Nachrichtenübersicht

17. Mai 2013
Pressemitteilung

4. Projektworkshop zum Modellprojekt „ThürReg“ liefert Zwischenergebnisse

Wie können Arbeitssuchende besser beraten und vermittelt werden? Wie können Regionen zukunftsfähig gestaltet und Fachkräfte für diese gewonnen werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung am 15. Mai 2013 beim 4. Projektworkshop des Projektes „ThürReg: Ein Modellprojekt zur Förderung von Innovation und Beschäftigung“ im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) der Universität Erfurt. Das Projekt besteht seit November 2012 unter der Leitung von Dr. Johannes Jaenicke von der Erfurter Niederlassung des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), welches zusammen mit der Optionskommune Schmalkalden-Meiningen Projektinitiator ist.
15. Mai 2013
HWWI Policy Paper

Wachsender Pflegebedarf in Hamburg – Situation erwerbstätiger Pflegender und Herausforderungen für Hamburger Unternehmen

von Christina Boll, Susanne Hensel-Börner, Malte Hoffmann, Nora Reich
Hamburg wird in den nächsten Jahrzehnten dem bundesweiten Trend zu einem Anstieg sowohl der Zahl der älteren Personen als auch deren Anteil an der Bevölkerung folgen. Während im Jahr 2010 334.000 Einwohner Hamburgs mindestens 65 Jahre alt waren, werden es im Jahr 2030 etwa 417.000 Personen sein. Da ältere Menschen ein erhöhtes Risiko für Pflegebedürftigkeit aufweisen, wird mit einer Zunahme an pflegebedürftigen Personen in Hamburg in den kommenden Jahrzehnten gerechnet. Im Jahr 2011 waren mehr als 47.000 Personen in Hamburg als pflegebedürftig registriert, von denen knapp 19.000 allein durch Angehörige gepflegt wurden. Diese Form der Pflege hat gegenüber der ambulanten Pflege und der stationären Dauerpflege in den letzten Jahren den stärksten Zuwachs erfahren. Bei konstanten Anteilen der Versorgungsformen wird sich die Zahl der allein durch Angehörige gepflegten Personen auf etwa 22.000 im Jahr 2030 erhöhen. Da Angehörige im erwerbsfähigen Alter vermehrt erwerbstätig sein werden, ist von einer Zunahme der Bedeutung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf in Hamburg auszugehen. Weil eine mangelnde Vereinbarkeit mit negativen betrieblichen Auswirkungen verbunden ist, stellt sich für Hamburger Betriebe die Frage nach den Merkmalen pflegender Beschäftigter sowie nach Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.
13. Mai 2013
HWWI Policy Paper

Marktchancen in Indien – Maritime Wirtschaft

von Franziska Biermann, Raphaela Cordes, Gunnar Geyer
Die deutschen Exporte Richtung Indien (10,38 Mrd. EUR) haben derzeit einen Anteil von 0,95 % an den gesamten deutschen Ausfuhren. Als Absatzmarkt spielt das Land, auch aufgrund des geringen Pro-Kopf Einkommens, noch eine vergleichsweise geringe Rolle. Dennoch ergeben sich mittel- bis langfristig große Wachstumschancen, vor allem aufgrund der Marktgröße und der noch geringen Marktsättigung. 68,7 % der 1.190 Mio. Einwohner (2010) lebt von weniger als zwei US-Dollar pro Tag. Allerdings hat sich in den Jahren von 2004 bis 2009 mit einem jährlichen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von durchschnittlich 8,5 % eine konsumstarke Ober- und Mittelschicht gebildet, die, auch wenn sie derzeit nur einen geringen Anteil der Bevölkerung ausmacht, einen großen potenziellen Absatzmarkt vor allem für die Konsumgüterindustrie und die Energiewirtschaft bietet.
13. Mai 2013
Studie

Shell BDH Hauswärme-Studie Klimaschutz im Wohnungssektor – wie heizen wir morgen?

Leitthema der neuen Shell BDH Hauswärme-Studie ist die Weiterentwicklung von häuslicher Wärmeerzeugung durch Heiztechnik und Energie. Dabei werden die Potenziale der aktuellen und neuen Heiztechniken dargestellt und Szenarien für die kommenden 20 Jahre - in Hinblick auf deren Beitrag zur Energiewende - erstellt.
9. Mai 2013
HWWI Standpunkt

Deutschland hat die Wahl

von Thomas Straubhaar
Deutschland steht vor der Wahl. Am 22. September wird der Bundestag neu bestellt. Zwei Themen werden die Entscheidung bestimmen: Soll Deutschland am Euro festhalten und sollen die Steuern erhöht werden? Nimmt man die Wahlprogramme der Opposition, müsste es um Deutschland ganz schlecht stehen. Nur ein abrupter Kurswechsel könne noch das Schlimmste verhindern. Nüchtern betrachtet, ist das Gegenteil richtig. Deutschland geht es besser als jemals zuvor seit der Wiedervereinigung. Für eine fundamentale Änderung weder in die eine Richtung - weg mit dem Euro,  noch in die andere - hin zu höheren Steuern, gibt es überzeugende Argumente.
7. Mai 2013
HWWI Standpunkt

„Spanische Verhältnisse“ in der Bundesliga – braucht der Fußball „Financial Fairplay“?

von Henning Vöpel
Mit Bayern München und Borussia Dortmund stehen in diesem Jahr erstmals zwei deutsche Vereine im Finale der Champions League - ein großer Erfolg für den deutschen Fußball und die Bundesliga. Doch nicht zufällig wird gleichzeitig eine Diskussion über „spanische Verhältnisse“ in der Bundesliga geführt: Werden Bayern und Dortmund – ­ähnlich wie Barcelona und Madrid in Spanien – auf Jahre hinaus die Meisterschaft unter sich ausmachen – und die Bundesliga dadurch langweilig? Schon in dieser Saison war die Meisterschaft in der Bundesliga früh entschieden und das Niveau hinter Bayern und Dortmund eher schwach. Stehen Ausgeglichenheit der nationalen Liga und Wettbewerbsfähigkeit in internationalen Wettbewerben in einem Zielkonflikt zueinander?
7. Mai 2013
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex hat weiter nachgegeben

Der HWWI-Rohstoffpreisindex gab im April im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 3,6 % und in Euro um 4,1 % nach. Damit liegt der Index um gut 12 % (in Euro: -11,4 %) unter seinem Niveau von vor einem Jahr. Der Preisrückgang, der im Wesentlichen durch die verschlechterten Aussichten für die Weltkonjunktur ausgelöst wurde, betraf nahezu alle Rohstoffe. Im Monatsdurchschnitt liegt der Index ohne Energie so niedrig wie zuletzt im Juli 2010. Am stärksten verbilligte sich im April ...
29. April 2013
Pressemitteilung

Mehr Kinder durch mehr Familienpolitik?

Teilstudie zum Thema Fertilität im Rahmen der „Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen“ veröffentlicht
29. April 2013
HWWI Policy Paper

Altpapier: Preisentwicklungen und Preisindizes

von Michael Bräuninger, Arno Hantzsche, Friso Schlitte, Sven Schulze
Altpapier ist bereits seit Längerem ein gefragter Sekundärrohstoff. In der Papierproduktion kommt er in großem Umfang zum Einsatz und wird zugleich mittels etablierter Erfassungssysteme in Deutschland in hohem Maße getrennt von anderen Fraktionen zurückgeholt. Zwar unterliegen die Preise für die verschiedenen Altpapiersorten im Zeitablauf merklichen Schwankungen. Jedoch hat dies in der Vergangenheit der Rückholung und dem Recycling von Altpapier keinen Abbruch getan. Gegenstand der Studie sind die Preisentwicklungen ausgewählter Altpapiersorten und deren Abbildung in Preisindizes. Die Fragestellungen sind dabei, inwieweit diese Indizes die Preisentwicklungen gut abbilden, ob ihnen dies gleichermaßen gelingt oder ob es beobachtbare und im Laufe der Zeit veränderliche Abweichungen gibt.
29. April 2013
Gutachten

Geburten und Kinderwünsche in Deutschland: Bestandsaufnahme, Einflussfaktoren und Datenquellen

Eine Teilstudie zum Thema Fertilität im Rahmen der „Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen“ untersucht, wie die ehe- und familienbezogenen Leistungen und Maßnahmen auf das Geburtenverhalten in Deutschland wirken und und welche sonstigen Faktoren die Entscheidung zu (weiteren) Kindern beeinflussen.
29. April 2013
Update 04 2013

HWWI/Berenberg Städteranking 2013

Die Entwicklung der größten deutschen Städte gestaltet sich weiterhin positiv. Insbesondere Städte tragen aufgrund ihrer Sogwirkung auf hochqualifizierte Arbeitskräfte und Unternehmen aus dem In- und Ausland in erheblichem Maße zur deutschen Wettbewerbsfähigkeit bei. Im Jahr 2010 wurden 31,9 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts in den 30 größten Städten erwirtschaftet. Das HWWI/Berenberg Städteranking vergleicht ...
26. April 2013
HWWI Standpunkt

Wer braucht (noch) den Euro?

von Thomas Straubhaar
In der Diskussion, ob Deutschland mit einem Festhalten am Euro oder mit einer Rückkehr zur D-Mark eine bessere Zukunft vor sich hat, dominiert die Meinung, der Euro habe seine Wertaufbewahrungsfunktion verloren. Man hat Angst, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis eine (Hyper-)Inflation das Geldvermögen vernichtet habe. Deshalb kaufen sich viele Deutsche Sachwerte, wie Immobilien, Gold oder Schmuck. Sie wollen sich gegen einen befürchteten Wertverlust ihres Geldes durch Inflation schützen. Nur so ist erklärbar, wieso der deutsche Aktienleitindex, der Dax, im letzten Jahr 30 Prozent zulegte, obwohl die Wirtschaft praktisch stagnierte und das Bruttoinlandprodukt um weniger als ein Prozent wuchs. Völlig vernachlässigt werden in der deutschen Diskussion die beiden anderen Geldfunktionen des Euro: die Vergleichs- und die Transaktionsfunktion.
26. April 2013
HWWI Update

Zehn Jahre Agenda 2010: Vollbeschäftigung ist keine Utopie

von Michael Bräuninger, Jochen Michaelis
Der Erfolg der vor zehn Jahren eingeleiteten Hartz-Reformen ist unter Ökonomen wenig umstritten. Auf politischer Ebene ist die größte bundesdeutsche Arbeitsmarktreform der Nachkriegszeit jedoch Objekt heftiger Auseinandersetzungen. Da es sich um einen bunten Strauß an Maßnahmen handelte, lohnt sich ein differenzierender Blick auf die einzelnen Bestandteile.
26. April 2013
HWWI Update

Wachstumsmarkt Medizintechnik

von Henning Vöpel
Die globale Nachfrage nach Gesundheit wird in den nächsten Jahren weiter steigen, infolge der eher moderat wachsenden Weltwirtschaft jedoch leicht gedämpft. Im Bereich der öffentlich finanzierten langlebigen Medizintechnik dürfte sich ein stärkerer Investitionszyklus herausbilden. Insbesondere Investitionen in neuere Produkte könnten vermehrt in die Zukunft verschoben werden. Dies sind die Ergebnisse einer HWWI-Studie im Auftrag der HSH Nordbank.
26. April 2013
HWWI Update

HWWI/Berenberg Städteranking 2013

von Mark-Oliver Teuber, Jan Wedemeier
Die Entwicklung der größten deutschen Städte gestaltet sich weiterhin positiv. Insbesondere Städte tragen aufgrund ihrer Sogwirkung auf hochqualifizierte Arbeitskräfte und Unternehmen aus dem In- und Ausland in erheblichem Maße zur deutschen Wettbewerbsfähigkeit bei. Im Jahr 2010 wurden 31,9 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts in den 30 größten Städten erwirtschaftet. Das HWWI/Berenberg Städteranking vergleicht im Jahr 2013 bereits zum dritten Mal die Entwicklung und Zukunftsfähigkeit dieser Städte.
25. April 2013
HWWI Policy Report

