Datenschutz und Datensicherheit

© HWWI

In gut acht Monaten – am 25. Mai 2018 – tritt die Europäische Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Von vielen Unternehmen fordert das, ihre Prozesse anzupassen. Doch trotz zunehmender Digitalisierung sehen sich laut einer Umfrage des amerikanischen Datenspezialisten Veritas Technologies rund die Hälfte aller deutschen Unternehmen noch nicht gewappnet, den neuen Anforderungen rechtzeitig gerecht zu werden. Allerdings drohen bei Verstößen Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes. Doch was gilt es für die Unternehmen bei der neuen Grundverordnung zu beachten? Hier einige wichtige Eckpunkte: Zunächst  bedarf es zukünftig einer aktiven Zustimmung der Nutzer bei der Verarbeitung ihrer personenbezogener Daten. Dazu gehören Emailadressen, genauso wie ID-Adressen oder digitale Fingerprints. Gleichzeitig bekommen Nutzer das Recht, Ihre Daten löschen zu lassen, genauso wie sie erfahren dürfen, welche Daten überhaut über sie gesammelt werden. Im Falle eines Datenverlustes müssen Unternehmen diesen in der Regel binnen 24 Stunden behördlich melden. Dafür müssen sie sich zukünftig nur noch mit einer Aufsichtsbehörde auseinander setzen. Zudem gilt die EU-Richtlinie auch für Unternehmen, die zwar keinen Sitz in der EU haben, jedoch Waren und Dienstleistungen in der EU anbieten. Grund genug also für jedes Unternehmen, seine Datenschutzstrukturen auf den Prüfstand zu stellen, denn die zunehmende Digitalisierung wird einen sicheren Austausch von immer mehr Daten erfordern.

Prof. Henning Vöpel diskutiert gemeinsam mit:

Prof. Dr. Christoph Bauer, HSBA und Geschäftsführer ePrivacy

Dirk Fröhlich, Geschäftsführer time2BI

Dr. Hans Markus Wulf, Partner SKW Schwarz Rechtsanwälte

Zur Sendung bei Hamburg 1