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Migration und Integration

Migration, verstanden als eine dauerhafte Verlagerung des Lebensmittelpunkts an einen anderen Ort, ist ein uraltes Phänomen. Historische Beispiele sind die Auswanderung aus der versteppenden Sahara zwischen 3000 und 1000 vor Christus, die griechische Kolonisation des Mittelmeers im 1. Jahrtausend vor Christus, die Massenauswanderung aus Europa nach Amerika im 19. Jahrhundert oder die Flucht vieler Syrer vor dem Bürgerkrieg in ihrem Lande seit 2011.

Wie die genannten historischen Beispiele zeigen, können die Motive für Migration sehr unterschiedlich sein. So kann ein Ortswechsel durch die Suche nach besseren Arbeitsbedingungen, höherem wirtschaftlichen Wohlstand oder generell einem besseren Leben motiviert sein und insofern weitgehend freiwillig erfolgen. Unter Umständen kehren die Migranten hier nach einem längeren Zeitraum auch wieder an ihren ursprünglichen Wohnort zurück. Oft ist Migration aber auch die Folge von Vertreibung in Folge kriegerischer Auseinandersetzungen, religiöser oder auch weltanschaulicher Verfolgung, sodass Migrationsentscheidungen quasi erzwungen werden. Auch der fortschreitende Klimawandel kann in den am stärksten betroffenen Regionen einen Auswanderungsdruck erzeugen. Das HWWI analysiert die Größe, die Zusammensetzung und die Determinanten internationaler (aber auch interner) Migrationsströme. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse von klimabedingter Migration.

Migrationsentscheidungen können sowohl auf den Ursprungs- als auch auf den Zielort unterschiedlichste Auswirkungen haben. Deutschland wies in den letzten Jahrzehnten stets einen Nettozuwanderungssaldo auf, sodass hier eher die Effekte der Zu- als der Abwanderung relevant sind. Das HWWI erforscht vor diesem Hintergrund, welche Effekte die beobachtete und zu erwartende Zuwanderung auf die Bundesrepublik Deutschland hat. Zudem analysiert das HWWI, wie die dauerhaft in Deutschland verbleibenden Personen möglichst gut in Gesellschaft und Wirtschaft integriert werden können.

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