Leistungsspektrum

Das Haupttätigkeitsfeld des HWWI ist die Erstellung wissenschaftlicher Analysen. Zudem beschäftigen sich die Wissenschaftler und Forscher am HWWI mit der Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen und Beratung auf Basis von Grundlagenforschung und Modellentwicklung. Neben der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses bedient das Institut internationale Kooperationen und Netzwerke, ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Kommunikation.

Unsere Publikationen liefern Ihnen umfassende wirtschafts-, gesellschafts- und umweltrelevante Informationen zu unseren Forschungsschwerpunkten.

Interne Publikationsreihen, Partnerpublikationen sowie alle sonstigen Studien und Gutachten sind für Interessierte online frei zugänglich. Sie können von dieser Webseite als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Auch gebundene Exemplare stellen wir – soweit vorhanden – der Allgemeinheit unentgeltlich zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierfür an unseren Medienservice.

Nutzen Sie den Output des HWWI zu Ihrem kontinuierlichen Wissens- und Informationsgewinn.

Zu den Publikationen

Prognosen

Konjunkturprognosen

Für Deutschland: Die Entwicklung der Produktionskapazitäten in einer Volkswirtschaft sowie deren Veränderungen im Auslastungsgrad sind Gegenstand unserer Konjunkturanalyse und -prognose. Dafür beobachtet das HWWI tagesaktuell das weltweite Wirtschaftsgeschehen und entwickelt Annahmen über zukünftige Bewegungen auf den Finanz- und Devisenmärkten. Unser Fokus bei der Konjunkturprognose liegt auf Deutschland und dem Euroraum.

Die HWWI-Konjunkturprognose für Deutschland wird vierteljährlich aktualisiert. Basis unserer Berechnungen sind die jeweils aktuellen Datensätze der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Statistischen Bundesamtes. Auf Basis der sogenannten Rundrechnung, einem iterativer Ansatz, werden sowohl Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt als auch für die einzelne Aggregate, wie zum Beispiel den Konsum, die Investitionen oder den Außenhandel erstellt. Die Rundrechnung gewährleistet die Konsistenz der erstellten Prognose. Zusätzlich fließen monatlich verfügbare Indikatoren wie beispielsweise die Industrieproduktion oder Stimmungsindikatoren in die Berechnung ein, um eine möglichst genaue Prognose für das laufende Quartal zu gewährleisten. In den Prozess der Prognoseerstellung werden im HWWI nicht nur unsere Konjunkturspezialisten, sondern auch unsere Experten zu verschiedenen Spezialgebieten wie Arbeitsmarkt oder Wirtschafts- und Finanzpolitik eingebunden.

Neben der Konjunkturprognose werden vom HWWI wissenschaftliche Texte zum Thema Konjunktur in Fachzeitschriften sowie Medienbeiträge in überregionalen Tageszeitungen publiziert. Darüber hinaus pflegen wir mit unseren „Konjunkturgesprächen“ einen regelmäßigen Meinungsaustausch mit verschiedenen Banken, Unternehmen und Verbänden.
Zur aktuellen Konjunkturprognose


Für Norddeutschland oder einzelne Bundesländer: Zusätzlich zu den Konjunkturprognosen für Deutschland insgesamt führt das HWWI in unregelmäßigen Abständen Prognosen zur Entwicklung der Wirtschaftsleistung auf regionaler Ebene durch. Schwerpunkt der Betrachtung ist das Bruttoinlandsprodukt in der ausgewählten Region. Eine Prognose für Norddeutschland umfasst die fünf norddeutschen Bundesländer.

Grundlage der Berechnungen sind zum einen die Datensätze des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder, zum anderen Bundeslandauswertungen des IHK-Geschäftsklimaindex. Letzterer resultiert aus einer umfassenden, vierteljährlich durchgeführten Befragung von Unternehmern, in der diese Auskunft über ihre Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage sowie ihre Erwartungen über die zukünftige Lageentwicklung geben.

