Nachrichtenübersicht

15. Mai 2012
Kurzbericht

"And the winner is…" – Wirtschaftliche Aspekte der EURO 2012

Wenige Wochen vor ihrem Beginn sorgt die Fußball-Europameisterschaft 2012 bereits für Schlagzeilen. Der Fußball ist dabei allerdings gerade einmal eine Randnotiz. Was darf aber von der Euro 2012 – wirtschaftlich und sportlich – erwartet werden?
15. Mai 2012
HWWI Research Paper

Does Dual Citizenship Increase Naturalization? Evidence from Indian Immigrants in the U.S.

von Daniel Naujoks
This paper shows that the availability of dual citizenship, or here Overseas Citizenship of India (OCI), leads to higher naturalization rates in the country of residence. The analysis is based on three distinct naturalization rates, calculated on the basis of annual immigration flows and naturalizations seven years later; the resident population eligible for naturalization; and naturalization records for specific immigrant cohorts. To isolate effects specific to India as the country of origin from general factors in the U.S., the development of naturalization rates for Indian, or India-born, immigrants is juxtaposed with the respective rates for all Asian immigrants to the U.S. and for all immigrants to the U.S. as comparison groups. Contextualizing the naturalization decision, considering factors in the country of origin, destination, as well as in the migrant community alike, the paper finds that, depending on the metric used, the naturalization rate of Indian immigrants grew stronger than that of the chosen comparison groups by 2 to 12.8 percentage points.
14. Mai 2012
HWWI Policy Paper

Strategien der Internationalisierung von KMU

von Gunnar Geyer, Amrisha Uriep
Durch die vorangeschrittene globale Verflechtung der Märkte hat sich auch das Umfeld für deutsche Unternehmen grundlegend verändert. Jedoch gehen damit nicht nur für Großkonzerne weitreichende Folgen und ein dringender Handlungsbedarf einher. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden zukünftig stark mit den veränderten Rahmenbedingungen konfrontiert und einem Anpassungsdruck ausgesetzt sein, der ein verstärktes internationales Engagement verlangt.
7. Mai 2012
Pressemitteilung

Gedämpfte Konjunkturerwartungen lassen den HWWI-Rohstoffpreisindex sinken

Die meisten Weltmarktpreise von Rohstoffen sind im April gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sank der HWWI-Rohstoffpreisindex in US-Dollar um 3,4 % und in Euro um 3,1 %. Während sich der Index für Rohöl um 3,1 % (in Euro: -3,6) reduzierte, verminderten sich die Preise für NE-Metalle um 4,3 % (in Euro: -4 %).
2. Mai 2012
HWWI Standpunkt

Boykotte sind nichts Wert!

von Thomas Straubhaar
Deutschland ist sich einig. Von links bis rechts schreien alle auf, die Fußball-EM in der Ukraine müsse politisch boykottiert werden. Einige wollen gar nicht erst hinreisen.
2. Mai 2012
Partnerpublikation

Handelswege der Zukunft

In dieser Studie werden ausgewählte Aspekte der Determinanten für die Richtung und Stärke von Handelsströmen im kommenden Jahrzehnt untersucht und Prognosen zu deren Entwicklung in den europäischen Ländern dargestellt. Dabei werden aus den generellen Entwicklungstrends Herausforderungen und Chancen, die sich für den Logistikstandort Hamburg ergeben, herausgearbeitet.
27. April 2012
Partnerpublikation

Der Euro in der Krise

Die Studie analysiert die Eintrittsvoraussetzungen und Konsequenzen von vier Szenarien, die die Diskussion um die Euro-Schuldenkrise bestimmen. Konkret handelt es dabei um die Stabilisierung der Währungsunion mit Rückkehr zu den Maastricht-Kriterien, die Ausgabe von Eurobonds ohne verstärkte politische Integration, das Entstehen eines europäischen Staatenbundes mit einheitlicher Wirtschafts- und Fiskalpolitik und schließlich die Abwicklung der Währungsunion.
26. April 2012
HWWI Standpunkt

Die Fundamentalirrtümer der Pendlerpauschale!

von Thomas Straubhaar
Die Pendlerpauschale ist sozial ungerecht, ökonomisch ineffizient und ökologisch unsinnig. Deshalb gehört sie abgeschafft. Die Fundamentalkritik an der Privilegierung der Pendler im HWWI Standpunkt vom 18. April 2012 (vgl. www.hwwi.org) hat zu viel und vor allem zu bösartiger Reaktion geführt.
25. April 2012
Update 04 2012

Metropolregion Hamburg: Jetzt die Weichen für wissensbasiertes Wachstum stellen

Die Metropolregion Hamburg wird zukünftig nur dann weiterhin erfolgreich im Standortwettbewerb sein und vom wissensbasierten Strukturwandel ökonomisch profitieren, wenn ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte in der Region sind. Denn das Vorhandensein von Wissen ist zentral für die Ansiedlung und den Erfolg von Unternehmen.
24. April 2012
HWWI Update

Internationalisierung von KMU

von Gunnar Geyer, Amrisha Uriep
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden im Zuge von Auslandsaktivitäten mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehören unter anderem interne Ressourcenknappheit oder eine, im Vergleich zu Großkonzernen, überproportionale Betroffenheit von politisch-rechtlichen Risiken. Selbst wenn bereits der Wille zur Internationalisierung besteht, ist das Fehlen einer sinnvollen und verlässlichen Strategie oftmals der Grund, weshalb viele KMU den Schritt Richtung International noch nicht abschließend getan haben. Ein weiteres entscheidendes Hemmnis kann die Unternehmensstruktur darstellen. Wie können KMU eine Strategie der Internationalisierung entwickeln, um deren zahlreiche Vorteile für sich nutzbar zu machen?
24. April 2012
HWWI Update

Nachhaltige Entwicklung: Welche Rolle spielen Institutionen?

von Jana Stöver
Entscheidungen, die die Abbaurate natürlicher Ressourcen betreffen, basieren auf Überlegungen, den Gesamtnutzen oder -gewinn langfristig zu maximieren. Das kann zum Beispiel beinhalten, dass man abwartet, bis die Bestände sich bis zu einer gewissen Menge vermehrt oder bis die Preise einer Ressource ein bestimmtes Niveau erreicht haben. Daher ist es äußerst wichtig, dass die Entscheider sich darauf verlassen können, dass Regeln und Rahmenbedingungen bestehen bleiben oder sich nur in erwartbarer Weise verändern.
24. April 2012
HWWI Update

It's the economy, stupid! - Aber wie?

von Torben Kuhlenkasper
Welche Faktoren beeinflussen die Beliebtheit von US-Präsidenten und bestimmen das Wählerverhalten in den USA? Eine neue Studie des HWWI an der Schnittstelle zwischen Ökonomie, Statistik und Politik erlaubt eine genaue Bewertung und Quantifizierung von Clintons Ausspruch „It's the economy, stupid!“ mithilfe modernster ökonometrischer Methoden.
24. April 2012
HWWI Update

Metropolregion Hamburg: Jetzt die Weichen für wissensbasiertes Wachstum stellen

von Nora Reich
Die Metropolregion Hamburg wird zukünftig nur dann weiterhin erfolgreich im Standortwettbewerb sein und vom wissensbasierten Strukturwandel ökonomisch profitieren, wenn ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte in der Region sind. Denn das Vorhandensein von Wissen ist zentral für die Ansiedlung und den Erfolg von Unternehmen. Mit der Frage, wie sich die Metropolregion Hamburg noch besser aufstellen kann, hat sich das HWWI in einem Kooperationsprojekt mit PricewaterhouseCoopers (PwC) befasst.
24. April 2012
Prognose

Konjunktur in Norddeutschland 2012

Die Konjunktur in Norddeutschland nimmt in den ersten sechs Monaten 2012 wieder langsam Fahrt auf und wird in der zweiten Jahreshälfte an Dynamik gewinnen. Für das gesamte Jahr 2012 erwartet das HWWI ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum der norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein von knapp unter 0,5 Prozent.
18. April 2012
HWWI Standpunkt

Pendlersteuer statt Pendlerpauschale?

von Thomas Straubhaar
Höhere Spritpreise sorgen für eine wachsende Empörung der Autofahrenden. Politiker(innen) erkennen im anschwellenden Wutpotenzial der Massen eine exzellente Chance, mit populären bis populistischen Forderungen auf Stimmenfang zu gehen.
17. April 2012
HWWI Research Paper

The estimation of reservation wages: A simulation-based comparison

von Julian Sebastian Leppin
This paper examines the predictive power of different estimation approaches for reservation wages. It applies stochastic frontier models for employed workers and the approach from Kiefer and Neumann (1979b) for unemployed workers. Furthermore, the question of whether or not reservation wages decrease over the unemployment period is addressed. This is done by a pseudo-panel with known reservation wages which uses data from the German Socio-Economic Panel as a basis. The comparison of the estimators is carried out by a Monte Carlo simulation. The best results are achieved by the cross-sectional stochastic frontier model. The Kiefer-Neumann approach failed to predict the decreasing reservation wages correctly.
17. April 2012
HWWI Research Paper

Trade and economic growth: A re-examination of the empirical evidence

von Matthias Busse, Jens Königer
While trade integration is often regarded as a principal determinant of economic growth, the empirical evidence for a causal linkage between trade and growth is ambiguous. This paper argues that the effect of trade in dynamic panel estimations depends crucially on the specification of trade. Both from a theoretical as well as an empirical point of view one specification is preferred: the volume of exports and imports as a share of lagged total GDP. For this trade measure, a positive and highly significant impact on economic growth can be found.
17. April 2012
HWWI Policy Paper

Liberalisierungspotenziale bei der Entsorgung gebrauchter Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton

von Friso Schlitte, Sven Schulze, Thomas Straubhaar
Die deutsche Verpackungsverordnung hat in den letzten zwanzig Jahren das Umweltbewusstsein der Verbraucher erhöht und die Entsorgungswirtschaft zu einem florierenden Wirtschaftszweig gemacht. Allerdings ist die Verpackungsverordnung im Laufe der Zeit wegen Vollzugs- und Wettbewerbsdefiziten sowie den resultierenden Ineffizienzen kritisiert worden. Obwohl hier zuletzt leichte Fortschritte erkennbar waren, stellt sich die Frage nach der grundsätzlichen Weiterentwicklung der Verpackungsverordnung, da sich die Bedingungen in der Entsorgungswirtschaft mittlerweile deutlich verändert haben. In den letzten beiden Jahrzehnten wurden nicht nur funktionstüchtige Entsorgungsstrukturen und neue Stoffkreisläufe geschaffen, sondern auch abfallwirtschaftliche Technologien weiterentwickelt und bestehende Stoffkreisläufe ausgebaut. Anhand von Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton und dem Wertstoff Altpapier geht die vorliegende Studie deshalb Liberalisierungspotenzialen der Verpackungsverordnung nach.
12. April 2012
Partnerpublikation

