Konjunktur
Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Publikationen, Projekte, Veranstaltungen und Pressemitteilungen des HWWI zum Thema Konjunktur.
Publikationen
Pressemitteilungen
Neue HWWI-Konjunkturprognose
Die deutsche Wirtschaft hat sich nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts in der ersten Hälfte dieses Jahr besser entwickelt als geopolitische Belastungen und die negative Stimmung hierzulande hätten erwarten lassen; das preis- und saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich in diesem Zeitraum um 0,75 %, auf Jahresbasis um 1,5 %. Gleichzeitig wurden wichtige Reformvorhaben – wie die Gesundheitsreform (in Kraft), eine Rentenreform und eine Steuerreform (beide als Entwurf) – auf den Weg gebracht. Überdies haben sich mehrere Konjunktur- und Klimaindikatoren verbessert; der hier zum Ausdruck kommende Stimmungsumschwung zum Positiven spiegelt sich allerdings nicht immer in der öffentlichen Meinung wider. Abgesehen davon verdeutlicht die weiterhin schwache private Investitionstätigkeit den nach wie vor bestehenden Bedarf an Strukturreformen.
Neue HWWI-Konjunkturprognose
Nach gutem Start der deutschen Wirtschaft in dieses Jahr hinein haben sich seit Ende Februar durch den Irankrieg, insbesondere durch die Sperrung der Straße von Hormus und der damit verbundenen Energieverteuerung, die Perspektiven für Wachstum und Inflation deutlich verschlechtert. Die Sperrung der Straße von Hormus dauert nun länger an als zunächst erwartet. Die erratische US-Zollpolitik dämpft zudem die deutschen Exportaktivitäten spürbar. Die Stimmung in der Wirtschaft wurde aber auch durch hausgemachte Probleme beeinträchtigt, insbesondere weil der Reformprozess nur langsam vorankommt und von Unstimmigkeiten innerhalb der Koalitionsregierung überlagert wurde. Die weitere Entwicklung im Irankonflikt ist unklar, die anstehenden Reformen bergen Konfliktpotenzial. Auch wenn die Straße von Hormus bald wieder passierbar wird und Öl- und Gaspreise nachgeben, wird die Energieverteuerung noch einige Zeit nachwirken. Und die gedämpfte Stimmung bei Investoren und Verbrauchern dürfte erst mal für Zurückhaltung sorgen. Lediglich die staatlichen Konsumausgaben und Fiskalprogramme für Infrastruktur und Verteidigung geben Impulse. In diesem Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft unter diesen Bedingungen lediglich um knapp ¾ % zunehmen. 2027 könnte, bei Beendigung des Irankriegs und konsequenterer Reformpolitik, das reale Bruttoinlandsprodukt um 1 ¼ % wachsen.