Die Bedeutung des industriellen Sektors in der Freien und Hansestadt Hamburg

von Julia Kowalewski, Mark-Oliver Teuber
Die Hamburger Industrieunternehmen sind ein bedeutender Faktor für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Hansestadt und dem gesamten Umland. Durch eine weitreichende Branchenvielfalt bildet die Hamburger Industrie den vollständigen Wertschöpfungsprozess ab. Zudem leistet sie einen wesentlichen Beitrag zu Einkommens-, Körperschafts- und Kommunalsteuern. Ein besonderer Schwerpunkt der Hansestadt liegt zum Beispiel im Bereich des Luft- und Raumfahrzeugbaus. Aber auch andere, teilweise stark exportorientierte Industrien, bilden einen wichtigen Baustein für die ökonomische Struktur Hamburgs. Der sich mit zunehmendem Tempo beschleunigende Ausbau der erneuerbaren Energien im Zuge der Energiewende ist ein besonderer Treiber für die weitere Entwicklung des entsprechenden Hamburger Industriezweiges. Die zukünftige Entwicklung der Industrie in Hamburg wird vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Globalisierung stattfinden, in der insbesondere stark exportabhänge Branchen in erheblichem Maße von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig sind. Dabei wird die ökonomische Entwicklung in Hamburg entscheidend von dem Strukturwandel zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, der zunehmenden Integration von Wirtschaftsräumen über Handel und Faktormobilität sowie dem demografischen Wandel beeinflusst. Im nationalen und internationalen Standortwettbewerb können Regionen vor allem von prosperierenden Zentren profitieren, die positive Effekte auf ihr Umland ausstrahlen. Diese Einflüsse gehen auf räumliche Verflechtungen, beispielsweise durch Arbeits- und Kapitalmobilität, den interregionalen Handel und Unternehmenskooperationen zurück. Somit hat neben Hamburg selbst auch die Metropolregion künftig gute Voraussetzungen von einer sich dynamisch entwickelnden Wirtschaft in der Hansestadt zu profitieren. Inwieweit die Industrieunternehmen von dieser Entwicklung betroffen sein werden, soll im Rahmen der vorliegenden Studie näher betrachtet werden.
18. April 2013
Partnerpublikation

HWWI/Berenberg-Städteranking 2013: Die 30 größten Städte Deutschlands im Vergleich

Die größten deutschen Städte erfuhren in den vergangenen Jahren eine wirtschaftliche Entwicklung, die über dem Bundesdurchschnitt lag. So erholten sich die 30 betrachteten Städte schneller von der Finanzkrise und der darauf folgenden Krise der Realwirtschaft ab 2008 als Deutschland insgesamt: Die 30 Städte hatten in 2010 ihr durchschnittliches Produktivitätsniveau ...
17. April 2013
Partnerpublikation

Zwischen Dollar und Renminbi – Die Zukunft des Euro im globalen Wirtschaftssystem

Die Stabilität des Euro wird die künftige Entwicklung des deutschen Außenhandels stark beeinflussen und damit auch für den Handelsplatz Hamburg zur kritischen Größe. Für die deutsche Außenwirtschaft überwiegen die positiven Effekte des Euro deutlich. Auch die Weltwirtschaft würde von einem stabilen Euro profitieren.
12. April 2013
HWWI Standpunkt

Der lange Weg von Hamburg nach Skandinavien wird endlich kürzer

von Jan Wedemeier

Die so genannte Vogelfluglinie – die Verbindung zwischen Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen auf Seeland über Falster und Lolland nach Deutschland – feiert dieses Jahr ihr 50. Jubiläum. Heute ist die Vogelfluglinie mit ihren 300 km die direkteste Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen über die Ostsee, um Güter, Innovationen und Wissen zwischen den beiden Metropolregionen zu transferieren. Der Bau der Vogelfluglinie vor 50 Jahren hat die europäische Integration von Skandinavien nach Westeuropa damals stark vorangetrieben. Die räumliche Verknüpfung wurde schnell zu einem wichtigen Meilenstein im transeuropäischen Verkehrsnetz.

5. April 2013
HWWI Standpunkt

Der Staat hat genug - Wege zu mehr Gerechtigkeit

von Thomas Straubhaar
Der Staat braucht nicht mehr Geld. Er hat genug. Das ist nicht eine ideologische Forderung ewig gestriger Neoliberaler. Es ist die Meinung von über 90 Prozent der Deutschen Mitte März. Und es geht dabei nicht um den alten Streit „weniger Staat und mehr Markt“. Die Deutschen wollen einen besseren, leistungsfähigeren und gerechteren Staat. Mehr als 90 Prozent will, dass der Staat sein Geld klüger als bislang ausgibt und künftig vor allem mehr für Bildung investiert. Die Logik des gesunden Menschenverstands der Bevölkerung ist einfach: Allein schon knappe Mittel nicht zu verschwenden, sondern besser zu verwenden, sorgt für mehr Gerechtigkeit, weil dann mehr Geld für eine Umverteilung von reich zu arm zur Verfügung steht. Ob jung oder alt, ob Frau oder Mann, ob arm oder reich – alle müssen bessere Chancen haben, ihre Talente und Fähigkeiten einzubringen um aufzusteigen und damit nicht nur den individuellen, sondern auch den gesellschaftlichen Wohlstand zu steigern. Das zu ermöglichen, muss das Ziel staatlichen Handelns sein.
4. April 2013
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex gibt nach

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im März im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 4,6 %, während er in Euro um 1,7 % nachgab. Damit liegt der Index um gut 12 % (in Euro: -10,5 %) unter dem Niveau des vorherigen Jahres. Die Preisrückgänge, die wesentlich durch die verschlechterten Aussichten für die Weltkonjunktur ausgelöst wurden, betrafen nahezu alle Rohstoffe. Am stärksten reduzierte sich mit 6,2 % (in Euro: -3,3 %) der Index für Nicht-Eisen-Metalle, gefolgt vom Index für Rohöl, der um 5 % (in Euro: -2,1 %) zurückging. Der Getreideindex ...
27. März 2013
Partnerpublikation

Globale Absatzmärkte der deutschen Medizintechnik - Prognose 2020

Die HWWI-Studie im Auftrag der HSH Nordbank AG untersucht die Nachfrage nach Medizintechnik bis 2020. Insgesamt wird die Nachfrage deutlich steigen, auch wenn sie voraussichtlich bis 2015 durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und die aktuelle Schuldenkrise in Europa gedämpft wird.
25. März 2013
Update 03 2013

Zur Ökonomie von Klimawandel und Anpassung in Hamburg

Nach herrschender wissenschaftlicher Meinung sind der Klimawandel und einige seiner Folgen mittlerweile nicht mehr abzuwenden. Neben dem weiter vorhandenen Bedarf zum Schutz des Klimas ergibt sich damit auch eine zunehmende Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel.
25. März 2013
HWWI Update

HWWI Thüringen: Erfolgreicher Start des Modellprojektes ThürReg

von Johannes Jaenicke
Wie können Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitslose in bedarfsdeckende stabile Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden? Wie lässt sich eine verbesserte Berufsorientierung der Schüler erreichen und der Fachkräftebedarf in einer vom demographischen Wandel betroffenen Region sichern? Wie kann die Identifikation von innovativen Clustern für mehr Beschäftigung genutzt werden?
25. März 2013
HWWI Update

Chancen, aber auch Risiken für Aufschwung in Deutschland

von Jörg Hinze
Nach konjunktureller Abschwächung im Laufe von 2012 ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal spürbar gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist damit mit einem negativen Überhang von -0,3 % ins Jahr 2013 gestartet. Hauptgrund für den Abschwung war die sich ausbreitende Rezession im Euroraum, der sich auch die deutsche Wirtschaft nicht entziehen konnte.
25. März 2013
HWWI Update

Zur Ökonomie von Klimawandel und Anpassung in Hamburg

von Julia Kowalewski, Sven Schulze
Nach herrschender wissenschaftlicher Meinung sind der Klimawandel und einige seiner Folgen mittlerweile nicht mehr abzuwenden. Neben dem weiter vorhandenen Bedarf zum Schutz des Klimas ergibt sich damit auch eine zunehmende Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel.
21. März 2013
HWWI Policy Paper

Unterwertige Beschäftigung von Akademikerinnen und Akademikern – Umfang, Ursachen, Einkommenseffekte und Beitrag zur geschlechtsspezifischen Lohnlücke

von Christina Boll, Julian Sebastian Leppin
Unter deutschen Akademikern und Akademikern existiert in nennenswertem Ausmaß unterwertige Beschäftigung in Form formaler Überqualifikation für den ausgeübten Job. Rund ein Drittel der Personen beiderlei Geschlechts war im Jahr 2010, gemessen am mittleren Bildungsniveau der beruflichen Vergleichsgruppe, überqualifiziert beschäftigt. Mit der Unterwertigkeit gehen Einkommenseinbußen einher, die für Akademikerinnen sogar noch höher ausfallen als für Akademiker. Nicht nur ist die Lohnstrafe unterwertiger Beschäftigung für Akademikerinnen höher, zugleich ist es auch die Lohnprämie adäquater Beschäftigung. Unterwertigkeit ist aus gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und individueller Sicht der Betroffenen nachteilig. Politik und Unternehmen müssen daher ein Interesse daran haben, den Umfang der Unterwertigkeit zu reduzieren.
21. März 2013
HWWI Standpunkt

Fracking in Deutschland: Ja, nein, vielleicht?

von Sven Schulze
Fracking wird in Deutschland derzeit intensiv diskutiert. Grundsätzlich handelt es sich bei diesem Hydraulic Fracturing um eine Methode zum Abbau von Gasvorkommen in Tongesteinsformationen. Diese werden mit einem Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien aufgebrochen, um an das Schiefergas zu gelangen. Kernpunkt der Diskussionen über das Fracking ist nun die Abwägung zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten.
13. März 2013
HWWI Policy Paper

Mit einer Agenda 2020 ist Vollbeschäftigung möglich!

von Thomas Straubhaar
Vor zehn Jahren, am 14. März 2003, hat Gerhard Schröder seine inzwischen legendäre Agenda 2010 auf den Weg gebracht. „Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abordern müssen“. Das waren die zentralen Anliegen seiner Reform. Damit Vollbeschäftigung tatsächlich erreicht wird, gilt es, mit einer Agenda 2020 noch einiges zu leisten. Die Arbeitsmarktpolitik muss somit darauf fokussiert werden, Ältere so gut wie Jüngere, Frauen so gut wie Männer und Menschen mit Migrationshintergrund so gut wie Menschen ohne Migrationshintergrund in das Erwerbsleben zu integrieren. Gelingt das, dann gelingt nicht nur Vollbeschäftigung. Dann verliert auch der Fachkräftemangel seine Grundlage. Denn gerade unter den heute noch Arbeitslosen, oder nur teilweise oder nicht ihren Möglichkeiten, Fähigkeiten und Erwartungen entsprechend Beschäftigten finden sich ungenutzte Potenziale, die drohende Lücken schließen können.
13. März 2013
HWWI Policy Paper

10 Jahre Hartz-Reformen

von Michael Bräuninger, Jochen Michaelis, Madlen Sode
Zur Erinnerung: Anfang 2002 wurde bekannt, dass bis zu 70% der angegebenen 3,9 Millionen Stellenvermittlungen der Bundesanstalt für Arbeit falsch waren. Als Reaktion ist seitens der Bundesregierung die Hartz-Kommission eingesetzt worden, um Vorschläge zur Neuorganisation der Arbeitsvermittlung vorzulegen. Unterstützend galt es Maßnahmen zur Verstärkung der Suchbereitschaft der Arbeitslosen zu entwickeln. Das Resultat sind die Hartz-Gesetze, die in drei Schritten – 2003 (Hartz I und II), 2004 (Hartz III) und 2005 (Hartz IV) – verabschiedet und implementiert worden sind. Die Reorganisation der Arbeitsvermittlung stand zwar zunächst im Mittelpunkt, jedoch haben die Hartz-Vorschläge eine immer größere Spannbreite entfaltet, sodass sie aus heutiger Sicht als bis dato umfassendste Reform des bundesdeutschen Arbeitsmarktes anzusehen sind. Es bietet sich an, eine Gruppierung der einzelnen Reformmaßnahmen nach ihrer primären Stoßrichtung – Arbeitsangebot, Arbeitsnachfrage, Matching – vorzunehmen. Bis zu Beginn der 2000er Jahre war es zumindest in der Politik herrschende Meinung, dass die Arbeitslosigkeit ein Angebotsüberschuss sei und daher die Therapie bei einer Steigerung der Nachfrage nach Arbeit (z.B. via expansiver Fiskalpolitik) oder bei einer Reduktion des Angebots (z.B. via Frühverrentung) anzusetzen habe. Mit den Hartz-Reformen hat diesbezüglich ein gewisser Paradigmenwechsel stattgefunden, der Glaube an die Funktionsfähigkeit der Marktkräfte auch auf dem Arbeitsmarkt ist zurückgekehrt. Durch Schaffung von Anreizen zur Arbeitsaufnahme, sei es durch Verminderungen des Reservationslohns oder durch eine bessere Vermittlung, würde es gelingen, die Arbeitslosigkeit abzubauen. Dies setzt das Vertrauen voraus, dass das zusätzliche Arbeitsangebot lohnsenkend wirken werde und die zum Zeitpunkt der Reform noch nicht vorhandenen Arbeitsplätze in Zukunft schon noch geschaffen werden. Es war politisch mutig, eine solche Hoffnung zu hegen, aber – die Zahlen legen das nahe –, es war richtig.
7. März 2013
Pressemitteilung

