschauern in den Stadien wurden in der Saison 2004/05 neue Rekordzahlen erreicht (DFL 2006). Erstmals nach der Saison 2001/02 konnte nach überstandener Kirch-Pleite wieder ein Gewinn (56,3 Millionen Euro) erwirtschaftet werden. Doch trotz aller wirtschaftlichen Erfolge befindet sich die Bundesliga im internationalen Vergleich offenkundig in einer sportlichen Krise.
Beschäftigung und Sozialstaat ? Die Finanzierungsgrundlage erodiert
Von Alkis Henri Otto
Ergebnis der Steuerschätzung vom Mai 2006
Von Michael Bräuninger
HWWI Update 05 2006
Grundeinkommen: Nachhaltigkeit für den Sozialstaat Deutschland
Von Thomas Straubhaar
Der Staat gibt (im Jahre 2003) rund 700 Milliarden Euro für soziale Leistungen aus. Rund 620 Milliarden Euro davon sind direkte Leistungen, rund 450 Milliarden Euro fließen in die allgemeinen Systeme der Sozialversicherungen (Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung sowie Arbeitsförderung). Für alle 82,5 Millionen in Deutschland wohnenden Personen gibt der Staat pro Person jährlich insgesamt rund 8.400 Euro aus, davon mehr als 7.500 Euro in Form direkter Leistungen. Das Modell des Grundeinkommens stellt zwar eine radikale, aber eine nachhaltige Alternative für den Sozialstaat dar.
Biokraftstoffe – Option für die Zukunft?
Von Henning Vöpel
HWWI Update 05 – Beilage 2006
Privatisierung versus Deregulierung: Der Staat vor neuen Herausforderungen
Von Matthias Finger
Obwohl sowohl Deregulierung wie auch Privatisierung auf das gleiche Grundproblem zurückzuführen sind, nämlich die Tatsache, dass sich der Staat in Zeiten der Globalisierung neudefinieren muss, sind sie zwei grundlegend verschiedene Philosophien und Herangehensweisen. Diese Neudefinition führt, je nach politischer Kultur, zu verschiedenen Umsetzungen und folglich zu jeweils verschiedenen Herausforderungen. Schlussendlich gibt es eine Konvergenz der Problemlösungen in Form von neuen institutionellen Regulierungsformen.
Regulierung versus Beschäftigung: Mehr Arbeitsplätze und weniger Langzeitarbeitslose durch den Abbau von Vorschriften und Bürokratie
Von Thomas Straubhaar
HWWI Update 04 2006
Flexibler Kündigungsschutz für mehr Beschäftigung in Deutschland
Von Juergen B. Donges
So wie kein gesetzlicher Kündigungsschutz Arbeitslosigkeit in einer Volkswirtschaft verhindern kann, ist durch eine Flexibilisierung des Kündigungsschutzes, für sich genommen, das Problem der Arbeitslosigkeit nicht zu lösen, so Prof. Dr. Juergen B. Donges auf der Fachtagung des HWWI und der Stiftung Marktwirtschaft „Reform des Kündigungsschutzes“ am 14. März 2006 in Berlin. Deshalb herrscht in Deutschland seit vielen Jahren eine hohe Massenarbeitslosigkeit – trotz eines weit gehenden Kündigungsschutzes. Und deshalb ist hierzulande die Arbeitslosigkeit nicht zurückgegangen, obwohl der Gesetzgeber wiederholt die Regeln des Kündigungsschutzes gelockert hat..
Gesundheitspolitik verhindert Wachstum und Beschäftigung
Von Henning Vöpel und Gunnar Geyer
Ökonomik von schrumpfenden Bevölkerungen
Von Lisa Dust
HWWI Update 03 2006
Welthandelsboom als Triebfeder der Konjunktur in Norddeutschland
Von Christiane Brück und Eckhardt Wohlers
Im Gefolge der kräftigen Expansion der Weltwirtschaft und des boomenden Welthandels hat auch in Deutschland die Konjunktur im vergangenen Jahr deutlich an Fahrt gewonnen. Die beiden norddeutschen Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein standen dabei auf der Sonnenseite der Konjunktur.
Außenwirtschaftsförderung und wirtschaftsnahe Entwicklungszusammenarbeit auf dem Prüfstand
Von Gunnar Geyer, Albrecht von Gleich und Karl Wolfgang Menck
Chancen der Zuwanderung
Von Nadia Vadean und Rainer Münz
HWWI Update 02 2006
Ernährung und Wasser 2030
Von Michael Bräuninger und Silvia Stiller
Ob die Produktion von Nahrungsmittelrohstoffen mit der wachsenden Weltbevölkerung Schritt halten kann oder ob Engpässe auf einzelnen Märkten zu erwarten sind, zählt zu den wichtigen Zukunftsfragen von globaler Bedeutung. Wird die kontinuierliche Nachfrageexpansion zu Preisexplosionen für Nahrungsmittelrohstoffe führen? Die gemeinsame Studie des HWWI und der Berenberg Bank „Strategie 2030 – Ernährung und Wasser“ geht der Frage nach, wie sich Angebot und Nachfrage auf den Märkten für Nahrungsmittelrohstoffe bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten. Zudem werden die historischen Entwicklungen und die zu erwartenden (Preis-)Trends für die Nahrungsmittelrohstoffgruppen Genussmittel, Getreide und Ölsaaten analysiert.