Der Geschäftsklimaindex fließt als ein zentrales Konjunkturbarometer in das ökonometrische Prognosemodel des HWWI ein. Ergänzt wird er durch weitere regionale Indikatoren, wie beispielsweise die regionale Beschäftigung,  sowie die HWWI-Konjunkturprognose für Deutschland. Die hierdurch gewonnenen Prognosewerte für das kurzfristige Wachstum der norddeutschen Wirtschaft bildeten bereits mehrfach die Basis für regionale Konjunkturstudien und Pressemeldungen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern – HSH Nordbank und der Handelskammer Hamburg – publiziert haben.
Zur aktuellen Prognose

Prognosen für sonstige Fragestellungen
Prognosen können Bestandteil von Studien und Gutachten sein. So war die Ermittlung des zukünftigen Bedarfs an Hauswärme und die erwartete Zusammensetzung neuer Heiztechnologien Gegenstand einer Studie zum Klimaschutz im Wohnungssektor.

Die Prognose der zukünftigen Beschäftigungsentwicklung in 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten auf Basis vier verschiedener Szenarien gibt Hinweise darauf, wie sich regionale Arbeitsmärkte bis 2030 entwickeln können.

Der zukünftige Gewerbeflächenbedarf einer Stadt kann mit Hilfe des HWWI-Gewerbeflächenmodells ermittelt werden.



Indizes

HWWI-Rohstoffpreisindex

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein umfassender Indikator für aktuelle Preisentwicklungen an den Weltrohstoffmärkten. Er wird von Politik und Wirtschaft genutzt und hat Eingang in Statistiken nationaler und internationaler Institutionen gefunden.

Preisveränderungen bei Rohstoffen haben eine große Bedeutung für die Entwicklung der Weltwirtschaft. In den Produktionsländern beeinflussen sie die Exporterlöse und bestimmen damit die wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven der Länder. In den Verbraucherländern haben sie Auswirkungen auf die Preis- und damit auch auf die Einkommensentwicklung. Im HWWI-Rohstoffpreisindex sind die wichtigsten international gehandelten 28 Rohstoffe aus den Bereichen Energie- und Industrierohstoffe sowie Nahrungs- und Genussmittel enthalten. Die preislichen Veränderungen werden sowohl auf US-Dollar als auch auf Euro Basis ausgewiesen. Für die Berechnung des Indexes werden die einzelnen Rohstoffe mit ihren Anteilen an den gesamten Rohstoffimporten der OECD Länder gewichtet. Für im Euroraum tätige Unternehmen und Institutionen wird darüber hinaus der Index »Euroland« bereitgestellt, der die Kostenentwicklung für importierte Rohstoffe in diesem Wirtschaftsraum wiedergibt. Hier basiert die Gewichtung der Rohstoffe auf den Anteilen der Importe der Euroraum-Mitglieder aus Drittländern.

Der Index wird laufend aktualisiert, Tageswerte werden einmal wöchentlich berechnet. Der Indexbezug ist kostenpflichtig. Weitere Informationen zum HWWI-Rohstoffindex finden Sie hier.

IBC-Compass

Der im Jahr 2012 vom HWWI in Kooperation mit der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entwickelte Länderindex "International Business Compass" (IBC) bewertet Länder einmal jährlich im Hinblick auf ihre ökonomischen, politisch-rechtlichen und soziokulturellen Rahmenbedingungen und verdichtet die verschiedenen Aspekte anschließend zu einer Maßzahl. Zusätzlich wird über zwei Teilindizes die Standortattraktivität eines Landes bewertet.

Die Teilindizes sind im Hinblick auf unternehmerische Entscheidungen konzipiert worden und bewerten die Länder als möglichen Absatzmarkt oder Produktionsstandort. Seit 2013 wird darüber hinaus jährlich ein gesondertes Schwerpunktthema bearbeitet, das die bestehenden Teilindizes sinnvoll ergänzt und das Gesamtbild so weiter differenziert. Den aktuellen BDO IBC finden Sie hier.