Chancen, aber auch Risiken für Aufschwung in Deutschland

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und um das Jahr 2014 erweitert. Für 2013 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von ½ % gerechnet, für 2014 mit einem von 1 ½ bis 2 %. Verschiedene Frühindikatoren sprechen dafür, dass sich die deutsche Konjunktur nach dem Abschwung im vergangenen Jahr bereits wieder stabilisiert. Angesichts der Wiederbelebung der Auslandsnachfrage sollten die Unternehmen ihre Investitionszurückhaltung allmählich aufgeben. Zudem wird die Binnenkonjunktur durch den privaten Konsum und den Wohnungsbau gestützt. Werden die Risiken seitens der Probleme im Euroraum oder des Etatstreits in den USA nicht virulent, bestehen Chancen für eine konjunkturelle Erholung in diesem Jahr und einen weiteren Aufschwung im kommenden Jahr. Die Perspektiven am Arbeitsmarkt bleiben günstig, auch wenn die Beschäftigung weniger stark zunimmt. Die Inflationsrate dürfte zunächst unterhalb der 2-Prozent-Marke bleiben, im nächsten Jahr könnte sie diese aber wieder übersteigen.
7. März 2013
Pressemitteilung vom 07.03.2013

Chancen, aber auch Risiken für Aufschwung in Deutschland

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und um das Jahr 2014 erweitert. Für 2013 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von ½ % gerechnet, für 2014 mit einem von 1 ½ bis 2 %. Verschiedene Frühindikatoren sprechen dafür, dass sich die deutsche Konjunktur nach dem Abschwung im vergangenen Jahr bereits wieder stabilisiert.
6. März 2013
HWWI Standpunkt

Abzocker-Initiative: Warum die Schweiz kein Vorbild ist!

von Thomas Straubhaar
Die Schweizer haben beschlossen, der Abzocke im Management einen Riegel vorzuschieben. Das ist für die deutsche Politik in einem Wahljahr ein Steilpass, eine gesetzliche Begrenzung von Vorstandsgehältern zu fordern. Eine deutsche Kopie schweizerischer Verhältnisse ist aber mehr als fragwürdig. Dafür besteht keine Notwendigkeit. Denn mit der Abzocker-Initiative werden gleichzeitig zwei Sachverhalte angesprochen, die sich in der Summe widersprechen: einmal werden den Aktionären mehr Rechte gewährt. Das ist richtig. Dann aber werden die Aktionäre gleich wieder entmündigt, in dem Ihnen vorgeschrieben werden soll, wie sie ihre Manager entlohnen dürfen und was dabei verboten sein soll. Das ist falsch. Die Aktionärsrechte erst zu stärken, um sie dann mit dem selben Gesetz wieder zu schwächen, kann keine sinnvolle Politik sein.
6. März 2013
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex erhöhte sich weiter

Im Monatsdurchschnitt lag der HWWI-Rohstoffpreisindex im Februar höher als im Januar. Gegen Mitte des Monats gingen jedoch die Rohstoffpreise überwiegend zurück. Auf US-Dollar-Basis notierte der Index im Februar um 2 % höher als im Vormonat. In Euro berechnet war der Anstieg mit 1,5 % etwas geringer. Im Index erhöhten sich am stärksten der Unterindex „Eisenerz, Stahlschrott“ mit 4,6 % (in Euro: +4 %) und Rohöl mit 2,3 % (in Euro: +1,7 %). Dagegen waren…
28. Februar 2013
Update 02 2013

Der Weg in eine europäische Fiskalunion

Die bisherigen Maßnahmen der Politik konnten keine nachhaltige Stabilisierung der Euro-Zone bewirken. Allein die Europäische Zentralbank war hinreichend handlungsfähig und konnte zumindest kurzfristig durch ihre Interventionen und insbesondere ihre Ankündigung, im Notfall „alles Erforderliche zu tun“, um den Euro zu stabilisieren, die Märkte beruhigen. Die strukturellen Ursachen sind damit aber nicht beseitigt.
28. Februar 2013
HWWI Update

Dr. Christina Boll neue Forschungsdirektorin

von Christina Boll
27. Februar 2013
HWWI Standpunkt

Leute, beruhigt Euch: Es besteht kein Grund zur Panik!

von Thomas Straubhaar
Italien hat gewählt. Und Deutschland gerät in Panik. Aufgeregte Überschriften mit Reizworten wie „Chaos“, „Alarm“, „Blockade“, „Katastrophe“ oder schlicht „Krise“ prägen die Titel deutscher Medien. In Deutschland ist man sich einig. Nach den Wahlen in Italien gehen Europa, der Euro und damit auch Deutschland harten Zeiten entgegen. Diese Sorgen schießen weit übers Ziel hinaus. Die erfreulich stabile deutsche Wirtschaft wird von den italienischen Turbulenzen nicht gebremst werden.
27. Februar 2013
HWWI Update

Interdisziplinäres Projekt innogesi gestartet

von André Wolf
Jüngste Ereignisse wie der Hurricane Sandy im Oktober 2012 und der Stromausfall in München im November 2012 führen uns die Abhängigkeit unseres Wirtschaftens von der Funktionsfähigkeit kritischer Infrastruktur vor Augen. Forschung mit dem Ziel einer vergrößerten Versorgungssicherheit muss in einem umfassenden Rahmen erfolgen, der technische, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte vereint. Vor diesem Hintergrund versucht das Forschungsprojekt innogesi neue Geschäftskonzepte im Bereich Sicherheit aus einer solchen interdisziplinären Sicht heraus zu entwickeln.
27. Februar 2013
HWWI Update

Die politische Ökonomie der US-amerikanischen Handels- und Zuwanderungspolitik

von Paola Conconi, Giovanni Facchini, Max Friedrich Steinhardt, Maurizio Zanardi
Bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen in den USA hat das Thema Einwanderung erneut eine prominente Rolle gespielt. Während Barack Obama aktiv für eine liberale Zuwanderungspolitik warb, stellte sein republikanischer Widersacher Mitt Romney lange die Bekämpfung der illegalen Zuwanderung in den Mittelpunkt. Obwohl der Außenhandel ähnliche Auswirkungen auf den einheimischen Arbeitsmarkt haben kann wie Zuwanderung, vertreten die Republikaner auf diesem Feld – im Gegensatz zu den Demokraten – seit vielen Jahren eine sehr liberale Position. Eine neue Forschungsstudie greift die skizzierten Unterschiede zwischen Republikanern und Demokraten auf und analysiert die Außenhandels- und Zuwanderungspolitik der USA aus politökonomischer Perspektive.

27. Februar 2013
HWWI Update

Der Weg in eine europäische Fiskalunion

von Michael Bräuninger, Henning Vöpel
Die bisherigen Maßnahmen der Politik konnten keine nachhaltige Stabilisierung der Euro-Zone bewirken. Allein die Europäische Zentralbank war hinreichend handlungsfähig und konnte zumindest kurzfristig durch ihre Interventionen und insbesondere ihre Ankündigung, im Notfall „alles Erforderliche zu tun“, um den Euro zu stabilisieren, die Märkte beruhigen. Die strukturellen Ursachen sind damit aber nicht beseitigt. Im Gegenteil: Eine fiskalpolitische Lösung muss dringend gefunden werden. Richtig konzipiert ist eine Fiskalunion die einzige Alternative zu einer „Schulden- und Inflationsunion“, wie eine Gemeinschaftsstudie von PwC und HWWI zeigt. Die Euro-Zone braucht einen konjunkturellen Ausgleichsmechanismus und einen strukturellen Konvergenzprozess.
25. Februar 2013
HWWI Standpunkt

Das Phantom der deutschen Klassengesellschaft

von Thomas Straubhaar
Wer behauptet, dass Deutschland eine Klassengesellschaft sei, muss eine ziemlich verzerrte Wahrnehmung der Realität haben. Wer hat in Deutschland denn die Macht und das Sagen? Wer sitzt in Bundesregierung, Bundestag und in den Landesparlamenten? Weder gibt es Dynastien, noch wird Deutschland von den Reichen regiert. Im Gegenteil während in der Vergangenheit Reichtum und Macht auf das Engste miteinander verknüpft waren, setzt sich die politische Klasse der Bundesrepublik heutzutage gerade nicht aus den materiell besser gestellten Schichten, geschweige denn Reichen, zusammen.
19. Februar 2013
Partnerpublikation

Chancen und Risiken einer Fiskalunion

Eine aktuelle Gemeinschaftsstudie von PwC und HWWI zeigt: Um die Europäische Währungsunion dauerhaft zu stabilisieren, muss der gemeinsame Währungsraum zu einer Fiskalunion mit einem institutionalisierten Transfersystem weiterentwickelt werden.
15. Februar 2013
HWWI Standpunkt

Der Doktortitel gehört hinter, nicht vor den Namen

von Thomas Straubhaar
Eitelkeit? Ehrgeiz? Erkenntnissuche? Was trieb Annette Schavan dazu, eine Promotion zu schreiben? Der Fall der Bundesministerin Annette Schavan wirft viele Fragen auf. Wie weit hat die Doktorandin systematisch und vorsätzlich kopiert, abgeschrieben, geschummelt und getrickst? Einiges wird sich sachlich objektiv klären lassen. Beispielsweise in welchem Ausmaße damals wie heute gültige Zitierregeln missachtet wurden. Das kann man quantitativ ziemlich genau messen – so arbeitet jede Plagiats-Software, die heute standardmäßig bei jeder Seminar-, Bachelor-, Masters- und Promotionsarbeit eingesetzt wird. Wann aber werden die Zitiermängel systematisch? Wann wird aus dem Quantitäts- ein Qualitätsproblem?
13. Februar 2013

Dr. Christina Boll neue Forschungsdirektorin am HWWI

Dr. Christina Boll wurde am Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) zur neuen Forschungsdirektorin berufen. Boll tritt damit die Nachfolge von Dr. Silvia Stiller an, die Anfang des Jahres in die Selbstständigkeit wechselte. Zusammen mit Forschungsdirektor Prof. Dr. Michael Bräuninger ist sie für die Koordinierung der Forschungsarbeiten am HWWI verantwortlich.
7. Februar 2013
Gutachten

Klimawandel und Anpassung in der Stadt Hamburg

Wie ist der Stand des Wissens zu den Kosten des Klimawandels, den Kosten der Anpassung und was bedeutet dies für die Stadt Hamburg? Diesen Fragen geht ein neues Gutachten nach.
5. Februar 2013
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex stieg im neuen Jahr an

Zu Beginn des Jahres ist der HWWI-Rohstoffpreisindex gestiegen. So lag der Index, bewertet in US-Dollar, im Januardurchschnitt um 3,5 % über dem Wert vom Vormonat. In Euro berechnet war der Anstieg aufgrund der stärkeren europäischen Gemeinschaftswährung mit 2,2 % dagegen weniger ausgeprägt. Seit Mitte Januar ist der Index kontinuierlich angestiegen und entfernte sich weiter von den niedrigen Notierungen von Anfang November 2011. Der Anstieg seitdem ...
28. Januar 2013
HWWI Research Paper

Equal matches are only half the story. Why German female graduates earn 27 % less than males

von Christina Boll, Julian Sebastian Leppin
Germany’s occupational and sectoral change towards a knowledge‐based economy calls for high returns on education. Nevertheless, female graduates are paid much less than their male counterparts. We find an overall unadjusted gender pay gap among German graduates of 27 %. This corresponds to an approximate wage gap of 32.5 % thereof 20,3 % account for different endowments and 12,2 % for different remunerations of characteristics. Suboptimal job matches of females tied in family and partner contexts are supposed to account for at least part of the gendered wage drift. But overeducation does not matter in this regard. Instead, females earn 4 % less because they work on jobs with fewer years of required education. Furthermore, solely males are granted breadwinner wage premiums and only men successfully avoid wage cuts when reducing working hours. We conclude that the price effect of the gap reflects employers’ attributions of gender stereotypes, gendered work attitudes as well as noticeable unobserved heterogeneity within and between sexes. ELSA Seminar Series
25. Januar 2013
HWWI Research Paper

Protection against major catastrophes: an economic perspective

von Lars Wenzel, André Wolf
This paper intends to further understanding of catastrophic events by reviewing the economic literature on their effects as well as potential means of dealing with the corresponding risks and uncertainties. Since 2000, the world has seen a number of catastrophes including terrorist attacks in the United States and Europe, tsunamis in Southeast Asia and Japan as well as volcanic eruptions in Iceland. All of these have had significant impacts on human well-being and economic activity beyond the regional level. In an increasingly populous and globalized world, these types of events and their repercussions are likely to increase. Hence, it is important to ensure that government and private entities cooperate in an attempt to reduce risks of catastrophes.
25. Januar 2013
HWWI Update

