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Ein Baltendeutscher bei den Preußen des Balkans: Oskar Anderson und das Sofioter Institut für Wirtschaftsforschung (SWIFO)

14.12.2021 | HWWI Research Paper | von Stefan Kolev
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Oskar Anderson (1887–1960) gehörte zu den Gründungsvätern der Ökonometrie. Dieser Aufsatz fokussiert
auf die Relevanz seines statistischen und ökonometrischen Werkes für die Konjunkturforschung in der
Zwischenkriegszeit. Der Schwerpunkt liegt auf der Periode zwischen 1923 und 1942, die er als russischer Emigrant in Bulgarien verbrachte und als seine wissenschaftlich produktivste Periode gilt. In dieser Zeit veröffentlichte Anderson bahnbrechende Beiträge, in denen er ökonomische Theorie, empirische Methoden und angewandte Arbeit an Datensätzen verknüpfte. Er vernetzte sich international in den Kontexten der jungen theoretischen und politikberatenden Ökonometrie, wobei die Verbindung zum Wiener Institut für Konjunkturforschung und dessen Direktor Oskar Morgenstern besonders intensiv war. 1935 gründete Anderson mit Kofinanzierung der Rockefeller Foundation das „Statistische Institut für Wirtschaftsforschung an der Staatlichen Universität Sofia“ (SWIFO) und blieb Direktor des SWIFO bis 1942.

Autoren

Prof. Dr. Stefan Kolev