Rankings

Bei einem Ranking werden mehrere vergleichbare Objekte in eine Rang- bzw. Reihenfolge gebracht. Die Sortierung folgt einer vorab festgelegten Bewertung. Rankings bieten die Möglichkeit, mehrere Faktoren in die Betrachtung einzubeziehen und abschließend zusammenfassend zu beurteilen. So können relative Positionen einzelner Objekte bestimmt sowie Stärken und Schwächen im Vergleich identifiziert werden.

Das HWWI/Berenberg-Städteranking erfasst und bewertet Trend-, Demografie- und Standortfaktoren für die 30 größten Städte Deutschlands. Die drei Teilindizes werden abschließend zu einem Gesamtindex zusammengefasst.

Beim HWWI/Berenberg-Kulturstädteranking fließt allein das kulturelle Angebot und die kulturelle Nachfrage in den 30 größten Städten Deutschlands in die Betrachtung ein. 

Das HWWI-Sportstättenranking untersucht, wie gut Städte im Bereich Profisport, Sportevents, Sportinfrastruktur oder Breitensport aufgestellt sind.

Auch die Lebensqualität deutscher Metropolen kann bewertet und in eine Rangfolge gebracht werden.

Aufgabe der volkswirtschaftlichen Forschung ist es, grundlegendes ökonomisches Wissen über Strukturen, Entwicklungen und Zusammenhänge in Wirtschaft und Gesellschaft zu gewinnen. Unterschieden wird zwischen angewandter Forschung und Grundlagenforschung. Die angewandte Forschung widmet sich konkreten Problemen und aktuellen Herausforderungen. Bei der Grundlagenforschung stehen Erkenntnisinteresse und die Schaffung neuen Wissens im Fokus. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der Erweiterung der theoretischen Erkenntnisbasis und der Festigung des theoretischen Gerüstes der Volkswirtschaftslehre. Die Grundlagenforschung bildet das Fundament für die angewandte Forschung und schafft damit die Basis für aktuell zu treffende wirtschaftspolitische oder gesellschaftliche Entscheidungen.

Im Bereich der Grundlagenforschung untersuchen unsere Wissenschaftler/innen auf der Grundlage des aktuellen Standes der ökonomischen Theorie und unter Nutzung modernster ökonometrischer Methoden grundsätzliche volkswirtschaftliche Zusammenhänge, Entwicklungen und Strukturen. Publiziert werden die gewonnenen Ergebnisse zunächst in unserer Publikationsreihe HWWI Research Paper, um später in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu erscheinen.

Modelle

Ökonomische Strukturen oder Prozesse werden in der Volkswirtschaftslehre häufig mithilfe von Modellen analysiert. Modelle bilden Ausschnitte der Realität ab und dienen dazu, komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen vereinfachend darzustellen, um wesentliche Teilaspekte eines vielschichtigen Systems zu untersuchen. Die Annahmen und Abstraktionen, auf denen Modelle basieren, heben charakteristische Zusammenhänge hervor und orientieren sich an der Realität. Somit sind Modelle keine Abbildung der Wirklichkeit, sondern stellen eine Annäherung an diese dar.

Mathematische Modelle spielen eine wesentliche Rolle in der Volkswirtschaftslehre. Sie verlangen unmissverständlich definierte Annahmen sowie eine klare Darstellung von Zusammenhängen und Mechanismen. Eine große Bedeutung kommt dabei der Ökonometrie zu. Hierbei werden wirtschaftstheoretische Hypothesen oder ökonomische Phänomene mithilfe statistischer Verfahren auf Basis empirischer Daten überprüft beziehungsweise quantitativ analysiert.

Das HWWI hat für viele Fragestellungen eigene Modelle entwickelt, beziehungsweise bestehende Modellansätze weiterentwickelt. Mithilfe von Modellen können auch Simulationen und Projektionen durchgeführt werden und damit mögliche Entwicklungspfade und -korridore aufgezeigt werden. Hier eine  Auswahl:

Wachstums- und Prognosemodelle

Für die Welt, Weltregionen oder einzelne Länder: Wesentliche volkwirtschaftliche Größen wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Arbeitsplätze oder Handelsvolumina schätzen wir mithilfe eines makroökonomischen Wachstumsmodells. Für Deutschland: Die Konjunkturprognose für Deutschland, die das HWWI vierteljährlich erstellt, basiert auf einem eigenen makroökonomischen Modell und greift im Wesentlichen auf Daten des Statischen Bundesamtes zurück.