Strategie 2030 - Gesundheit

Die Gesundheitsbranche steht vor einem Wandel vom statischen Gesundheitswesen hin zu einer dynamischen Gesundheitswirtschaft mit erheblich volkswirtschaftlicher Bedeutung. Gesundheit wird nicht länger allein als Fernbleiben von Krankheiten verstanden, sondern zunehmend mit höherer Lebensqualität und Wohlbefinden verbunden. Dadurch entstehen neue Märkte und Geschäftsmodelle.
5. April 2012
HWWI Research Paper

Immigration and election outcomes - Evidence from city districts in Hamburg

von Alkis Henri Otto, Max Friedrich Steinhardt
This paper provides new evidence on the effect of immigration on election outcomes. Our analysis makes use of data on city districts in Hamburg, Germany, during a period of substantial inflows of immigrants and asylum seekers. We find significant and robust effects for changes in foreigner shares on the electoral success of parties that built up a distinctive reputation in immigration politics. In particular, our fixed-effects estimates indicate a positive effect for xenophobic, extreme right-wing parties and an adverse effect for the Green party that actively campaigned for liberal immigration policies and minority rights. Overall, our results support the hypothesis that changes in local compositional amenities shape individual attitudes towards immigration.
4. April 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex weiter gestiegen

Teureres Erdöl hat wesentlich zu einem weiteren Anstieg beim HWWI-Rohstoffpreisindex beigetragen. Der Monatswert erhöhte sich im März in Euro um 3,7 %, auf Dollar-Basis waren es 3,5 %. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen gab es neben Rohöl auch bei den Ölsaaten/Ölen. Am stärksten verteuerten sich dabei Sojaschrot mit 11,6 % (in Euro: 11,8 %) sowie Sojabohnen mit 7,6 % (in Euro: 7,8 %). Der Index ohne Energie erhöhte sich hingegen nur leicht um 0,3 % (in Euro: 0,5%).
3. April 2012
HWWI Research Paper

Renewables in the energy transition - Evidence on solar home systems and lighting fuel choice in Kenya

von Jann Lay, Janosch Ondraczek, Jana Stöver
We study the determinants of households’ choices of lighting fuels in Kenya including the option of using solar home systems (SHS). Our goal is to add new evidence on the factors that influence the introduction and adoption of decentralized and less carbon-intensive energy sources in developing countries, and, more generally, to the empirical debate on the energy ladder. We capitalize on a unique representative survey on energy use and sources from Kenya, one of the few relatively well-established SHS markets in the world. Our results reveal some very interesting patterns of the fuel transition in the context of lighting fuel choices. While we find clear evidence for a cross-sectional energy ladder, the income threshold for modern fuel use – including solar energy use – to move beyond traditional and transitional fuels is very high. Income and education turn out to be key determinants of SHS adoption, but we also find a very pronounced effect of SHS clustering, i.e. the prevalence of SHS systems in the proximity of a potential user increases the likelihood of adoption. In addition, we do not find a negative correlation between grid access and SHS use.
26. März 2012
Update 03 2012

Das Streben nach dem guten Leben – Zum Zusammenhang von Gesundheit, Lebensalter und Zufriedenheit

Gesundheit ist ein wichtiger Faktor für Zufriedenheit, Glück und Wohlfahrt. Gesund zu sein, ist dabei wichtig per se, aber auch Voraussetzung dafür, bestimmte Tätigkeiten überhaupt ausführen zu können, die zur Zufriedenheit beitragen. Gesundheit verschlechtert sich mit zunehmendem Lebensalter objektiv, die subjektive Lebenszufriedenheit dagegen ...
22. März 2012
HWWI Update

Deutsche Wirtschaft trotzt der Euro-Krise

von Michael Bräuninger, Jörg Hinze
Das HWWI hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und um das Jahr 2013 erweitert. Für 2012 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % gerechnet, für 2013 mit einem von 1 ½ %.
22. März 2012
HWWI Update

Effektive Hilfe? – Zur Entwicklungspolitik der EU

von Steffen H. Gröning
Schenkt man den politischen Amtsträgern Gehör, so bleibt kein Zweifel an den hehren Motiven der gewählten Vertreter: Dirk Niebel (FDP), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat am 25. Februar diesen Jahres seine Wertschätzung für die Entwicklungszusammenarbeit bekanntgegeben. Dort könne an „allen relevanten Zukunftsthemen“ gearbeitet werden. Vor allem durch Hilfe zur Selbsthilfe soll Entwicklung gefördert werden. Auch die Europäische Union (EU) bekennt sich klar zur Entwicklungszusammenarbeit.
22. März 2012
HWWI Update

Das Streben nach dem guten Leben – Zum Zusammenhang von Gesundheit, Lebensalter und Zufriedenheit

von Jana Stöver, Henning Vöpel
Gesundheit ist ein wichtiger Faktor für Zufriedenheit, Glück und Wohlfahrt. Gesund zu sein, ist dabei wichtig per se, aber auch Voraussetzung dafür, bestimmte Tätigkeiten überhaupt ausführen zu können, die zur Zufriedenheit beitragen. Gesundheit verschlechtert sich mit zunehmendem Lebensalter objektiv, die subjektive Lebenszufriedenheit dagegen verbessert sich. Lebenszufriedenheit hängt somit maßgeblich von weiteren Faktoren ab, auch solchen, die ihrerseits von Gesundheit beeinflusst werden oder auf Gesundheit wirken.
19. März 2012
Pressemitteilung vom 19.03.2012

Weniger Restmüll bis 2020 erwartet, dadurch mehr Verwertung und weniger Verbrennung in der Abfallwirtschaft

Laut einer aktuellen Studie des HWWI wird das Abfallaufkommen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um bis etwa 5 Millionen Tonnen zurückgehen. Dadurch wird sich der Bedarf an Anlagen zur Sortierung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen ändern.
19. März 2012
Pressemitteilung

Weniger Restmüll bis 2020 erwartet, dadurch mehr Verwertung und weniger Verbrennung in der Abfallwirtschaft

Laut einer aktuellen Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) wird das Abfallaufkommen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um bis etwa 5 Millionen Tonnen zurückgehen. Dadurch wird sich der Bedarf an Anlagen zur Sortierung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen ändern. Beispielsweise dürften bei thermischen Anlagen Anpassungen der Kapazitäten nach unten oder zusätzliche Abfallimporte notwendig sein.
19. März 2012
HWWI Policy Paper

Auswirkungen der Abfallgesetzgebung auf das Abfallaufkommen und die Behandlungskapazitäten bis 2020

von Sven Schulze, Friso Schlitte
Am 1. Juni 2012 tritt in Deutschland die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in Kraft. Mit ihr sollen gleichermaßen europarechtliche Vorgaben (Richtlinie 2008/98/EG) erfüllt, sowie der weitere Umbau zu einer Stoffstromwirtschaft vorangetrieben werden. Von besonderer Bedeutung für künftige Abfallströme werden dabei die Einführung einer Wertstofftonne und einer obligatorischen Biotonne bis spätestens zum Jahr 2015 sein. Die vorliegende Studie untersucht die Konsequenzen dieser und weiterer sozio-ökonomischer Entwicklungen für die Abfallmengen und Behandlungskapazitäten bis 2020. Der Fokus gilt den Siedlungsabfällen und den Abfällen aus Produktion und Gewerbe.
7. März 2012
HWWI Standpunkt

It’s the economy, stupid!

von Thomas Straubhaar
Die US-Vorwahlen haben ihren ersten Höhepunkt hinter sich. Am Super Tuesday haben zehn US-Bundesstaaten darüber abgestimmt, welcher Republikaner am 6. November den Demokraten Barack Obama herausfordern soll. Bemerkenswert ist, dass ökonomische Themen bei den Republikanern nur noch eine nachrangige Rolle spielen.
6. März 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohölindex ist in Euro auf einem Rekordstand

Die Weltmarktpreise für Rohstoffe sind im Februar gestiegen. Der Monatswert des HWWI-Rohstoffpreisindex lag in Euro 2,2 % höher als im Januar. Auf US-Dollar-Basis waren es 4,8 %. Besonders erhöhten sich die Preise für Rohöl mit 5,6 % (in Euro: 3 %), für NE-Metalle mit 4,1 % (in Euro: 1,6 %) und für Ölsaaten mit 4,2 % (in Euro: 1,7 %).
5. März 2012
HWWI Research Paper

Creative professionals and high-skilled agents: Polarization of employment growth?

von Jan Wedemeier
The creative sector is frequently regarded as one of the driving forces of total employment growth. Empirical studies suggest that the clustering of human capital might result in the polarization of employment growth. Since the creative sector's definition is motivated from the insights of the economics of human capital, this effect might also be relevant to the creative sector. Following these ideas, the objective of the present paper is to analyze the impact of the creative sector on total employment and on creative sector's employment growth in Western Germany's regions from 1977 to 2004. For the analysis, the definitions of the creative sector follow a technologically and culturally oriented definition and, alternatively, Florida's creative class (2002). These approaches focusing on human capital are contrasted with a skill-based approach. Using a fixed-effects panel model with time lags, I find evidence that the creative sector fosters the regional growth rate of total employment. The results show, moreover, that an initially large share of regional creative professionals pushes further the regional concentration of those professions in agglomerated regions. Driving force for the concentration of creative professionals are local amenities, measured by bohemians, and it is assumed that knowledge spillovers - possibly accelerated by the diversified composition of employment - contribute to this polarization. These results are as well confirmed for the high-skilled agents.
5. März 2012
Pressemitteilung vom 05.03.2012

Deutsche Wirtschaft trotzt der Euro-Krise

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und um das Jahr 2013 erweitert. Für 2012 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % gerechnet, für 2013 mit einem von 1 ½ %. Die guten binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stützen die Konjunktur und mit einer Wiederbelebung ...
5. März 2012
Pressemitteilung

Deutsche Wirtschaft trotzt der Euro-Krise

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und um das Jahr 2013 erweitert. Für 2012 wird unverändert mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % gerechnet, für 2013 mit einem von 1 ½ %. Die guten binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stützen die Konjunktur und mit einer Wiederbelebung der Auslandsnachfrage im Laufe des Jahres wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft nach dem schwachen Winterhalbjahr auf ihren Aufwärtstrend zurückkehrt. Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben allerdings erheblich. Die Perspektiven am Arbeitsmarkt bleiben günstig, auch wenn sich der bis zuletzt starke Anstieg der Beschäftigung nicht so fortsetzen dürfte. Der Preisauftrieb dürfte sich, vorausgesetzt die Ölpreise beruhigen sich wieder, abflauen und die Inflationsrate wieder unter 2 % sinken.
28. Februar 2012
HWWI Research Paper

