Europäische Integration

Europa in der Welt von heute: Wilhelm Röpke und die Zukunft der Europäischen Währungsunion

28.08.2012 | HWWI Policy Paper | von Lars P. Feld

Wilhelm Röpke war ein Verfechter des Freihandelsgedankens und gegen jede Form des Kollektivismus, aber auch ein überzeugter Europäer, dem in ferner Zukunft das Ordnungsmodell des Schweizer Föderalismus als Zielvorstellung für Europa vorschwebte. In Währungsfragen war er skeptisch gegenüber Währungsunionen, in denen deren Disziplinierungswirkung über völkerrechtliche Verträge und die Bereitschaft der Länder, diese einzuhalten, sichergestellt werden muss. Vor dem Hintergrund von Röpkes Werk zur europäischen Integration werden in diesem Beitrag das ordnungspolitische Konstrukt der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion analysiert und Lösungsansätze für die gegenwärtige Schuldenkrise abgeleitet. Überarbeitete und erweiterte schriftliche Fassung der sechsten Wilhelm-Röpke-Vorlesung, gehalten unter dem Titel Dezentralität im Bundesstaat und im Staatenverbund: Wilhelm Röpke, Europa und der Föderalismus am 9. Februar 2012 am Wilhelm-Röpke-Institut in Erfurt. Eine gekürzte frühere Version ist erschienen als: Europa in der Welt von heute, Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 41 vom Freitag, 17. Februar 2012, S. 10.