Energieeffizienzprojekte im Clean Development Mechanism (CDM)
Von Axel Michaelowa und Matthias Krey
Deutsche und russische Ökonomen im Dialog ? gestern und heute
Von Heinz Rieter und Joachim Zweynert
HWWI Update 01 2006
Handelsabkommen zwischen der EU und den lateinamerikanischen Regionen
Von Michael Krakowski
Die Europäische Kommission erwägt, auf dem nächsten Gipfeltreffen mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik die Aufnahme von Verhandlungen über Assoziationssabkommen mit der Andengemeinschaft und Zentralamerika zu verkünden. Gleichzeitig soll ein Datum für den Abschluss der Verhandlungen mit dem Mercosur vereinbart werden.
Finanz- und Währungsintegration in Ostasien
Von Ulrich Volz
Flat Tax: Ein Einstieg in die Steuerreform in Deutschland
Von Leif Mutén und Karl Wolfgang Menck
HWWI Update 01 – Beilage 2006
Wege aus der Verfassungskrise: Ein Vertrag zum Vertrag von Nizza
Von Werner Weidenfeld
Am Centrum für angewandte Politikforschung (C•A•P) der Universität München wurde gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung ein Entwurf für einen Änderungsvertrag des Vertrages von Nizza entwickelt. Dieses neue Konzept wurde auszugsweise in einem Vortrag im Rahmen der HWWI-Veranstaltungsreihe »Hamburgisches Forum« im Dezember 2005 präsentiert.
Die EU steckt in der Krise. Unter politischen Entscheidungsträgern und EU-Experten herrscht grundsätzlich Einigkeit darüber, dass der Vertrag von Nizza kein geeigneter politischer Rahmen ist, um die Europäische Union (EU) der 25 und bald mehr Mitgliedstaaten auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.
HWWI Update Spezialausgabe 2005
250 Professoren – 10 Thesen – 1 Meinung
HWWI Update Beilage zur Spezialausgabe 2005
Unterzeichner des „Hamburger Appells“
HWWI Update Spezial 2005
Hamburger Appell
Von Michael Funke, Bernd Lucke und Thomas Straubhaar
HWWI Update 07 2005
Die Stunde der politischen Bewährung
Von Joachim Starbatty
Die ökonomische und soziale Leistungsfähigkeit jeder Volkswirtschaft gründet auf Arbeit. Das deutsche Sozialleistungssystem ist beschäftigungsfeindlich. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit erhöht die Finanzierungslast je Arbeitsplatz, und die Arbeitslosigkeit steigt weiter. Daher hat Bundespräsident Horst Köhler dafür geworben, die sozialen Sicherungssysteme von den Lohnkosten abzukoppeln. Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Starbatty forderte angesichts der Bildung einer großen Koalition in Deutschland in seinem Vortrag im Rahmen der HWWI-Veranstaltungsreihe »Hamburgisches Forum« die Politiker auf, dynamisch und entschlossen „aus den gewohnten Bahnen auszubrechen und neue Programme zu wagen“.
Ergebnisse der Steuerschätzungen 2005
Von Michael Bräuninger
Klimaschutz in Entwicklungsländern trägt kaum zur Armutsbekämpfung bei
Von Axel Michaelowa und Katharina Michaelowa
HWWI Update 06 2005
Produktionsverlagerungen: Gewinner und Verlierer
Von Rolf Jungnickel
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein Unternehmen meldet, dass es inländische Produktion und die damit verbundenen Arbeitsplätze in die mittel- und osteuropäischen Länder oder nach China verlagert. Kostensenkung durch Abbau von Arbeitsplätzen im Westen und deren Verlagerung in den Osten scheint zum zentralen Element der unternehmerischen Anpassung an stärkeren internationalen Wettbewerb geworden zu sein. Allerdings wird das Ausmaß von Produktionsverlagerungen leicht überschätzt, und auch die Auswirkungen von Verlagerungsprozessen lassen sich nicht einfach benennen.
Doha-Runde: Stillstand vor dem Finale
Von Georg Koopmann
Finanzmärkte und technische Revolutionen
Von Norbert Kriedel
HWWI Update 05 2005
Arbeitsmigration: Ein Dilemma für europäische Regierungen
Von Christina Boswell
In den kommenden Jahren wird die Frage der Arbeitsmigration zu einem der umstrittensten Themenkomplexe in der Politik gehören. Die meisten Arbeitsmarktanalysten stimmen darin überein, dass durch den demographischen Wandel und die Trends in der internationalen Wirtschaft ein gravierender Arbeitskräftemangel entstehen wird; dies gilt sektorübergreifend und betrifft unterschiedliche Qualifikationen. Angesichts dieser Engpässe ist davon auszugehen, dass Vertreter der Wirtschaft Druck auf die europäischen Regierungen ausüben werden, zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben.