Unraveling the complexity of U.S. presidential approval - A multi-dimensional semi-parametric approach

von Michael Berlemann, Torben Kuhlenkasper, Soeren Enkelmann
In this paper we show that findings of an apparently instable popularity function of U.S. presidents, as reported in the previous literature, are likely the consequence of the common use of linear estimation techniques. Employing Penalized Spline Smoothing in the context of Additive Mixed Models we allow for a-priori unspecified non-linear effects of possible economic determinants of presidential popularity. We find strong evidence for non-linear and negative effects of unemployment, inflation and government consumption on presidential approval and present empirical evidence in favor of the hypothesis of the existence of interaction effects between the economic variables. Additionally we give supporting evidence for the existence of honeymoon and nostalgia effects as well as general decline of support over time.
22. Februar 2012
Partnerpublikation

Hamburg 2020 – Chancen nutzen, Zukunft gestalten

Die Metropolregion Hamburg, von Cuxhaven bis Lauenburg und Dithmarschen bis Uelzen, ist eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Das „Tor zur Welt“ hat dabei deutlich mehr zu bieten als Transport- und Logistikdienstleistungen rund um den Globus.
22. Februar 2012
HWWI Standpunkt

Europäische Rentenpolitik auf dem Vormarsch – Deutschland spielt ganz vorne mit

von Christina Benita Wilke
Am Donnerstag vergangener Woche hat die Europäische Kommission ihr neues Weißbuch zum Thema Rente vorgestellt. Unter dem Titel „Eine Agenda für adäquate, sichere und nachhaltige Renten“ unterbreitet die Kommission darin konkrete Reformvorschläge für die EU-Mitgliedstaaten. Viele dieser Vorschläge wurden in Deutschland im Rahmen verschiedener Rentenreformen seit 2001 bereits umgesetzt – aber auch immer wieder neu kontrovers diskutiert. Das Weißbuch verdeutlicht einmal mehr, dass diese Reformen richtig waren. Jetzt ist es an Deutschland, auf diesem Weg weiter voranzuschreiten.
20. Februar 2012
Update 02 2012

Zeiteinsatz von Vätern für Kinderbetreuung international im Aufwärtstrend

Die Arbeitsteilung von Müttern und Vätern in Familie und Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten in den meisten Ländern verschoben. Mütter gehen zunehmend einer bezahlten Erwerbstätigkeit nach, und immer mehr Väter wollen Verantwortung für Familienaufgaben übernehmen. Lassen sich diese Trends in der Zeitverwendung in einschlägigen Zeitverwendungsdaten bestätigen? Und inwiefern ...
20. Februar 2012
HWWI Update

Verschärfen irrationale Finanzmärkte die Schuldenkrise?

von Jörn Quitzau
„Der Markt hat immer Recht!“ Diese Börsenweisheit bringt zum Ausdruck, wie hoch das Vertrauen in die Effizienz von Finanzmärkten war und immer noch ist. Nicht nur Börsianer, auch Ökonomen sind mehrheitlich davon überzeugt, dass freie Märkte die richtigen Preissignale geben. So wird den Finanzmärkten zugetraut, dass mit ihrer Hilfe künftige Schuldenkrisen verhindert werden können. Unsolide Finanzpolitik wird durch steigende Zinsen umgehend abgestraft und im Keim erstickt – so lautet die Hoffnung. Allerdings haben die Märkte die aufziehende Schuldenkrise vor 2009 offensichtlich nicht bemerkt. Und heute verschärfen sie die Krise durch panische Reaktionen. Zeit zum Umdenken?
20. Februar 2012
HWWI Update

Entwicklung des Welthandels

von Franziska Biermann
Nach einem starken Wachstum von 12 % im Jahr 2010 hat der Welthandel auch in den ersten drei Quartalen 2011 weiter zugenommen, wenn auch mit nachlassender Dynamik. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum stieg das Handelsvolumen um rund 7 %, für das gesamte Jahr wird ein Zuwachs von etwas mehr als 6 % erwartet. Die Ausfuhren der Schwellen- und Entwicklungsländer nahmen mit 9 % deutlich schneller zu als die der Industrieländer (+5,5 %).
20. Februar 2012
HWWI Update

2011 Euro Plus Monitor: Vielversprechende Aussichten für den Euroraum

von Anja Rossen
Übersteht die Eurozone die aktuelle Schuldenkrise, könnte sie als weitaus dynamischer und geschlossener als zuvor aus ihr hervorgehen. Im Gegensatz zu hoch verschuldeten Staaten wie die USA oder Japan stecken die Mitgliedstaaten der Eurozone inmitten von Strukturreformen und fiskalpolitischen Veränderungen. Signifikante positive Veränderungen sind möglich und passieren auch.
20. Februar 2012
HWWI Update

Zeiteinsatz von Vätern für Kinderbetreuung international im Aufwärtstrend

von Christina Boll
Die Arbeitsteilung von Müttern und Vätern in Familie und Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten in den meisten Ländern verschoben. Mütter gehen zunehmend einer bezahlten Erwerbstätigkeit nach, und immer mehr Väter wollen Verantwortung für Familienaufgaben übernehmen. Lassen sich diese Trends in der Zeitverwendung in einschlägigen Zeitverwendungsdaten bestätigen? Und inwiefern haben arbeitsmarktbezogene oder familienpolitische Einflussfaktoren die individuelle Zeitverwendung der Eltern beeinflusst?
20. Februar 2012
HWWI Research Paper

Policy Options for Climate Policy in the Residential Building Sector: The Case of Germany

von Sebastian Schröer
In order to achieve the climate protection goals in the building sector, a higher rate of building refurbishment is necessary to improve the energy standard of residential building stock in the European Union. Although subsidisation seems to be necessary, optimal measures concerning cost effectiveness are unclear. Using a stylised model of the German residential building stock, we analyse different refurbishment measures by simulating every relevant investment until 2030. In particular, we compare two different options that are relevant for political measures: first, comprehensive refurbishments that are expensive but achieve the greatest reductions in energy consumption and GHG emissions and second, partial refurbishments which include only low-cost improvements but can be achieved on a wide scale. We conclude that comprehensive refurbishments will require the least amount of investment costs per ton GHG emissions and provide the highest reductions in energy consumption in 2030. Hence, partial refurbishments are never optimal. However, in terms of cumulated GHG emissions in the period considered, the difference between both options is very small. This is due to their different dynamics: comprehensive refurbishments achieve fewer results in the first years but catch up quickly, which means that the higher the refurbishment rate the higher the advantage of comprehensive refurbishments.
8. Februar 2012
HWWI Research Paper

Fathers’ Childcare: the Difference between Participation and Amount of Time

von Nora Reich
The main research question of this article is whether and how predictors of fathers' participation in childcare, defined as zero versus more than zero minutes of childcare, differ from predictors of participating fathers' amount of time on childcare, measured as minutes on the survey day. The sample is drawn from the Multinational Time Use Study (MTUS) and covers surveys from ten industrialised countries from 1987 to 2005. Results show that there are remarkable differences between factors influencing participation in childcare and factors associated with participating fathers' time spent with children. For example, the educational level has a strong impact on fathers' participation, but not on the amount of time spent on childcare. In contrast, work hours and whether data refer to a weekday or a weekend day hardly affect participation, but strongly affect fathers' time for childcare. There are also noticeable differences between the countries and between different points in time regarding factors influencing childcare participation and time. Results call for caution regarding findings from existing studies not distinguishing participation from participating fathers' childcare minutes.
8. Februar 2012
HWWI Research Paper

Fathers’ Childcare and Parental Leave Policies - Evidence from Western European Countries and Canada

von Nora Reich, Christina Boll, Julian Sebastian Leppin
The study at hand pursues the following question: How are national parental leave arrangements related to fathers' participation in and time used for childcare? To answer this question, we merge data from the Multinational Time Use Study (MTUS) with national parental leave characteristics. Specifically, we are using 30 surveys from eight industrialised countries from 1971 to 2005. Applying a selection model, we are estimating fathers' participation in childcare and the minutes per day spent on childcare. We control for the following parental leave characteristics: duration of leave, amount of benefits and the number of weeks reserved for the father. The main results are that duration of parental leave, exclusive weeks for the father and any benefit compared to no benefit have a positive impact on fathers' childcare participation. Parental leave weeks reserved for the father and parental leave benefits affect fathers' minutes of childcare positively. It is concluded that parental leave characteristics have effects on fathers' childcare participation and time spent on childcare, but that parental leave policies have to be evaluated within the framework of each country's family policy package.
6. Februar 2012
HWWI Research Paper

What Drives FDI from Non-traditional Sources? A Comparative Analysis of the Determinants of Bilateral FDI Flows

von Maximiliano Sosa Andrés, Peter Nunnenkamp, Matthias Busse
Non-traditional source countries of FDI play an increasingly important role, notably in developing host countries. This raises the question of whether the determinants of FDI differ systematically between traditional and non-traditional source countries. We perform Logit and Poisson Pseudo Maximum Likelihood estimations drawing on UNCTAD’s database on bilateral FDI flows, including various emerging and developing countries as sources of FDI outflows. We find that economic geography variables are more relevant for FDI from non-traditional sources, while non-traditional investors appear to be as risk adverse as traditional investors. Access to raw materials represents a less important driving force of FDI from non-traditional sources. The differences are less pronounced for other types of FDI.
6. Februar 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex steigt im neuen Jahr an

Die Weltmarktpreise für Rohstoffe haben sich im neuen Jahr erhöht. Der Monatswert des HWWI-Rohstoffpreisindex auf US-Dollar-Basis war somit im Januar 2,6 % höher als im Dezember 2011. In Euro betrug der Anstieg aufgrund der schwächeren Gemeinschaftswährung sogar 4,7 %.
30. Januar 2012
Edition HWWI Band 5

Turkey, Migration and the EU: Potentials, Challenges and Opportunities

This book touches upon various aspects of the ongoing debate about the effects of Turkey’s accession to the EU upon the migration flows and sheds light on various dimensions of current panorama, addresses policy implications as well as future challenges and opportunities.
26. Januar 2012
HWWI News Thüringen

20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion

von Stefan Kolev
Vor genau 20 Jahren, Ende Dezember 1991, löste sich die Sowjetunion auf. Das totalitäre System hinterließ ein schweres Erbe, mit dessen Bewältigung die einzelnen Nachfolgestaaten unterschiedlich gut vorankommen. Wie sieht die Bilanz der postsowjetischen Transformation heute aus?
26. Januar 2012
HWWI News Thüringen

Tagung „Perspektiven einer Neuen Ordnungsökonomik“ auf Schloss Ettersburg

von Joachim Zweynert
Der „neue“ oder „dritte“ Methodenstreit in der Volkswirtschaftslehre liegt nun bereits wieder rund anderthalb Jahre zurück. In ihm ging es um die Bedeutung des Faches „Wirtschaftspolitik“ für die Volkswirtschaftslehre und – damit verbunden – um die Frage, ob die deutsche Tradition der Ordnungsökonomik noch zeitgemäß ist oder nunmehr lediglich ein Kapitel aus der Theoriegeschichte darstellt – ein Kapitel zudem, so sehen es ihre Kritiker, das eher den Irrpfaden als den Königswegen der Theorieentwicklung zuzuordnen ist.
23. Januar 2012
Update 01 2012

