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12.02.2026 | pressemitteilung 23

HWWI-Rohstoffpreisindex nach Rückgang wieder angestiegen

Nachdem der HWWI-Rohstoffpreisindex gegen Ende des vergangenen Jahres leicht gesunken war, stieg er im Januar 2026 wieder an. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung durch höhere Preise bei Industrierohstoffen.

In den vergangenen drei Monaten setzte sich der zuvor beobachtete leichte Abwärtstrend beim HWWI-Rohstoffpreisindex nicht fort. Nach einem Anstieg im November um 2,1 % und einem Rückgang im Dezember um −1,8 % stieg der Index im Januar 2026 deutlich um 5,5 %. Trotz dieser Monatszunahme lag der Index Ende Januar weiterhin rund 10,5 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert (Datenstand: 08.02.2026).

Der leichte Anstieg im November ist vor allem auf steigende Preise für Energierohstoffe zurückzuführen (+2,8 %). Im Dezember sanken die Preise für Energierohstoffe allerdings moderat (-3,3 %), verzeichneten im Januar dann wieder einen deutlichen Anstieg (6,6%).  Im Vergleich zu Januar 2025 notiert der Energierohstoffindex allerdings weiterhin um rund 15 % niedriger.

Die Preise für europäisches Erdgas wiesen zum Jahresende 2025 und zu Beginn des Jahres 2026 einen wechselnden Verlauf auf. Im November 2025 gingen sie gegenüber dem Vormonat um 5,1 % zurück. Im Dezember setzte sich diese Entwicklung mit einem weiteren Rückgang um 8,6 % fort. Im Januar 2026 kam es hingegen zu einem Anstieg um 26,7 %. Im Vorjahresvergleich lagen die Preise für europäisches Erdgas im gesamten betrachteten Zeitraum unter dem jeweiligen Vorjahresniveau. Der Abstand betrug im November 2025 −25,1 %, im Dezember −31,3 % und im Januar 2026 −18,7 %. Insgesamt zeigte sich damit trotz der kurzfristigen Gegenbewegung zu Jahresbeginn ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres Preisniveau.

Der Nahrungs- und Genussmittelindex wies im Berichtszeitraum eine wechselnde monatliche Entwicklung auf. Im November stieg er zunächst um 0,4 % und sank anschließend im Dezember (−1,7 %). Im Januar setzte der Index den Abwärtstrend fort und ging um −3,7 % zurück. Insgesamt lag der Index damit im Januar 2026 um 20,3 % unter dem Vorjahresniveau von 2025.

Die Entwicklung des Nahrungs- und Genussmittelindex war zum Jahresende 2025 und zu Beginn des Jahres 2026 maßgeblich durch die Preisbewegungen bei Kakao geprägt. Im November 2025 ging der Kakaopreis um 6,2 % zurück. Im Dezember folgte ein zwischenzeitlicher Anstieg um 3,8 %, bevor im Januar 2026 erneut ein Rückgang von 14,3 % verzeichnet wurde. Insgesamt ergab sich über den betrachteten Zeitraum ein rückläufiger Verlauf. Gegenüber dem Vorjahresniveau lag der Kakaopreis im November um 29,5 % niedriger, im Dezember um 44,2 % und im Januar 2026 um 53,6 %.

Auch die Kaffeepreise wiesen im gleichen Zeitraum Bewegungen auf. Im November 2025 stiegen sie leicht um 1,2 %, gingen jedoch im Dezember (−7,7 %) und Januar (−2,5 %) wieder zurück. Im Vorjahresvergleich lagen die Kaffeepreise im November noch um 22,1 % höher, näherten sich zum Jahresende jedoch zunehmend dem Vorjahresniveau an und unterschritten dieses im Januar 2026 (−3,8 %).

Der Industrierohstoffindex stagnierte im November (0,4 %), verzeichnete dann aber im Dezember und Januar Zuwächse von 3,6 % beziehungsweise 7,1 %. Damit lag der Index rund 20,4 % über dem Vorjahresniveau. Die Kupferpreise zeigten zum Jahresende 2025 und zu Beginn des Jahres 2026 einen ansteigenden Verlauf. Im November 2025 erhöhte sich der Preis gegenüber dem Vormonat um 1,0 %. Im Dezember setzte sich diese Entwicklung mit einem Anstieg um 9,5 % fort, gefolgt von einem weiteren Zuwachs im Januar 2026 um 10,6 %. Im Vorjahresvergleich lag der Kupferpreis im November 2025 um 19,0 % höher. Dieser Abstand vergrößerte sich im Dezember auf 32,7 % und im Januar 2026 auf 46,0 %.

Die Zinnpreise zeigten zum Jahreswechsel einen deutlich ansteigenden Verlauf. Im November 2025 erhöhte sich der Preis gegenüber dem Vormonat um 2,7 %. Im Dezember folgte ein weiterer Anstieg um 12,0 %, der sich im Januar 2026 mit einem Zuwachs von 20,4 % fortsetzte. Auch im Vorjahresvergleich nahm der Preisabstand im betrachteten Zeitraum kontinuierlich zu. Im November 2025 lag der Zinnpreis um 24,4 % über dem Vorjahresniveau, im Dezember um 43,8 % und im Januar 2026 um 68,7 %. Damit wies Zinn sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich eine ausgeprägte Aufwärtsbewegung auf.

 

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