Die Zuschussrente – Ein Armutszeugnis

von Christina Benita Wilke
23. Januar 2013
HWWI Standpunkt

Liberale, wagt jetzt mehr Gerechtigkeit!

von Thomas Straubhaar
Die Zeiten stehen für mehr Gerechtigkeit. Eine Linksbewegung ist in Gange. Sie ist bei den Landtagswahlen der jüngeren Vergangenheit zu sehen, zuletzt am Wochenende in Niedersachsen. Sie zeigt sich aber nicht nur in Deutschland. Sie ist weltweit überall dort erkennbar, wo die Finanzmarktkrise alte Weisheiten in Frage stellt und neue Antworten auf kommende Herausforderungen erforderlich macht.
22. Januar 2013
Update 01 2013

Cloud Computing als effiziente IT-Lösung für Unternehmen

Laut einer aktuellen Umfrage speichern vier von fünf Internetnutzern in Deutschland Inhalte mittels Cloud Computing im Internet ab, um die heimische Festplatte zu entlasten und flexible Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Dateien zu haben. Welche Potenziale birgt Cloud Computing für kleine und mittlere Unternehmen?
17. Januar 2013
HWWI Update

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk – bedeutender Auftrag- und Arbeitgeber an den Standorten der Rundfunkanstalten

von Dörte Nitt-Drießelmann
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein wichtiger Arbeitgeber im Kulturbereich. Neben den fest angestellten Mitarbeitern beschäftigt der öffentlich-rechtliche Rundfunk, bestehend aus den neun in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), dem Deutschlandradio und der Deutschen Welle, eine große Anzahl freier Mitarbeiter. Durch die Vergabe von Aufträgen an Unternehmen und Selbständige sichert er darüber hinaus weitere Arbeitsplätze – nicht nur in der privatwirtschaftlichen Kultur- und Kreativwirtschaft, sondern auch im Bau- und Ausrüstungsgewerbe.
17. Januar 2013
HWWI Update

Eine Analyse des bilateralen Containerverkehrs

von Franziska Biermann
Der überwiegende Teil des Welthandels wird heutzutage per Schiff abgewickelt. Ein aktuelles HWWI Research Paper diskutiert, welche Faktoren auf den Containertransport zwischen zwei Ländern wirken. Insbesondere wird untersucht, welchen Einfluss die Distanz auf den Containerverkehr hat.
17. Januar 2013
HWWI Update

Cloud Computing als effiziente IT-Lösung für Unternehmen

von Michael Bräuninger
Laut einer aktuellen Umfrage speichern vier von fünf Internetnutzern in Deutschland Inhalte mittels Cloud Computing im Internet ab, um die heimische Festplatte zu entlasten und flexible Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Dateien zu haben. Welche Potenziale birgt Cloud Computing für kleine und mittlere Unternehmen?
16. Januar 2013
HWWI Standpunkt

Zum Rückrundenstart der Bundesliga: Öffentlich-rechtliche Verfehlungen

von Thomas Straubhaar
Öffentlich-rechtliche Rundfunkstationen bieten dem Fußball eine höchst attraktive mediale Plattform. Und anstatt für diese exzellente Werbemöglichkeit viel Geld von Firmen, Sportartikelherstellern oder Werbekunden zu erhalten, müssen ARD und ZDF für die Übertragung von Bundesliga- oder Champions League-Spielen jährlich weit mehr als 100 Millionen Euro bezahlen.
7. Januar 2013
Pressemitteilung vom 07.01.2013

Im Jahr 2012 entwickelten sich die Rohstoffpreise sehr unterschiedlich

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist von Jahresbeginn bis Ende 2012 um 0,9 % auf US-Dollar-Basis zurückgegangen, während er sich auf Eurobasis um 2,9 % reduzierte. Die Teilindizes entwickelten sich dabei zum Teil sehr unterschiedlich.
7. Januar 2013
Pressemitteilung

Im Jahr 2012 entwickelten sich die Rohstoffpreise sehr unterschiedlich

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist von Jahresbeginn bis Ende 2012 um 0,9 % auf US-Dollar-Basis zurückgegangen, während er sich auf Eurobasis um 2,9 % reduzierte. Die Teilindizes entwickelten sich dabei zum Teil sehr unterschiedlich.
4. Januar 2013
HWWI Research Paper

Forecasting Regional Growth in Germany: A panel approach using Business Survey Data

von Lars Wenzel
This paper is a first attempt to construct quantitative forecasts for regional growth in Germany using business survey data (BSD) from the German chambers of commerce. A panel approach is used to model the growth rates of the Bundesländer from the year 2000 onwards. The proposed model does well in explaining regional growth and the coefficients on the BSD are relatively stable. Results suggest that an indicator that is 10 points higher reflects growth rates that are 0.3-0.4 percentage points higher, while a 10 point increase from the previous year suggests an increase in growth by 0.25 percentage points. Fixed effects are found to play a negligible role. The BSD provides additional information on regional growth and outperforms the benchmark without BSD by up to 14 per cent for the full time period. For the period from 2000 to 2007 this value is as much as 20 per cent. However, for the time period from 2008 onwards, BSD does not provide significant information content over the benchmark. This reflects several shortcomings of the BSD, which nonetheless appears a valuable source of information in forecasting regional growth.
24. Dezember 2012
HWWI Standpunkt

Ihr Kinderlein kommet!

von Thomas Straubhaar
Alle Jahre wieder feiern in diesen Tagen weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu Christi. Geht der aktuelle Trend weiter, wird man in Europa bald schon ganz normale Geburten bejubeln. Denn hierzulande kommen immer weniger Kinder zur Welt.
17. Dezember 2012
HWWI Research Paper

The political economy of trade and migration: Evidence from the U.S. Congress

von Paola Conconi, Giovanni Facchini, Max Friedrich Steinhardt, Maurizio Zanardi
Over the last decades, the United States has become increasingly integrated in the world economy. Very low trade barriers and comparatively liberal migration policies have made these developments possible. What drove US congressmen to support the recent wave of globalization? While much of the literature has emphasized the differences that exist between the political economy of trade and migration, in this paper we find that important similarities should not be overlooked. In particular, our analysis of congressional voting between 1970 and 2006 suggests that economic drivers that work through the labor market play an important role in shaping representatives' behavior on both types of policies. Representatives from more skilled-labor abundant districts are more likely to support both trade liberalization and a more open stance vis-à-vis unskilled immigration. Still, important systematic differences exist: welfare state considerations and network effects have an impact on the support for immigration liberalization, but not for trade; Democratic lawmakers are systematically more likely to support a more open migration stance than their Republican counterparts, and the opposite is true for trade liberalization.
11. Dezember 2012
Pressemitteilung vom 11.12.2012

Rezession im Euroraum infiziert deutsche Konjunktur

Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert. Für 2013 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von ½ % gerechnet, nach ¾ % für 2012. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Eurokrise, des möglichen „fiscal cliff“ in den USA und der Spannungen in Nahost aber erheblich.
11. Dezember 2012
Pressemitteilung

Rezession im Euroraum infiziert deutsche Konjunktur

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert. Das konjunkturelle Gesamtbild hat sich nicht wesentlich geändert. Wie erwartet, konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht mehr der Eurokrise und der sich im Euroraum ausbreitenden Rezession entziehen. Im laufenden Quartal ist sogar mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts zu rechnen. Allerdings erwartet das HWWI keine Rezession. Vielmehr sollte sich die Konjunktur ab Jahresbeginn 2013 allmählich wiederbeleben und später auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehren. Für 2013 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von ½ % gerechnet, nach ¾ % für 2012. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Eurokrise, des möglichen „fiscal cliff“ in den USA und der Spannungen in Nahost aber erheblich. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt ist zunächst gestoppt, sollte im Laufe des kommenden Jahres aber ebenfalls wieder aufgenommen werden. Inflationsdruck wird unter diesen Bedingungen nicht aufkommen, der Verbraucherpreisanstieg daher zunächst knapp unter 2 % bleiben.
10. Dezember 2012
Update 10 2012

Luftfahrtindustrie – Wachstumsmotor für Norddeutschland

Forschungsintensive und technologieorientierte Industrien sind Treiber für wirtschaftliches Wachstum und die Beschäftigung von Fachkräften. Die Luftfahrtindustrie ist vielerorts in Norddeutschland die dominierende Spitzentechnologie. Ihre Bedeutung für die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein untersucht eine aktuelle Studie des HWWI.
10. Dezember 2012
HWWI Update

Im BDO International Business Compass schneidet Lateinamerika besser ab als Asien

von Michael Bräuninger
Das HWWI hat den BDO International Business Compass entwickelt. Der Index bewertet Staaten als internationale Standorte für den Mittelstand allgemein und speziell hinsichtlich Absatz und Produktion. Im direkten globalen Vergleich finden sich viele OECD-Mitgliedstaaten in den Top Ten wieder. Lateinamerikanische Länder verzeichnen insgesamt höhere Werte als asiatische Staaten. Der afrikanische Kontinent bildet den Schluss.
10. Dezember 2012
HWWI Update

Rezession im Euroraum infiziert deutsche Konjunktur

von Jörg Hinze
Nach gutem Start zu Jahresbeginn hat sich die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im Laufe dieses Jahres mehr und mehr verlangsamt. Rückläufige Auftragseingänge und andere Frühindikatoren lassen im Jahresschlussquartal einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion erwarten. Hauptursache für diesen Abschwung war, dass die deutsche Wirtschaft sich immer weniger der Eurokrise und der sich im Euroraum ausbreitenden Rezession entziehen konnte.
10. Dezember 2012
HWWI Update

Sanktionen im Alg-II-Bezug: Wirkungen und Nebenwirkungen

von Ingrid Hohenleitner
Mit Einführung des Arbeitslosengeldes II, bekannt als „Hartz IV“, wurde ein umfassendes Kontroll- und Sanktionsregime installiert. Seit 2009 stieg die Zahl der Sanktionen gegen Alg-II-Bezieher immer weiter an. Dieses Jahr wurde zum ersten Mal die Millionengrenze überschritten. In einer aktuellen Studie werden Effekte auf das Erwerbsverhalten sanktionierter Haushalte untersucht.
10. Dezember 2012
HWWI Update

Luftfahrtindustrie – Wachstumsmotor für Norddeutschland

von Franziska Biermann, Henriette Bunde
Forschungsintensive und technologieorientierte Industrien sind Treiber für wirtschaftliches Wachstum und die Beschäftigung von Fachkräften. Die Luftfahrtindustrie ist vielerorts in Norddeutschland die dominierende Spitzentechnologie. Ihre Bedeutung für die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein untersucht eine aktuelle Studie des HWWI, die im Auftrag von Airbus erstellt wurde.
5. Dezember 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex ist weiter gesunken

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im November im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 2,1 % und in Euro berechnet um 1 %. Im Index gaben besonders die Preise für Ölsaaten und Öle mit 5,4 % (in Euro: -8,9 %) im Vergleich zum Vormonat weiter nach. Aber auch der Index für Genussmittel reduzierte sich vergleichsweise stark; er sank um 4,6 % (in Euro: -3,5 %).
20. November 2012
HWWI Research Paper

Political Determinants of Budget Deficit in Pakistan: An Empirical Investigation

von Mumtaz Anwar Chaudhry, Munazza Ahmad
This study is an attempt to check some political factors determining budget deficit in Pakistan. It examines the short and long-run relationship between the Budget deficit, democracy and cabinet size for Pakistan’s economy. The bounds testing approach to co-integration and (ECM) error-correction models, developed within an autoregressive distributed lag (ARDL) framework is applied to annual data for the period 1976 to 2009 in order to investigate whether a long-run equilibrium relationship exists between the budget deficit and these factors. The result of the bounds test indicates that there exist long-run relationship between the budget deficit and political variables. The results provide strong evidence that large government size will significantly add to the budget deficit. The democracy can help in reducing budget deficit but shows a weaker influence in case of Pakistan for the sample period.
20. November 2012
HWWI Standpunkt

Lieber nach Amerika als nach China!

von Thomas Straubhaar
Was war das für eine Woche: erst die Wahlen in den USA, dann folgte in Peking der 18. Parteitag der chinesischen Kommunisten. Innerhalb weniger Tage standen damit in den beiden heutigen Supermächten wichtige politische Weichenstellungen an. In den USA geht es darum, eine tief gespaltene Nation zu einen und mehr neue Jobs für die Maße der (Langzeit-)Arbeitslosen zu schaffen. In China verlangt die Bevölkerung mehr Wohlstand, mehr Gerechtigkeit und weniger Korruption.
19. November 2012
HWWI Standpunkt