Hauswärme: Fakten, Trends und Potenziale

Deutschland will den Energieverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen senken. Nach Industrie, Gewerbe und Verkehr rückt dabei auch immer mehr die Wärmeversorgung von Wohngebäuden in den Fokus. Das HWWI hat zusammen mit Shell die erste „Shell Hauswärme-Studie“ erstellt. Darin werden verschiedene Szenarien zu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen der Zukunft entwickelt.
20. Januar 2012
HWWI Update

Klimaanpassung und Klimaschutz

von Julia Kowalewski, Sven Schulze, Christina Benita Wilke
Der fortschreitende Klimawandel verlangt nach Lösungen für effektive und effiziente Vermeidungsmaßnahmen. Gleichzeitig müssen Anpassungsmaßnahmen für die bereits unvermeidbaren Folgen eines sich wandelnden Klimas getroffen werden. Dabei können sich die Möglichkeiten und Verwundbarkeiten zwischen Regionen stark unterscheiden. Es erscheint daher sinnvoll, die Kosten und Nutzen von Klimaschutz- sowie Klimaanpassungsmaßnahmen auf regionaler Ebene zu analysieren. Das Projekt EMPACCA untersucht am Beispiel Hamburg, welche ökonomischen Konsequenzen mit potenziellen Maßnahmen für die Region als bedeutender Agglomerationsraum im Norden einhergehen.
20. Januar 2012
HWWI Update

Akutkliniken: Investitionen, Finanzierung und Trägerschaft

von Henning Vöpel
Der Krankenhaussektor in Deutschland steht vor gravierenden Veränderungen. Maßgeblich hierfür sind Faktoren und Entwicklungen, die sowohl die Nachfrage als auch die Angebotsseite stationärer Behandlung betreffen: der medizintechnische Fortschritt, die demografische Alterung und mögliche Regulierungsänderungen durch die Gesundheitspolitik. In der HWWI-Studie „Zukunft von Akutkliniken“, erstellt im Auftrag der HSH Nordbank, wird der künftige Investitionsbedarf für Krankenhäuser bis zum Jahr 2020 abgeschätzt.
19. Januar 2012
HWWI Update

Hauswärme: Fakten, Trends und Potenziale

von Sebastian Schröer
Deutschland will den Energieverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen senken. Nach Industrie, Gewerbe und Verkehr rückt dabei auch immer mehr die Wärmeversorgung von Wohngebäuden in den Fokus. Das HWWI hat zusammen mit Shell die erste „Shell Hauswärme-Studie“ erstellt. Darin werden verschiedene Szenarien zu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen der Zukunft entwickelt.
19. Januar 2012
HWWI Standpunkt

Arbeitskräftemigration: Wandern, wenn es Arbeit gibt

von Thomas Straubhaar
Bleiben oder gehen, kämpfen oder flüchten? Seit ewigen Zeiten sind das Grundfragen der Menschheit. Die richtige Antwort entscheidet über Leben und Tod. Stämme und Völker gingen unter, weil sie ausharrten, sich aber vergeblich gegen Hungersnöte, Seuchen und Naturkatastrophen stemmten. Andere flüchteten mit Sack und Pack über tausende Kilometer. Sie suchten – oft ohne, manchmal mit Erfolg – nach dem gelobten Land, in dem Milch und Honig flossen.
11. Januar 2012
HWWI Policy Paper

Einfluss der Elternzeit von Vätern auf die familiale Arbeitsteilung im internationalen Vergleich

von Christina Boll, Julian Sebastian Leppin, Nora Reich
Die Arbeitsteilung von Müttern und Vätern in Familie und Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten in den meisten Ländern verschoben. Mütter gehen zunehmend einer bezahlten Erwerbstätigkeit nach, und immer mehr Väter wollen Verantwortung für Familienaufgaben übernehmen. Es stellt sich daher die Frage, inwiefern diese Trends in der Zeitverwendung die traditionelle geschlechtsspezifische Rollenteilung verändert haben und ob Metavariablen auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene wie die Frauenerwerbsquote oder aber auch familienpolitische Faktoren wie Regelungen zum Elterngeld die individuelle Zeitverwendung der Eltern beeinflusst haben. Kurzfassung der Studie
4. Januar 2012
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex im Jahr 2011 auf Allzeithoch

Im Jahresdurchschnitt notierte der HWWI-Rohstoffpreisindex im Jahr 2011 so hoch wie nie. Viele Rohstoffpreise sind innerhalb des ersten Halbjahres kräftig angestiegen.
2. Januar 2012
HWWI Standpunkt

Hamburgs Irrweg beim Rückkauf der Netze

von Sebastian Schröer
Die Bürger Hamburgs haben die Wahl, ob sie – statt einen Beitrag zur Energiewende zu leisten – bereit sind, ihre Stadt mit über zwei Milliarden Euro zu verschulden – für Drähte und Rohre.
21. Dezember 2011
HWWI Standpunkt

Teilweise Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer ab dem 1. Januar 2012 – ein richtiger, aber ungenügender Schritt

von Vesela Kovacheva
Am 7. Dezember 2011 hat die Bundesregierung beschlossen, auch von der dritten Phase der Übergangsregelungen im Bereich der Arbeitnehmerfreizügigkeit für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer Gebrauch zu machen. Das bedeutet, dass bis Ende 2013 eine Arbeitserlaubnis für die Aufnahme einer abhängigen Beschäftigung in Deutschland erforderlich ist.
14. Dezember 2011
Pressemitteilung

Euro-Schuldenkrise bremst deutsche Konjunktur

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und wegen der Zuspitzung der Euro-Schuldenprobleme nach unten revidiert. Für 2011 wird nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von 3 % gerechnet, für 2012 mit einem von 0,5 %. Die deutsche Wirtschaft ist zwar bis zum Herbst dieses Jahres noch spürbar gewachsen, wenngleich sich der Aufschwung mit dem Auslaufen des Aufholprozesses nach der vergangenen Finanz- und Wirtschaftskrise verlangsamt hat. Auch hat sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessert. Insoweit hat sich die Prognose von vor einem Jahr weitgehend erfüllt, allerdings sind auch die damals genannten externen Risiken zunehmend virulent geworden. Die Euro-Schuldenkrise greift nun mehr und mehr auf die Realwirtschaft über, sodass sich die Perspektiven eingetrübt haben.
14. Dezember 2011
HWWI Policy Paper

Schuldenkrise dämpft Wachstum

von Michael Bräuninger, Jörg Hinze, Henning Vöpel
Die Weltwirtschaft hat in den letzten Jahren eine Chronologie von Krisen durchlitten. Ausgangspunkt war die Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten. Nach einem jahrelangen Anstieg der Immobilienpreise sind diese zusammengebrochen. Die Entwicklung in den USA wurde durch parallele Entwicklungen in einigen europäischen Staaten begleitet. Das Platzen der Preisblase hat das Vermögen der privaten Haushalte zunichte gemacht und zu privaten Verschuldungskrisen geführt. Außerdem wurde eine globale Banken- und Finanzkrise ausgelöst. Zunächst war die Realwirtschaft wenig betroffen. Dies hat sich mit der Insolvenz von Lehman Brothers im September 2008 dramatisch verändert. Die Insolvenz hat zu einer Verunsicherung geführt, die einen allgemeinen „Stop“ in der Weltwirtschaft ausgelöst hat. Schlagartig wurden Aufträge storniert und Investitionspläne verschoben. Die Folge war eine tiefe Rezession. Die Weltproduktion sank im Jahr 2009 um 3,8 %. Es bestand die Befürchtung eines Jahrzehnts ohne Wachstum in der Weltwirtschaft. Weltweite Fiskal- und Geldpolitik war notwendig, um Banken zu retten und die Wirtschaftskrise zu überwinden. Die Folgen waren zum einen eine unerwartet schnelle Erholung der Weltwirtschaft und zum anderen eine massive Ausweitung der staatlichen Verschuldung in einigen Industrieländern. Im Jahr 2010 lag das Wachstum der globalen Wirtschaft bei 4 %. In den letzten Monaten hat sich das Wachstum wieder deutlich abgeschwächt. Die Wachstumsrate in diesem Jahr dürfte deshalb nur noch bei 3,5 % liegen. Dies gilt besonders für die Industrieländer und hier für den Euroraum, der sich in einer schwachen Rezession befindet. Dabei lähmt auf der einen Seite die Verunsicherung durch die ausufernden Staatsschulden und zum anderen die laufenden Konsolidierungsprogramme die Konjunktur. Neben den Staatsschulden ist die hohe Arbeitslosigkeit ein zentrales Problem in vielen Industriestaaten. Diese ist auf verschiedene Strukturprobleme an den Arbeitsmärkten und in vielen Staaten auch auf die noch immer daniederliegende Bauwirtschaft zurückzuführen. Auch die Lage im Finanz-sektor ist wieder extrem angespannt. So leihen europäische Banken untereinander kein Geld mehr und deponieren dies lieber bei der EZB. In den Schwellenländern blieb das Wachstum auf einem hohen Niveau, auch wenn es sich etwas abgeschwächt hat. Mit dem schwächeren Wachstum und den zurückgegangen Rohstoffpreisen ist der Inflationsdruck in den Schwellenländern zurückgegangen. Dennoch werden sie weiterhin kräftig, wenn auch mit etwas geringeren Raten als bisher wachsen. Der Euroraum wird hingegen 2012 nur noch um 0,2 % und die Vereinigten Staaten um 1,7 % wachsen. In Japan wird es eine Verbesserung geben. Aufgrund der Katastrophen ging hier die Wirtschaft 2011 um 0,5 % zurück. Eine gewisse Normalisierung wird im nächsten Jahr zu einem Wachstum von etwa 2 % führen. Insgesamt wird die Weltwirtschaft im Jahr 2012 nur noch um gut 3 % expandieren.
8. Dezember 2011
HWWI Policy Paper

Die Zukunft der Luftfahrt in Indien

von Michael Bräuninger, Franziska Biermann, Michelle Bolten
Nach Prognosen von Airbus werden sich die weltweiten Passagierkilometer von derzeit rund 5,5 Bio. RPK auf etwa 12 Bio. RPK im Jahr 2030 mehr als verdoppeln. Die Dominanz des Passagierverkehrs wird sich parallel in den asiatisch-pazifischen Raum verschieben. Sowohl im Passagier- als auch im Frachtflug bestehen auf dem indischen Luftfahrtmarkt noch erhebliche Potenziale, gemessen an der Bevölkerung und der Wirtschaftsleistung. Zum Artikel
5. Dezember 2011
Pressemitteilung

Öl lässt den HWWI-Rohstoffpreisindex ansteigen

Der HWWI-Rohstoffpreisindex erhöhte sich im November auf US-Dollar-Basis um 3,1 % und in Euro sogar um 4,5 % im Vergleich zum Vormonat. Der zentrale Grund für den ansteigenden Gesamtindex waren höhere Ölpreise. Andere Rohstoffe verbilligten sich dagegen zum Teil kräftig. So sank der Index für Industrierohstoffe im Vergleich zum Vormonat Oktober um 4,6 % (in Euro: 3,5 %) und der Index für Agrarische Rohstoffe um 7,1 % (in Euro: 6,0 %).
1. Dezember 2011
Studie