Für einzelne Regionen in Deutschland: Konjunkturprognosen für einzelne Regionen oder Bundesländer werden mithilfe von Panelschätzungen auf Regionsebene erstellt. Regionale Wachstumsmodelle kommen zum Tragen, um langfristige Szenarien auf regionaler Ebene für die Bruttowertschöpfung und die Erwerbstätigkeit zu ermitteln.


Gleichgewichtsmodelle

Gesamtwirtschaftliche Gleichgewichtsmodelle: Mithilfe eines gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichtsmodells kann auf Basis aktueller Daten geschätzt werden, welche ökonomischen Reaktionen auf einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel oder technologische Neuerungen zu erwarten sind. Ein CGE (Computable General Equilibrium)-Modell fand im HWWI Verwendung, um zum Beispiel Auswirkungen im Bereich des Klimaschutzes aufgrund erhöhter CO2-Zertifikatpreise zu berechnen.

Räumliche Gleichgewichtsmodelle: Räumliche Gleichgewichtsmodelle kommen zum Tragen, wenn es darum geht, geographisch differenzierte Aussagen zu treffen. Ein solches Modell wurde beispielsweise eingesetzt, um die Auswirkungen von Extremwetterereignissen auf einzelne Hamburger Stadtbezirke abzubilden.


Regionales Input-Output-Modell

Input-Output-Tabellen bilden die Vorleistungsbeziehungen zwischen den verschiedenen Sektoren einer Volkswirtschaft ab. Das im HWWI entwickelte interregionale Input-Output-Modell „IRIOLQ“ nutzt intra- und interregionale Input-Output-Tabellen, die im Modell geschätzt werden, um die Wirkungen regionaler Nachfrageschocks auf sämtliche Regionen einer Volkswirtschaft zu berechnen.

Gravitationsmodelle

Internationale und interregionale Handelsströme sowie Handelspotenziale werden mithilfe von Gravitationsmodellen geschätzt. Dabei wird davon ausgegangen, dass der  Handel unter anderem von der Marktgröße und Entfernung der Partner abhängig ist.


Modelle für einzelne Märkte

Energiewirtschaftliche Modelle: Im energiewirtschaftlichen Bereich sind bereits verschiedene eigens entwickelte Modelle für eine Reihe von Fragestellungen eingesetzt worden. Hierzu zählt die regional differenzierte Ermittlung der Kosten von Stromausfällen oder des zukünftigen Hauswärmebedarfes. Das Strommarktmodell des HWWI dient dazu, die möglichen Auswirkungen verschiedener Szenarien auf die Angebotsseite und damit die Preisentwicklung auf dem Strommarkt abzuschätzen. Einflüsse wie der Ausbau der erneuerbaren Energien, Änderungen in der Zusammensetzung der verwendeten Energieträger zur Stromerzeugung oder Veränderungen der Preise von CO2-Zertifikaten können simuliert und deren Folgen auf den Strommarkt berechnet werden.

Regionales Wohnungsmarktmodell HWWImmo: Basierend auf aktuellen regionalen Angaben und Trends zur Bevölkerungs-, Haushalts- und Einkommensstruktur sowie zur Entwicklung der Wohnungsneubauten und -abgänge wird mithilfe des Wohnungsmarktmodells HWWImmo die regionale Nachfrage-, Angebots- und Preisentwicklung von Wohnungsraum modelliert. So können die bestimmenden Faktoren für regionale Häuserpreisentwicklungen identifiziert und quantifiziert sowie Projektionen für die langfristige Entwicklung regionaler Wohnungsmärkte vorgenommen werden.