Economic Agenda of the New U.S. Administration

von Philip D. Murphy
Es ist mir eine Freude, Sie heute zu treffen, um über die Wirtschaftsagenda von Präsident Barack Obama in seiner zweiten Amtszeit zu sprechen. Es ist wie so oft – wenn ein Amtsinhaber wiedergewählt wird – auch jetzt der Fall, dass sich die Regierung umgehend an die Arbeit macht.
18. November 2012
HWWI Research Paper

The Impact of Distance in Seaborne Trade: An Analysis of Bilateral Container Transport Flows

von Franziska Biermann
A significant part of world trade volume is transported by container ship today. Growing world trade will enforce containerization, since standardized shipment reduces transport costs. The research aim of this paper is to identify the impact of variables used in merchandise trade flow models, like GDP, or colonial ties, and especially distance, on bilateral container transport flows. Distance is one of the most important natural barriers in trade models, and despite globalization, its impact has been quite persistent in world trade. For container transport, the impact might be smaller, since it takes place especially between distant regions. The results show that the distance effect is even positive in some of the model specifications. Furthermore, compared to traditional measures of distance, the use of shipping route distances reveals noticeable differences in the impact of distance and border on container transport. The impact of other variables is comparable to empirical ndings in the related literature.
16. November 2012
HWWI Policy Paper

Öffentlicher und intermediärer Kultursektor in Deutschland – eine quantitative Analyse der bewegten Finanzmittel und der Erwerbstätigkeit

von Dörte Nitt-Drießelmann
In Deutschland ist das kulturelle Leistungsspektrum breit gefächert und fußt auf drei wesentlichen Säulen. Bedeutende Akteure sind im privatwirtschaftlichen Sektor zu finden, aber auch der öffentliche Sektor und der sogenannte „dritte“ oder intermediäre Sektor spielen eine wesentliche Rolle. Die öffentliche Hand (Bund, Länder, Gemeinden) setzte im Jahre 2007 mehr als 10 Mrd. Euro Grundmittel für die Kulturbereiche und die kulturnahe Bereiche ein. 31 % aller Gelder flossen in „Theater und Musik“, 16 % in „Museen und Sammlungen“, 12 % in „Bibliotheken“ und 9 % in die „Sonstige Kulturpflege.“ Die Anteile für die sonstigen Aufgabenfelder der öffentlichen Hand wie z.B. „Denkmalschutz“ oder „Volkshochschulen“ lagen zwischen 3 % und 7 %. Im öffentlichen Kultursektor sind etwa 126.000 Erwerbstätige im öffentlichen Dienst beschäftigt, knapp 15.000 von ihnen als Beamte. Neben den Grundmitteln für die Kulturbereiche und die kulturnahen Bereiche wendet die öffentliche Hand zusätzlich jährlich etwa 3,8 Mrd. Euro bis 4,8 Mrd. Euro für die Ausbildung in den künstlerischen Fächern an allgemeinbildenden Schulen auf. Für den Unterricht werden 32.000 bis 40.000 Lehrervollzeitstellen sowie 21.000 bis 27.000 Teilzeitstellen benötigt. Etwa 620 Mio. Euro fließen zudem jährlich in die Hochschulausbildung in Kunst- und Kulturfächern. Rund 24.000 Studierende, das sind mehr als 7 % aller Absolvent/-innen im Erststudium oder weiterem Studium an allen Hochschulen, erwarben 2009 an einer Hochschule einen Abschluss in den Studienfächern „Kunst/¬Kunstwissenschaft“, „Kulturwissenschaft“ und „Bibliothekswesen“. Zum öffentlich geförderten Kultursektor können auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die christlichen Kirchen gezählt werden, da beide aufgrund rechtlicher Regelungen (z. B. Gebührenerhebung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Finanzierung von Personalausgaben der christlichen Kirchen) oder Aufgaben (wie etwa Bildungs- und Kulturauftrag des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks) eng mit dem öffentlichen Sektor verknüpft sind.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein bedeutender Arbeitgeber im Kulturbereich. Mehr als 27.000 festangestellte Mitarbeiter und über 11.000 feste freie Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Hinzu kommen weitere 80.000 bis 100.000 freie Mitarbeiter. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bezieht in großem Umfang Vorleistungen von anderen Unternehmen und Selbständigen. Insgesamt kann geschätzt werden, dass vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk mindestens 5,5 Mrd. Euro jährlich an inländische Erwerbstätige, Selbständige oder Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft fließen. Hinzu kommen weitere 400 Mio. Euro für Investitionen. Die christlichen Kirchen wendeten 2009 ebenfalls eine hohe Summe, etwa 4,7 Mrd. Euro, für ihre kulturellen Aktivitäten auf. Insbesondere im Bereich Musik sind die Kirchen stark engagiert. Der intermediäre Kultursektor wird vom gemeinnützigen, zivilgesellschaftlichen Engagement getragen. Er bezieht die kulturelle Arbeit in Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen aber auch Spenden und Sponsoring für kulturelle Zwecke mit ein. Die zentrale Bedeutung im intermediären Sektor spielt das ehrenamtliche Engagement. Etwa drei Millionen Bürger/innen leisten jährlich unentgeltlich 575 Millionen Stunden im Kulturbereich. Zusätzlich erhalten 0,7 Millionen Bürger/innen für weitere 135 Millionen Stunden eine (meist kleine) Vergütung für ihr Engagement. Würde jede dieser ehrenamtlich geleisteten Stunden mit 12 Euro pro Stunde vergütet werden, ergäbe sich ein jährlicher Betrag von 8,5 Mrd. Euro. Dies entspräche in der Summe den eingesetzten Grundmitteln von Bund, Länder und Gemeinden für Theater, Musik, Museen, Bibliotheken, sonstige Kulturpflege, Denkmalschutz, Kunsthochschulen, Kulturverwaltung sowie kulturelle Angelegenheiten im Ausland. Hinzu kommen weitere 0,8 Mrd. Euro an Mitglieds- und Vereinsbeiträgen, die von den Bürger/innen in die Kultureinrichtungen im intermediären Sektor (z. B. in Chöre und Theatergruppen) fließen. Im Vergleich zum Ehrenamt treten die Zuflüsse durch Stiftungen mit Stiftungszweck Kunst und Kultur mit 1,4 Mrd. Euro bis 1,7 Mrd. Euro jährlich weit zurück. Das Gleiche gilt für das Sponsoring (0,4 Mrd. Euro Kultursponsoring, 0,8 Mrd. Euro Mediensponsoring) sowie die Spenden von Privaten und Unternehmen mit insgesamt 0,2 bis 0,3 Mrd. Euro jährlich. Im gesamten intermediären Kultursektor sind etwa 36.000 Erwerbstätige beschäftigt.
14. November 2012
HWWI Standpunkt

Geh weg oder stirb!

von Thomas Straubhaar
Offenbar ist in Deutschland die Lage besser als die Stimmung. Die deutschen Maschinenbauer machen 2012 so viel Umsatz, wie niemals zuvor.
8. November 2012
Studie

Im Steigflug. Die Luftfahrtindustrie als Wachstumsmotor für Norddeutschland

Die Luftfahrtindustrie ist weltweit auf Wachstumskurs und gehört damit zu den Industrien der Zukunft. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sorgt die Luftfahrtindustrie für mehr Wachstum und Beschäftigung als viele andere Branchen.
8. November 2012
Pressemitteilung

HWWI-Studie: Luftfahrtindustrie ist Wohlstandsmotor für Norddeutschland

Für Norddeutschland ist die Luftfahrtindustrie Impulsgeber für Wachstum und Beschäftigung.

Die Luftfahrtindustrie ist weltweit auf Wachstumskurs und gehört damit zu den Industrien der Zukunft. Norddeutschland hat bereits heute aufgrund seiner günstigen Standortbedingungen einen hohen Anteil am deutschen zivilen Luft- und Raumfahrzeugbau. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sorgt die Luftfahrtindustrie für mehr Wachstum und Beschäftigung als viele andere Branchen. Gleichzeitig forciert sie den wissensbasierten Strukturwandel, der die deutsche Industrie auch auf internationalen Märkten wettbewerbsfähig hält. Eine weitere Stärkung der Luftfahrtindustrie im Norden hat deshalb eine strategische Bedeutung für Deutschland insgesamt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Im Steigflug. Die Luftfahrtindustrie als Wachstumsmotor für Norddeutschland“, die das Hamburgische WeltWirt-schaftsInstitut (HWWI) im Auftrag von Airbus durchgeführt hat.
6. November 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex gibt nach

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Oktober im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 2,5 % und in Euro berechnet um 3,5 %. Damit liegt der Index in US-Dollar etwa auf dem Stand von vor einem Jahr, während er mit 5,8 % auf Euro-Basis etwas höher notiert. Im letzten Monat sanken be-sonders die Preise für Ölsaaten und Öle, die sich um 8 % im Vergleich zum Vormonat reduzierten (in Euro: -8,9 %). Bei den Energieträgern verbilligte sich Kohle um 6,3 % (in Euro: -7,2 %) und Rohöl um 2,7 % (in Euro: -3,7 %)...
1. November 2012
Partnerpublikation

Bildungsraum Hamburg/Schleswig-Holstein: mit vereinter Kraft für eine starke Region!

Die rückläufigen Schülerzahlen stellen die berufsbildenden Schulen vor große Herausforderungen. Sie werden künftig noch stärker als bisher mit den Hochschulen um kluge Schulabgänger konkurrieren. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob das berufliche Bildungssystem in Hamburg und Schleswig-Holstein Arbeitsmarkt- und zukunftsorientiert aufgestellt ist.
29. Oktober 2012
Update 09 2012

Flucht in Sachwerte?

Angesichts der Turbulenzen im Euroraum und der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird Sachwerten seitens der Anleger eine höhere Beachtung geschenkt. Eine gemeinschaftlich vom HWWI und der Berenberg Bank erstellte Studie „Strategie 2030 – Sachwerte“ beleuchtet sowohl die aktuellen Inflationsrisiken als auch die Risiken und Chancen einer Anlage in Sachwerten. Die äußerst heterogene Vermögensklasse der Sachwerte ...
25. Oktober 2012
HWWI Update

Kultur in Hamburg – Ein Blick auf die öffentlich finanzierten Leistungen und das freiwillige bürgerliche Engagement

von Dörte Nitt-Drießelmann
In Hamburg ist jeder vierzehnte Erwerbstätige in der privatwirtschaftlichen Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt. Mit etwa 11.500 Erwerbstätigen arbeitete 2009 jeder sechste von ihnen in den Bereichen Darstellende Kunst, Musik oder Bildende Kunst. Hier stellen auch die öffentliche Hand, Hamburger Stiftungen und Vereine alternative oder ergänzende Angebote bereit und schaffen damit weitere 3.200 Arbeitsplätze. Die Bedeutung des öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Engagements für das kulturelle Angebot in der Hansestadt untersuchte das HWWI im Rahmen des Kreativwirtschaftsberichts 2012. Aktuell ist ein Policy Paper zum gleichen Themenkreis erschienen.
25. Oktober 2012
HWWI Update

Arbeitskräfteangebot: Vielfältige Potenziale im Ostseeraum

von Nora Reich, Christina Boll
Aufgrund des demografischen Wandels sind die Staaten im Ostseeraum jetzt und in den nächsten Jahrzehnten mit Bevölkerungsalterung und -schrumpfung konfrontiert. Zudem steigt im Zuge des wirtschaftsstrukturellen Wandels die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Für Innovationsdynamik, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum des Ostseeraumes rückt daher ein Faktor zunehmend in den Fokus: Umfang und Qualifikation der aktuellen und potenziellen Arbeitskräfte. Das HWWI hat im Rahmen eines Forschungsprojektes des Baltic Sea Region Programme 2007−2013 (QUICK – Innovative SMEs by Gender and Age) die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern in Ostsee-Anrainerstaaten und Norwegen mit Daten des Labour Force Survey untersucht und ungenutzte Potenziale quantifiziert. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Frauen und Ältere.
25. Oktober 2012
HWWI Update

Regionalhäfen im internationalen Seehafenwettbewerb

von Nikolai Lutzky
Neben den großen Seehäfen Hamburg und Bremen und dem neuen JadeWeserPort Wilhelmshaven finden sich an der deutschen Nordseeküste auch neun mittelgroße Seehäfen1 mit überwiegend regionalwirtschaftlicher Bedeutung. Als Regionalhäfen zeichnen sich diese – alle in Niedersachsen gelegenen – Häfen vor allem durch ihre Rolle als Standortfaktor und Infrastruktur für die jeweils zugeordnete Wirtschaftsregion aus. Auf welche Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken des internationalen Seehafenwettbewerbs müssen sich die Regionalhäfen einstellen?
25. Oktober 2012
HWWI Update