Shell Hauswärme-Studie – Nachhaltige Wärmeerzeugung für Wohngebäude. Fakten, Trends und Perspektiven

Leitthema der ersten Shell Hauswärmestudie ist die nachhaltige Wärmeversorgung bzw. -nutzung privater Haushalte für Wohnzwecke.
22. November 2011
Update 10 2011

Internationalität und Stadtentwicklung

„Welcome in Hamburg!“ – heißt es bei der Ankunft auf dem Hamburg Airport. Willkommen sind alle Menschen, die die Stadt privat oder beruflich besuchen, aber auch jene, die in Hamburg bleiben wollen oder hier bereits leben. Die Internationalität von Städten und die Kultur der Offenheit einer Gesellschaft standen im Mittelpunkt der Hamburg Welcome Days 2011.
21. November 2011
HWWI Update

Gedämpfte Rohstoffpreise

von Leon Leschus
Die Rohstoffpreise gingen im Herbst 2011 überwiegend zurück. Nach starker und lang andauernder Erholung hatten sie im April noch ihren zwischenzeitlichen Höchststand seit den rezessionsbedingten Tiefständen Anfang 2009 erreicht. Die letzten Preisrückgänge zu Beginn des Oktobers sind auf die sich weltweit eintrübenden Konjunkturaussichten zurückzuführen.
21. November 2011
HWWI Update

Konsequenzen extremer Fluten

von Julia Kowalewski, Sven Schulze
Im Rahmen des interdisziplinären Projektes KLIMZUG-Nord beschäftigt sich das HWWI aktuell mit der Abschätzung und Bewertung der möglichen Folgen einer Sturmflut für die Wirtschaft in der Metropolregion Hamburg.
21. November 2011
HWWI Update

Internationalität und Stadtentwicklung

von Elzbieta Hagemann, Silvia Stiller, Birte Steller
„Welcome in Hamburg!“ – heißt es bei der Ankunft auf dem Hamburg Airport. Willkommen sind alle Menschen, die die Stadt privat oder beruflich besuchen, aber auch jene, die in Hamburg bleiben wollen oder hier bereits leben. Die Internationalität von Städten und die Kultur der Offenheit einer Gesellschaft standen im Mittelpunkt der Hamburg Welcome Days 2011.
8. November 2011
HWWI Standpunkt

Einführung des Betreuungsgeldes: Das falsche Signal

von Christina Boll
Die ideologisch aufgeladene Debatte um das Betreuungsgeld bedarf einer nüchternen ordnungspolitischen Sortierung der Argumente. Die Steuerfinanzierung institutioneller Kinderbetreuung ist kein einseitiges Geschenk an berufstätige Eltern, das einer Kompensation für Nichtberufstätige bedarf. Statt um die Prämierung einer bestimmten Betreuungsform geht es um die Beteiligung der Allgemeinheit an den Kosten der Arbeitsangebotsentscheidungen von Eltern. Das Betreuungsgeld sendet in mehrfacher Hinsicht die falschen Signale aus.
3. November 2011
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex ist gesunken

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Oktober auf US-Dollar-Basis um 2,7 % und in Euro um 2,4 % im Vergleich zum Vormonat. Besonders stark gab der Teilindex für „Eisenerz und Stahlschrott“ mit 11,9 % (in Euro: -11,3 %) nach. Aber auch die beiden Teilindizes „Nahrungs- und Genussmittel“ sowie „Industrierohstoffe“ sanken jeweils um 8 % (in Euro: in etwa -7,6 %). Der Index für Rohöl ging dagegen mit 1,4 % (in Euro: -1,1 %) nur vergleichsweise leicht zurück.
3. November 2011
HWWI Standpunkt

Lob, nicht Prügel für Papandreou

von Thomas Straubhaar
Empörung und Ungewissheit hat die Entscheidung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou hervorgerufen, ein Referendum über die jüngsten Beschlüsse der Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone durchzuführen. Aber eigentlich hätte Papandreou Applaus verdient.
31. Oktober 2011
Studie

Zukunft von Akutkliniken – Trägerschaft, Finanzierung und Versorgung

Die Krankenhauslandschaft in Deutschland wandelt sich – nicht nur aus demografischen Gründen: Der Investitionsdruck steigt, die Existenz vieler Krankenhäuser ist gefährdet, Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung in Deutschland sind absehbar.
25. Oktober 2011
Update 09 2011

Die Energiewende im Norden – Chance und Risiko für Hamburg

Es besteht in Deutschland ein allgemeiner Konsens darüber, dass die Energiewende, also der Ersatz fossiler und nuklearer Energieträger durch erneuerbare, vorangetrieben werden muss. Der damit zwangsläufig einhergehende Strukturwandel ist eine riesige Herausforderung, kann aber insbesondere für die Metropolregion Hamburg auch als Chance betrachtet werden.
24. Oktober 2011
HWWI Standpunkt

Eine Triple Win-Story? – 50 Jahre Migration aus der Türkei

von Yasar Aydin
Ende Oktober 1961 wurde der deutsch-türkische Anwerbevertrag unterzeichnet, mit dem verschiedene Erwartungen verbunden waren: Deutschland wollte seinen aufgrund des „Wirtschaftswunders“ gestiegenen Arbeitskräftebedarf decken, die Türkei wiederum ihren Arbeitsmarkt entlasten und ihre Staatsbürger durch einen Auslandsaufenthalt weiter qualifizieren. Dies setzte einen Migrationsprozess in Gang, der sich heute in differenzierter Form fortsetzt.
24. Oktober 2011
HWWI Standpunkt

Eine „Option“ für Europa – Vorschlag für einen marktbasierten Mechanismus zur Lösung der Banken- und Schuldenkrise

Die Politik hat in den letzten zwei Jahren mehrfach erfolglos versucht, die Euro-Krise zu beenden. Der Versuch scheiterte im Wesentlichen daran, dass die angebotenen Lösungen von den Märkten als nicht glaubwürdig bewertet worden sind. Es ist höchste Zeit für Alternativen zum Rettungsschirm.
24. Oktober 2011
HWWI Update

Geldpolitik und Finanzmarktregulierung

von Henning Vöpel
Anfang Oktober hat die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts „ungewöhnlich hoher Unsicherheit“ über die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum entschieden, den Leitzins bei 1,50 % zu belassen. Die zu Beginn des Jahres eingeleitete Zinswende wurde damit auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Staatsschuldenkrise in Europa könnte indes zu einer neuen Bankenkrise mit globalen Folgen führen. Der Ruf nach einem Staatsinsolvenzrecht und einer wirksamen Finanzmarktregulierung wird lauter.
24. Oktober 2011
HWWI Update

Ein Service-Netzwerk für internationale Zuliefermärkte

von Nikolai Lutzky
Als Folge der Osterweiterung der Europäischen Union (EU) in 2004 hat sich der Ostseeraum zu einer zunehmend eigenständigen Wirtschaftsregion entwickelt. Dabei greifen die wirtschaftlichen Integrationswirkungen der Erweiterung der EU nach Osteuropa jedoch weit über den Ostseeraum hinaus. Intensive wirtschaftliche Verflechtungen sind vor allem zwischen den Ökonomien der Ostsee- und der Nordseeanrainer entstanden. In diesen beiden maritim geprägten nordeuropäischen Wirtschaftsräumen bieten sich auch innovativen mittelständischen Zulieferern vielfältige Chancen für Absatz und Kooperation mit neuen Partnern.
24. Oktober 2011
HWWI Update

Die Energiewende im Norden – Chance und Risiko für Hamburg

von Sebastian Schröer
Es besteht in Deutschland ein allgemeiner Konsens darüber, dass die Energiewende, also der Ersatz fossiler und nuklearer Energieträger durch erneuerbare, vorangetrieben werden muss. Der damit zwangsläufig einhergehende Strukturwandel ist eine riesige Herausforderung, kann aber insbesondere für die Metropolregion Hamburg auch als Chance betrachtet werden.
24. Oktober 2011
HWWI Standpunkt

Eine „Option“ für Europa – Vorschlag für einen marktbasierten Mechanismus zur Lösung der Banken- und Schuldenkrise

von Henning Vöpel
Die Politik hat in den letzten zwei Jahren mehrfach erfolglos versucht, die Euro-Krise zu beenden. Der Versuch scheiterte im Wesentlichen daran, dass die angebotenen Lösungen von den Märkten als nicht glaubwürdig bewertet worden sind.
13. Oktober 2011
HWWI News Thüringen

Eine gute Nachricht – Thüringen kommt 2012 voraussichtlich ohne neuen Schulden aus

von Justus Lenz
Die Thüringer Landesregierung hat Mitte dieses Jahres ihren Entwurf für den Landeshaushalt 2012 vorgelegt, der erstmals seit zwei Jahren wieder auf die Aufnahme neuer Schulden verzichtet.
13. Oktober 2011
HWWI News Thüringen

Die Planwirtschaft der DDR – Mythos und Wirklichkeit

von Stefan Kolev
Mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Vergangenheit der DDR keineswegs vollständig bewältigt. Besonders die Wirtschaftsgeschichte des untergegangenen Sozialismus ist nach wie vor von zahlreichen Mythen und Legenden umrankt. Diese Mythen sind ausgesprochen gefährlich, unterminieren sie doch gerade unter jungen Menschen die Akzeptanz der Sozialen Marktwirtschaft in den Neuen Ländern.
10. Oktober 2011
Pressemitteilung

Kräftige Rückgänge bei den Rohstoffnotierungen, die aber im Jahresvergleich immer noch hoch sind

Die Tageswerte des HWWI-Rohstoffpreisindex gaben Ende September kräftig nach und lagen damit um 0,4 % (in Euro: -1,6 %) unter dem Stand zu Jahresbeginn. Der HWWI-Index ohne Energie, dessen Monatsdurchschnitte von Juni 2010 bis Mitte 2011 ununterbrochen gestiegen waren, begann im Laufe des Septembers besonders stark zu fallen.
7. Oktober 2011
HWWI Research Paper

On the predictive content of nonlinear transformations of lagged autoregression residuals and time series observations

von Anja Rossen
This study focuses on the question whether nonlinear transformation of lagged time series values and residuals are able to systematically improve the average forecasting performance of simple Autoregressive models. Furthermore it investigates the potential superior forecasting results of a nonlinear Threshold model. For this reason, a large-scale comparison over almost 400 time series which span from 1996:3 up to 2008:12 (production indices, price indices, unemployment rates, exchange rates, money supply) from 10 European countries is made. The average forecasting performance is appraised by means of Mean Group statistics and simple t-tests. Autoregressive models are extended by transformed first lags of residuals and time series values. Whereas additional transformation of lagged time series values are able to reduce the ex-ante forecast uncertainty and provide a better directional accuracy, transformations of lagged residuals also lead to smaller forecast errors. Furthermore, the nonlinear Threshold model is able to capture certain type of economic behavior in the data and provides superior forecasting results than a simple Autoregressive model. These findings are widely independent of considered economic variables.
6. Oktober 2011
HWWI Standpunkt