Modell zur Gewerbeflächennachfrage: Für die Prognose der zukünftigen quantitativen und qualitativen Gewerbeflächennachfrage in Städten wurde vom HWWI in Zusammenarbeit mit Georg Consult ein Modell entwickelt, das für die Hansestadt Hamburg erstmals Anwendung fand. Wirtschaftswachstum und wirtschaftsstrukturelle Veränderungen sowie erwartete Entwicklungen bei der Sektorstruktur, der Produktivität, der Bruttowertschöpfung und der Erwerbstätigkeit fließen als Bestimmungsfaktoren in das Modell ein. Für das Tempo des Strukturwandels können unterschiedliche Szenarien hinterlegt werden. Als Ergebnis liefert das Modell für verschiedene Standorttypen eine Abschätzung des Gewerbeflächenbedarfs im Zeitablauf. Diese Informationen helfen Städten, Standorte und Flächen zielgruppen- und nachfrageorientiert zu entwickeln und zu vermarkten.


Planspielmodelle

Modelle finden auch in der Pädagogik Verwendung. Insbesondere in Planspielen werden sie als „Realitätsersatz“ eingesetzt. Ziel der Modelle ist es dabei, die komplexe Wirklichkeit auf begreifbare, fassbare und für einen bestimmten Zweck (Lernziele) relevante Aspekte zu abstrahieren. Als besonderer Vorzug erweist sich dabei der dynamische Charakter von Simulationen. Sie können als Nachbildung von Abläufen eingesetzt werden, die in der Wirklichkeit aus Zeit- oder Kostengründen nicht durchgeführt werden könnten. Damit werden auch langfristige Auswirkungen von Entscheidungen deutlich.

FidZ- Finanzen der Zukunft, das vom HWWI entwickelte Planspiel, sensibilisiert Oberstufenschüler und Erwachsene für finanz- und haushaltspolitische Fragen und schafft ein ausgeprägtes Bewusstsein für die politisch und volkswirtschaftlich bedeutsamen Aspekte der öffentlichen Finanzen. In FidZ schlüpfen die Spieler in die Rolle von Politikern. Ihre Aufgabe ist es, die Hansestadt Hamburg so erfolgreich wie möglich in das Jahr 2040 zu führen. Die Spieler gestalten die Zukunft der Hansestadt, indem sie in mehreren aufeinander folgenden Perioden festlegen, wie viel Geld in die einzelnen Aufgabenbereiche der Öffentlichen Hand fließen soll und wie die geplanten Vorhaben zu finanzieren sind. Dabei agieren die Spieler unter wechselnden politischen und konjunkturellen Bedingungen. Der Erfolg der haushaltspolitischen Entscheidungen der Spieler für die Zukunftsfähigkeit der Stadt wird in einem eigens für FidZ entwickelten Simulationsmodell berechnet.


Simulationen

Neben Simulationen, die mithilfe der bereits oben beschriebenen Modelle durchgeführt werden können, verwenden wir diese Analysemethode darüber hinaus insbesondere in folgenden Zusammenhängen:

Makroökonomische Simulationen: Mithilfe eines umfangreichen makroökonomischen Modells für die Weltwirtschaft simuliert das HWWI makroökonomische Szenarien für unterschiedlichste Fragestellungen. So können Auswirkungen verschiedenster Schocks, wie zum Beispiel der eines Anstiegs des Ölpreises oder der einer Zinsänderung von Zentralbanken, sowohl für einzelne Länder als auch einzelne Regionen der Weltwirtschaft simuliert werden.

Erwerbsverlaufs- und Einkommenssimulationen mit CAREER SIM: Zur Abbildung der mittel- und längerfristigen Effekte von Bildungs-, Berufswahl- und Erwerbsentscheidungen auf die zu erzielenden Erwerbs- und Alterseinkommen im Lebensverlauf führt das HWWI Einkommenssimulationen durch. Die Grundlage dafür bilden hypothetische Erwerbsverläufe sowie Parameter, die in vorgelagerten Regressionsanalysen ermittelt wurden. CAREER SIM ist ein Regressions- und Simulations-Modell, das einen Beitrag zur Erklärung von Einkommensungleichheit sowie inter- und intragenerationaler Mobilität liefert. Auch materielle Benachteiligungen bestimmter Bevölkerungsgruppen – beginnend im Bildungssystem, über das Erwerbsleben hin bis ins Rentenalter – können berechnet werden. Das Modell kann zur Politikberatung in den Bereichen Arbeitsmarkt-, Familien- und Bildungspolitik eingesetzt werden.


