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18.08.2026 | pressemitteilung 27

HWWI-Rohstoffpreisindex weiterhin volatil: Rahmenabkommen bringt nur vorübergehende Entlastung

Während das US-iranische Rahmenabkommen im Juni die Preise für Energierohstoffe spürbar senkte, reagierten die Märkte auf das Wiederaufflammen des Konflikts im Juli uneinheitlich: Blockaderisiken trieben den europäischen Erdgaspreis deutlich nach oben, während die Ölpreise weiterhin leicht nachgaben.

In den vergangenen Monaten zeigte sich der HWWI-Rohstoffpreisindex stark volatil. Im Mai verzeichnete der Gesamtindex einen erneuten Zuwachs um 2,4 %. Im darauffolgenden Monat kam es zu einer vorübergehenden Entlastung, als der Index im Juni spürbar um -9,2 % nachgab. Hier dürfte das ausgehandelte Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA für Entspannung an den Märkten gesorgt haben. Diese Beruhigung hielt jedoch nicht an: Angetrieben durch das erneute Wiederaufkeimen des Konflikts zogen die Notierungen im Juli wiederum um 2,2 % an. Trotz der zwischenzeitlichen Schwankungen und des Rückgangs im Frühsommer spiegeln die Märkte die anhaltenden geopolitischen Risiken wider: Im Juli lag der HWWI-Rohstoffpreisindex weiterhin um deutliche 19,6 % über dem entsprechenden Vorjahreswert (Datenstand: 17.08.2026).

Der leichte Zuwachs des Gesamtindex im Mai ist auf einen moderaten Anstieg in sämtlichen Subindizes zurückzuführen. In diesem Monat legte der Nahrungs- und Genussmittelindex um 3,8 % zu, gefolgt vom Industrierohstoffindex mit einem Plus von 3,6 % und dem Energierohstoffpreisindex, der um 2,0 % anstieg.

Die spürbare Entlastung im Juni wurde vor allem durch einen deutlichen Rückgang im Energiesektor getrieben, dessen Index um -11,3 % nachgab; dennoch verblieb der Energierohstoffpreisindex damit immer noch um 17,9 % über dem entsprechenden Vorjahresmonat. Flankiert wurde diese Entwicklung im Juni von sinkenden Werten beim Nahrungs- und Genussmittelindex (-3,9 %) sowie beim Industrierohstoffindex (-2,1 %).

Im Juli kam es wiederum zu einem leichten Anstieg des Gesamtindex, welcher maßgeblich durch einen kräftigen Zuwachs bei den Nahrungsmitteln um 11,4 % getrieben wurde. Dem stand eine Gegenbewegung bei den Industrierohstoffen gegenüber, die um -3,2 % nachgaben, während die Energiepreise im Juli erneut um 2,3 % anzogen.

Innerhalb des Energierohstoffindex zeigten die einzelnen Energieträger im Berichtszeitraum eine wechselhafte Entwicklung. Im Mai stiegen die Gaspreise zunächst an, was zu einem Zuwachs des entsprechenden Subindexes um 5,0 % führte. Der Juni war daraufhin von uneinheitlichen Preisbewegungen beim Erdgas geprägt, da die amerikanischen Notierungen stiegen, während die europäischen Preise nachgaben. Im Juli verzeichnete das europäische Erdgas dann jedoch einen kräftigen Preissprung von 19,2 %, wohingegen der amerikanische Gaspreis um -7,8 % sank.

Die Kohlepreise verzeichneten im Juli einen deutlichen Rückgang um -10,0 %, nachdem sie in den Monaten zuvor noch angestiegen waren. Bei den Preisen für Rohöl zeigte sich im Mai tendenziell ein ganz leichter Anstieg, wobei lediglich die Sorte WTI eine Ausnahme bildete. Im Juni folgte dann ein kräftiger Rückgang bei allen Rohölsorten, der bei der Sorte Brent ein Minus von bis zu -18,6 % erreichte. Im Juli setzte sich die Abwärtsbewegung schließlich verlangsamt fort und führte bei allen Sorten zu einem nur noch leichten Rückgang.

Der Nahrungs- und Genussmittelindex verzeichnete im Mai zunächst einen Zuwachs, der insbesondere durch eine kräftige Verteuerung von Kakao um 22,1 % getrieben wurde. Für die vorübergehende Entlastung im Juni waren insbesondere sinkende Preise bei Palmöl und Kokosöl verantwortlich. Im Juli drehte die Entwicklung jedoch wieder drastisch ins Plus und der Index schoss um 11,4 % nach oben, womit er sich 3,7 % über dem entsprechenden Vorjahresmonat einpendelte. Dieser deutliche Aufwärtstrend im Juli resultierte abermals aus einer Verteuerung von Kakao (27,7 %), wurde diesmal allerdings zusätzlich durch Palmöl sowie Reis und Weizen angetrieben, die allesamt zweistellige Wachstumsraten verbuchten.

Der Index für Industrierohstoffe verzeichnete im Mai zunächst einen Zuwachs, der primär durch steigende Preise bei Zinn und Baumwolle getrieben wurde. Im Juni kam es jedoch zu einer Trendwende und einer Senkung des Index, wofür vor allem nachgebende Notierungen bei Baumwolle und Eisenerz verantwortlich waren. Dieser Abwärtstrend setzte sich im Juli fort, wobei in diesem Monat insbesondere sinkende Preise für Aluminium den Ausschlag für die erneute Senkung gaben.

 

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