Europäische Integration, Konjunktur

Jenseits von Angebot und Nachfrage: Was die Literatur über die Finanzkrise weiß

06.09.2013 | HWWI Policy Paper | von Rainer Hank

Bei diesem Beitrag handelt es sich um die Schriftfassung der Siebten Wilhelm-Röpke-Vorlesung, die der Ressortleiter Wirtschaft sowie „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Dr. Rainer Hank, am 21. Februar 2013 in der Thüringer Aufbaubank in Erfurt gehalten hat. Die jährlich zum Todestag des großen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlers stattfindende Veranstaltung des Wilhelm-Röpke-Instituts e.V. soll dazu beitragen, Röpkes Wirken als Wissenschaftler, Politikberater und Publizist in Erinnerung zu rufen und seine Ideen auf aktuelle Probleme anzuwenden. Anhand der Analyse verschiedener Klassiker der europäischen Literaturgeschichte wird deutlich: Goethe, Shakespeare & Co. wissen zwar nichts von der Eurokrise. Aber vom Thema „Schuld & Schulden“, der Tiefendimension unserer Finanzkrise seit dem Jahr 2008, davon verstehen sie etwas. Lange hat sich niemand um solche Themen gekümmert. Jetzt hat sich gezeigt, dass Schulden, private und öffentliche, eine problematische Angelegenheit sind: Sie machen die Menschen reich und arm. Und sie steigen in schwindelerregende Höhen, weil Menschen sich offenbar schwer damit tun, Risiken angemessen zu bewerten. Der Beitrag macht außerdem deutlich das die alten Dichter und Denker die Krise von heute besser verstehen als manch moderner Finanzroman.