Umfragen

Nicht alle Forschungsfragen können auf Basis schon bestehender Datensätze bearbeitet werden. Mitunter ist es notwendig, Daten selbst zu erheben. Dies kann mithilfe von Umfragen geschehen. Die Entwicklung von Umfragedesigns gehört ebenso wie die Durchführung von Umfragen zum Leistungsportfolio des HWWI.


Sonstige Analysemethoden

Regressions-, Produktivitäts-, Cluster -, SWOT-, Benchmarking-Analysen oder auch die Analyse von Wertschöpfungsketten – die Liste der in der Analyse zu verwendenden möglichen Methoden ist lang. Welche Methode zum Einsatz kommt, orientiert sich an der Forschungsfrage sowie den zu analysierenden Datensätzen.

Planspiele sind eine Lernmethode, um mittel- und langfristige Konsequenzen heutigen Handelns zu verdeutlichen. Dabei werden Teilnehmer mit einer möglichst realistisch simulierten Praxissituation konfrontiert. Das Lernen basiert auf konkreten Erfahrungen, die die Spieler im Laufe des Spiels erwerben und die sie reflektieren und analysieren. Die Diskussion über Lernthemen wird durch ein Handeln in Lernthemen ersetzt.


Das HWWI verfügt über Expertise bei der Entwicklung von Planspielen. FidZ- Finanzen der Zukunft, sensibilisiert Schüler/innen und Erwachsene für finanz- und haushaltspolitische Fragen, schafft ein ausgeprägtes Bewusstsein für die politisch und volkswirtschaftlich bedeutsamen Aspekte der öffentlichen Finanzen und fördert die kommunikativen, sozialen und strategischen Kompetenzen der Spieler.

Vorträge

Das HWWI führt Vortragsveranstaltungen durch, um den Austausch mit Vertretern der Wirtschaft zu intensivieren beziehungsweise den wissenschaftlichen Diskurs zu vertiefen.


Workshops und Informationsveranstaltungen

Workshops sind häufig Bestandteil von Forschungsaufträgen. In einer gemeinsamen Veranstaltung von HWWI und eventuellen weiteren Kooperationspartnern sowie den Auftraggebern werden Forschungs(zwischen)ergebnisse präsentiert und diskutiert, noch offene Fragen abgestimmt und die weitere Vorgehensweise abgeklärt.

Auch die Pflege von Forschungsnetzwerken und der akademische Diskurs können im Rahmen von Workshops stattfinden. So veranstaltet das HWWI in seinen Forschungsbereichen „Arbeit, Bildung und Demografie“ sowie „Energie, Klima und Umwelt“ regelmäßige Arbeitstreffen mit den Universitäten Rostock beziehungsweise Siegen, um über Forschungsergebnisse zu berichten und zu diskutieren.


Sonstige Veranstaltungen

Regelmäßig werden vom HWWI auch Veranstaltungen für Kunden, Partner sowie Freunde und Förderer  durchgeführt.

Vorträge

Die Geschäftsführer, Forschungsbereichsleiter und Senior Reseacher des HWWI sind geschätzte Vortragsredner bei unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten.

Podiumsdiskussionen

Auch bei Podiumsdiskussionen wird die fachliche Expertise der Geschäftsführer und Mitarbeiter des HWWI geschätzt.

Neben ihrer Forschungstätigkeit engagieren sich Geschäftsführung und Mitarbeiter/innen des HWWI stark in der wissenschaftlichen Lehre. Sowohl unsere habilitierten als auch die überwiegende Zahl unserer promovierten Mitarbeiter waren oder sind als Dozent/in oder Professor/in an einer Hochschule tätig.