Von der Peripherie ins Zentrum? Arbeitsmarkteffekte der Wiedervereinigung

von Ulrich Zierahn
Wie kann man erklären, weshalb in manchen Regionen Deutschlands (fast) Vollbeschäftigung herrscht, während in anderen Regionen die Arbeitslosigkeit zum Teil über 15 % liegt? Und weshalb sind diese Unterschiede so persistent? Wieso ist es so schwer für Regionen aufzuholen? Die Neue Ökonomische Geographie (NÖG) liefert theoretische Erklärungen dafür. Doch wie relevant sind diese in der Realität? Die empirische Analyse gestaltet sich schwierig, da Ursache und Wirkung nur schwer voneinander getrennt werden können. Die Wiedervereinigung stellt für die Entwicklung von Regionen ein exogenes Ereignis dar und bietet so die Möglichkeit, die Theorien der NÖG empirisch zu testen.
25. Oktober 2012
HWWI Update

Flucht in Sachwerte?

von Alkis Henri Otto, Jörn Quitzau
Angesichts der Turbulenzen im Euroraum und der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird Sachwerten seitens der Anleger eine höhere Beachtung geschenkt. Eine gemeinschaftlich vom HWWI und der Berenberg Bank erstellte Studie „Strategie 2030 – Sachwerte“ beleuchtet sowohl die aktuellen Inflationsrisiken als auch die Risiken und Chancen einer Anlage in Sachwerten. Die äußerst heterogene Vermögensklasse der Sachwerte stellt hinsichtlich des Renditepotenzials und der Risikoeigenschaften eine interessante Ergänzung der Vermögensportfolios dar. Gleichzeitig ist eine Anlage in Sachwerten mit spezifischen Risiken verbunden, die gesondert evaluiert werden sollten.
24. Oktober 2012
HWWI Policy Paper

Kultur- und Kreativwirtschaft in Hamburg: privater, öffentlicher und intermediärer Sektor in Zahlen

von Dörte Nitt-Drießelmann, Silvia Stiller, Jan Wedemeier
In der Studie wird zunächst der private Sektor der Kreativwirtschaft untersucht. Dabei wird auf die Umsätze und die Erwerbstätigenzahlen der Branche in Hamburg eingegangen. Im Zuge dessen wird auch Hamburgs Position im Vergleich zu Berlin, Köln und München dargestellt. Im Anschluss an den privaten Sektor wird die Bedeutung des öffentlichen Sektors analysiert, der sowohl eigene Arbeitsplätze in der Kreativwirtschaft bietet, durch Kulturförderung aber auch Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sichert. In die Betrachtung einbezogen werden auch die Arbeit des Norddeutschen Rundfunks sowie das Engagement der christlichen Kirchen im Kulturbereich. Abschließend wird auf die Bedeutung des intermediären Sektors in Hamburg und seine Relevanz für die Kreativwirtschaft eingegangen, der im Wesentlichen durch das ehrenamtliche Engagement getragen wird. Ergänzend werden die Arbeit der Hamburger Stiftungen betrachtet sowie das private Spenden- und Sponsoringvolumen abgeschätzt.
23. Oktober 2012
Neue Studie

BDO International Business Compass. Index internationaler Standorte für den Mittelstand

Das HWWI und die BDO veröffentlichen einen Index zur Evaluation der Attraktivität internationaler Standorte für den Mittelstand. Der BDO Compass hat das Ziel, in einem Gesamtindikator die ökonomischen, politisch-rechtlichen und soziokulturellen Rahmenbedingungen eines Landes widerzugeben. Darüber hinaus wurden die Länder nach den zwei Teilindizes Absatzmarkt und Produktionsstandort bewertet.
23. Oktober 2012
Pressemitteilung

BDO International Business Compass: Lateinamerika vor Asien

Index bewertet Staaten als internationale Standorte für den Mittelstand hinsichtlich Absatz und Produktion | viele OECD-Mitgliedstaaten in den Top 10 im globalen Vergleich| lateinamerikanische Länder verzeichnen insgesamt höhere Werte als asiatische Staaten
5. Oktober 2012
Pressemitteilung

Rohstoffe im HWWI-Index zeigen ein uneinheitliches Bild

Die Weltmarktpreise von Rohstoffen zeigten sich im letzten Monat uneinheitlich. Während sich die NE-Metalle in US-Dollar bewertet um 10 % (in Euro: 6 %) verteuerten, sank der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 6,4 % (in Euro: - 9,8 %). Gleichzeitig bewegte sich der Index für Energierohstoffe mit einem geringen Anstieg von knapp 1 % (in Euro: - 2,8 %) nur wenig. Von der Aufwertung des Euros im abgelaufenen Monat können die Rohstoffnachfrager im Euroraum profitieren.
19. September 2012
Partnerpublikation

Strategie 2030 - Sachwerte

Privatinvestoren suchen in der aktuellen Krise reale Werte, um ihr Vermögen zu bewahren. Dabei genießen Sachwerte auch jenseits von Immobilien einen hohen Stellenwert. Die Studie untersucht Investments wie Rohstoffe, Infrastruktur, Immobilien, Ackerland und Forstwirtschaft, Diamanten, Kunst und Luxusgüter hinsichtlich ihrer Potenziale und Risiken.
18. September 2012
Update 08 2012

Rezession im Euroraum dämpft deutsche Konjunktur

Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts der verschärften Rezessionstendenzen in der Eurozone nach unten revidiert. Schon die vorangegangenen Prognosen standen stets unter dem Vorbehalt, dass die Eurokrise nicht weiter eskalieren würde. Diese Erwartungen wurden ebenso regelmäßig enttäuscht.
18. September 2012
HWWI Policy Paper

Cloud Computing als Instrument für effiziente IT-Lösungen

von Michael Bräuninger, Justus Haucap, Katharina Stepping, Torben Stühmeier
Diese Studie beleuchtet das Thema Cloud Computing aus verschiedenen Blickwinkeln. Primär wird dabei eine ökonomische Analyse der Vor‐ und Nachteile des Cloud Computing für Unternehmen durchgeführt. Im Sinne des Optimierungsansatzes soll der größtmögliche Nutzen bei kleinstmöglichen Kosten erreicht werden. Der hier verwandte breite Kostenbegriff schließt sekundäre Aspekte wie technische und rechtliche Sicherheitsaspekte mit ein. Zusätzlich widmet sich diese Studie auch der Frage, inwieweit die Interessen der Unternehmensleitung, IT-Abteilung und IT‐Nutzer möglicherweise divergieren. Kurz gesagt, geht es um den Zielkonflikt zwischen Nutzerfreundlichkeit und Kosten bzw. Flexibilität und Sicherheit der IT-Anwendungen.
14. September 2012
HWWI Update

Schönwetterdemokratien im Osten Europas?

von Stefan Kolev
Bis vor wenigen Jahren mutete die Transformation in den meisten Ländern Mittel- und Osteuropas (MOE) als Erfolgsgeschichte an. Die Ökonomie florierte, durch den EU-Beitrittsprozess oder die EU-Beitrittsperspektive etablierte sich nach und nach eine gewisse Rechtsstaatlichkeit, und auch die politische Ordnung schien das totalitäre Erbe unwiederbringlich abgestreift zu haben. Dann brach die gegenwärtige Krise aus, beendete jäh den wirtschaftlichen Boom und erschütterte in einigen MOE-Ländern auch die Grundfesten der dortigen Demokratie. Ist das nur eine Momentaufnahme oder ein dauerhaft bedrohliches Szenario?
14. September 2012
HWWI Update

Familienfreundlichkeit auf dem Prüfstand

von Silvia Stiller
Hamburg konkurriert mit anderen deutschen Städten um Arbeitskräfte. In diesem Wettbewerb gewinnen die Lebensbedingungen für Familien an Bedeutung. Das HWWI hat im Auftrag der Hamburger Sparkasse für die Bereiche Kinderbetreuung, Bildung und Wohnumfeld analysiert, wie die Hansestadt hier im Vergleich zu Berlin, Frankfurt am Main, Köln, München und Stuttgart positioniert ist.
14. September 2012
HWWI Update

Rezession im Euroraum dämpft deutsche Konjunktur

von Jörg Hinze
Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts der verschärften Rezessionstendenzen in der Eurozone nach unten revidiert. Schon die vorangegangenen Prognosen standen stets unter dem Vorbehalt, dass die Eurokrise nicht weiter eskalieren würde. Diese Erwartungen wurden ebenso regelmäßig enttäuscht. Inzwischen hat sich die Situation vor allem in Griechenland, Spanien und Italien weiter zugespitzt. Wegen der ungünstigeren Exportaussichten und deren Folgewirkungen haben sich auch die Konjunkturperspektiven für Deutschland eingetrübt. Für 2012 wird nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von ¾ % gerechnet, für 2013 mit einem von ½ %. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Eurokrise erheblich. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich eher verschlechtern, die Zahl der Arbeitslosen ist bereits leicht gestiegen. Der Inflationsdruck ist unter diesen Bedingungen sehr gering, die Inflationsrate dürfte daher wieder unter 2 % sinken.
13. September 2012
HWWI Standpunkt

Die Musik spielt in Luxemburg, nicht in Karlsruhe

von Thomas Straubhaar
Noch einmal gehörte dem Bundesverfassungsgericht die große juristische Bühne. Es gab grünes Licht für die Mitwirkung Deutschlands am Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und am Fiskalpakt.
6. September 2012
HWWI Research Paper

The effect of market access on the labor market: Evidence from German reunification

von Ulrich Zierahn
The New Economic Geography predicts a positive effect of market access on wages, as represented by the wage equation. Several studies provide empirical evidence in favor of the wage equation. However, a key problem is the endogeneity of market access: it is challenging to identify the causal effects of market access on wages, since market access itself depends on wages. Whereas most approaches rely on instrumental variables and strong assumptions on exogeneity, the present analysis relies on German reunification as an exogenous variation of market access in order to identify the effects. Since the market access shock due to reunification was accompanied by a labor supply shock due to migrants and commuters from eastern Germany, the effects on wages, employment and unemployment are analyzed. The results provide evidence in favor of a labor demand shock due to the increase in market access and a labor supply shock due to migrants and commuters from eastern Germany.
6. September 2012
HWWI Research Paper

Monocentric Cities, Endogenous Agglomeration, and Unemployment Disparities

von Ulrich Zierahn
The literature on the wage curve provides considerable evidence in favor of a negative relationship between unemployment and wages. It is thus often seen as a refutation of the Harris-Todaro model, who point to a positive relationship. This paper shows that both strands of literature are special cases of a more general approach by combining a New Economic Geography model with monocentric cities and efficiency wages. Whether the relationship is positive or negative depends on the transportation costs between the cities and commuting costs within them. The model helps explain whether and under which conditions the agglomeration of economic activity is associated with higher unemployment and why controls for agglomeration should be included in wage curve regressions.
6. September 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex steigt trotz Konjunktursorgen

Der HWWI-Rohstoffpreisindex erhöhte sich im August gegenüber dem Vormonat auf US-Dollar-Basis um 6,9 % und auf Euro-Basis um 5,9 %. Seit Mitte Juni ist er damit um mehr als 19 % (in Euro: 18 %) angestiegen. Durch diese Erhöhung in den letzten Wochen notiert der Index wieder nahe an seinem Stand von Anfang des Jahres: +1,4 % (in Euro: +4 %) im Vergleich zum ersten Jahresanfang 2012.
5. September 2012
Pressemitteilung

Rezession im Euroraum dämpft deutsche Konjunktur

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts der verschärften Rezessionstendenzen in der Eurozone nach unten revidiert. Schon die vorangegangenen Prognosen standen stets unter dem Vorbehalt, dass die Eurokrise nicht weiter eskalieren würde. Diese Erwartungen wurden ebenso regelmäßig enttäuscht. Inzwischen hat sich die Situation vor allem in Griechenland, Spanien und Italien weiter zugespitzt. Wegen der ungünstigeren Exportaussichten und deren Folgewirkungen haben sich auch die Konjunkturperspektiven für Deutschland eingetrübt. Für 2012 wird nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von ¾ % gerechnet, für 2013 mit einem von ½ %. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Eurokrise erheblich. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich eher verschlechtern, die Zahl der Arbeitslosen ist bereits leicht gestiegen. Der Inflationsdruck ist unter diesen Bedingungen sehr gering, die Inflationsrate dürfte daher wieder unter 2 % sinken.
5. September 2012
HWWI Standpunkt