Der große Irrtum

von Thomas Straubhaar
Über Jahrzehnte dominierte in der Ökonomie die Überzeugung, dass auf Finanzmärkten Effizienz die Regel und Marktversagen die Ausnahme sei. Heerscharen von Studierenden wurden auf den Glauben getrimmt, Börsenkurse würden stets alle verfügbaren Informationen rational und richtig widerspiegeln. Zehn Jahre nach dem Entstehen einer Kreditblase als Folge einer New Economy, die ewiges Wachstum versprach und erst eine Immobilien-, dann eine Finanzmarkt- und nun eine Staatsschuldenkrise brachte, und drei Jahre nach Lehman Brothers und den darauf folgenden staatlichen Hilfsmaßnahmen zum Verhindern einer Kernschmelze der Weltwirtschaft ist es an der Zeit, den Effizienzmythos vom Sockel zu holen.
6. Oktober 2011
HWWI Research Paper

Regional labor demand and national labor market institutions in the EU15

von Annekatrin Niebuhr, Helmut Herwartz
The labor market effects of the recent financial and economic crisis are rather heterogeneous across countries and regions. Such differences in labor market performance among industrialized countries are an issue of ongoing research. The objective of this paper is to analyse labor market disparities among European regions and to provide evidence on the factors behind these differences. Whereas previous research focused on effects of national labor market institutions, we also take structural characteristics of regions into account and investigate differences in labor demand responsiveness and their potential determinants. The data set covers the NUTS2 regions in the EU15 for the period 1980 to 2008. We apply an error correction model that is combined with a spatial modeling approach in order to account for interaction among neighboring labor markets. Our findings point to substantially distinct labor demand responses to changes in output and wages among European countries and regions. Moreover, the rate of adjustment to disequilibrium is subject to a signifcant variation across units of observation. Whereas evidence on the signifcance of region specifc variables as explanatory factors is weak, labor market institutions, especially regulations that affect the determination of wages, explain an important fraction of the disparities.
5. Oktober 2011
HWWI Policy Paper

Mehr Studienanfänger - mehr Studienabbrecher?

von Andreia Tolciu, Madlen Sode
Ziel dieser Studie ist es, die allgemeine Studiensituation in Deutschland näher zu untersuchen und zu erläutern. Dabei wird insbesondere auf die Hauptursachen von Studienabbrüchen sowie auf die Arbeitsmarktintegration der betroffenen Personen eingegangen. Im Detail wird analysiert:
- Wie sich u. a. die Studienanfänger- und Studienabbruchquoten an deutschen Universitäten und Fachhochschulen entwickelt haben?
- Welche die Hauptursachen für die steigenden Studienabbruchquoten sind?
- Inwiefern eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration der Studienabbrecher gelingen kann?
26. September 2011
HWWI Standpunkt

Banken statt Staaten retten!

von Thomas Straubhaar
„Verlangsamtes Wachstum, steigende Risiken“ so bedrohlich überschreibt der Internationale Währungsfonds (IMF) seinen in dieser Woche vorgestellten Wirtschaftsausblick auf das kommende Jahr. Ein Dominoeffekt wird zum Teufelskreis. Die drohenden Staatspleiten zwingen Ratingagenturen dazu, Staaten, wie Italien, oder Finanzinstitute, wie italienische Geldhäuser oder die Bank of America, Citigroup und Wells Fargo herabzustufen. Entsprechend müssen Banken Wertberichtigungen vornehmen. Das schmälert deren Eigenkapitalbasis. Dadurch erhöht sich die Gefahr von Bankenpleiten. Das allgemeine Misstrauen steigt, die Börsenkurse fallen. Die milliardenschweren Vermögensverluste stecken die reale Wirtschaft an. Eine Rezession wird wahrscheinlicher. Die wiederum führt zu steigenden Arbeitslosenzahlen, geringeren Steuereinnahmen und einem zunehmenden Bedarf an Sozialtransfers, was in der Summe die Staatsverschuldung weiter zunehmen lässt. Private Investoren verlieren noch mehr Vertrauen in die Kreditfähigkeit staatlicher Schuldner. Die Risikoprämien auf Staatsanleihen explodieren, die öffentlichen Haushalte werden zusätzlich belastet.
19. September 2011
HWWI Update

Brauchen wir ein neues Unternehmenssteuerrecht für Familienunternehmen?

von Günther Strunk
Die Frage, ob man ein speziell an Familienunternehmen ausgerichtetes Unternehmenssteuerrecht benötigt, mag zunächst überraschen, da doch alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ihrem Geschäftsgegenstand, ihrer Rechtsform oder ihrer Gesellschafter- und Führungsstruktur steuerlich gleich behandelt werden sollen. Die nachfolgenden Ausführungen sollen jedoch zeigen, dass das gegenwärtige Besteuerungsrecht die Gleichbehandlung zu Lasten von Familienunternehmen und inhabergeführten Unternehmen aufgrund derer Besonderheiten nicht sicherstellt.
19. September 2011
HWWI Update

Globale Risiken belasten die Konjunktur

von Jörg Hinze
Die globalen Risiken für die Konjunktur – europäische und amerikanische Schuldenkrisen, Rezessionsängste in den USA, Inflationsdruck in den Schwellenländern, politische Unruhen in Nahost – wurden in den zurückliegenden Monaten zunehmend virulent. Die weltweiten Turbulenzen an den Börsen sind Ausdruck dessen und drohen über Vertrauens- und Vermögenseffekte auf die Realwirtschaft überzugreifen. Gleichzeitig sind die wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume gering, da der Exit aus den expansiven Maßnahmen während der vergangenen Krise vielfach nicht gelungen ist. Nun erzwingen die Schuldenprobleme in einigen Ländern Sparprogramme die eine dämpfende Wirkung auf die Konjunktur haben.
19. September 2011
HWWI Update

Hamburgs Stadtteile im Vergleich

von Silvia Stiller
Mit der Frage, wie sich die demografischen und sozio-ökonomischen Bedingungen in den Hamburger Stadtteilen darstellen, hat sich das HWWI im Auftrag der Hamburger Sparkasse befasst. Die Analyse zeigt, dass die Stadtteile sehr heterogen sind und sich die Lebensbedingungen zwischen ihnen unterscheiden. So gibt es schrumpfende und wachsende Stadteile, solche, die junge Menschen anziehen und andere, die ältere Bewohner bevorzugt wählen.
19. September 2011
HWWI Update

Lebenszufriedenheit und Wirtschaftswachstum

von Felix FitzRoy, Max Friedrich Steinhardt
In der modernen Volkwirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik ist das BIP-pro-Kopf zum wichtigsten Gradmesser der gesellschaftlichen Wohlfahrt geworden. Die Verwendung dieses einfachen und statistisch nützlichen Indikators ermöglicht vergleichende Aussagen über materiellen Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Steigt mit letzterem aber auch die allgemeine Lebenszufriedenheit, und wie lässt sie sich messen?
16. September 2011
HWWI Update

Entwicklung der Geburtenziffer in Deutschland

von Christina Boll
Das Statistische Bundesamt hat am 18. August 2011 frohe Kunde verbreitet: Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau ist in Deutschland im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese Entwicklung ist kein Grund zur Euphorie, aber die Richtung stimmt.
13. September 2011
Pressemitteilung

Globale Risiken belasten die Konjunktur

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts der jüngsten Finanzmarktturbulenzen und weltweit eingetrübten Konjunkturperspektiven gesenkt.
13. September 2011
Pressemitteilung vom 13.09.2011

Globale Risiken belasten die Konjunktur

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts der jüngsten Finanzmarktturbulenzen und weltweit eingetrübten Konjunkturperspektiven gesenkt.
8. September 2011
HWWI Research Paper

Unemployment Duration in Germany – A comprehensive study with dynamic hazard models and P-Splines

von Torben Kuhlenkasper, Max Friedrich Steinhardt
This paper makes use of data from the German socio-economic panel to gain new insights into the determinants of unemployment duration in Germany. Due to substantial differences with respect to labour market outcomes we follow a stratified approach with respect to gender and ethnicity. To analyze unemployment duration comprehensively, dynamic duration time models are used in which covariate effects are allowed to vary smoothly with unemployment duration and others enter the model in an a-priori unspecified functional form. We control for unobserved heterogeneity by following a modern frailty approach. As fitting routine we use penalized spline smoothing effects using available software in R. We demonstrate with state-of-the-art regression models how effects of covariables change, either over duration time or within their range and reveal substantial differences across gender end ethnicities for the German labour market. Among others we find large effects of family characteristics for women and a minor importance of formal qualifications for immigrants.
5. September 2011
Pressemitteilung

Schlechtere Konjunkturerwartungen lassen den HWWI-Rohstoffpreisindex sinken, Getreideindex steigt jedoch

Während der HWWI-Rohstoffpreisindex auf US-Dollar-Basis um 5,5 % im Vergleich zum Vormonat sank, reduzierte er sich auf Euro-Basis sogar um 6,1 %. Im Index verminderten sich besonders die beiden Teilindizes „Energierohstoffe“ um 6,5 % (in Euro: -7,0 %) und „NE-Metalle“ um 5,9 % (in Euro: -6,4%). Dagegen stieg der Index für Getreide um 7,2 % (in Euro: 6,5 %).
1. September 2011
Partnerpublikation

Die Energiewende im Norden – Chancen und Risiken für die Metropolregion Hamburg als Produktionsstandort

Der Ausstieg aus der Atomenergie wird auch in der Hamburger Wirtschaft zu einem Strukturwandel führen. Die Chancen, dass der Wirtschaftsstandort dabei insgesamt profitiert, sind allerdings hoch.
22. August 2011
Fachbeitrag

Wie groß sind die Inflationsgefahren im Euroraum? – Reichen die Zinserhöhungen der EZB?