Besonders intensive Beziehungen im Bereich der Lehre bestehen am Standort Hamburg zwischen dem HWWI und der Universität Hamburg, einem der beiden Gesellschafter des HWWI,  sowie der HSBA Hamburg School auf Business Administration, einer Tochter unseres zweiten Gesellschafters, der Handelskammer Hamburg. Am zweiten Standort des HWWI, in Bremen, lehren Mitarbeiter unseres Instituts an der dortigen Hochschule. Weitere Engagements bestehen an mehreren privaten und staatlichen Hochschulen in Hamburg und Norddeutschland. Somit bildet das HWWI an Hochschulen nicht nur Studierende in der akademischen Erstausbildung aus, sondern ist auch in der akademischen Qualifizierung von Berufstätigen tätig.

Das HWWI engagiert sich stark in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Während der Promotionszeit bietet das Institut externen Doktoranden/innen, die an einer deutschen Hochschule promovieren, die Möglichkeit, in Teilzeit als Junior Researcher am HWWI zu arbeiten. Eingesetzt werden die Doktoranden/innen in wissenschaftlichen Projekten, Studien oder Gutachten des HWWI im Bereich der angewandten Forschung oder der Grundlagenforschung. Um hohe Synergieeffekte zwischen Promotion und der Arbeit am Institut zu ermöglichen, werden Doktoranden/innen an die Forschungsfelder angegliedert und mit den Projekten beauftragt, die eine inhaltliche oder methodische Nähe zum Promotionsthema aufweisen.
 
Während der Semesterzeiten findet im HWWI regelmäßig ein internes Doktorandenseminar statt, indem jeder Doktoranden/in zweimal im Jahr das Auditorium – bestehend aus Geschäftsleitung, Forschungsbereichsleitern, Senior und Junior Researchern des HWWI – über Fortschritte und den aktuellen Stand der Promotion informiert. Im wissenschaftlichen Diskurs werden mit allen Forschern/innen des Instituts inhaltliche und methodische Fragen des Promotionsvorhabens erörtert und beraten.

Kooperationen

Ein reger Diskurs und Austausch unter Wissenschaftlern steigert die wissenschaftliche Exzellenz in Doktorandenausbildung und Forschung. Das HWWI hat einzelne Professoren der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg als Forschungsprofessoren an das Institut gebunden und wird von diesen bei der Professionalisierung der Doktorandenausbildung sowie der langfristigen Forschungsausrichtung und der wissenschaftlichen Publikationsstrategie unterstützt. Weitere feste Kooperationen bestehen mit dem Forschungskolleg "Zukunft menschlich gestalten" der Universität Siegen (FoKoS), sowie dem "KlimaCampus Hamburg".

Netzwerke

Forschungsprojekte auf Europäischer Ebene (zum Beispiel für die Europäische Kommission), aber auch auf Bundesebene (zum Beispiel für die Bundesministerien) werden in der Regel nicht an eine einzelne Forschungsinstitution, sondern an Bietergemeinschaften vergeben. Das HWWI verfügt über ein weitverzweigtes, europaweites Netzwerk an wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen.

Mitgliedschaften

Das HWWI ist Mitglied im Verein für Socialpolitik, des Hochschulforums der Wirtschaft (HWi), der ARGE, der Baltic Sea Academy, des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland, des Informationsdienstes Wissenschaft sowie des Stockholm Network.

Im Rahmen von Nachrichten- und Informationssendungen in Funk und Fernsehen sind unsere Experten gefragte Gesprächspartner/innen. Die Einschätzungen unserer Forscher/innen zu aktuellen Entwicklungen oder ihre Empfehlungen zur Bewältigung drängender Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft werden auch von Redakteur/innen und Journalist/innen der lokalen, überregionalen und internationalen Tagespresse sowie Wochenzeitschriften geschätzt.

Aber nicht nur als Interviewpartner/innen sind HWWI-Mitarbeiter/innen in den Medien präsent. Auch eigene Textbeiträge werden von den Medien im Print- und Onlinebereich aufgegriffen und publiziert. 

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