Rohstoffmärkte 2030: Entwicklungen für Öl, Gas und Kohle
Von Michael Bräuninger und Klaus Matthies
Darf’s auch etwas mehr sein? Zur kostenlosen Allokation von Emissionsberechtigungen
Von Sven Bode
HWWI Update 04 2005
Europäische Fiskalpolitik und »Brittenrabatt«
Von Carsten Hefeker
Tony Blair hat eine überfällige Debatte über die europäische Finanzverfassung angestoßen. Seine Weigerung, den »Brittenrabatt« aufzugeben, wenn nicht gleichzeitig die Agrarausgaben deutlich reduziert werden, um damit Finanzierungsmittel für die neuen Mitgliedstaaten freizumachen, ergänzt sich mit seinem Ziel, im Rahmen der G-8 mehr Mittel für die Unterstützung armer Länder aufzuwenden.
Konjunktur 2006 – Prinzip Hoffnung
Von Eckhardt Wohlers
Europas Finanzsysteme in der Weltwirtschaft
Von Beate Reszat
HWWI Update 04 – Beilage 2005
Welten des Kapitalismus II: Globalisierung und Loyalität: Wer sind „Wir“?
Von Thomas Straubhaar und Gunnar Geyer
Globalisierung bedeutet zunehmende Mobilität. Klassische Wachstumstheorien behaupten, dass jede Beschränkung von Faktormobilität zu Marktfehlern und einer ineffizienten Allokation von Ressourcen führt. Unter Berücksichtigung der Existenz von Sozialkapital, als Ergänzung zu allen anderen ökonomischen Ressourcen (vgl. in der Beilage des HWWI Update Nr. 03/05), kann uneingeschränkte Mobilität ebenfalls zu Marktunvollkommenheiten führen. Der Grund: Es erfolgen keine oder zu wenig Investitionen in Sozialkapital. Der Schlüssel zur Lösung dieses Problems ist die Förderung von gesellschaftlich loyalem Verhalten.
HWWI Update 03 2005
Emissionsgutschriften aus Entwicklungsländern: Der rasante Aufschwung des CDM
Von Axel Michaelowa
Seit in Kyoto 1997 die internationalen Marktmechanismen in der Klimapolitik eingeführt wurden, steht der CDM im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das HWWI beteiligt sich bei der Entwicklung von Methodenvorschlägen für Technologien der industriellen Energieeffizienzsteigerung.
EU – Russland: Neue Dynamik in der Zusammenarbeit?
Von Andreas Polkowski
Staatliche Außenwirtschaftsförderung allokationsineffizient
Von Karl Wolfgang Menck
HWWI Update 03 – Beilage 2005
Welten des Kapitalismus I: Wachstum vor Verteilung – Subsidiarität vor Solidarität
Von Gunnar Geyer
Die Grundlage für Wachstum sind reichlich vorhandene, qualitativ hochwertige Produktionsfaktoren. Bei der Ausstattung mit diesen Produktionsfaktoren gerät Deutschland mehr und mehr in Rückstand zu anderen Volkswirtschaften. Sogar der „weicheste“, wenn auch zunehmend wichtige Produktionsfaktor Sozialkapital, also die Qualität und Quantität der Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft, nimmt ab und damit die Möglichkeit von Reformen. Der Punkt der Rückkehr zum Sozialen der Marktwirtschaft ist überschritten.
HWWI Update 02 2005
Arbeitskräfte aus Osteuropa: Chancen nutzen!
Von Silvia Stiller und Robert Wyszynski
Im Zuge des demographischen Wandels wird der Arbeitskräftebestand in Deutschland zurückgehen. Dies stellt den Standort Deutschland vor große Herausforderungen im Hinblick auf eine ausreichende Ausstattung mit qualifizierten Arbeitskräften. Kann die Zuwanderung aus Osteuropa eine Lösung für den drohenden Fachkräftemangel darstellen?
Finanzierungsbedingungen kleiner und mittlerer Unternehmen in den „neuen“ EU-Mitgliedsländern
Von Ulrich Volz
Ukraine: Junge Demokratie verdient die Hilfe des Westens
Von Joachim Zweynert
HWWI Update 02 – Beilage 2005
Frühjahrsgutachten 2005: Deutschland in Schwächephase!
Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland (IfW Kiel, DIW Berlin, HWWA Hamburg, ifo München, IWH Halle, RWI Essen) haben im April ihre Beurteilung zur Lage der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft veröffentlich. Als Beilage präsentieren wir Ihnen auszugsweise die Kurzfassung dieser Gemeinschaftsdiagnose.
HWWI Update 01 2005
Wie findet Deutschland aus der Schuldenfalle?
Der Staat wird in Deutschland in diesem Jahr gut 1000 Milliarden Euro ausgeben. 70 Milliarden Euro sind der Vergangenheit der Zinslasten wegen geschuldet. Mehr als 600 Milliarden Euro fordert die Gegenwart für Sozialleistungen und Subventionen. Nur 30 Milliarden Euro bleiben für die Zukunft in Form von Bruttoinvestitionen.