Inflation entzieht in einer Volkswirtschaft reale Kaufkraft. Im Euroraum sind die Inflationsgefahren weiterhin vorhanden. Deshalb hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli zum zweiten Mal in diesem Jahr den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben, auf nun 1,5%.
12. August 2011
HWWI Standpunkt

Das inszenierte Finanztheater

von Thomas Straubhaar
Wie lange eigentlich lassen sich Medien, Öffentlichkeit und damit Politik und Regierungen noch von den Finanzmärkten durch den Ring führen? Da stuft die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit der USA leicht herunter und prompt reagieren die Börsenkurse wie erwartet: Sie brechen ein. Optimismus verschwindet, Pessimismus gedeiht. Die Medien sind aufgescheucht, die Politik ist alarmiert.
10. August 2011
HWWI Insights 03 2011

Wandel

Sieben Themen, die uns bewegen und wie wir meinen, auch die deutsche Wirtschaftpolitik in Zukunft bewegen werden - finden Sie in unserem ordnungspolitisch denkenden Magazin „HWWI Insights“.
3. August 2011
HWWI Policy Paper

Die Zukunft der Energieversorgung in Indien

von Michael Bräuninger, Julia Pries
Der Energiebedarf eines Landes wird wesentlich durch die Bevölkerungsgröße und das Einkommen bestimmt. In Indien leben mehr als 1,22 Milliarden Menschen. Damit ist es der Staat mit der – nach der Volksrepublik China – zweitgrößten Bevölkerung (vgl. UN 2011). Dafür hat die Bevölkerung in den letzten 10 Jahren um 16,2 % zugenommen und bis zum Jahr 2030 (2050) wird mit einer weiteren Zunahme um 24,4 % (38,2 %) auf 1,52 (1,69) Milliarden Menschen gerechnet. Schon deshalb hat Indien eine zentrale Bedeutung für die weltweite Energienachfrage.
3. August 2011
Pressemitteilung

HWWI-Index für Getreide sinkt, Baumwollpreise geben stark nach

Während sich der HWWI-Rohstoffpreisindex auf US-Dollar-Basis um 1,7 % im Vergleich zum Vormonat erhöhte, stieg er auf Euro-Basis etwas stärker an (2,6 %). Im Index notierten die NE-Metalle um 2,7 % (in Euro: 3,5 %) und Rohöl um 2,2 % (in Euro: 3,1%) höher als noch im Monat Juni. Dagegen sanken im Index Getreide um 6 % (in Euro: -5,1 %) und Spinnstoffe sogar um 18,6 % (in Euro: -17,9 %).
29. Juli 2011
HWWI Update 07 2011

Indien 2016 – ein Reisebericht

Die wirkliche Dynamik der Schwellenländer und die damit verbundenen, zukünftigen Verschiebungen der Wirtschaftszentren dieser Welt lassen sich nur vor Ort erleben.
28. Juli 2011
HWWI Update

Demografie und Wirtschaft

von Silvia Stiller
Im Juni 2011 fand das vierte gemeinsame Forschungsseminar des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels (RZ) und des HWWI zum Thema „Demografie und Wirtschaft“ statt. Dabei wurden sowohl theoretische als auch empirische Arbeiten aus diesem Themengebiet diskutiert.
28. Juli 2011
HWWI Update

Fußball-Management

von Henning Vöpel
Am 5. August startet die Bundesliga in die neue Saison. Während die Trainer mit ihren Mannschaften neue Spielsysteme und taktische Formationen einüben, basteln Manager noch an dem entscheidenden Transfercoup und suchen das fehlende Puzzleteil einer funktionierenden Mannschaft. Und immer lautet dabei die Frage: Worin liegt der Schlüssel zum Erfolg?
28. Juli 2011
HWWI Update

Indien 2016 – ein Reisebericht

von Inken Braune, Gunnar Geyer, Dietrich Kebschull
Die wirkliche Dynamik der Schwellenländer und die damit verbundenen, zukünftigen Verschiebungen der Wirtschaftszentren dieser Welt lassen sich nur vor Ort erleben.
19. Juli 2011
HWWI Research Paper

Age, Life-satisfaction, and Relative Income

von Felix FitzRoy, Max Friedrich Steinhardt, Michael Nolan
We first confirm previous results with the German Socio-economic Panel, and obtain strong negative effects of comparison income. However, when we split the sample by age, we find quite different results for reference income. The effects on life-satisfaction are positive and significant for those under 46, consistent with Hirschman’s (1973) ‘tunnel effect’, and only negative (and larger than in the full sample) for those over 46, when relative deprivation dominates. Thus for young respondents, reference income’s signalling role, indicating potential future prospects, can outweigh relative deprivation effects. Own-income effects are also larger for the older sample, and of greater magnitude than the comparison income effect. In East Germany the reference income effects are insignificant for all age groups.
14. Juli 2011
HWWI Policy Report 17

Fußball-Management

Am 5. August startet die Bundesliga in die Saison 2011/12. Während die Trainer sich mit ihren Mannschaften schon im Trainingslager befinden und neue Spielsysteme und taktische Formationen einüben, basteln Manager an dem entscheidenden Transfercoup und suchen das fehlende Puzzleteil einer funktionierenden Mannschaft. Die Studie zeigt Handlungsfelder des Managements im Fußball auf und ...
14. Juli 2011
HWWI News Thüringen

Ausbeutung – das Geschäftsmodell Thüringens? Zur landespolitischen Debatte um Niedriglöhne in der Thüringer Wirtschaft

von Justus Lenz
Dass ein Vertreter einer Landesregierung davon spricht, Ausbeutung sei die Grundlage des Geschäftsmodells ortsansässiger Unternehmen, ist in Tonlage und Wortwahl bemerkenswert. Politik muss sich natürlich arbeitspolitischen Themen widmen. Sie prägen entscheidende Teile der Lebenswirklichkeiten und interessieren entsprechend sehr viele Menschen. Aber Politik sollte hier, wie bei allen emotional aufgeladenen Themen, mit Augenmaß agieren und vermeiden, falsche Erwartungen zu wecken.
14. Juli 2011
HWWI News Thüringen

Thüringen: Industrie- versus Ordnungspolitik

von Joachim Zweynert
Eines der ehernen Paradigmen des Ordoliberalismus lautet, dass Industriepolitik abzulehnen sei, weil hier direkt in die Märkte eingegriffen wird. Auch dann, wenn die Politik Strukturwandel beschleunigen wolle, müsse sie sich auf Maßnahmen beschränken, die am rechtlich-institutionellen Rahmen ansetzen und so die Entscheidungen der Marktteilnehmer nicht verzerren. Wirtschaftspolitische Empfehlungen müssen sich aber vor allem praktisch bewähren. Wer über Wirtschaftspolitik nur im Rahmen theoretischer Paradigmen nachdenkt, der verfährt ungefähr so, wie jene von Walter Eucken in den „Grundlagen der Nationalökonomie“ geschilderten Mönche, die nächtelang darüber streiten, ob Milch bei Minusgraden gefriert oder nicht – statt einfach einmal eine Flasche Milch über Nacht vor die Tür zu stellen und nachzuschauen, was passiert.
13. Juli 2011
HWWI Research Paper

The conjoint quest for a liberal positive program: “Old Chicago”, Freiburg and Hayek

von Ekkehard Köhler, Stefan Kolev
James M. Buchanan’s latest contribution to the post-crisis debate in political economy underpins the necessity to reexamine the legacy of the “Old Chicago” School of thought, being urged by Buchanan’s recently stressed plea at the 2009 Regional Meeting of the Mont Pèlerin Society and at the Summer Institute for the Preservation of the History of Economic Thought in 2010. The focus of the current paper is to follow his plea by exploring the central topoi of the 1930’s debate of the Chicago School as seen from the work of Henry Simons and discuss its impact on the academic arena on both sides of the Atlantic thereafter. With respect to this impact, we highlight Friedrich A. von Hayek as the focal scholar who possibly transmits these topoi that later influenced the rise of Freiburgean ordoliberalism in Germany from the mid-1930’s onwards as youngest archival findings suggest. By revisiting the MPS 1947 first meeting’s minutes and papers, we stress the proximity in mind of “Old Chicago”, Hayek and the Freiburg School ordo-liberals by contributing an explanation for the surprisingly homogenous direction of these yet unconnected schools of thought. In a next, enhanced version of this project, we will subsequently re-discuss the intellectual origins of Constitutional Political Economy’s research program. Following Viktor Vanberg, we argue that CPE can be interpreted as a modernized perspective on economics that carries forward three strands of transatlantic liberal programs, being precisely “Old Chicago”, Freiburg and Hayek.
13. Juli 2011
HWWI Research Paper

Agglomeration, Congestion, and Regional Unemployment Disparities

von Ulrich Zierahn
Regional labor markets are characterized by huge disparities between unemployment rates. Models of the New Economic Geography explain how disparities between regional goods markets endogenously arise but usually assume full employment. This paper discusses regional unemployment disparities by introducing a wage curve based on efficiency wages into the New Economic Geography. The model shows how disparities between regional goods and labor markets endogenously arise through the interplay of increasing returns to scale, transport costs, congestion costs, and migration. The level and stability of regional labor market disparities depends on the extend of labor market frictions.
12. Juli 2011
HWWI Policy Report

Fußball-Management. Mikroökonomische und spieltheoretische Modellierung von Managemententscheidungen im Profifußball

von Henning Vöpel
Die Studie zeigt Handlungsfelder des Managements im Fußball auf. Sie versucht, die Entscheidungen des Managements mikroökonomisch und spieltheoretisch zu fundieren – mit dem Ziel, einige der mutmaßlichen Erfolgsfaktoren im Fußball zu identifizieren und ihre Wirkungsmechanismen zu erklären.
11. Juli 2011
Pressemitteilung

HSBA-Studierende erreichen 4. Platz beim 8. Postbank Finance Award

Ein Studierendenteam der HSBA Hamburg School of Business Administration und seine Dozenten Prof. Dr. Henning Vöpel und Prof. Dr. Thomas Straubhaar vom HWWI sind mit dem mit 7 500 Euro dotierten 4. Platz beim Postbank Finance Award zum Thema „Stabilisierung der Europäischen Währungsunion und Implikationen für Private Geldanlage“ ausgezeichnet worden.
8. Juli 2011
HWWI Standpunkt

Entmachtet die Ratingagenturen

von Thomas Straubhaar
Die drei großen amerikanischen Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch Ratings stehen in der Kritik. Dabei ist der Vorwurf absurd, den Bonitätswächtern eine Mitverantwortung oder gar Mitschuld an der horrenden Staatsverschuldung in den USA oder in der Euro-Zone zu geben. Eine andere Frage hingegen ist, ob die Ratingagenturen rechtzeitig vor einem drohenden Staatsbankrott Griechenlands oder anderer Schuldenländer gewarnt haben und – wichtiger noch – ob ihre Urteile zur Problemlösung oder zur -verschärfung beitragen. Da zeigt sich, dass sie eher zu spät als frühzeitig warnen, eher zyklisch als antizyklisch wirken und eher Öl als Wasser ins Feuer gießen.
6. Juli 2011
Pressemitteilung

HWWI-Rohstoffpreisindex ist weiter gesunken

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Juni in US-Dollar um 2,1 % und in Euro um 2,3 % im Vergleich zum Vormonat. Der Index ohne Energie reduzierte sich dagegen um 0,9 % (in Euro: -1,2 %). Besonders stark gab der Index für Getreide mit 3,8 % (in Euro: -4,2 %) nach, aber auch Rohöl sank um 2,5 % (in Euro: -2,7 %).
27. Juni 2011
Partnerpublikation

L(i)ebenswertes Hamburg. Die Stadtteile im Vergleich

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Frage, wie sich die demografischen und sozioökonomischen Bedingungen in den Hamburger Stadtteilen darstellen und welche aktuellen Entwicklungen, beispielsweise hinsichtlich des Wohnungsmarktes, sich identifizieren lassen. Die Analyse zeigt, dass das Bild der Hamburger Stadtteile insgesamt sehr heterogen ...
24. Juni 2011
HWWI Standpunkt