Der schmale Grat des HSV

von Henning Vöpel
Mit der Verpflichtung von Rafael van der Vaart herrscht Erleichterung beim HSV. Mit ihm sollte es gelingen, den befürchteten Abstieg zu vermeiden. Die Strategie ist riskant – aber das wäre auch jede Alternative.
3. September 2012
HWWI Standpunkt

Eiserne Gesetze der Ökonomik

von Thomas Straubhaar
Die Ökonomik ist in die Kritik geraten. Die Abfolge unterschiedlicher Krisen seit 2008 hat alte Weisheiten brutal zerstört. Intellektuelle Glasperlenspiele haben sich für die Realität als völlig nutzlos erwiesen. Der feste Glaube des ökonomischen Mainstreams an die Effizienz von Finanzmärkten hat Heerscharen von Studierenden in die Irre geführt. Das hat Krisen teilweise provoziert, teilweise beschleunigt. Nun ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Welche Grundsätze der Ökonomik gilt es zu revidieren? Welche Einsichten halten dem Sturm der Krisen stand? Gibt es überhaupt so etwas wie eiserne Gesetze der Ökonomik?
31. August 2012
HWWI Research Paper

Impact of Benefit Sanctions on Unemployment Outflow – Evidence from German Survey Data

von Ingrid Hohenleitner, Katja Hillmann
Similar to many other European countries, Germany's unemployment policy made a paradigm shift towards activation policy with a tightened monitoring and sanction regime. In our analysis, we examine the impact of benefit sanctions on the probability of getting employed or leaving the labor force. Using a mixed proportional hazard model, we draw causal inference of sanction enforcement on unemployment exit hazards. Based on a survey sample, covering the first three years after implementation of the "Hartz IV" law in 2005, we find evidence for a positive impact of sanctions on getting employed, but also on leaving the labor market.
28. August 2012
HWWI Policy Paper

Europa in der Welt von heute: Wilhelm Röpke und die Zukunft der Europäischen Währungsunion

von Lars P. Feld
Wilhelm Röpke war ein Verfechter des Freihandelsgedankens und gegen jede Form des Kollektivismus, aber auch ein überzeugter Europäer, dem in ferner Zukunft das Ordnungsmodell des Schweizer Föderalismus als Zielvorstellung für Europa vorschwebte. In Währungsfragen war er skeptisch gegenüber Währungsunionen, in denen deren Disziplinierungswirkung über völkerrechtliche Verträge und die Bereitschaft der Länder, diese einzuhalten, sichergestellt werden muss. Vor dem Hintergrund von Röpkes Werk zur europäischen Integration werden in diesem Beitrag das ordnungspolitische Konstrukt der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion analysiert und Lösungsansätze für die gegenwärtige Schuldenkrise abgeleitet. Überarbeitete und erweiterte schriftliche Fassung der sechsten Wilhelm-Röpke-Vorlesung, gehalten unter dem Titel Dezentralität im Bundesstaat und im Staatenverbund: Wilhelm Röpke, Europa und der Föderalismus am 9. Februar 2012 am Wilhelm-Röpke-Institut in Erfurt. Eine gekürzte frühere Version ist erschienen als: Europa in der Welt von heute, Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 41 vom Freitag, 17. Februar 2012, S. 10.
15. August 2012
Kurzbericht

Preisblase am norddeutschen Wohnungsmarkt?

Die Kaufpreise am deutschen Häuser- und Wohnungsmarkt sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie nachhaltig ist diese Entwicklung angesichts demografischer Vorausberechnungen, die von einem Bevölkerungsrückgang für Deutschland insgesamt ausgehen und damit einen Rückgang der Nachfrage nach Wohnraum suggerieren? Und wie stellt sich die jüngste Entwicklung in Norddeutschland dar?
7. August 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex steigt: Starke Wachstumsraten beim Getreide

Im Juli ist der HWWI-Rohstoffpreisindex zum ersten Mal seit März 2012 im Monatsdurchschnitt wieder gestiegen. Der Monatswert in US-Dollar lag um 5,8 % über dem Juni-Wert; in Euro waren es sogar 7,8 %.
6. August 2012
HWWI Standpunkt

Inflation in Sicht?

von Thomas Straubhaar
Obwohl letzte Woche die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum unverändert auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent belassen hat, bestehen kaum Zweifel, wohin die geldpolitische Reise in Zukunft gehen wird.
6. August 2012
Partnerpublikation

L(i)ebenswertes Hamburg. Familienfreundlichkeit als Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Hamburg

Die Attraktivität der Lebensbedingungen in Hamburg ist bedeutsam für die ökonomischen Entwicklungsperspektiven der Hansestadt. Dieser Faktor kann eine Entscheidung für oder gegen Hamburg als Wohn-, Lebens- und Arbeitsort begünstigen.
1. August 2012

HWWI/Berenberg Kulturstädteranking 2012. Die 30 größten Städte Deutschlands im Vergleich

Kulturwirtschaft ist ein expandierender Wirtschaftszweig und wichtiger Arbeitgeber, gerade in Städten. Der Kulturstädte-Vergleich soll dazu beitragen, die Potenziale und Handlungserfordernisse für deutsche Großstädte zu identifizieren.
27. Juli 2012
Update 07 2012

Impulse für die bremische Mittelstandspolitik

Von 2002 bis 2007 wurde die Mittelstandsenquête Bremen durchgeführt, die auf Basis überregionaler Benchmarks wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen für die Standorte Bremen und Bremerhaven formuliert hat. Das HWWI hat 2011/12 den Stand der Umsetzung der Enquête überprüft und eine aktuelle Fortschreibung der Empfehlungen vorgenommen.
27. Juli 2012
HWWI Update

HWWI Bremen unter neuer Leitung

von 
Seit dem ersten Juli hat Frau Dr. Christina Wilke die Leitung der HWWI Niederlassung in Bremen übernommen. Frau Wilke tritt damit die Nachfolge von Herrn Dr. Nikolai Lutzky an, der die Leitung Ende des Jahres niederlegen wird. Bis dahin werden beide das HWWI in Bremen gemeinsam führen.
27. Juli 2012
HWWI Update

Mehr Einbürgerung durch Anerkennung der doppelten Staatsbürgerschaft

von Daniel Naujoks
Die Einführung der indischen Überseestaatsbürgerschaft (Overseas Citizenship of India) hat zu vermehrter Einbürgerung indischer Einwanderer in den USA geführt. Damit verbunden sind eine schnellere und bessere Integration in den Arbeitsmarkt sowie eine stärkere Identifikation mit dem Aufenthalts- und Herkunftsland.
27. Juli 2012
HWWI Update

Kultur- und Kreativwirtschaft in Hamburg

von Silvia Stiller, Jan Wedemeier
In diesem Jahr hat die Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH den ersten Kreativwirtschaftsbericht für Hamburg vorgelegt. Das HWWI hat hierfür den statistischen Teil erarbeitet, der die ökonomische Bedeutung einzelner Teilmärkte aufzeigt. Dabei wird auch auf Hamburgs Position als Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft im Städtevergleich eingegangen.
27. Juli 2012
HWWI Update

Deutscher Außenhandel mit China: Chancen und Risiken

von Michael Bräuninger
Die Handelsbeziehungen mit China haben sich über die beiden letzten Jahrzehnte sehr dynamisch entwickelt. China hat eine immer größere Bedeutung für den Hamburger Außenhandel. Die Ursachen für das Wachstum von Ex- und Importen sind aber unterschiedlich.
27. Juli 2012
HWWI Update

Impulse für die bremische Mittelstandspolitik

von Nikolai Lutzky, Isabel Sünner
Von 2002 bis 2007 wurde die Mittelstandsenquête Bremen durchgeführt, die auf Basis überregionaler Benchmarks wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen für die Standorte Bremen und Bremerhaven formuliert hat.1 Das HWWI hat 2011/12 im Auftrag der Handelskammer Bremen, der Unternehmensverbände im Lande Bremen und der IHK Bremerhaven den Stand der Umsetzung der Enquête überprüft und eine aktuelle Fortschreibung der Empfehlungen vorgenommen.
16. Juli 2012
HWWI Standpunkt

Bankenunion: (un)verzichtbar?

von Thomas Straubhaar
Stopp: bis hierher und nicht weiter! Ein offener Brief deutschsprachiger Ökonomen wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, eine rote Linie überschritten zu haben. Die Antwort von Politikern und Kollegen auf den Professoren-Aufruf ließ nicht lange auf sich warten. 
6. Juli 2012
Kreisprofile

Klimasensibilität von Wirtschaftszweigen

Das HWWI erstellte im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes KLIMZUG-NORD für alle Kreise des Untersuchungsgebietes innerhalb der Metropolregion Hamburg Kreisprofile zur „Klimasensitivität von Wirtschaftszweigen“. Diese Kreisprofile informieren kurz und knapp über die wirtschaftliche Situation und Struktur der einzelnen Kreise sowie ihre Schlüsselsektoren.
3. Juli 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex sinkt kräftig weiter

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Juni im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 11 %, während er in Euro um 9 % nachgab. Damit liegt der Index um gut 16,8 % (in Euro: -3,3 %) unter dem Niveau von vor einem Jahr.
2. Juli 2012
Pressemitteilung

Dr. Christina Wilke neue Leiterin der HWWI Niederlassung Bremen

Dr. Christina Wilke hat zum 1. Juli 2012 die Leitung der HWWI Niederlassung Bremen übernommen. Wilke tritt damit die Nachfolge von Dr. Nikolai Lutzky an, der Ende des Jahres die Leitung niederlegen wird. Bis dahin werden beide das HWWI in Bremen gemeinsam führen.
25. Juni 2012
Studie

Konsequenzen der Energiewende

Nach den Zielen der Bundesregierung soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 18 % und bis 2050 auf 60 % erhöht werden. Damit sollen die globalen Umweltprobleme reduziert werden, die mit der konventionellen Energiegewinnung aus Kohle und Gas verbunden sind. Gleichzeitig wurde der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen.
21. Juni 2012
Update 06 2012

Kooperation zwischen Deutschland, Polen und Tschechien im Elbe-Oder-Raum

Das HWWI hat in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg die Regionen der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) untersucht. Im Zuge der Analyse wurden zahlreiche Themengebiete wie Demografie, Wirtschaftsstruktur, Handelsströme und Verkehrsinfrastruktur betrachtet.
19. Juni 2012
HWWI Standpunkt

Griechenland braucht Hilfe, aber kein Geld!

von Thomas Straubhaar
Griechenland hat gewählt. Aber nichts ist entschieden. Zwar kommt nun wohl wieder eine konservative Regierung an die Macht. Die Wahlsiegerin Nea Dimokratia (ND) ist aber genau auch jene Partei, die im letzten Jahrzehnt das griechische Chaos verursacht hat. Warum sollte ausgerechnet sie nun tun, was sie längst hätte machen sollen und auch hätte umsetzen können, wenn sie denn gewollt hätte.
18. Juni 2012
HWWI Research Paper

Who leaves and when? Selective outmigration of immigrants from Germany

von Torben Kuhlenkasper, Max Friedrich Steinhardt
This paper provides new evidence on the outmigration behaviour of foreign-born immigrants. Our analysis is based on data from the German Socio-Economic Panel covering the period 1984 to 2010. A unique feature of our paper is the use of new data from panel-drop out studies, which allows us to identify outmigration. As statistical technique, we employ penalized spline smoothing in the context of a Poisson-type Generalized Additive Mixed Model (GAMM), which enables us to incorporate bivariate interaction effects. For Non-Turkish immigrants we find a u-shaped pattern between human capital endowment and outmigration. For Turkish immigrants, outmigration is characterized by a positive self-selection with respect to skill intensifying the initial negative selection process. In addition to this, family characteristics have strong effects on emigration decisions. Finally, our results highlight substantial variation in outmigration behaviour during the life cycle.
18. Juni 2012
HWWI Update

Arbeitsrechtlicher Informationsbedarf von Zugewanderten in Berlin

von Vesela Kovacheva, Dita Vogel
Gravierende arbeitsrechtliche Informationsdefizite konnte eine Umfrage unter bulgarisch- und albanischsprachigen Zugewanderten in Berlin aufzeigen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Juni auf einer Konferenz des Berliner Bündnisses gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM) vorgestellt.
18. Juni 2012
HWWI Update

WTO 2012 – Erweiterung ohne Vertiefung

von Georg Koopmann
„Is Multilateralism in Crisis?“ So heißt das Thema des bevorstehenden WTO Public Forums im September in Genf. Die Frage ist fast rhetorisch, denn die Krise des Multilateralismus ist evident.
18. Juni 2012
HWWI Update

