Pressemitteilungen
Auf dieser Seite liefern wir einen Überblick über seit Januar 2023 veröffentlichte Pressemitteilungen des HWWI.
HWWI-Rohstoffpreisindex weiterhin volatil: Rahmenabkommen bringt nur vorübergehende Entlastung
In den vergangenen Monaten zeigte sich der HWWI-Rohstoffpreisindex stark volatil. Im Mai verzeichnete der Gesamtindex einen erneuten Zuwachs um 2,4 %. Im darauffolgenden Monat kam es zu einer vorübergehenden Entlastung, als der Index im Juni spürbar um -9,2 % nachgab. Hier dürfte das ausgehandelte Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA für Entspannung an den Märkten gesorgt haben. Diese Beruhigung hielt jedoch nicht an: Angetrieben durch das erneute Wiederaufkeimen des Konflikts zogen die Notierungen im Juli wiederum um 2,2 % an. Trotz der zwischenzeitlichen Schwankungen und des Rückgangs im Frühsommer spiegeln die Märkte die anhaltenden geopolitischen Risiken wider: Im Juli lag der HWWI-Rohstoffpreisindex weiterhin um deutliche 19,6 % über dem entsprechenden Vorjahreswert (Datenstand: 17.08.2026).
Neue HWWI-Konjunkturprognose
Nach gutem Start der deutschen Wirtschaft in dieses Jahr hinein haben sich seit Ende Februar durch den Irankrieg, insbesondere durch die Sperrung der Straße von Hormus und der damit verbundenen Energieverteuerung, die Perspektiven für Wachstum und Inflation deutlich verschlechtert. Die Sperrung der Straße von Hormus dauert nun länger an als zunächst erwartet. Die erratische US-Zollpolitik dämpft zudem die deutschen Exportaktivitäten spürbar. Die Stimmung in der Wirtschaft wurde aber auch durch hausgemachte Probleme beeinträchtigt, insbesondere weil der Reformprozess nur langsam vorankommt und von Unstimmigkeiten innerhalb der Koalitionsregierung überlagert wurde. Die weitere Entwicklung im Irankonflikt ist unklar, die anstehenden Reformen bergen Konfliktpotenzial. Auch wenn die Straße von Hormus bald wieder passierbar wird und Öl- und Gaspreise nachgeben, wird die Energieverteuerung noch einige Zeit nachwirken. Und die gedämpfte Stimmung bei Investoren und Verbrauchern dürfte erst mal für Zurückhaltung sorgen. Lediglich die staatlichen Konsumausgaben und Fiskalprogramme für Infrastruktur und Verteidigung geben Impulse. In diesem Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft unter diesen Bedingungen lediglich um knapp ¾ % zunehmen. 2027 könnte, bei Beendigung des Irankriegs und konsequenterer Reformpolitik, das reale Bruttoinlandsprodukt um 1 ¼ % wachsen.
Starker Anstieg des HWWI-Rohstoffpreisindex infolge des Irankriegs
In den vergangenen drei Monaten zeigte sich der HWWI-Rohstoffpreisindex stark volatil. Nach einem Rückgang im Februar um -2,4 % legte der Index nach Beginn des Nahostkonflikts im März 2026 um 28,1 % zu. Im April stabilisierte sich der Index (-0,6 %), lag damit allerdings 27,7 % über dem entsprechenden Vorjahreswert (Datenstand: 04.05.2026).