Staatsbankrott: nicht Ende, sondern Anfang der Probleme

von Thomas Straubhaar
Griechenland ist pleite. Es wird die im Juli fällig werdenden Kredite nicht zurückbezahlen können. Dadurch wird automatisch der Mechanismus der Kreditausfallversicherungen (CDS) in Gang gesetzt. Das bedeutet, dass nicht nur die im Juli fällig werdenden, sondern auch alle anderen griechischen Staatspapiere an Wert verlieren und entsprechend abgeschrieben werden müssen.
23. Juni 2011
HWWI Update

Der Hamburger Hafen – fit für die Zukunft?

von Franziska Biermann
Die Aussichten für eine weiterhin positive Entwicklung des Hamburger Hafens sind vor dem Hintergrund eines wachsenden Welthandels sehr gut. Hamburg profitiert dabei von seiner Ausrichtung auf das Fahrtgebiet Asien, welches einen Anteil von 60 % am gesamten Hamburger Containerumschlag hat.
23. Juni 2011
HWWI Update

Demografie und Arbeitsmarktintegration im Ostseeraum

von Max Friedrich Steinhardt, Jan Wedemeier
In den Ostseeanrainern (ohne Russland) waren im Jahr 2009 etwa 67 Millionen Menschen erwerbstätig. Dies entspricht 31 % aller Erwerbstätigen in der Europäischen Union (EU). Seit 1999 ist in den Ländern im Ostseeraum mit Ausnahme von Russland und Litauen ein positiver Trend bei der Anzahl der Erwerbstätigen zu beobachten. Für die zukünftige ökonomische Entwicklung der Region wird es insbesondere darauf ankommen, die technologische Leistungsfähigkeit und Innovationskraft zu sichern und auszubauen.
23. Juni 2011
HWWI Update

Deutsche Wirtschaft boomt – Fortsetzung ist möglich

von Michael Bräuninger, Jörg Hinze
Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten Monaten dieses Jahres weiter kräftig gewachsen. Trotz Zuspitzung der europäischen Staatsschuldenkrise und einer Reihe weiterer störender Einflüsse von außen, insbesondere der kräftige Preisanstieg bei Öl und anderen Rohstoffen, hat die deutsche Wirtschaft ihren Aufholprozess nach der tiefen Krise 2008/2009 in hohem Tempo fortgesetzt.
22. Juni 2011
Partnerpublikation

Perspektiven für Hamburgs Außenhandel. Länderstruktur – Güterstruktur – Exportaussichten

Die Hamburger Wirtschaft ist eng mit der Weltwirtschaft verbunden. Das gilt bereits wegen des Hafens, der schon für sich genommen eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für Hamburg hat. Der Hamburger Hafen ist immerhin der größte Seehafen in Deutschland und der drittgrößte in Europa. Hamburger Unternehmen leiten aber nicht nur ...
21. Juni 2011
HWWI Insights

Impulsgeber für die Zukunft des Ostseeraums sind Städte

von Silvia Stiller, Jan Wedemeier
21. Juni 2011
HWWI Insights

Sinn und Unsinn von Biokraftstoffen

von Michael Bräuninger, Leon Leschus
21. Juni 2011
HWWI Insights

Steigende Mietpreise in Hamburg – Was macht der Wohnungsbau?

von Alkis Henri Otto
21. Juni 2011
HWWI Insights

Mögliche Erklärungen für das weibliche Macht-Vakuum in den Führungsetagen

von Christina Boll
21. Juni 2011
HWWI Insights

Sind Familienunternehmer die besseren Unternehmer oder gar die besseren Menschen?

von Günther Strunk
21. Juni 2011
HWWI Insights

Warum entscheiden sich immer mehr türkeistämmige Hochqualifizierte für ein Leben in Istanbul?

von Yasar Aydin, Barbara Pusch
21. Juni 2011
HWWI Insights

Indien – neue Geschäftsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen

von Gunnar Geyer
16. Juni 2011
HWWI Standpunkt

Von Messi bis Nowitzki – Was die Spieltheorie über die Bedeutung von Stars im Teamsport lehrt

von Henning Vöpel
Zuletzt gab es mit dem FC Barcelona und den Dallas Mavericks zwei Beispiele für Mannschaften, deren Philosophie eher durch Teamgeist und Betonung des Kollektiven geprägt ist, deren jüngste Erfolge aber dennoch untrennbar mit ihren Stars, Lionel Messi und Dirk Nowitzki, in Verbindung gebracht werden. Für diese auf den ersten Blick überraschende und paradox erscheinende Beobachtung haben Sportexperten eine prägnante, aber kaum fundierte Umschreibung: „Das Team macht den Star“. Doch welche Mechanismen sind hier am Werk? Die Spieltheorie zeigt, welche Bedeutung ein Star für das Team und das Team für den Star hat.
10. Juni 2011
HWWI Standpunkt

Für Griechenland gibt es keine Alternative zu einer langen und schmerzhaften Konsolidierung

von Michael Bräuninger
Griechenland kommt nicht aus der Schuldenkrise. Die erheblichen Sparanstrengungen führen in die Rezession. Die Folgen sind immer geringere Steuereinnahmen und steigende Transfers an die Arbeitslosen. Dies verhindert die angestrebte Konsolidierung, sodass immer weitere Finanzhilfen der europäischen Partner und des Internationalen Währungsfonds notwendig werden. Es entsteht ein Teufelskreis.
9. Juni 2011
HWWI Policy Report

The future of the Baltic Sea region: Potentials and challenges

von Silvia Stiller, Jan Wedemeier
The study analyses the development possibilities of the Baltic Sea region from various perspectives. It deals with the current situation, the potential and the future challenges. Thereby this study puts its focus on trade in the Baltic Sea area, demographic trends, capacity for innovation and the economic impact of the cities in this area.
9. Juni 2011
Pressemitteilung

Deutsche Wirtschaft boomt – Fortsetzung ist möglich

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aktualisiert und angesichts des extrem starken Konjunkturanstiegs zu Jahresbeginn angehoben. Für 2011 wird nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 % gerechnet, für 2012 mit einem von 2,2 %.
7. Juni 2011
Pressemitteilung

Nach langem Anstieg erstmals Rückgänge beim HWWI-Rohstoffpreisindex

Der Aufwärtstrend der Weltmarktpreise von Rohstoffen hat sich im Mai nicht fortgesetzt. Der Monatswert des HWWI-Rohstoffpreisindex sank in US-Dollar um 6 % und in Euro um 5,4 % im Vergleich zum Vormonat. Im April war er, vor allem aufgrund höherer Rohölpreise und teureren Industrierohstoffen, auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren gestiegen.
31. Mai 2011
Einladung zur Pressekonferenz am 9. Juni 2011

Deutsche Wirtschaft boomt - die Fortsetzung ist möglich

31. Mai 2011
HWWI Standpunkt

Der Fachkräftemangel ist hausgemacht!

von Michael Bräuninger, Thomas Straubhaar
Ja, es ist richtig: Fachkräfte werden knapper. Die starke Konjunktur tut das eine. Die Schrumpfung der Bevölkerung sorgt für das andere. Dennoch: die Klage über den Fachkräftemangel ist nur teilweise berechtigt. Denn sie lenkt davon ab, dass es in Deutschland ungenutzte Potenziale gibt. Sie wären bereit und auch fähig, die sich öffnende Lücke bei den Fachkräften zu füllen.
27. Mai 2011
Partnerpublikation

Gut gerüstet für die Zukunft? Der Hafen als Impulsgeber für den Logistikstandort Hamburg

Der Hamburger Hafen ist ein wichtiger Impulsgeber für die Entstehung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in der Hansestadt und in der Metropolregion Hamburg. Wenn die Umschlagszahlen im Hafen Hamburg zukünftig weiter steigen, dann resultieren hieraus positive Effekte auf zahlreiche Branchen. Insbesondere betreffen diese die Hafenwirtschaft im engeren Sinne ...
26. Mai 2011
HWWI Standpunkt

Städte sollten keine Energienetze kaufen

von Sebastian Schröer
Die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Fünfzehn Jahre nach Aufhebung des Monopolrechts für die Telekom sind die Preise auf einen Bruchteil gesunken. Jeder Bundesbürger hat im Durchschnitt fast 1,5 Handyverträge, schnelle Internetverbindungen sind in jedem Haushalt Standard und auch Internet für das Handy hat sich mittlerweile durchgesetzt. Niemand käme auf die Idee, dass Kommunen oder Städte Handy- und Internetnetze kaufen müssten.
24. Mai 2011
HWWI Update

Die Europäische Union und der handelspolitische Bilateralismus

von Georg Koopmann, Isabel Marcin, Lars Vogel
Während die multilaterale Doha-Runde der World Trade Organization (WTO) auf der Stelle tritt, entwickeln bilaterale Handelsabkommen zwischen einzelnen WTO-Mitgliedern ihre eigene politische Dynamik. In diesem Prozess spielt die Europäische Union (EU) eine führende Rolle.
24. Mai 2011
HWWI Update

Jeder sechste Selbstständige hat einen Migrationshintergrund

von Ann-Julia Schaland, Andreia Tolciu
In Zukunft wird die Anzahl der Unternehmer in Deutschland demografisch bedingt sinken. Menschen mit Migrationshintergrund können dieser Entwicklung entgegenwirken. Schon heute gibt es 655 000 selbstständige Migranten in Deutschland. Damit haben 16 % aller Selbstständigen einen Migrationshintergrund – Tendenz steigend.
24. Mai 2011
HWWI Update

Wege zur Vollbeschäftigung

von Michael Bräuninger, Thomas Straubhaar
In den vergangenen fünf Jahren ist die Beschäftigung in Deutschland insgesamt stark gestiegen. Parallel dazu ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Die makroökonomischen Rahmenbedingungen sind weiterhin ausgesprochen günstig.
18. Mai 2011
HWWI Standpunkt

Umschulden ja, aber richtig!

von Thomas Straubhaar
Die Lage in der Euro-Zone spitzt sich zu. Die Staatsschulden sind erdrückend. In den zahlungsunfähigen Schuldenländern protestiert die Bevölkerung gegen strenge von außen diktierte Sparprogramme. In den Gläubigerstaaten sinkt die Hilfsbereitschaft. Wut über die fremden Vögte auf der einen, Zorn über den Verschuldungsschlendrian auf der anderen Seite machen sich breit. Ein Drittel der Griechen will nichts mehr mit dem Euro zu tun haben. Die Hälfte der Deutschen sind es leid, Griechenland zu unterstützen. Das ist der Spannungsbogen, der den Ruf nach einem freiwilligen Austritt oder einem erzwungenen Ausschluss einzelner Länder aus der Euro-Zone lauter werden lässt. Eine Lösung, die keine Probleme wirklich überwindet, aber viele neue zur Folge hätte.