Kooperation zwischen Deutschland, Polen und Tschechien im Elbe-Oder-Raum

von Mark-Oliver Teuber, Jan Wedemeier
Das HWWI hat in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg die Regionen der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) untersucht. Im Zuge der Analyse wurden zahlreiche Themengebiete wie Demografie, Wirtschaftsstruktur, Handelsströme und Verkehrsinfrastruktur betrachtet.
13. Juni 2012
HWWI Insights

Der Hamburger Hafen – weiter auf Wachstumskurs

von Franziska Biermann, Mark-Oliver Teuber
13. Juni 2012
HWWI Insights

Zeitverwendung von Eltern im internationalen Vergleich

von Christina Boll
13. Juni 2012
HWWI Insights

Klimaschutzpotenziale im Hauswärmesektor

von Leon Leschus, Sebastian Schröer
13. Juni 2012
HWWI Insights

Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung

von Henning Vöpel, Jana Stöver
13. Juni 2012
HWWI Insights

Der neue Methodenstreit und die alten Staatswissenschaften

von Joachim Zweynert
13. Juni 2012
HWWI Insights

Hamburg 2020 – Chancen nutzen, Zukunft gestalten

von Nora Reich, Silvia Stiller, Ulrich Zierahn
11. Juni 2012
HWWI Research Paper

Inter-industrial relations and sectoral employment development in German regions

von Julia Kowalewski
This paper aims to find evidence for the positive impact of cluster structures on employment development in Germany. It develops a new way of measuring the co-location of suppliers and buyers of intermediate goods in a region as well as the importance for the employment development in individual industries. The findings indicate that co-location of inter-connected industries did have a positive effect on employment growth in 16 out of 56 industries between 1998 and 2007 supporting the assumption that agglomeration advantages tend to occur within regional clusters rather than within single industries. However, for the majority of industries such advantages cannot be identified.
11. Juni 2012
HWWI Research Paper

Regionalization of national input-output tables: empirical evidence on the use of the FLQ formula

von Julia Kowalewski
This paper contributes to the ongoing debate about deriving the value of the exponent δ when using Flegg’s location quotient (FLQ) formula which helps to simulate regional input-output tables. Using a survey-based regional input-output table, the empirical analysis provides evidence of an optimal δ for the German Federal of State Baden-Wuerttemberg. Furthermore, an extended formula (SFLQ) is introduced allowing for variation in δ by industry. Finally, this paper demonstrates the advantage of the SFLQ and finds evidence for a close relationship between the spatial concentration of an industry at the national level and its propensity to import goods and services from other regions.
11. Juni 2012
Pressemitteilung vom 11.06.2012

Euro-Unsicherheit überschattet Konjunktur

Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert. Diese steht unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Euro-Krise, wobei hier im Hauptszenario ein Fortbestand der Eurozone unterstellt wird. Für 2012 wird nach dem unerwartet deutlichen Anstieg im ersten Quartal nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von 1 % gerechnet, für 2013 mit einem von 1 ½ %.
11. Juni 2012
Pressemitteilung

Euro-Unsicherheit überschattet Konjunktur

Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert. Diese steht unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Euro-Krise, wobei hier im Hauptszenario ein Fortbestand der Eurozone unterstellt wird. Für 2012 wird nach dem unerwartet deutlichen Anstieg im ersten Quartal nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von 1 % gerechnet, für 2013 mit einem von 1 ½ %.
6. Juni 2012
Pressemitteilung

Preise für Rohstoffe sind kräftig gesunken

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Mai im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 7,5 % und in Euro um 4,9 %. Im Monatsdurchschnitt erreichte der Index fast wieder den Stand vom Oktober 2011. Besonders stark gab der Teilindex für „Energie“ mit 8,3 % (in Euro: -5,8 %) nach. Die beiden Teilindizes „Industrierohstoffe“ sowie „Nahrungs- und Genussmittel“ sanken um 3,7 % (in Euro: -1,1 %) bzw. um 2,1 % (in Euro: +0,7).
6. Juni 2012
HWWI Standpunkt

Das Betreuungsgeld – ein Symbol für die Wahlfreiheit politischen Handelns in Deutschland

von Christina Boll
Das Kabinett hat soeben die Einführung des Betreuungsgeldes zum 01.01.2013 beschlossen. Der heutige Beschluss verdeutlicht nur eine Wahlfreiheit – die des politischen Handelns in Deutschland.

4. Juni 2012
Partnerpublikation

Chinas Zukunft – Hamburgs Schicksal. Chinesische Entwicklungsperspektiven und ihre Auswirkungen auf den Außenhandelsplatz Hamburg

Seit zwei Jahrzehnten ist China die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Damit gewinnt China zunehmend an Bedeutung für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Für die Exportnation Deutschland und somit für Hamburg bietet dies viele Chancen.
1. Juni 2012
HWWI Update Juni 2012 EM-Spezial

Teamgeist oder geniale Momente – was entscheidet die EM?

Ab dem 8. Juni kämpfen 16 Mannschaften um den Titel des Europameisters 2012. Wie immer stellt sich im Vorfeld die Frage, welches Team der Favorit auf den Titel ist. Auch von Ökonomen werden dann immer wieder Prognosemodelle entwickelt, die den mutmaßlichen Titelträger vorhersagen sollen.
31. Mai 2012
HWWI Update

Teamgeist oder geniale Momente – was entscheidet die EM?

von Henning Vöpel, Jana Stöver
Ab dem 8. Juni kämpfen 16 Mannschaften um den Titel des Europameisters 2012. Wie immer stellt sich im Vorfeld die Frage, welches Team der Favorit auf den Titel ist. Auch von Ökonomen werden dann immer wieder Prognosemodelle entwickelt, die den mutmaßlichen Titelträger vorhersagen sollen. Hinter jedem dieser Modelle steht irgendwie immer auch eine „Theorie“, welches die maßgeblichen Erfolgsfaktoren im Fußball sind.
31. Mai 2012
HWWI Update

Regeln und Fairness im Fußball

von Henning Vöpel, Jana Stöver
Immer wieder kommt es im Fußball zu Diskussionen darüber, ob ein Spielergebnis gerecht und das Verhalten von Spielern fair sei. Im Vergleich zu anderen Sportarten werden diese Diskussionen im Fußball auffallend häufig geführt, wie erst kürzlich wieder von FIFA-Präsident Blatter. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Regeln im Fußball eigentlich adäquat sind.
31. Mai 2012
HWWI Update

Blatter-Vorstoß: Alternativen zum Elfmeterschießen

von Henning Vöpel
FIFA-Präsident Sepp Blatter hat in Reaktion auf das Elfmeterschießen zwischen Bayern München und dem FC Chelsea angeregt, über Alternativen zum Elfmeterschießen nachzudenken, da dieses als ein „Eins-gegen-Eins“-Duell das Wesen des Mannschaftssports Fußball konterkariere. Die „FIFA Task Force Football 2014“ unter Vorsitz von Franz Beckenbauer soll sich mit dem Thema auseinandersetzen und Vorschläge ausarbeiten.
31. Mai 2012
HWWI Policy Paper

Perspektiven Russlands in der Welthandelsorganisation (WTO)

von Georg Koopmann
Der Beitritt Russlands zur WTO war ein Höhepunkt der ansonsten eher tristen achten WTO-Ministerkonferenz im Dezember 2011. Wirtschaftspolitisch kann der WTO-Beitritt Russlands als „Krönung“ einer nationalen Strategie gesehen werden, die einem Entwicklungsmodell folgt, das für den internationalen Handel und internationale Investitionen offen ist – und damit genau dem Leitbild der WTO entspricht.  Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was die Mitgliedschaft Russlands in der WTO für die notwendige Diversifizierung der russischen Volkswirtschaft weg von Gas und Öl und die Verminderung der außenwirtschaftlichen Abhängigkeit des Landes von der Ausbeutung dieser Ressourcen bedeutet.
30. Mai 2012
HWWI Research Paper

Weniger Rechtsverletzungen durch mehr Informationen? Arbeitsmarkterfahrungen und Informationsbedarf bulgarisch- und albanischsprachiger Zugewanderter in Berlin

von Vesela Kovacheva, Dita Vogel
Das Recht auf Lohn für geleistete Arbeit und einige weitere arbeitsrechtliche Mindeststandards gelten prinzipiell für alle Beschäftigten unabhängig vom Beschäftigungsverhältnis und vom Aufenthaltsstatus. Arbeitgeber, die von diesen Mindeststandards deutlich abweichen, verletzen nicht nur die Beschäftigten in ihren Rechten. Sie verschaffen sich auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber regelkonformen Arbeitgebern und verringern die Beschäftigungschancen von Personen, die ein reguläres Beschäftigungsverhältnis suchen. Daher dienen Maßnahmen zur Durchsetzung von Mindeststandards allen gesetzestreuen Beschäftigten und Arbeitgebern. Bisherige Studien haben den Schluss nahegelegt, dass es in Berlin einen großen Informationsbedarf über Mindeststandards bei Arbeitsbedingungen und Arbeitsentgelten zu geben scheint, vor allem unter zugewanderten Beschäftigten. Der Berliner Senat informiert über arbeitsrechtliche Mindeststandards und will seine Informationsstrategien weiter verbessern. Daher hat der Berliner Integrationsbeauftragte eine Studie in Auftrag gegeben, die für ausgewählte Zuwanderergruppen exemplarisch zeigen soll, in welchem Umfang sie von der Verletzung von Mindeststandards betroffen sind, welchen Informationsbedarf sie haben, welche Informationswege sie nutzen und welche Herausforderungen sich für die Informationspolitik identifizieren lassen. Die Ergebnisse dieser Studie werden hier vorgestellt.
29. Mai 2012
Update 05 2012

Vier Szenarien zur Zukunft des Euro

In der Studie „Der Euro in der Krise“ analysieren HWWI und PwC die Eintrittsvoraussetzungen und Konsequenzen von vier Szenarien, die die Diskussion um die Euro-Schuldenkrise bestimmen.
25. Mai 2012
HWWI Update

Wachstumsimpulse durch Handel?

von Matthias Busse, Jens Königer
Erzielen Länder durch eine stärkere Integration in den internationalen Handel ein höheres pro-Kopf-Einkommen und höhere Wachstumsraten als vergleichbare Länder, die auf eine Abschottung ihrer nationalen Märkte setzen? Die Frage nach den potenziellen Wachstumsimpulsen der Handelsintegration wird nicht nur im wirtschaftswissenschaftlichen Kontext diskutiert, sondern ist auch von großer politischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Ein neues HWWI Research Paper mit dem Titel: „Trade and economic growth: A re-examination of the empirical evidence“ versucht, diese Frage empirisch zu beantworten.
25. Mai 2012
HWWI Update

Neue Handelswege in Europa und ihre Bedeutung für Hamburg

von Ulrike Biermann, Silvia Stiller
Die Intensität und Richtung intraeuropäischer Handelsströme werden von einer Reihe von Faktoren beeinflusst. Hierzu gehören sowohl die Nachfrage und das Angebot an Gütern und deren regionale Verteilung als auch die Verkehrsinfrastruktur. Im nächsten Jahrzehnt werden umfangreiche Infrastrukturinvestitionen, wie zum Beispiel im Rahmen des Transeuropäischen Verkehrsnetzes TEN-T, die europäischen Handelsmuster und Verkehrsströme beeinflussen. Vor diesem Hintergrund analysiert die neue HWWI-Studie „Handelswege der Zukunft“, die im Auftrag der Hamburger Sparkasse erstellt wurde, welche Herausforderungen und Chancen sich dadurch für den Hafenstandort Hamburg ergeben werden.
25. Mai 2012
HWWI Update

Vier Szenarien zur Zukunft des Euro

von Michael Bräuninger, Jörg Hinze
In der Studie „Der Euro in der Krise“ analysieren HWWI und PwC die Eintrittsvoraussetzungen und Konsequenzen von vier Szenarien, die die Diskussion um die Euro-Schuldenkrise bestimmen.
22. Mai 2012
HWWI Policy Report

Ökonomische Entwicklungsperspektiven in der Kammerunion Elbe/Oder (KEO)

Die Kammerunion Elbe/Oder (KEO) ist ein Zusammenschluss von 15 deutschen, 6 polnischen und 9 tschechischen Industrie- und Handelskammern, die sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam die Interessen der Unternehmen der Region auf nationaler und europäischer Ebene zu vertreten.
21. Mai 2012
HWWI Standpunkt

Austritt Griechenlands aus dem Euro: Schuss ins eigene Bein

von Thomas Straubhaar
Die Neuwahlen sollen Griechenland einen Neuanfang ermöglichen. Die wohl stärkste politische Kraft, das Linksbündnis Syrzia, fordert ein Ende des Sparkurses. Damit provoziert Griechenland die Staatspleite. Als Folge davon wird ein Euro-Austritt wahrscheinlich(er). Dadurch wird sich für Griechenland die Lage dramatisch verschlechtern.